16.08.13 06:32 Uhr
 358
 

Lkw schleppen 3,4 Milliarden Tonnen durch Deutschland

Über 83 Prozent der Güter in Deutschland werden auf den Straßen transportiert. Jährlich sind das rund 3,4 Milliarden Tonnen. Umweltfreundlichere Mittel wie Bahn oder Schiff landen unter ferner liefen.

Nur 374 Millionen Tonnen kommen per Schiene und 222 Millionen auf Flüssen zu den Abnehmern. Dabei sind die Straßen- und Umweltschäden vor allem durch Schwerlaster immens, auch die Unfälle häufen sich. Immerhin gilt die Bundesrepublik als Haupt-Transitland auf der Ost-West-Achse.

Der ökologische Wahnsinn geht weiter: Weltweit werden laut ADAC pro Minute 150 Autos verkauft, 1,2 Milliarden Motorfahrzeuge sind registriert. Tendenz: wachsend. Umweltfreundliche Transportmittel scheitern u.a. noch an hohen Kosten, geringen Subventionen und mangelnder Flexibilität.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Stadtblatt-Pforzheim
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Umwelt, Milliarden, Transport, Lkw
Quelle: stadtblatt-pforzheim.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

USA: Amazon startet mit Lebensmittelladen ohne Kasse und keinen Schlangen mehr
American-Airlines-Angestellte bekommen Juckreiz und Kopfweh wegen neuer Uniform
Türkische Währung auf Talfahrt: Präsident ruft Landsleute zum Devisentausch auf!

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
16.08.2013 07:28 Uhr von no_trespassing
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Wenn die Bahn so hohe Preise verlangt?!
Der Unterschied zur Schiene: Es gibt tausende Speditionen, aber nur 1 Bahn (Railion).
Die Frachtpreise beim Monopolisten sind im Vergleich zur Straße horrend.
Kommentar ansehen
16.08.2013 09:09 Uhr von jens3001
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
no_trespassing

"Es gibt tausende Speditionen, aber nur 1 Bahn"


Blödsinn. Gerade was den Güterverkehr angeht gibt es zig verschiedene Anbieter - die halt das Schienennetz der Deutschen Bahn nutzen, dennoch aber selbstständig sind.


Die Frachtpreise via Schiene sind gar nicht mal so hoch. Und man hat den Vorteil gerade Schwergut wesentlich günstiger zu transportieren als auf der Straße.
Des Weiteren ist die Bahn nahezu unabhängig von Wetter, Staus, Bauarbeiten an der Straße, Fahrerpausen (immerhin 9 Stunden am Stück je Werktag je Fahrer).


@tsunami13: Verwechsle nicht den Personenverkehr mit dem Güterverkehr.
Kommentar ansehen
16.08.2013 09:20 Uhr von Delios
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@jens3001
Irgendeinen Grund muss es ja haben, dass die Unternehmen eher auf die Speditionen zurückgreifen als auf den Schienenverkehr.
Bei einer Werksführung eines größeren deutschen Automobilherstellers sagte der Sprecher, dass es schon eine Reihe von logistischen Nachteilen gibt sich über Schiene beliefern zu lassen.
Wie zum Beispiel mangelhafte Organisation auf dem Transportweg, der Umstand, dass man mit dem LKW zur Bahn und dann wieder mit dem LKW zum Unternehmen muss und dass bei kurzfristigen Lieferungen Speditionen flexibler sind als die Bahn.
Kommentar ansehen
16.08.2013 09:56 Uhr von Jlaebbischer
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Das kommt davon, wenn man die Gleise, welche früher bis in die Industrie- und Gewerbegebiete gingen, wegreisst.
Kommentar ansehen
16.08.2013 13:00 Uhr von jens3001
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Delios,

jep, da hast du natürlich Recht.

Ein sehr großes Manko ist bei der Bahn, dass man Vor- und Nachläufe per LKW erledigen muß.

ABER........ sehr viele Firmen, gerade diejenigen mit Schwergütern, Schüttgütern, etc. haben ihren eigenen Gleisanschluß. Damit entfällt das auch.

Des Weiteren kann mit der Bahn wesentlich mehr Ware transportiert werden als mit dem LKW. Gerade bei sehr häufigen Sendungen mit großem Volumen oder auch hohem Gewicht ist das sehr praktisch.


Es kommt darauf an was man will und braucht.

Wenn ich mir als Alleinstehender einen Ford Galaxy kaufe ist das meistens Unsinn. Da tut es auch ein Kleinwagen oder (wems gefällt) Sportwagen.

Man kann Bahn und LKW daher nur bedingt miteinander vergleichen, weil sie eben beide ihre Vor- und Nachteile haben und nicht jede Lösung auch für jede Ware geeignet ist.


Da Schienennetz wurde in den letzten Jahren gewaltig ausgebaut. Es gibt inzwischen wesentlich mehr Zugverbindungen quer durch Europa als früher. Auch die "rollende Landstraße" (LKW samt fahrer gehen auf die Schiene) oder einfach nur Trailer die auf einen Zug aufgesetzt werden gibt es heutzutage wesentlich häufiger als noch vor 10 oder 15 Jahren.

Und man hat einige Kostenvorteile dadurch (z.B. wenn man seinen Trailer auf die Schiene setzt braucht man für den Hauptteil der Strecke keinen Fahrer und keine Zugmaschine - nur davor und danach).

Ein weiterer großer Nachteil ist eine relativ lange Laufzeit für die Bahn - auf bestimmten Strecken.


Und man darf nicht vergessen, dass sehr viele die Straßen-Variante wählen weil "es einfach immer so gemacht wurde".

Diese Umstellung muß erst noch an die Kunden (und Spediteure) verkauft werden. Denn meist hat man doch Scheuklappen auf und begeht ausgetretene Wege.
Kommentar ansehen
17.08.2013 01:27 Uhr von Stadtblatt-Pforzheim
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
In der Schweiz müssen Transit-Schwerlaster generell auf die Schiene. Kein Wunder, dass dort die meisten Straßen wesentlich besser, leerer, stressfreier und sicherer zu befahren sind als in Deutschland. Vom Umweltaspekt ganz zu schweigen. Aber unsere Industrie ist nicht am Ausbau des Schienennetzes interessiert. Das reicht von den Lkw-Herstellern über die Öl-Lobby bis hin zu den Spediteuren. Natürlich würde die Bahn-Variante auch Arbeitsplätze kosten.
Kommentar ansehen
19.08.2013 12:53 Uhr von jens3001
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Was fantasiert sich das Stadtblatt-Pforzheim denn da zusammen?

Weshalb sollte die Industrie denn kein Interesse haben? Im Gegenteil. Die wirklich großen Firmen, vor allem die mit sehr schwerer Ware, voluminöser Ware und die mit Schüttgütern - aber auch die Firmen mit Projektarbeiten (große Schreinereien, Betongießereien, etc.) und nicht zeitkritischem, voluminösen oder schweren Gütern nutzen sehr häufig die Bahn und haben sogar einen eigenen Gleisanschluss.

Volkswagen nutzt diese Option sehr häufig - und mit ihnen nahezu jeder große Automobilzulieferer.


Die Spediteure? Die sind richtig geil auf die Bahn. Sie setzen ihre kompletten LKW mit Zugmaschine auf und kommen voran während der Fahrer seine Ruhepause macht.
Oder sie setzen den Trailer auf die Bahn.

Übrigens ist einer der größten Spediteure weltweit gleichzeitig Tochter des DB Konzerns.

Also erzähl nicht so einen Schmarrn.

Refresh |<-- <-   1-7/7   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Comedian und Talkshow-Host Jimmy Kimmel moderiert die Oscars 2017
USA: Amazon startet mit Lebensmittelladen ohne Kasse und keinen Schlangen mehr
Chinesische Medien bezeichnen Donald Trump als "diplomatischen Anfänger"


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?