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"Killer"-Kältemittel R1234yf: Autokäufer werden oft komplett falsch beraten

Stichproben der Fachzeitschrift "Auto Bild" haben jetzt ergeben, dass viele Autoverkäufer potenzielle Neuwagen-Kunden falsch oder nur unzureichend über das als "Killer Kältemittel" in Verruf geratene R1234yf aufklären.

Manche der Autoverkäufer gaben sogar an, noch nie etwas von der Problematik gehört zu haben. Unwahrscheinlich, beschäftigt das Thema die Branche doch seit vielen Monaten.

Indes hat der japanische Autobauer Toyota reagiert. Hier wird die gesamte Modellpalette vorläufig nur noch mit dem alten Kältemittel R123a auf die Straßen geschickt.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Killer, Kältemittel, R1234yf
Quelle: www.autobild.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.08.2013 13:10 Uhr von Delios
 
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Selbst wenn das Toyota tatsächlich macht, geht das auch nur noch bis glaube 31.12.2011 zur Zulassung beantrage Fahrzeuge der Hersteller. Die Fahrzeuge die danach entwickelt wurden und dementsprechend die Zulassung für den deutschen Straßenverkehr wollen, müssen nach dieser bekloppten EU-Norm das neue Kältemittel verwenden
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22.08.2013 13:20 Uhr von SN_Spitfire
 
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@Delios
Wenn man eine Ausnahmeregelung beantragt mit dem Hintergrund, dass man ja an neuen CO2-neutralen Klimaanlage arbeitet, dann gibt es da keine Probleme, dass man das alte Kältemittel einsetzen kann.

Bestes Beispiel hat ja Mercedes geliefert mit der ausnahmeregelung und dem "Stress" in Frankreich.
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22.08.2013 13:25 Uhr von RulerVomBlock
 
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Mercedes hats doch ganz schlau gemacht die haben doch von ihrem alten Modell die Bodengruppe oder sowas auch für ihr neues verwendet. Somit war es kein komplett neu entwickelter Wagen und deshalb dürfen sie auch das alte Kältemittel noch verwenden. Gabs mal ne News hier vor langer Zeit.
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22.08.2013 17:22 Uhr von schlammungeheuer
 
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@Delios "müssen nach dieser bekloppten EU-Norm das neue Kältemittel verwenden "
Andere Autobauer setzen auf CO2 als Kältemittel.
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22.08.2013 23:16 Uhr von Affenschwungbaum
 
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Das "alte" Kältemittel in Fahrzeugen heißt R-134a nicht R123a!!!

Für das neue Kältemittel gibt es übrigens nur zwei Hersteller weltweit. Die haben sich den Einsatz dieses, schon lange bekannten Stoffes, für Klimaanlagen patentieren lassen. Die Unternehmen Honeywell und DuPont haben sozusagen ein Oligopol und verlangen natürlich auch dementsprechende Preise. Das Kältemittel R-1234yf ist zudem leichter entzündlich als R-134a und bildet bei hohen Temperaturen hochgiftige Flüsssäure (Teufelszeug). Da braucht das Zeug bei einem Unfall nur mal über den heißen Krümmer laufen und schon werden Rettungskräfte und Fahrzeuginsassen in ernsthafte Gefahr gebracht.

Das Kältemittel R-134a hat übrigens bei Unfällen ähnlich negative Eigenschaften wie R-1234yf allerdings bilden sich entflammbare und toxische Gase erst bei weitaus höheren Temperaturen und sind somit eher die Ausnahme.

CO2 als Kältemittel ist möglich allerdings hat CO2 einen niedrigen Siedepunkt was dazu führt das die Anlagen mit sehr hohen Druck arbeiten müssen um das CO2 verflüssigen zu können. (kleiner Exkurs...Prinzip Klimanalage: Wärmetausch...Flüssiges Kältemittel wird verdampft uns entzieht dabei seiner Umgebung Wärme anschließend wird es wieder verdichtet und dabei verflüssigt. Der Kreislauf beginnt von vorne.)
Die CO2 Klimaanlagen wären deshalb weitaus größer als die herkömmlichen Anlagen und können aufgrund der hohen Drücke wiederrum auch eine Gefahr darstellen. Ein Smart mit CO2-Klimaanlage wäre wahrscheinlich doppelt so groß und würde mit entsprechend erhöhtem Kraftstoffverbrauch die Umwelt verpesten. :D

Meiner Meinung nach sollte das alte Kältemittel R-134a weiterhin verwendet werden. Die EU kann doch nicht ernsthaft Klimaschutz vor dem Schutz von Menschenleben stellen. Ein Fahrzeug mit R1234yf kommt für mich nicht in Frage da verzichte ich lieber auf eine Klimaanlage.

Die ganze Idee ist gut gemeint von der EU aber die Prioritäten werden falsch gesetzt. Ich denke es geht sowieso bei der ganzen Geschichte eher um Wirtschaftliche Interessen als um alles andere. Die Herren aus Brüssel hatten doch noch nie gute Ideen...
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22.08.2013 23:32 Uhr von shadow#
 
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Der ganze Zirkus ist lächerlich!
In Deutschland Killer-Kältemittel, im Rest der Welt (und auch bei 2 von 3 deutschen Feuerwehrverbänden) kein großes Problem...
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22.08.2013 23:42 Uhr von Affenschwungbaum
 
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@RulervomBlock
Bei Mercedes weiß ich das nicht genau aber z. B. VW macht das. Die neuen Modelle werden auf Basis alter Fahrzeugplattformen konstruiert und offiziell als Modifikation deklariert. Das ist ein Schlupfloch um das alte Kältemittel weiterhin verwenden zu können und sich Zeit zu verschaffen bis die ganze Diskussion zu einem Ergebnis gekommen ist.

Mercedes hat sich da schon die Finger verbrannt. Die haben Ergebnisse aus eigenen Crashtest public gemacht und offiziell festgestellt das das R1234yf gefährlich ist. Aus Produkthaftungssicht können die Ihre Autos nun nicht mit dem neuen Kältemittel vertreiben. Das wäre fahrlässig. ich weiß das mein Produkt gefährlich für den Konsumenten ist aber verkaufe es ihm trotzdem. Das geht nicht.

Solange es da keine eindeutigen Ergebnisse aus Crashversuchen gibt geht das Spielchen leider immer weiter. Ich hoffe nur das unseren einheimischen Autobauer darunter nicht zu sehr leiden werden und die EU wieder zur Vernunft kommt.

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