27.08.13 09:00 Uhr
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Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will Private Krankenversicherung für alle

Bundesgesundheitsminister Bahr will es allen Bürgern möglich machen, dass sie sich privat krankenversichern können.

Dazu müsste die Versicherungspflichtgrenze von 47.250 Euro gekippt werden, ab der man sich zur Zeit privat versichern kann. Er begründet diesen Vorstoß mit der Wahlfreiheit, für die seine Partei einstehe und die für alle Bürger gelten soll.

Er möchte auch, dass alle Patienten in Zukunft eine Rechnung von ihrem Arzt ausgestellt bekommen, was bei Privatversicherten schon der Fall ist und bei gesetzlich Versicherten bei Verlangen auch schon praktiziert wird.


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WebReporter: Nightvision
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Gesundheit, Krankenversicherung, Daniel Bahr
Quelle: www.rhein-zeitung.de
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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.08.2013 09:00 Uhr von Nightvision
 
+18 | -2
 
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Schon vor der Wahl voll bei der Lobbyarbeit und diesmal sind es die Privaten und nicht die Hotels. Die FDP glaubt wirklich das sie uns ewig weiter verarschen kann. Ich weiß schon mal jetzt wen ich nicht wähle, nämlich die FDP.
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27.08.2013 09:13 Uhr von machi
 
+6 | -3
 
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Klar, Wahlfreiheit unterstütze ich. Jeder sollte die Wahl haben in welche KV er geht oder ob er Fr. Fisch essen will oder nicht. Sich dafür einzusetzen finde ich grundsätzlich erstmal nicht verwerflich.
Das Problem ist allerdings dass die priv Krankenversicherungen nur dann günstig sind wenn man noch sehr jung ist, eigentlich in einem Alter wo man sich ne PV nicht leisten kann. Meist will man ja eh nur sowas wie erweiterte Visite, schneller dran kommen oder Zahn Zusatz Versicherung oder so.
Das Problem kommt erst mit der Zeit. Eine Zeit lang wächst das Gehalt noch aber spätestens in der Rente kann man sich seine PV nicht mehr leisten (will man PV für alle müsste man hier auch mal ansetzen) und die Leute werden aus der PV rausgekickt und kommen in die GKV zurück, denn die GKV muss einen ja aufnehmen.

Die fetten Krankheiten am Ende eines Lebens (ca. 1/3 aller Kosten fallen in den letzten 1-2 Jahren an, egal ob man 90 wird oder nur 45 und an Krebs stirbt, der Kostenanteil bleibt gleich), diesen zahlt die PV aber nicht weil sie einen vorher aus der PV gekickt hat, d.h. die Kosten trägt mal wieder die Allgemeinheit, die fetten Jahre gehören der PV...

Ich wüsste nicht warum man so ein System unterstützen sollte!!! Klar dass das von der FDP kommt.
Also einerseits Wahlfreiheit => super Sache
PV Geld abstauben lassen und dann Kosten für die Allgemeinheit => riesen Sauerei

Übrigends mal ne Doku gesehen in der einem dann vorgerechnet wurde: Würde die PV die Kosten am Ende des Lebens auch selbst tragen, dann würde das Geschäftsmodell zusammenbrechen weil dann die Rendite zu gering wäre ... ACH ... und so was unrentables soll der Staat am Leben erhalten? Ich dachte wir leben in ner freien Marktwirtschaft wo nur das durchgeht was wirtschaftlich ist, also warum gibts dann noch PV und Atomenergie???
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27.08.2013 09:27 Uhr von Nitro0811
 
+3 | -5
 
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Lobbyismus ist das nicht. Ich denke, dass die privaten Krankenversicherungen gegen diese Idee seitens Daniel Bahr sind.

Viel mehr ist das Wählerfang.
Besonders im Gesundheitswesen wurde im letzten Jahrzehnt sehr viel kaputt gemacht.

Als Bill Clinton sich damals, als US-Präsident, unser Gesundheitswesen angesehen hatte, sagte er, dass er da in USA ebenfalls gerne hinmöchte (ca. 1995).

Stattdessen schafft es die deutsche Regierung immer mehr, in Richtung ehemaliges US-Gesundheitswesen zu gelangen.

Private abschaffen, die übrigen Subventionen in die Gesetzliche schaffen und somit auch den kleinen Mann unterstützen. Nicht nur Mittel- und Oberschicht.
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27.08.2013 09:33 Uhr von donalddagger
 
+4 | -3
 
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man muss die privaten nicht abschaffen, sondern lediglich eine pflicht zur gesetzlichen krankenversicherung für alle einführen. wenn diejenigen, die 50.000+/jahr verdienen, alle brav in die gesetzliche einzahlen, hätten diese deutlich mehr finanzielle mittel und könnten allen vom arbeitslosen bis zum großverdiener vernünftige leistungen bieten. wem das dann noch nicht reicht, dem steht es völlig frei sich privat zusätzlich abzusichern.
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27.08.2013 09:35 Uhr von LucasXXL
 
+1 | -7
 
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Die Idee ist super, ich bin dafür das jeder seine Versicherung frei wählen kann.

@ ImmerNurIch eine Versicherung für alle und dann vielleicht noch staatlich. Nein! Ich möchte falls ich mal krank werde auch behandelt werde wie ich es brauchen und das zu bezahlbaren Beiträgen!
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27.08.2013 09:53 Uhr von Samael70
 
+4 | -1
 
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Wenn ich das richtig verstanden habe, möchte Herr Bahr, das der Patient erst bezahlt und die Rechnung bei der Versicherung einreicht...mit Glück bekommt man dann sein Geld zurück. Versicherungen sind da sehr einfallsreich, wenn es darum geht, sich vor Leistungsansprüchen zu drücken... in den USA funktioniert dieses Prinzip so gut, das Obama eine gesetzliche Krankenversicherung einführen wollte.

FDP...oder FREIHEITLICHE DUMMSCHWÄTZER PARTEI!
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27.08.2013 10:07 Uhr von rubberduck09
 
+3 | -1
 
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So viele Fehler in einer News - das tut ja schon weh. Wenn man sich vom Arzt eine Rechnung ausstellen lässt ist das keineswegs kostenneutral sondern die Rechnung wird dann auf den Privatpatiententarif ausgestellt. Diese darf dann der Patient auch erstmal schön selber bezahlen und bei seiner Krankenkasse dann bittstellenderweise zumindest einen Teil zurückbetteln.

Ich bin für ein gänzlich anderes Konzept: a) Pflichtversicherung für _jeden_ und nicht nur für Wenigverdiener. b) Beitrag richtet sich nach dem gesamten zu versteuernden Einkommen (auch Kapitalerträge) c) jeder hat die Freiheit sich die gewünschten Privat-Optionen selber dazuzubuchen. d) Abrechnung über die normale Krankenkasse, die Optionsversicherungen müssen dafür halt mit den GKK kooperieren. e) Abschaffung der Zig Sub-KK die eh nur das selbe leisten und wo von jeder der Vorstand Porsche o.Ä. fahren will. Diesen Overhead können wir uns eigentlich gar nicht leisten.
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27.08.2013 10:14 Uhr von mort76
 
+2 | -1
 
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...erst Riester, jetzt sowas- was zahlt die Versicherungsbranche der CDU eigentlich für diese selbstlose Kundenaquise?
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27.08.2013 11:09 Uhr von ROBKAYE
 
+3 | -0
 
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Wer die Intentionen der Politiker verstehen will, der muss nur auf Wikipedia schauen:

"Daniel Bahr war bis September 2009 bei der ERGO Versicherungsgruppe AG in Düsseldorf Mitglied des Beirates."

Und spätestens dann wird einem klar, warum dieser Spinner uns so gerne eine private Versicherung aufs Auge drücken möchte.

[ nachträglich editiert von ROBKAYE ]
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27.08.2013 11:29 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -0
 
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Das würde viele Arbeitnehmer ruinieren.
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27.08.2013 11:50 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -0
 
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Die meisten bereuen die private Kasse, wenn sie älter geworden sind und hohe Beiträge zahlen müssen. Vor allem Selbständige, die mit 55 nicht mehr so fit sind und nur noch ein kleines Einkommen haben.
Bei kleinen Einkommen bieten nämlich viele gesetzliche Kassen (für Selbständige) eine Krankenversicherung für etwa 220.- Euro/Monat an. In der privaten Kasse sind das bei gleicher Leistung schon 400.- für einen 55-Jährigen.
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27.08.2013 14:35 Uhr von LucasXXL
 
+0 | -1
 
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ThomasHambrecht erzähle kein Quatsch. Wer Privat versichert ist und sich den Top-Tarif nicht mehr leisten kann bekommt für ca 150 Euro eine Einstiegsversicherung die von den Leistungen der GKV ähnelt.
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27.08.2013 17:30 Uhr von mort76
 
+1 | -0
 
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Lucas,
das ändert aber nichts daran, daß man sich später dumm und dämlich zahlt, wenn man älter wird- private KVs sind nunmal so billig, weil man viel selber bezahlen muß.
Was meinst du denn, warum es diese Versicherungspflichtgrenze von 47.250 Euro gibt, und warum man danach kaum noch in die gesetzliche Versicherung zurückkehren kann?
Daß eine "Einstiegsversicherung" eher ein Köder ist, sollte klar sein- ist man einmal eingestigen, sitzt man fest in der PV.
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27.08.2013 20:33 Uhr von LucasXXL
 
+0 | -1
 
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@ mort76 ich verstehe deine Gedankengänge nicht? Wenn ich mit 55 Jahre nur 150 Euro in der PKV zahlen muß warum sollte ich in die Gesetzliche gehen wennn ich da mehr zahlen soll???

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