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Nach fast 70 Jahren: Kommt große Prozesswelle gegen frühere KZ-Wächter in Auschwitz?

Rund 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs könnte es eine neue Welle von Prozessen gegen frühere Wächter des KZ Auschwitz geben.

Hintergrund sind Vorermittlungen der NS-Fahndungsstelle in Ludwigsburg. Die empfiehlt am heutigen Dienstag gegen 30 ehemalige KZ-Wächter Anklage zu erheben. Der Vorwurf lautet auf Beihilfe zum Mord.

Im Jahr 2011 wurde der frühere und mittlerweile verstorbene KZ Wächter John Demjanjuk zu fünf Jahren Haft verurteilt. Seit dem Urteil halten es Experten für aussichtsreich, derlei Urteile auch ohne Zeugen zu erwirken. Denn heutzutage reicht die bloße Tätigkeit in einem KZ dafür.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Prozess, KZ, Auschwitz, Wächter
Quelle: www.bild.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.09.2013 14:27 Uhr von Johnny Cache
 
+10 | -3
 
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Es gibt eine NS-Fahndungsstelle? Ich fürchte die muß bald ihr Personal massiv aufstocken damit sie noch jemanden findet. ;)
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03.09.2013 14:35 Uhr von Patreo
 
+6 | -2
 
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Wenn es keine Zeugen gibt und die Täter keine Verurteilung aus früheren Prozessen haben wie genau will man die Identifizierung durchführen?
Wird nach Papieren der Dienststelle oder Alter bestimmt?
Ein wenig mehr Aufschluss durch die Originalquelle wäre hilfreich.

[ nachträglich editiert von Patreo ]
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03.09.2013 14:47 Uhr von Blitzi1983
 
+5 | -5
 
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Können die nicht die alten leute ihre letzten jahre noch zu ende leben lassen müssen sie die am besten gleich wieder im knast stecken das die unsere staadskasse wieder belasten wir haben ja auch soviel geld natürlich ist es schlimm gewesen aber man kann die zeit nicht zurückdrehen und wenn sie im knast kommen werden die toten auch leider nicht wieder lebendig so traurig es ist
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03.09.2013 14:48 Uhr von Knoffhoff
 
+14 | -1
 
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Ich kenne einen Schäferhund dessen Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater die Linie überwacht hat.
Soll ich seinen Enkel nun erschießen??
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03.09.2013 14:54 Uhr von Knoffhoff
 
+4 | -3
 
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@ Blitzi1983

Ich schließe mich Deinen Ausführungen an.
Aber Dein Deutsch ist schlichtweg eine Katastrophe.
Wie kann mann völlig zusammenhanglos einfach losschreiben? Ohne Punkt und Kommata?
Da wird einem recht übel.
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03.09.2013 15:20 Uhr von Sirigis
 
+8 | -0
 
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Brauchte unsere Justiz bzw. diese ominöse NS-Fahndungsstelle tatsächlich 70 Jahre um Prozesse gegen frühere KZ-Wächter einzuleiten? Sowas nennt man Effizienz! Diese Angeklagten müssen heute so 90 Jahre und älter sein, ob die Leute alle noch geistig so fit sind, um überhaupt zu verstehen, was ihnen zur Last gelegt wird, bezweifle ich.
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03.09.2013 15:33 Uhr von machi
 
+1 | -7
 
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Die brauchen nicht so lange um die Leute zu finden. Wer sie waren und wo sie wohnen ist schon lange bekannt. Früher lief es allerdings unter todschlag was verjährt. Mord verjährt nicht. Mittlerweile gelten die Greultaten damals als Mord, und damit auch die Handhabe sie nun für Mord anzuklagen.

@Sirigis:
Die mögen Rückenleiden haben, Atritis und die 3. Zähne, aber wissen was ihnen zur Last gelegt wird: auf jeden Fall!
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03.09.2013 16:07 Uhr von Patreo
 
+1 | -1
 
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Sigris einige befinden sich tatsächlich noch in ziemlich guter geistiger Verfassung und auch viel Alt Nazis sind ihren damaligen Überzeugungen treu geblieben
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03.09.2013 16:48 Uhr von Blitzi1983
 
+0 | -0
 
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@ Knoffhoff
geht es hier um Deutsch oder um das Thema

Nach fast 70 Jahren: Kommt große Prozesswelle gegen frühere KZ-Wächter in Auschwitz?

[ nachträglich editiert von Blitzi1983 ]
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03.09.2013 16:49 Uhr von HelgaMaria
 
+6 | -1
 
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Waren die Taten auch zu dem Zeiten verboten, als sie stattfanden? Oder haben diese Männer möglicherweise nur ihre Dienstpflicht erfüllt?

Wer damals Befehle verweigerte, wurde erschossen!
Und wenn es damals nichts Verbotenes war, kann man sie nun doch nicht belangen!

Man stelle sich vor, in 5 Jahren wird das Autofahren zur Straftat erklärt und alle, welche es vor Einführung dieses Gesetzes getan haben, würden verurteilt werden.

Die sollen mal die Kuh im Dorf lassen. Es waren andere Zeiten, andere Gesetze, das kann man nicht mehr nachvollziehen. Wann wird das Thema endlich zu den Akten gelegt?
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03.09.2013 17:10 Uhr von Patreo
 
+2 | -4
 
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HelgaMaria ist nach der breiten Logik die Strafverfolgung in Den Haag komplett für die Katz?

In Saudi Arabien ist es Gesetz Frauen im Falle von gewissen Vergehen zu steinigen, bedeutet das eine menschenrechtliche Legitimation erfolgt?
Was ist mit den ethnischen Säuberungen in Kosovo oder Chile?
Andere Zeiten andere Sitten? Also weniger verächtlich, weil das PRINZIP DENN SIE WISSEN NICHT WAS SIE TUEN in Kombination ICH WAR BEFEHLSEMPFÄNGER greift?

Falsch HelgaMaria. Diese Täter, die du in Schutz nimmst, waren keine Wehrmachtssoldaten die gegen andere Soldaten im Felde waren, sondern beteiligt am systematischen Völker -und Massenmord.
Autofahren verstößt in einem Rechtsstaat nicht gegen Menschenrechte.
In einem Terrorregime am Massenmord aktiv beteiligt zu sein und dann im selben mittlerweile demokratischen Land zu leben, bedeutet auch nach den gängigen Gesetzen gestraft zu werden
Menschen wie Mengele und Eichner sind im Angesicht dieser Taten, zur Recht Verbrecher gegen die Menschlichkeit.
Du schreibst ja selbst, dass der angeblichen ewigen Anklage gegen Deutsche überdrüssig bist, weil du nichts mit der NS Zeit zu tun hast. Zwar gibt es eine solche Anklage nicht aber du bist dir zurecht keiner Schuld bewusst, da du nicht zur Tätergeneration gehörtst.

Diejenigen die es tuen nimmst du aber unter Zuhilfenahme von Relativierung von Verbrechen, in Schutz.

02.09.2013 11:51 Uhr von HelgaMaria
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+5 | -4
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Wann werden wir das Thema endlich ruhen lassen.....
Es ist 70 Jahre her, keiner der jetzigen Generation war an irgendwas beteiligt.


Da ist der Fall der Tätergeneration, teilweise Menschen, die dafür nie belangt oder sich der Strafe durch Flucht entzogen haben (Mengele beispielsweise) und du versuchst es runterzuspielen: Es war ein anderes Land andere Sitten. Dadurch verfällt doch nicht der Wert an menschlichem Leben oder allgemein gültige Vorstellungen von Moral und Ethik. Und es gab gottseidank Widerstand im kleinen und im großen seitens der Deutschen.

[ nachträglich editiert von Patreo ]
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03.09.2013 22:44 Uhr von HelgaMaria
 
+2 | -0
 
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@ Patreo

Nicht schlecht, dein Beitrag. Noch nie hat jemand soviel Zeit aufgewendet, um mich zu widerlegen.

Sollte ich tatsächlich dermaßen falsch liegen, dass sich jemand soviel Mühe macht?

Du betrachtest die Dinge aus wesentlich breiteren Blickwinkel als ich das tue. Und das mit der "Strafverfolgung in Den Haag", was du sagtest, ich sage ehrlich, davon habe ich keine Ahnung.

Ich stelle den Menschenverstand über gesetzliche Regelungen. Meine Kommentare spiegeln lediglich meine Meinung wieder und müssen sich nicht mit aktuellen Gesetzeslagen decken.

Nehmen wir mal an, wir hätten in der Zeit gelebt. Möglicherweise hätten wir ebensolche Dinge getan, wie die Menschen, welche nun verurteilt werden sollen.

Ein Soldat befolgt Befehle, ohne zu fragen, warum er diese ausführen soll. Wir waren damals nicht dabei. Möglicherweise haben einige das Gefühl gehabt, etwas falsches zu tun, doch was hätte es geändert? Welche Folgen Befehlsverweigerung hatte, wissen wir.

Man muss auch mal überlegen, warum Täter bestraft werden. Unter anderem als Abschreckung, damit sie es nicht wieder tun. Das ist hier wohl kaum nötig.

Also wem wird geholfen, wenn man nach 7 Jahrzehnten immer noch ehemalige Soldaten zur Rechenschaft zieht? Da müsste man demjenigen zumindest Böswilligkeit nachweisen können.

Ich kann mich hier nicht wie du auf dieses Thema einschiessen und zahlreiche Fakten aus aller Welt nennen. Wie ich erwähnte, benutze ich lediglich mein Gefühl für meine Aussagen.

Und es fühlt sich für mich nicht richtig an, dass diese Männer nach all der Zeit bestraft werden, wo wir doch nicht mal wissen, ob sie ihre Taten aus Freude begangen haben oder Befehle befolgt haben.

Und ich muss wiederholen: Wenn es zu dem Zeitpunkt, als es geschah, nicht verboten war, sollte man nicht im Nachhinein geschaffene Verbote für eine Verurteilung verwenden.

Wir vertreten bei dieser Sache zu unterschiedliche Ansichten, als das wir uns je einigen könnten. Von daher ist diese Diskussion fruchtlos.
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04.09.2013 00:39 Uhr von Patreo
 
+0 | -3
 
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Trallala2 zu dem Vorwurf der anderen, hört sich das eher negativ an.
Wie viele Säuberungswellen gabs in meinem Geburtsland Russland in den 1930ern kaum einer ist wenn er nicht selbst einer Denunzierung zum Opfer fiel belangt worden, mir ist auch kein größerer Fall von Kriegsverbrechen während der beiden Tschetschenienkriege bekannt.
So geht also Russland mit seinen Verbrechen um.
In Israel wiederum geschieht dies relativ willkürlich aus meiner Sicht: Einige Fälle werden vor Gericht gebracht, auch weil mutige Soldaten soweit gehen gegen ihre Kameraden auszusagen und Richter versuchen Präzidenzfälle zu schaffen, andere Fälle werden versucht zu vertuschen.

Aber statt auf andere zu zeigen, kann man nicht stolz darauf sein, dass Deutschland die wahre Größe hat, sich seines Rechtsstaates so sicher zu sein?
Wir machen das was kaum ein anderer wagt. Wir geben uns nicht die ewige Schuld, sondern wir handeln auch 70 Jahre danach.
In Deutschland gab es einen totalitären und rechtlosen Staat und dagegen kämpft man heute an auch wenn es beispielsweise bedeutet, dass man Tätern wie Gäfgen beispielsweise Schadensersatz zugesteht, weil Folter und Androhung einer solchen (auch wenn sie uns moralisch vorkommen mögen) nicht legitim sind.
Ist das Rechtssystem dadurch perfekt oder das Beste? Nein durchaus nicht.
Aber es setzt Zeichen, dass auch in solchen Fällen Mord nicht verjährt.

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