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München: Blinde Frau darf nicht mit ihrem Geleithund in Geschäfte

Eine blinde Münchnerin ist empört: Obwohl es gesetzlich ausdrücklich erlaubt ist, ließ man sie in diversen Geschäften nicht mit ihrem Blindenhund hinein.

Obendrein sei sie ziemlich unfreundlich von den Verkäufern behandelt worden, beschwert sich die Frau.

"Blind oder nicht - der Hund bleibt draußen", sagte man ihr beim Bäcker. Die 65-Jährige fühlt sich diskriminiert: "Einen Blindenhund auszusperren wäre, als würde man von einem Gehbehinderten verlangen, seinen Rollstuhl vor der Tür zu parken und in den Laden zu robben."


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frau, München, Blinde
Quelle: www.sueddeutsche.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.08.2013 11:57 Uhr von HumancentiPad
 
+24 | -0
 
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""Blind oder nicht - der Hund bleibt draußen", sagte man ihr beim Bäcker"
Wenn man keinen Hund in der Bäckerei haben will,(was ich durchaus verstehen kann), wäre es nicht zuviel verlangt der Frau an der Tür entgegen zukommen und ihr die bestellten Sachen an dieser auszuhändigen.
Alles andere ist Diskriminierung !
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22.08.2013 12:24 Uhr von kingoftf
 
+7 | -2
 
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Schön in Grund und Boden klagen diesen Idioten
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22.08.2013 12:43 Uhr von kingoftf
 
+14 | -1
 
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@newsleser54

Das ist es ja, sie hat das gesetzlich verankerte RECHT, überall mit dem Blindenhund reinkzukommen, selbst in Krankenhäuser.

Nix mit "Du kommst hier nicht rein"
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22.08.2013 12:56 Uhr von langweiler48
 
+6 | -0
 
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@newsleser54 .... Es gibt kein Entweder oder. Gesetz ist Gesetz.
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22.08.2013 13:08 Uhr von Andreas-Kiel
 
+1 | -1
 
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@Kingoff:
"Das ist es ja, sie hat das gesetzlich verankerte RECHT, überall mit dem Blindenhund reinkzukommen, selbst in Krankenhäuser."

Das glaube ich Dir definitiv nicht!

Wenn es z.B. aus hygienischen Gründen (Bäcker) oder aus medizinischen Gründen (Krankenhaus) untersagt ist, Tiere mit hineinzunehmen, muß Sie sich auch daran halten. Ich gehe da voll konform mit Humancentipak, daß Ihr dann eben anders geholfen werden muß (menschliche Begleitung oder Ihr die Einkäufe bringen etc.. Da gibt es doch genug Möglichkeiten, wenn man nur will.

Aber Sie darf definitiv NICHT überall mit Ihrem Blindenhund mit.
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22.08.2013 13:09 Uhr von psycoman
 
+1 | -1
 
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Ich weiß auch nicht, warum die Leute ein Problem mit einem Hund beim Bäcker haben. Der wird nicht auf den ausgelegten Brötchen herumtollen, sondern irgendwo auf dem Boden liegen, wo auch Menschen mit ihren drecken Schuhen herumlaufen.

Gerade Blindenhunde sind sehr gut erzogen und stören niemanden durch Gebell oder Herumlaufen.

Peinlich für den Bäcker finde ich. Man sollte den Bäcker veröffentlich und alle Blinden in Münschen sollten mit ihren Hunden dahin gehen und einkaufen. Der Hund sollte naütrlich vor dem Geschäft angebunden werden. Mehrere Dutzend Hunde sind bestimmt verkaufsfördernd :-)

[ nachträglich editiert von psycoman ]
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22.08.2013 13:10 Uhr von Andreas-Kiel
 
+1 | -2
 
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@ langweiler48:

"Es gibt kein Entweder oder. Gesetz ist Gesetz. "

Was meinst Du damit denn? Es ist Gesetz, daß Hunde nicht in einen Supermarkt dürfen und es ist ja angeblich (bezweifel ich) Gesetz, daß eine Blinde Ihren Hund überall mitnehmen darf.

Und nun, da kollidieren jetzt 2 Gesetze miteinander und ich denke Mal, daß Gemeinwohl vor Eigenwohl, also bleibt der Hund draußen.
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22.08.2013 13:13 Uhr von Andreas-Kiel
 
+2 | -0
 
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@Psycoman:

Du hast ja prinzipiell recht, aber wo soll man da die Grenzen setzen?

Gerade unsere Lebensmittelgesetze sind nicht ohne Grund sehr scharf und Tiere haben in einem Lebensmittelgeschäft eben nichts zu suchen.

Ob der Bäcker oder die Blinde jetzt falsch reagiert haben, kann ich nicht beurteilen.

[ nachträglich editiert von Andreas-Kiel ]
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22.08.2013 13:20 Uhr von psycoman
 
+1 | -0
 
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Die Vorschriften, die die Mitnahme von Hunden, etwa in Supermärkte oder Bäcker, verbieten, um die Lebensmittel zu schützen, haben normalerweise ein Ausnahme für Blindenhunde. Der Besitzer hat natürlich trotzdem Hausrecht, aber die wenigsten verweigern einem Blinden dies. Wenn man das macht, sollte man aber der Person wenigstens Hilfe beim Einkauf anbieten.