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Gerichtsurteil: Apotheker haften bei Medikationsfehler wie der Arzt

Das Oberlandesgericht (OLG) in Köln hat in einem Grundsatzurteil nun entschieden, dass bei einem Medikationsfehler die Haftung auch beim Apotheker liege. Damit wird die Beweislast umgedreht. Damit wurde eine weitere offene Haftungsfrage vorläufig entschieden.

Im konkreten Fall gab das Gericht einem heute Siebenjährigen Jungen und seinen Eltern recht. Der Junge wurde durch einen Medikationsfehler stark geschädigt, da der Apotheker nicht nachprüfte, was genau auf dem Rezept stand. Der Arzt hatte nämlich ausversehen die achtfache Dosis verschrieben.

"Das Zusammenwirken von Arzt, Apotheker und Medikament" kann in solch einem Fall auf sinnvolle Weise nicht getrennt werden, urteilte das OLG. Da das Gericht die Revision zum Bundesgerichtshof zuließ, gab es auch keine konkrete Höhe des Schmerzensgeldes.


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WebReporter: George Taylor
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Arzt, Gerichtsurteil, Apotheker
Quelle: www.aerztezeitung.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.08.2013 18:34 Uhr von Mullax
 
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@blubb42, ich kenn es ausschliesslich so, dass auf dem Rezept die Dosis steht und mir vom Apotheker nochmal mitgeteilt wird. Da ist wohl Dein Arzt etwas nachlässig?
Zum Fall: ich denke, das Urteil wird in der Revision keinen Bestand haben.
Der Arzt ist allein verantwortlich für die Richtigkeit seiner Rezepte. Man stelle sich mal vor, jeder Apotheker würde jedes Rezept anzweifeln, weil ihm die Medikation unrichtig vorkommt...
die armen Patienten, die dann ständig zwischen Arzt und Apotheke pendeln, tun mir jetzt schon leid! Und dann gibt es auch noch die Online-Apotheken, wer achtet denn da auf die richtige Medikation?
Also schnell in die Revision mit diesem irren Urteil und dann ab in den Papierkorb damit.
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30.08.2013 18:52 Uhr von langweiler48
 
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Ein Beipiel aus meinem privaten Leben.

Ich hatte eine Grippe. Um mein Arbeitsumfeld nicht anzustecken ging ich zum Arzt. Der wollte mir 0815 Medikamente verschreiben.

Ich verlangte daraufhin Antibiotika, mit der Begruendung, dass er mich nicht krankpflegen soll, sondern mich heilen soll. Er ging darauf ein und verschrieb mir ein Antibiotika. Ich ging zu meinem Freund in die Apotheke, der las das Rezept und schuettelte nur den Kopf und sagte zu mir Langweiler48, dieses Medikament vekaufe ich dir nicht, da dieses fuer Kleinstkinder vorgesehen ist.

Er gab mir dann das fuer mein Alter bestimmte Antibiotikum und nach 3 Tagen war ich wieder gesund.

Aerzte sind wie Kaufhaeuser, nur mit dem Nachteil, dass sie ihre Kunden nicht zufriedenstellen, sondern ihre Kunden in einen zufriedenstellenden Zustand stellen, damit sie noch lange zu ihnen kommen.
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30.08.2013 19:38 Uhr von bigpapa
 
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Perfekt richtiges Urteil.

Sorry aber ich werde gezwungen Medikamente in der Apotheke zu holen. Ich brauche ein Rezept etc.

Also ich kann lesen. !!! Aber wenn ein Arzt meint ich müsste eine andere Dosis bekommen, als auf den Beipackzettel steht (Ist oft genug vorgekommen) ist das OK.
Wer er aber dann diese Dosis auf das Rezept schreibt, ohne es mir zu sagen, muss es einen geben, der diese Sache auf Tipfehler überprüft.

Dafür bekommt der Apotheker ja sein Geld. Die Pillen selbst, könnte man auch im Supermarkt kaufen.

Die Apotheker labern doch von der Fachberatung. Dann sollen sie das Gelabere und ihre Werbung mal in die Tat umsetzen und dafür haften.

Gruß

BIGPAPA
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30.08.2013 20:03 Uhr von langweiler48
 
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@bifpapa .....

Du bistauch einer deerjenigen, die die vorherigen Kommentare nicht lesen.

Lese meinen. Ich schreibe genau das Gegenteil, was du von dir gibst. Ja das ist ein Einzelfall, aber ich zweifle nicht daran, dass es tausende aehnlich gelagerte Faelle von meinen gibt.

Ein Apother hat einen Laden wie Frau Emma an der Strassenecke. Zu der schicke ich mein Kind mit einem Einkaufszettel um einzukaufen. Frau Emma wird nie sagen, Kind was dir deine Mutter oder Vater hier aufgeschrieben hat ist nicht gut, ich gebe dir etwas anderes dafuer. Ein Apotheker wird dies im Normalfall auch nciht tun. In der Hirachie steht Dr. vor Apo.
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30.08.2013 21:02 Uhr von HelgaMaria
 
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Es heisst doch immer "....fragen sie ihren Arzt oder Apotheker".

Tja...wenn das so ist, muss doch eine Fehldosierung des Arztes in der Apotheke bemerkt werden.
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31.08.2013 03:35 Uhr von langweiler48
 
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@diana44 .....

Nein ich bin nicht betrunken.

Ich bin sehr selten krank, muss daher auch sehr selten in eine Apotheke gehen. Dies ist auch der Grund, dass mir Eindruecke, die ich von arbeitenden Apothekern erhalte sehr gut in meinem Gedaechtnis haften bleiben. Der Arbeitstag eines Apothekers oder Gehilfen besteht doch nur noch aus Rezepte entgegenzunehmen, das dort Vermerkte auf den Ladentisch zu legen und immer freundlich zu sein, wenn er das Geld entgegen nimmt.

Wie viele Faelle gibt es denn ueberhaupt noch, dass ein Apotheker selbst noch Medizin herstellt? Wenn es hoch kommt vielleicht mal 1% seiner gesamten Taetigkeit. zusammen. Deshalb auch mein Vergleich mit dem Tante Emmaladen.

Ich zweifle nicht an der schwierigen medizinischen Ausbildung eines Apothekers, die er aber heute im Grunde genommen gar nicht mehr anwendet.

So und nun wuensche ich allen ein schoenes Wochenende.

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