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Hubschrauberprojekt: Bundeswehr schaufelt sich womöglich das nächste Milliardengrab

Die Bundeswehr scheint aus dem Debakel rund um die Aufklärungsdrohne "Euro Hawk" wenig gelernt zu haben. Mit Nachdruck treibt sie aktuell das Projekt für den Helikopter "NH90" voran. Dabei handelt es sich um einen "mehrrollenfähigen Hubschrauber".

Es existiert ein bislang unter Verschluss gehaltener Bundeswehr-Bericht vom Juli 2011, welcher der FAZ vorliegen soll. Darin heißt es, der Hubschrauber sei für die Marine ungeeignet. Dennoch plane das Verteidigungsministerium die Anschaffung von Helikoptern in Höhe von 915 Millionen Euro.

Diese sollen dann in einer speziellen Marine-Version "NFH NGEN Sea Lion" eingeführt werden. Mit der Vergabe des Projekts an Eurocopter im März setzte sich das Verteidigungsministerium über die Forderung des Verteidigungsausschusses, das Vorhaben erst im Parlament zu diskutieren, hinweg.


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WebReporter: NoPq
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bundeswehr, Hubschrauber, Zweifel, Rüstungsprojekt
Quelle: www.faz.net

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.08.2013 19:15 Uhr von Maaaa
 
+10 | -0
 
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Der Verteidigungsminister ist nicht lernfähig. Punkt.
Korruption im Spiel?
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25.08.2013 19:57 Uhr von HelgaMaria
 
+4 | -2
 
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Australien, Frankreich, Italien und die Niederlanden haben den NH90 erfolgreich in ihre Marine integriert.

Ohne Zusatztanks beträgt die Reichweite 1000 km.

Der Hubschrauber kann Schiffe und Unterseeboote über große Distanzen bekämpfen. 20 Soldaten können ihn ihm transportiert werden.

Er wird in verschiedenen Versionen produziert, wobei einige marinespezifische Technik beinhalten.
Warum sollte er für die Marine untauglich sein?
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25.08.2013 20:04 Uhr von Joeiiii
 
+1 | -1
 
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Ist in Deutschland wohl nicht anders als bei uns in Österreich. Wenn ein Projekt durchgezogen werden soll, bei dem sich jeder normale Bürger denkt, daß das der größte unfug ist, dann stellt sich zwangsläufig nicht nur die Frage, was das bringen soll, sondern vor allem, wer geschmiert wurde und wer daran verdient.

Die Damen und Herren sitzen ja nicht nur brav im Parlament, angeblich tun sie dies, wenn sie es tun, zum Wohle des Volkes (*hust*), sondern sitzen auch in diversen Gremien und Aufsichtsräten, oder sind Geschäftsführer einer Firma. Und wenn es der "Zufall" will, dann bekommt eben mal so eine Firma den Zuschlag, obwohl eine andere Firma vielleicht ein günstigeres Angebot gehabt hätte.
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25.08.2013 21:08 Uhr von Mecando
 
+3 | -0
 
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Die Bundeswehr hätte also 2011 aus einem im Jahre 2013 gescheiterten Projekt lernen sollen?
Hat die Bundeswehr einen DeLorean? O_o

Sau dumme News...
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25.08.2013 23:33 Uhr von Jlaebbischer
 
+2 | -1
 
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Schade, in der Quelle wird mit keinem Wort erwähnt, warum der Hubschraubertyp für die deutsche Marine vollkommen unbrauchbar sein soll, obwohl es doch eine spezielle Marineversion ist. Oder wo der Sikorsky da die Vorteile haben soll.

So liest sich die Quelle eher wie eine Meinungsmache.
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25.08.2013 23:38 Uhr von ElChefo
 
+0 | -0
 
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Helgamaria

"Warum sollte er für die Marine untauglich sein?"

Warum es _jetzt_ politisch einschlägt, ist eigentlich eine rein wahltechnisch bezogene Frage.

Das Problem ist ewig lange bekannt und auch schon genauso lange bei Eurocopter bekannt. Die Helis sind einfach zu hoch für die Hangars auf den deutschen Schiffen. EC arbeitet auch schon seit einigen Jahren daran.

Stelle mal die Gegenfrage: Warum haben andere Marinen diesen Hubschrauber schon im Einsatz, während es bei uns Probleme gibt? Man sollte meinen, das STANAG gewisse Planungssicherheit gibt, scheinbar ist das nicht so.

Andererseits, es ist Wahlkampf. Irgendwas muss zum Thema herhalten.


Jlaebbischer

Es liegt an der Verbringbarkeit in die Hangars von Fregatten und Korvetten und dem Verbringungssystem dorthin. Seltsamerweise hatten andere Seestreitkräfte damit kein Problem. Also ist es entweder ein Problem des Forderungskatalogs der deutschen Politik oder halt des Wahlkampfes, weil ja gerade "gescheiterte Projekte" dickes Thema sind.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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26.08.2013 06:41 Uhr von CoffeMaker
 
+1 | -0
 
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"setzte sich das Verteidigungsministerium über die Forderung des Verteidigungsausschusses"

Gelebte Demokratie, also so von wegen das das Parlament entscheidet (im Auftrag des Volkes) entscheiden nur ein paar Hanseln.

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