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Wirtschaftsweiser Peter Bofinger hält Schuldenbremse für ökonomischen Unsinn

Im Interview mit "N-TV.de" erklärt der Wirtschaftsweise und Ökonom Peter Bofinger, dass die Schuldenbremse der Bundesregierung ökonomischer Unsinn sei. Dies begründet er damit, dass die Banken mit dem so gesparten Geld nicht vertrauensvoll umgehen würden.

Anstatt, dass diese das Geld in Hightech oder Infrastruktur investieren, würde es vielmehr verprasst, indem es wie in Spanien geschehen, massenweise in Immobilien angelegt wird. Die Kapitalmärkte hätten demnach gezeigt, dass sie unfähig seien, Geld zukunftssicher anzulegen.

Das würde für Deutschland nicht zuletzt bedeuten, dass auch hier Investitionen nicht durchgeführt werden können, da der Staat nicht mehr unternehmerisch agieren kann. Bofinger spricht sich daher dafür aus, Geld lieber in die Zukunft zu investieren, als es als Kredit ans Ausland zu vergeben.


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Schulden, Finanzkrise, Hightech, Sparsamkeit, Peter Bofinger
Quelle: www.n-tv.de
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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.08.2013 15:56 Uhr von Bildungsminister
 
+5 | -1
 
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Leider lässt sich das ganze Interview nicht in die paar Zeichen pressen. Der Grundtenor ist aber, dass wir seit 10 Jahren sparen wie die Weltmeister, wir am Devisenmarkt ganz vorne dabei sind, dafür aber unsere Infrastruktur vor die Hunde geht, und Investitionen in die Zukunft oftmals aus Geldmangel gänzlich ausbleiben. Anders gesagt: Deutschland spart sich kaputt und statt Schulden hinterlassen wir unseren Kindern andere Probleme. Ich empfehle das sehr lesenswerte Interview in Gänze zu lesen!
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28.08.2013 17:21 Uhr von Sleeptalker
 
+3 | -0
 
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Ein Wirtschaftsweise auf N-TV macht solch eine Aussage. der ist nicht mehr lange weise, aber recht hat er allemal damit!!!
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28.08.2013 17:28 Uhr von news_24
 
+4 | -0
 
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Und wo ist die Vermögensbremse? Über die hohen Schulden des Staates klagen deutsche Politiker gerne. Nicht gerne reden sie über große Vermögen. Das ist ein Problem. Wachsen die Schulden, dann müssen sie aus steigenden Vermögen finanziert werden. Wird wachsender Reichtum angelegt – dann steigen die Schulden anderer.
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29.08.2013 11:17 Uhr von wombie
 
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Ganz unrecht hat er sicher nicht. Banken sind allesamt mafioese Strukturen und deren Mitarbeiter - milde gesagt - ausnahmslos skrupellose Ausbeuter.
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12.11.2014 17:04 Uhr von Rolling_Stone
 
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Sorry, aber wenn der Staat spart, dann macht er derzeit nur weniger Schulden, legt das "gesparte" Geld aber nicht auf die Bank. Wenn Staaten die Zinsen aus Altschulden nur noch durch zusätzliche Schulden bedienen können, ist kalkulierbar, wann das Volkseinkommen nicht mehr ausreicht, die Zinsen zu bedienen. Dieser Prof. Bofinger steht irgendwie permanent auf der Intelligenzbremse. Und so einer berät die Regierung ! Au weia !!!

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