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Uniklinik Mainz: Genesung der Patienten leidet unter anhaltendem Fluglärm

Einem Gutachten zufolge sind Patienten, die in der Uniklinik Mainz untergebracht sind, durch den dort herrschenden Fluglärm zusätzlichen Belastungen ihrer Gesundheit ausgesetzt. An Tagen mit Ostwetterlage verzeichne man "alle zwei bis drei Minuten einen Überflug".

In der Studie des Landesumweltamts Rheinland-Pfalz und der Universitätsmedizin Mainz kommt man unter anderem zu dem Ergebnis, dass am frühen Morgen Spitzenwerte von 76 Dezibel erreicht werden. Empfehlungen der Weltgesundheitsbehörde bezüglich zumutbarer Lärmbelastung würden häufig überschritten.

Professor Dr. Thomas Münzel, Direktor an der Uniklinik Mainz, befürchtet, dass man von einer erhöhten Gefährdung von Herz-Kreislauf-Patienten ausgehen müsse. Nun fordert man beispielsweise Schallschutzmaßnahmen, um die Gefährdung einzudämmen.


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WebReporter: WolfGuest
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Mainz, Uniklinik, Genesung, Fluglärm
Quelle: www.heilpraxisnet.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.08.2013 22:02 Uhr von Perisecor
 
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Wenn es doch nur eine Möglichkeiten gäbe, Lärm, der draußen entsteht, nicht nach drinnen gelangen zu lassen.
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16.08.2013 22:07 Uhr von Sol555aris
 
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Wenistens landen Flugzeuge in Mainz, sonst wäre das Dorf ja ganz von der Außenwelt abgeschnitten ;)
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17.08.2013 08:22 Uhr von Seravan
 
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Auf gut Deutsch. Ein Wirtschaftsunternehmen will Geld vom Staat und wird es noch bekommen. Die Betreibergesellschaft kann dann mehr Gewinne einstreichen und der Steuerzahler ist der Dumme......... Hier geht es nicht ums Patientenwohl sondern um die Brieftaschen der Verantwortlichen
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17.08.2013 16:01 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Wenn der Mensch keinen Krach mehr macht - ist er tot.
Ginge es nach Viktor Schauberger, müssten wir ganz andere Antriebe bauen. Aber die hat noch keiner entdeckt.
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17.08.2013 20:22 Uhr von mort76
 
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Perisecor,
die UK Mainz ist ca. 65 Jahre alt- ein Komplettaustausch der Fenster plus der Einbau einer Klimaanlage, die alle Patientenzimmer erreicht, ist unbezahlbar, und das gibt die Gebäudesubstanz auch nicht her.

Und Krankenhäuser sind die am schwersten zu klimatisierenden Gebäude, die es gibt, aufgrund der besonderen hygienischen Ansprüche an Anlage und Filtertechnik- also, das wird schwierig, wenn man versucht, Fluglärm wegzudämmen...eine Änderung der Einflugschneise wäre genausogut möglich.
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18.08.2013 08:54 Uhr von Perisecor
 
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@ mort76

In den USA gibt es sehr viele Krankenhäuser mit Klimaanlage, ich bin mir sicher, dass das auch in anderen Ländern so ist. Die technische Machbarkeit ist also auf jeden Fall vorhanden - Heizungen gibt´s ja auch schon.


Wenn ein altes Gebäude das nicht hergibt, dann muss eben ein neues Gebäude her. Bei einer 65-jährigen Bausubstanz werden ja auch noch andere Dinge im Argen liegen, z.B. Raumaufteilung etc.

Ja, das kostet Geld. Und? Geld ist für den Staat in unbegrenzter Höhe vorhanden.


Den Fluglärm verlagern dürfte wenig bringen, dann trifft es eben nicht die Uniklinik in Mainz, sondern das Krankenhaus in X oder die Uniklinik in Y.
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18.08.2013 10:36 Uhr von mort76
 
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Perisecor,
hier in Deutschland sind meistens nur die Operationssääle klimatisiert- der Rest nicht.
Das Problem dabei ist, daß man mit normalen Klimnaanlagen auch Krankheitskeime verteilen würde- das macht die ganze Sache sehr aufwändig und teuer.

Klar, bei euch ist das anders, da hat wohl auch die Mehrzahl der Häuser eine Klimaanlage, aber HIER ist das wirklich nicht üblich und eingeplant, es wurde früher nicht so oft so heiß, und den Fluglärm gibt es erst seit wenigen Jahren...sowas hat niemand eingeplant.

Die Flughäfen wurden ja auch erst in den letzten 10 Jahren so massiv ausgebaut- die Lärm-Probleme sind im Prinzip erst 9 Jahre alt, und seit 14 Jahren (Planungsbeginn) versuchen die Einwohner von Mainz, sich gegen diese Entwicklung zu wehren- erfolglos.

Das heißt, hier ist niemand in eine wegen des Fluglärm günstige Gegend gezogen und beschwert sich nun (ich meine mich an einen entsprechenden Post von dir erinnern zu können), sondern es wurden die Flugrouten neu geordnet, und das eben auf Kosten von eigentlich allen Mainzern.

Ob das jetzt so gottgegeben ist, daß man daran nichts ändern könnte, bezweifele ich- das Uniklinikum wegen sowas komplett zu sanieren oder neuzubauen, wäre der falsche Weg.

Hier stehen die kommerziellen Interessen des Flughafens gegen die Interessen der Kranken und der Einwohner- im Prinzip ist das also so, als würde jemand eine Disco in ein Mehrfamilienhaus einbauen und dann von jedem Bewohner, dem es zu laut ist, fordern, er solle sich doch neue Fenster und eine Klima einbauen- auf eigene Kosten.
Sowas würde von vornherein nicht genehmigt.

Und...Geld ist für den Staat zwar theoretisch unbegrenzt vorhanden- wir kriegen es aber nicht.
Im Gesundheitswesen wird gespart, wenn es um die Gebäudesubstanz und das Personal angeht, Geld wird eher für moderne Maschinen ausgegeben, die Geld EINBRINGEN.
Eine Klimaanlage und Schallschutzfenster mit Doppelverglasung bringen kein Geld...

An meiner Arbeitsstelle in Aachen gibt es seit 10 Jahren das Problem der fehlenden Klimaanlage- einerseits wurde das Haus direkt neben eine laute Hauptstraße gebaut, andererseits gibts weder Klimaanlage noch Jalousien.
So haben wir im Sommer nur die Auswahl zwichen "es ist so laut, daß man nicht schlafen kann" und "es ist so hieß, daß man nicht schlafen kann".
38 Grad heiß wirds dann in den Zimmern...aber das interessiert die Chefetage einen Dreck.
Was nicht "gut aussieht auf Fotos", wird nicht angeschafft.
Die Fassade soll ja nicht verschandelt werden...wohlgemerkt: bei uns wohnen ja nur Behinderte...
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18.08.2013 10:50 Uhr von Perisecor
 
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@ mort76

Den Flughafen Frankfurt gibt es seit den 20er Jahren und in den letzten Jahrzehnten sind Flugzeuge konstant und spürbar leiser geworden - wer noch 707 und DC-8 kennt wird das wissen.



"Hier stehen die kommerziellen Interessen des Flughafens..."

Flughäfen erfüllen nicht die kommerziellen Interessen des Betreibers, sie erfüllen Primär die Sicherung von Wirtschaftsstandorten. Nicht grundlos ist der Frankfurter Flughafen der mit Abstand größte Arbeitgeber der gesamten Rhein-Main-Gegend und Garant für den dortigen Wirtschaftsstandort und Reichtum. Schon die Einschränkungen der Ruhezeiten an diversen Flughäfen hat tausende Arbeitsplätze gekostet.


Die geringe Verbreitung von Klimaanlagen mag ich hier auch nicht als Grund gelten lassen. Wenn man nichts ändert, dann muss man eben damit leben. Einfache Sache. Und wenn Mainz seine alten Gebäude nicht sanieren kann oder möchte, dann hat man dort eben Pech.


PS: Ich habe hier aktuell auch ein "neues" Fluglärmproblem; das Krankenhaus hier in der Nähe hat einen neuen Helikopter-Landeplatz und die Anflugschneise ist genau über meinem Haus. Zu jeder Tages- und Nachtzeit finden Flugbewegungen statt. Aber so ist das nun mal - ich würde nie auf die Idee kommen, nun dagegen vorzugehen. Fortschritt findet eben überall statt und jeder muss geben und bekommt dafür auch.
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18.08.2013 12:28 Uhr von mort76
 
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...hier bei mir läufts auch nicht besser:
Seit der Einführung der PKW-Maut fahren ständig schwere LKWs durchs Dörfchen, weil wir in Autobahnnähe leben- das läuft aufs selbe raus, und nach 13 Jahren ständiger Renovierung fehlt mir doch etwas der Willen, jetzt wieder wegzuziehen.
Hier vibriert mein ganzes Inventar, wenn die LKWs vorbeifahren.
Ich kann hier auch nur bei geschlossenem Fenster schlafen, was im Hochsommer für Leute in der Nachtschicht wirklich fies ist...deswegen bin ich, was diese Problematik angeht, auch etwas angesäuert.

Der Frankfurter Flughafen hat übrigens sein Personal gerade von 30.000 Arbeiterm auf 20.000 Arbeiter reduziert, und die Zugewinne, die FraPort machte, gingen auf Kosten strukturschwächerer Regionen, aus denen der Flugbetrieb nach Frankfurt verlegt wurde.
Also von dort, wo es wenige gestört hat, dahin, wo es so richtig viele Menschen stört.

Sowas bringt insgesamt volkswirtschaftlich genau den selben Gewinn wie vorher, das ist ein Nullsummenspiel.
Wohingegen die Bürger nun die Kosten in Form von diversen Herz- und Kreislauferkrankungen tragen, und andererseits verlieren sie einiges an Geld, weil die Immobilienpreise nun durch die geänderten Einflugschneisen logischerweise in den Keller fallen.
Da bleibt dann nurnoch derjenige wohnen, der es sich nicht leisten kann, wegzuziehen- mit entsprechenden Folgen.
Man verkauft sein Haus dort mit 30% Verlust.

Der Region wurden 250.000 neue Arbeitsplätze versprochen, um einen Anreiz für das durchwinken der Pläne zu suggerieren...daraus wurden sage und schreibe 14.000 neue Arbeitsplätze, die es angeblich bis 2020 geben soll...und das war auch noch VOR dem Jobabbau, den ich ja schon erwähnte.

FraPort zahlt pro Jahr ca. 8 Millionen € Steuern- da kann man auch nicht gerade behaupten, daß sich das in dieser Form lohnen würde, weil FraPort unglaublich schlecht gemanagt wird und einen sehr unterdurchschnittlichen Gewinn einfährt, verglichen mit anderen Konzernen in direkter Nähe.

Andererseits sind die volkswirtschaftlichenSchäden immens, wenn man die verschiedenen Krankheiten durch den Lärm und den allgemeinen Produktivitätsabfall durch den Streß mit einbezieht...

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