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Stiftung Warentest: Keine Beweise für eine geplante Obsoleszenz gefunden

Der Begriff "geplante Obsoleszenz" ist seit einiger Zeit in aller Munde. Gemeint ist damit die Absicht der Hersteller, die Lebenszeit der Produkte künstlich zu verkürzen. Dem ist nun die Stiftung Warentest auf den Grund gegangen.

Aus Daten von über zehn Jahren wurde nun eine Auswertung vorgenommen. Dabei wurde kein Beweis festgestellt, der eine derartige Praxis nachweisen kann. "Insbesondere Haushaltsgeräte gehen heute nicht schneller und nicht häufiger kaputt als früher", so die Zeitschrift.

Es wird wohl geplant, wie lange ein Produkt halten soll, gezielt verkürzt wird aber kein Produkt. Die Tricks der Hersteller liegen eher in hohen Reparaturkosten, fest eingebauten Akkus oder nicht existenten Ersatzteilen.


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WebReporter: George Taylor
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Stiftung, Stiftung Warentest, Warentest, Geplante Obsoleszenz
Quelle: www.faz.net

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.08.2013 10:45 Uhr von Maverick Zero
 
+16 | -2
 
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Ja ne.. ist klar...
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30.08.2013 11:02 Uhr von Papierflugzeugs
 
+4 | -6
 
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@vorredner
nätürlich würde ich dem auch wiedersprechen, wenn ich eine voreingenommene Meinung hätte.
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30.08.2013 11:11 Uhr von no_trespassing
 
+9 | -0
 
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Dann sollen sie z.B. mal hier schauen:

http://schuhmist.anti.de/
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30.08.2013 11:11 Uhr von stoske
 
+3 | -2
 
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Obsoleszenz ist ein aktuelles Schlagwort, dem völlig unreflektiert alles zugeordnet wird, was kaputt gehen kann. Heute gibt es Obsoleszenz nur noch in übertriebener Effizienz und maximaler Reduktion, beides aus Kostengründen, beim MHD und dem sog. "Lifestile" bei dem es wichtig ist, immer das Neuste, Beste, Coolste zu haben. Aber in keiner einzigen(!) der Formen, die heute allgemein und gerade ach so dramatisch attestiert werden. In so fern überrascht das Resultat in keinster Weise.

[ nachträglich editiert von stoske ]
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30.08.2013 11:36 Uhr von perMagna
 
+7 | -1
 
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Haben die gusseiserne Suppenkessel geprüft???
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30.08.2013 11:39 Uhr von shadow#
 
+3 | -9
 
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Kein Hersteller baut Sollbruchstellen in seine Produkte ein, was die ganzen Tölpel die sich auf das Thema eingeschossen haben, zu glauben scheinen.

Dass Produkte kaputt gehen ist allein der Tatsache geschuldet, dass alles schnell verfügbar sein muss und nichts kosten darf.
Das fängt bei billigem Kunststoff an und hört bei Elektronikbauteilen auf.

Und gerade bei komplexeren Produkten hilft dann auch die sündhaft teure unzerstörbare mechanische Verarbeitung der neuen Waschmaschine nichts, wenn irgendwer die Kondensatoren in der Elektronik verbaut hat, bei denen 100,000 Stück 12 Dollar billiger sind.
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30.08.2013 11:43 Uhr von ThomasHambrecht
 
+9 | -0
 
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Ich habe einmal 3 exakt gleiche Seagate-Festplatten (gleichzeitig) gekauft.
- eine in einem Server in der Firma eingebaut.
- eine in meinem Privathaushalt
- eine in einem Keyboard im mobilen Einsatz.

Alle drei Festplatten gingen nach knapp 3 Jahren innerhalb einer Woche kaputt. Dabei waren alle drei völlig unterschiedlich eingesetzt und strapaziert.
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30.08.2013 11:46 Uhr von stoske
 
+1 | -4
 
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@wok!: Natürlich ist das geplant, aber nicht im Sinne eines gewollten oder zeitlich geplanten Defektes, sondern im Sinne von möglichst effektiver und günstiger Produktion. Etwas, das wir ohne jede Rücksicht grundsätzlich verlangen. Ein geplanter Defekt ist im Sinne der Obsolszenz vollkommen sinnfrei, da man dasselbe Produkt dann nicht noch mal kaufen würde. Effekt verfehlt. Einfache Regel: Wenn ich Obsoleszenz vermute, kann es keine sein, weil sie dann nicht funktioniert.
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30.08.2013 12:19 Uhr von news_24
 
+3 | -0
 
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Wie lange ein Produkt halten soll, oder gezielt verkürzt wird, ist das gleiche.
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30.08.2013 12:20 Uhr von shadow#
 
+0 | -4
 
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@ wok!
Nichts hält ewig.
Und da der Kunde nicht mehr bereit ist, den Aufpreis für höherwertige Produkte zu bezahlen, die ihn ein paar Jahre länger vor mechanischem Verschleiß bewahren würden, geht das eben heute schneller.

Das mit den wärmeempfindlichen Teilen hat übrigens einen völlig anderen Grund: Zum einen werden Platinen heute nicht mehr von Menschen mit Sachverstand entwickelt sondern vom Computer, zum anderen weiß das Team das die Platine entwickelt auch oft nicht wo diese später landet und ob dort externe Hittzequellen vorhanden sind.

Der Edelstahl-Küchenmixer wird auch heute noch 20 Jahre halten. Oder auch nicht, da Kupfer mittlerweile viel Geld kostet und die Motorwindungen deshalb weniger robust ausgelegt sind.
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30.08.2013 12:36 Uhr von kingoftf
 
+0 | -1
 
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no_trespassing

Das Beispiel aus Deinem Link hat nichts mit Obsoleszenz zu tun, sondern ist schlichtweg ein Produktionsfehler.

Die Probleme mit den geschäumten Sohlen hatten nicht nur Puma und Lidl, sondern auch Wanderstiefel von Meindl, die richtig(!) teuer waren.

Da hat in der Produktion was nicht hingehauen und eine ganze Serie war innerhalb von Wochen Schrott.

Auch eine Eigenmarke von Decathlon hatte das Problem, davon hatte ich auch ein Paar, nie angezogen, weil erst zu spät gemerkt, dass die eine 1/2 Nummer zu klein waren.
Wollte sie dann nach Ewigkeiten als Gartenarbeitsschuhe nutzen, da war die Sohle schon wie aufgefressen.


Bei anderen Stiefeln von Meindl, die ich seit Jahren nutze, ist die Sohle noch wie neu.




[ nachträglich editiert von kingoftf ]
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30.08.2013 12:43 Uhr von Tuvok_
 
+0 | -1
 
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@Thomas Hambrecht,
ich kenn das Spiel mit 2 Samsung SATA 1 TB Platten eingesetzt in einem Raid 1. Seriennummern waren auch sehr dicht beieinander. ( letzten beiden Stellen unterschiedlich) Gingen BEIDE nach 2 Jahren kurz nach Garantie ablauf innerhalb 1 Std !!! Kaputt. Beide hatten auf einmal Smart Error Fehler...
Da ging bei mir das Grübeln los.. Sah für mich wie ne Logikbombe in der Firmware
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30.08.2013 13:22 Uhr von Boon
 
+3 | -1
 
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Da so gut wie keiner der sich über "geplante obsoleszenz" beklagt tatsächlich ahnung von den produkten hat ist das lächerlich.

Ich habe selbst bei einer sehr sehr bekannten firma gearbeitet die digitale kameras herstellt.

Die dinger sind in der regel billigst hergestellt, damit sie genau das sind - billig.

Kauft euch mal ein sau teures industrie gerät oder ein profi gerät und ihr werdet sehen, dass diese um längen besser halten und viel durchdachter sind (sofern man ahnung von der materie hat).

Vor dreißig jahren konnte sich jeder maximal einen fernseher leisten und die elektronik darin war primitiv.

Jetzt hat bald jedes zimmer einen fernseher und die geräte können quasi alles; blue ray, internet, sat empfänger, hd,...

Na welches gerät wird wohl länger halten?

Heutzutage werden leiterbahnen gefertigt die so dünn sind, dass man sie mit dem freien auge schon fast nicht mehr sehen kann - früher waren das dicke breite leitungen. Was ist wohl anfälliger?

Wir können auch heute fernseher haben die dreißig jahre halten - aber dann kostet der riesen 1.5m LCD nicht 699 sonder 9999.


-> wie immer, wenn man keine ahnung hat,... bla bla
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30.08.2013 13:26 Uhr von mrshumway
 
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Stiftung Warentest... ja iss klar. So langsam bestätigt sich meine Vorgehensweise, wenn ich lieber anhand von Rezensionen / Kundenbewertungen noder Diskussionen in Foren Kaufentscheidungen treffe,

Ein schönes Beispiel für Obsoleszenz sind, um nur einen Aspekt zu nennen, aktive Kühlkörper, die die Wärme direkt in Richtung von Kondensatoren blasen. Man kann sich ausrechnen, wann die Elkos dicke Backen machen und defekt sind. Von diesen Konstruktionsarten hat man viele.

Früher hätte man den ortansässigen Händler durchs Dorf gejagt, wenn Geräte nur zwei Jahre halten. Heute ist das üblich und ab dem 7. Monat hat man sogar noch das Prolem, mit fast schon forensischen Methoden belegen zu müssen, dass keine Fehlbedienung zum Ausschluss von Gewährleistung führt. Verkehrte Welt.

ich bin der Überzeugung, es gibt Sollbruchstellen. Schaut euch doch einfach mal, wo die deutschen Hersteller, die langlebige Geräte produziert haben, heute stehen. Sie sind entweder im Konkurs oder von Heuschrecken aufgekauft worden. Und was gibt es besseres für die Shareholder Value, als wenn sich Kunden alle 3 Jahre ein neues Gerät kaufen müssen!?!?

In der heuigen Zeit lebt kein Unternehmen mehr von dem Glauben seiner Kunden, dass langlebige Geräte produziert werden. Man lebt vom Verkauf und Marktanteil. Nur das bringt Cash in the Täsch. Nicht ein TV oder was ich, der 5 Jahre und länger lebt.

[ nachträglich editiert von mrshumway ]
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30.08.2013 14:28 Uhr von SN_Spitfire
 
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ist auch prinzipiell verständlich.
Gerade bei Elektronik sieht man es doch am besten.
Klar, wenn ein Netzteil mit billigen Kondensatoren gebaut wurde, die eben schnell kaputt gehen, dann kann man nüchtern betrachtet grundsätzlich keine solche Obsoleszenz feststellen. Das Bauteil funktioniert ja auch.
Würde man bessere Kondensatoren einbauen, sähe die Sache vermutlich anders au