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Einer "der größten Datenskandale der Nachkriegszeit" - Verkauf von Patientendaten

Nach "Spiegel"-Informationen bahnt sich in Deutschland einer "der größten Datenskandale der Nachkriegszeit" an, wie es Beobachter nennen. Das süddeutsche Apothekenrechenzentrum VSA in München soll mit Patientendaten handeln. Einer der Kunden soll der US-Konzern IMS Health sein.

Ein internes Papier spricht davon, dass es dabei um Patientendaten von 300 Millionen Menschen geht, die teilweise bis ins Jahr 1992 zurückreichen, unter anderem "42 Millionen verschiedene gesetzlich Versicherte" aus Deutschland. Diese Daten hat IMS laut "Spiegel" einem französischen Pharmakonzern angeboten, das Angebot soll dem Magazin vorliegen.

Dort ist von "patientenindividuellen" Daten aus Insulinrezepten die Rede, die gar samt "zwölf Monats-Updates" angeboten werden. Zwar ist der Handel mit Patientendaten nicht verboten, aber diese müssen verschlüsselt sein und dies ist bei den durch das Apothekerzentrum verkauften Daten nur unzureichend der Fall.


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WebReporter: Klickklaus
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Patient, Apotheke, Pharmakonzern, Datenskandal
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.08.2013 13:26 Uhr von Der_Norweger123
 
+10 | -0
 
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Sehr geehrter Herr Müller

Wie geht es mit ihrer Gonnoröe ?

Für sie haben wir ein spezielles angebot an
"Gonnoröe-ex 2000 x8" 3 Tuben für nur 499 €.
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18.08.2013 13:32 Uhr von ThomasHambrecht
 
+11 | -0
 
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Versicherungs- und Kontodaten werden auch verkauft.
Als ich die EDV einer Finanzberatung machte, schleppte mein Chef immer wieder gekaufte Daten an.
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18.08.2013 14:01 Uhr von LucasXXL
 
+7 | -2
 
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Ich glaub der Skandal der NSA ist wohl um ein vielfaches größer.
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18.08.2013 14:08 Uhr von neisi
 
+4 | -0
 
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Alle Datensammler erliegen irgendwann der Versuchung...
Nazis, Stasi, NSA und nun das Apothekerzentrum.
Oder die "Einzeltäter" mit den Daten-CD´s.

Gar nicht erst sammeln und die Menschen leben lassen, denn wer Arbeit hat und zufrieden ist, der ist friedlich !
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18.08.2013 14:37 Uhr von Justus5
 
+4 | -1
 
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Und ich dachte immer, wir in Deutschland hätten das schärfste Datenschutzgesetz.
Wohl falsch gedacht... :(
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18.08.2013 18:23 Uhr von perMagna
 
+0 | -0
 
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"aber diese müssen verschlüsselt sein und dies ist bei den durch das Apothekerzentrum verkauften Daten nur unzureichend der Fall."

Kreist wie ein Berg und gebiert eine Maus.
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18.08.2013 21:14 Uhr von LucasXXL
 
+0 | -0
 
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@ Neu555 das stimmt so nicht, kann sein das irgenwann ein Einsatzkomando vor deine Tür steht.
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18.08.2013 22:44 Uhr von demokratie-bewahren
 
+0 | -3
 
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Leider ist der Spiegel bekannt für einseitige Apothekenhetze. Daß jeder Verschlüsselung irgendwie geknackt werden kann ist ja kein Geheimnis. Daß anwendungsbezogen Daten für Medikamenteneinnahme benutzt werden ist normales Geschäft z. B der Krankenkassen, wenn diese wieder mal kommen, daß zuviel, natürlich vom Falschen verordnet wurde. Kann man sicher darüber streiten, aber das wird z.B damit gemacht. Gefährlich würde es erst werden, wenn Konzerne die Ketten bilden, mit eigenen Großhandlungen und Apotheken, wie z.B von rot grünen gewollt, damit Patienten beeinflussen könnten. Wenn jeder Patient mit seinem Rezept in irgendeine Apotheke gehen kann, kann Mißbrauch - noch - gut verhindert werden.
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18.08.2013 23:46 Uhr von Schmollschwund
 
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Ein Hoch auf die elektronische Gesundheitskarte :(
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19.08.2013 08:10 Uhr von mort76
 
+1 | -0
 
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Lucas,
das machts aber auch nicht besser.
Es gibt IMMER irgendwas, was noch schlimmer ist, und das ist kein Grund, sich nur um das schlimmste zu kümmern.

Sanost kann man auch sagen:
"Diebstahl kann man ignorieren, weil Mord ja schlimmer ist."

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