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Fußball: Eintracht Frankfurt-Präsident fordert Solidargesetz für schwache Vereine

Für Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen ist die Dominanz der Champions-League-Vereine ein Dorn im Auge. Ihm schwebt eine Art Solidargesetz vor, in dem die oberen Vereine ihre Einnahmen aus der Königsklasse auf die restlichen Bundesligisten verteilen.

"Vereine wie der FC Bayern müssten Teile der Champions-League-Gelder an ihre Ligen abgeben. Es geht nur so, wie es selbst Uli Hoeneß (Bayern-Präsident) schon mal angedeutet hat: Man muss bereit sein, sich selbst zu beschneiden", sagte Bruchhagen.

So solle die Konkurrenzsituation neu belebt werden. Bruchhagen verwies beim deutschen Ligaverband DFL darauf, dass die Champions-League-Vereine nicht die Meisterschaft untereinander ausspielen dürften. Auch Eintracht-Trainer Armin Veh warnte. Man könne in Zukunft nicht mehr gegen Bayern gewinnen.


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WebReporter: ghostinside
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Fußball, Präsident, Eintracht Frankfurt, Heribert Bruchhagen
Quelle: www.sport1.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.08.2013 13:17 Uhr von Bildungsminister
 
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Das System krankt doch an ganz anderen Stellen. Wenn sich Vereine nicht mehr finanzieren können, dann kann das wohl kaum daran liegen, dass es die CL gibt. Natürlich haben CL-Vereine mitunter Geld wie Dreck, aber das ist eine gänzlich andere Problematik und am Ende auch nur Symptom in einem vollkommen verkorksten System.

Vereine müssen doch grundsätzlich fähig sein ihr Überleben in der Bundesliga auch unabhängig von großen Turnieren zu finanzieren. Wenn sie das nicht können, dann muss man schauen wo die Ursachen dafür liegen. Es kann nicht Ziel sein, dass die BL-Vereine am Tropf von 2-3 Vereinen hängen, und wenn diese Quelle dann versiegt steht der Ruin bevor.

Wenn aber europäische Vereine über 100 Millionen für einen Spieler zahlen, und das primär auf Basis von Pump, dann kann man doch ausmachen, dass das System an anderer Stelle krankt.

Natürlich sind die Ausschüttungen in der CL immens. Aber wie kommen die denn zustande? Das Gros dieser Gelder kommt dabei gar nicht von der UEFA, sondern aus den Einnahmen der Vergabe der Senderechte, was dann auch von Land zu Land variieren kann. Ein weiterer Batzen kommt aus der lukrativen Werbung, und wirklich nur ein geringer Teil wird durch die UEFA selbst ausgeschüttet.

Man muss sich aber doch fragen, warum Vereine in der BL früher problemlos überleben konnten, und warum das heute nicht mehr möglich ist? Das muss doch auf nationaler Ebene begründet sein. Stimmt etwas an der nationalen Verteilung aus BL-Lizenzen nicht? Sind die Kosten generell gestiegen? Wie wirtschaften diese Vereine?

Ich halte wenig von einem Solidarpakt, weil er Probleme nur oberflächlich, aber vor allem nicht nachhaltig bekämpft. Natürlich geht es heute mehr um Geld als jemals zuvor, und wer entweder in den großen Turnieren mitspielen darf, oder aber finanzstarke Partner hat, der hat hier Vorteile. Dann muss man aber gucken, dass man die Kosten generell deckelt, und vor allem Vereine auch zum vernünftigen wirtschaften anhält. Auch muss man schauen wo die BL da generell agieren kann.

Natürlich habe ich grundsätzlich kein Problem wenn sich die BL selbst hilft, aber es löst keine Probleme, und auch müssen wir aufpassen, dass wir die BL gegenüber anderen Ligen nicht schwächen, indem wir die Top-Vereine finanziell kastrieren. Damit ist auch niemandem geholfen.

Im Übrigen auch generell kein Problem der BL. Ähnliche Probleme gibt es in allen europäischen Top-Ligen. Das hat aber nichts mit den Geldern der CL zu tun. Diese überspielen das Problem nur. Das hilft aber den anderen Vereinen wenig.
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14.08.2013 13:20 Uhr von Superplopp
 
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Nicht so teure Stadien bauen, dann klappts auch mit dem Verein.
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14.08.2013 13:38 Uhr von LOUNE
 
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Herr Bruchhagen, ich gehe morgen nicht arbeiten. Vielleicht können Sie mir ja etwas von Ihrem Gehalt abgeben.
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14.08.2013 15:08 Uhr von Superplopp
 
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loune und saintgermaunt:

Meint ihr, der liest hier was ihr schreibt?
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14.08.2013 16:09 Uhr von polyphem
 
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Der Typ hat aber schonmal was von Wettbewerb gehört oder? Ich kann auch kein "Solidargesetz" als Arbeitnehmer fordern, nur weil andere 100 mal mehr verdienen als ich.
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14.08.2013 16:24 Uhr von Bud_Bundyy
 
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Naja klar ist es nicht fair, aber er hat schon auch recht, denn wozu dann noch 34 Bundesliga Spiele machen wenn das Ergebnis eh schon klar ist.

....aber eine gute Lösung gibt es nicht.
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15.08.2013 00:57 Uhr von derNameIstProgramm
 
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Ich als FCB Fan sage natürlich nur ungern etwas gutes über den BVB :)

Aber gerade dieser hat doch in den vergangenen 10 Jahren gezeigt was in der Bundesliga auch mit geringen finanziellen Möglichkeiten erreichbar ist. Es besteht immer die Möglichkeit, mit den richtigen Einkäufen, einer guten Ausbildung für die Spieler, einen guten Trainer und natürlich auch etwas Glück, irgendwann im Kreise dieser CL-Teilnehmer zu sein und vernünftig Geld einzunehmen. Das geht halt nicht von heute auf morgen und erfordert viel Arbeit und auch etwas Glück. Aber möglich ist es.