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US-Gericht: Sowohl Empfänger als auch Sender einer SMS bei Unfall haftbar

Kommt es durch das Schreiben einer SMS während der Fahrt zu einem Unfall, so kann auch der Empfänger der SMS als indirekter Unfallverursacher belangt werden - so entschied nun ein US-Gericht in Trenton, New Jersey.

Das Gericht entschied in einem Fall von 2009, bei dem eine 17-Jährige ihrem Freund eine SMS schickte, woraufhin dieser mit seinem Pickup in ein Motorradfahrerpärchen fuhr. Die Opfer des Unfalls verklagten sowohl den Fahrer des Pickups, als auch seine Freundin, mit der er während des Fahrens schrieb.

Auch wenn die Freundin nicht direkt beteiligt war, habe habe man die Pflicht, darauf zu achten, keine SMS an Personen zu schicken, von denen man weiß, dass sie momentan ein Fahrzeug führen - so das Gericht. Kritiker wenden ein, dies liege allein im Verantwortungsbereich des Fahrers.


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WebReporter: Maverick Zero
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Unfall, Gericht, SMS, Sender, Verantwortung, Empfänger
Quelle: newyork.cbslocal.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.08.2013 12:24 Uhr von Fireproof999
 
+30 | -5
 
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Dem Richter hatte man zuvor anscheinend ins Hirn geschissen.
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29.08.2013 12:29 Uhr von crisgriffin
 
+4 | -0
 
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Da gibt es nur eine Möglichkeit... http://www.youtube.com/...
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29.08.2013 12:43 Uhr von Bildungsminister
 
+4 | -19
 
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29.08.2013 12:54 Uhr von jens3001
 
+18 | -0
 
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Bedingt nachvollziehbar, wenn der Versender der SMS wusste, dass der Empfänger fährt.

Dennoch ist eine SMS keine Verpflichtung sie auch sofort zu lesen.
Somit ist der Empfänger doch wieder alleinig verantwortlich.
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29.08.2013 13:01 Uhr von Fireproof999
 
+8 | -0
 
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Auch wenn ich weis, dass der Empfänger gerade fährt, kann ich Ihm doch gerade deswegen eine SMS Schreiben, die er dann später Lesen kann, anstatt Ihn anzurufen obwohl er vllt kein Headset hat.
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29.08.2013 13:02 Uhr von Bildungsminister
 
+2 | -3
 
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@fuerdiedummen

Mal davon ab, dass blöd der ist, der sich so verhält. Und jemand der meint sich mit Beleidigungen artikulieren zu müssen, der hat wahrscheinlich nicht viel mehr auf dem Kasten.

Aber wo wir schon dabei sind - Von welchen Regeln sprichst du? Und warum bin ich offenbar zu blöd sei einzuhalten?
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29.08.2013 13:17 Uhr von Bildungsminister
 
+2 | -8
 
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@benni-88

Ich gehe mal davon aus, dass du noch nie in einem McDrive warst. Lass dir aber gesagt sein, dass man dort in aller Regel steht oder maximal Schrittgeschwindigkeit fährt, auch wenn dir der Begriff etwas anderes sagen mag.

In diesem Urteil indes geht es um das wissentliche Versenden einer SMS an einen sich in der Fahrt befindlichen Fahrer, hier sogar ein LKW-Fahrer. Was passieren kann, wenn so jemand eine SMS liest sieht man ja im eigentlichen Fall um den es sich hier dreht.

Natürlich hat der Empfänger immer die hauptsächliche Verantwortung, aber man muss es eben auch nicht wissentlich provozieren. Die wenigsten Menschen werden das Auto wohl anhalten, wenn sie bei voller Fahrt eine SMS erhalten, gerade auf der Autobahn. Das bezweifle ich doch recht stark.

Aber die richterliche Aussage, die nicht mal ein Urteil ist, wird hier wohl bewusst falsch verstanden. Endlich wieder was zu Hetzen und Grölen! SN halt.

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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29.08.2013 13:31 Uhr von brycer
 
+0 | -0
 
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Die Begründung finde ich zwar einerseits nachvollziehbar - andererseits aber irgendwie an den Haaren herbei gezogen.
Der Fahrer eines Fahrzeuges ist doch dafür verantwortlich wann und wie er sein Fahrzeug lenkt. Wenn er sich ablenken lässt, dann ist er schuld. Er hätte ja auch an die Seite fahren können, Motor ausschalten und dann die SMS lesen. Eventuell dann noch ein paar weitere SMS hin und her schicken - aber eben nicht nebenbei noch fahren.
Das wird aber heute immer noch als Kavaliersdelikt angesehen, nebenbei am Steuer alles mögliche zu machen.
Das benutzen des Handys ohne Freisprecheinrichtung ist zwar untersagt, aber für viele sind die eventuellen 40€ kein Grund es nicht zu tun. Wohl weil sie haargenau wissen dass die Chance erwischt zu werden und zahlen zu müssen bei weit unter 1% liegt.
Tja, wenn es dabei aber zum Unfall kommt kann das auch sehr teuer werden. Die Versicherung kann, ebenso wie bei Alkohol, die Zahlung verweigern. Den Fremdschaden müssen sie zwar zahlen, können aber beim Fahrer Regress nehmen bis... ich glaube 5.000€ oder so. Den eigenen Schaden muss der Fahrer aber selber zahlen. Da hilft auch keine Vollkasko. ;-)

[ nachträglich editiert von brycer ]
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29.08.2013 13:45 Uhr von Rychveldir
 
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"In diesem Urteil indes geht es um das wissentliche Versenden einer SMS an einen sich in der Fahrt befindlichen Fahrer, hier sogar ein LKW-Fahrer. Was passieren kann, wenn so jemand eine SMS liest sieht man ja im eigentlichen Fall um den es sich hier dreht.

Natürlich hat der Empfänger immer die hauptsächliche Verantwortung, aber man muss es eben auch nicht wissentlich provozieren. Die wenigsten Menschen werden das Auto wohl anhalten, wenn sie bei voller Fahrt eine SMS erhalten, gerade auf der Autobahn. Das bezweifle ich doch recht stark."

Was ist denn das für eine Argumentation? Wer beim Autofahren eine SMS bekommt, hat rechts ran zu fahren oder zu warten - oder er riskiert es eben SELBST.

Du hast ein Küchenmesser verkauft? - Behilfe zum Mord
Du hast ein Handy verkauft an einen Dealer? - Drogenahndel
Du hast einen Computer verschenkt? - Raubkopierer
Du hast viel Geld eingesteckt? - selbst Schuld am Diebstahl

Was ist denn das für eine Dämliche logik!? Die Begründung ist absolut nicht nachvollziehbar!

[ nachträglich editiert von Rychveldir ]
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29.08.2013 23:41 Uhr von Falap6
 
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@ Hibbelig
ich glaube du hast den Beitrag von Rychveldir.

Er ist wie du der Meinung, dass die Absenderin keine Schuld trifft.
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30.08.2013 18:24 Uhr von Rychveldir
 
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"Du hast es nicht begriffen... "

Ich glaube du hast es nicht gelesen. Die Absenderin trifft in meinen Augen keinerlei Schuld. Im Gegenteil: Das Urteil wäre zum Lachen, wenn die Konsequenzen für die betroffene nicht so gravierend wären. Es ist absolut idiotisch.

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