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Interview: Ägypten hat wichtigere Freunde als die USA und die EU

Tagesschau.de führte ein Interview mit dem ehemaligen Diplomaten und Kenner der Region, Gunter Mulack, welcher unter anderem deutscher Botschafter in Syrien, Kuwait und Bahrain und Attaché in Kairo war. In dem Interview erklärt Mulack, warum die USA so verhalten reagieren.

Einerseits kritisierten die USA das harte Vorgehen des ägyptischen Militärs, ernsthafte Konsequenzen würden aber nicht folgen. Man wolle sich nicht die Möglichkeit nehmen, mit dem kommenden Staat zu interagieren. Des Weiteren würde die Streichung finanzieller Hilfen nichts bringen.

Aktuell habe Ägypten andere Geldgeber, die wichtiger für den nordafrikanischen Staat seien, wie zum Beispiel Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Diese Länder würden das Militär unterstützen, da sie keinen demokratischen Musterstaat im arabischen Raum gebrauchen können.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, EU, Interview, Ägypten, Freunde
Quelle: www.tagesschau.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.08.2013 21:41 Uhr von blonx
 
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Der ehemalige Diplomat erklärt, dass die Regierungen in Saudi Arabien und den VAE totalitär herrschen und deshalb eine Demokratie-Bewegung fürchten.
In der Quelle gibt es noch weitere Punkte, wie zum Beispiel wer die Muslim-Brüder unterstützt und wie sich Israel aktuell verhält.
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20.08.2013 00:29 Uhr von meisterthomas
 
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Die Berichterstattung der Tagesschau blendet etwa seit Freitag die Gewalt der Muslim Brüder aus und kritisiert einseitig die Militärregierung.

Tatsache aber bleibt, dass die Waffengewalt in großen Umfang nicht zuletzt von den Muslim Brüdern ausgeht.

Rational betrachtet stellen sich zunächst einmal nur 2 Fragen und wir tun gut daran, uns dabei nicht in Spekulationen zu verlieren:

1. Warum wollen die Muslim Brüder keine freien Wahlen abwarten, sondern das Land quasi in einem Bürgerkrieg halten?

2. Warum ergreift der Westen nun zugunsten der Muslim Brüder Partei, gegen die Militärregierung. Obwohl sie die baldige Rückkehr zu Demokratie und freie Wahlen verspricht.
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13.09.2013 07:56 Uhr von mort76
 
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Redculli,
das Militär war jahrzehntelang an der Macht, und die Folge war eine ewige Ausgangssperre, Folter und die Untedrückung der Bevölkerung und Opposition.
Man könnte also schon sagen, daß die mehr als genug Zeit hatten, zu beweisen, daß sie etwas positives erreichen möchten, aber...das ist ja nicht passiert.

Mursi war nur kurz an der Macht, aber zumindest demokratisch gewählt.

Nun hat das Militär wieder die Macht durch einen Putsch erlangt, es werden willkürlich Dissidenten verhaftet, die Ausgangssperre ist gerade um 2 Monate verlängert worden, und Mubarak ist wieder frei- was läßt dich glauben, daß da ein Weg in die Freiheit oder in die Demokratie führt, wenn die Geldgeber des Militärs exakt das Gegenteil wollen?

Den Westen ekelt Ägypten gerade raus, und Ägypten richtet sich nun nach dem Willen totalitärer Regime- wenn DIE die Demokratie wieder einführen, gibts auch kein Geld mehr von den VAE und Co.

Das ist KEIN Weg in die Demokratie- der alte Staus Quo aus der Mubarak-Zeit ist bald wiederhergestellt...mit allen Konsequenzen.

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