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Umgetauschter Laptop mit Daten weiterverkauft: Mann verlangt nun Schmerzensgeld

Vor einem Münchner Gericht wird derzeit der Fall eines Mannes verhandelt, der einen Laptop bei einem Elektronikhändler umtauschte und der dort weiterverkauft wurde.

Dummerweise befanden sich auf der Festplatte noch sensible Daten des Kunden, wie Steuerunterlagen und Privatbilder. Nun will er von der Firma 7.500 Euro Schmerzensgeld, weil diese die Daten nicht gelöscht hat.

Die Richter argumentieren, der Eigentümer muss für eine Löschung sorgen und man soll sich auf eine Summe von 1.000 Euro einigen. Der Kläger muss das Angebot nun überdenken.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Daten, Laptop, Schmerzensgeld, Umtausch
Quelle: www.sueddeutsche.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.08.2013 11:41 Uhr von Xaardas
 
+19 | -2
 
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naja ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ist nicht das Unternehmen in der Pflicht vor wiederverkauf eines Gerätes dieses in einen Zustand zu versetzen der es quasi Neuwertig macht?

Bsp.:

Wäre da nun ein bösartiges Programm wie ein Trojaner drauf gewesen und hätte Onlie Banking Daten weitergegeben und der neue Käufer hätte nun ein leeres Bankkonto, wäre doch auch nicht der alte Besitzer schuld oder?
Das Eigentum ist meiner Meinung nach wieder auf den Händler/Hersteller übergeganen, also hat dieser auch die Pflicht sich um die Ware zu kümmern.

Ob das jetzt sonderlich schlau war ob der Mann seine wichtigen Unterlagen drauf gelassen hat oder nicht spielt dabei eigentlich keine Geige. (was wenn man durch einen Ausfall des Gerätes nicht mehr an seine Daten kommt und umtauschen will?)

Sry aber mir fällt beim besten Willen nicht ein wieso der Richter hier so entschieden hat außer es handelt sich wie so oft um "Neuland" und damit um eine rechtliche Grauzone.

[ nachträglich editiert von Xaardas ]
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14.08.2013 11:57 Uhr von Fatalo0709
 
+21 | -5
 
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Seh ich das richtig? Der hat den am Kauftag mit all seinen Daten drauf zurück gegeben? Er war also in der Lage innerhalb von sagen wir mal 3 Stunden all seine Daten draufzuspielen aber nicht in der Lage diese wieder zu löschen? Ich will hier keinem Vorsatz vorwerfen, aber wäre ich Richter hätte der Kläger 0,00€ bekommen.
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14.08.2013 12:00 Uhr von Xaardas
 
+3 | -3
 
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@wok!:

Also muss man sich nach deutschem Recht jetzt schon etwas so selbstverständliches wie das Löschen von Daten vertraglich zusichern lassen, weil das Unternehmen ja nicht ahnen kann, dass ein Mann der sich ein Notebook kauft, am ersten Tag schon ein Backup seiner wichtigen Geschäftlichen Daten einspielt.

Also das schockiert mich wirklich grade ein wenig aber es ist gut zu wissen, dass man scheinbar wirklich in deutschland keinen gesunden Menschenverstand mehr erwarten darf sondern schön nach dem Pflichtbewusstsein und den geltenden Regeln alles via Vertrag und beglaubigtem Dokument festhalten muss, weil einem sonst das Wort im Mund umgedreht wird.

@ Fatalo: das mag vielleicht auf diesen Fall zutreffen aber was ist mit leuten denen einfach der PC am ersten tag abraucht und diese dann keinen zugriff mehr auf die Daten haben (Dabei möchte ich betonen, dass auch wenn es gesetzlich erlaubt ist, sich manche Händler das "Recht" herausnehmen es zu verbieten die Festplatte herauszunehmen und an einen anderen PC anzuschließen......außerdem muss icg zugeben, dass nicht jeder das technische Wissen hat oder gar die Zeit sich um so etwas zu kümmern)

[ nachträglich editiert von Xaardas ]
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14.08.2013 12:29 Uhr von bpd_oliver
 
+5 | -0
 
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>> Der Elektronikmarkt wehrte sich nun vor Gericht: Man habe den PC einer Firma zum Löschen gegeben und mit der Mitteilung "erfolgreich in den Originalzustand versetzt" zurück bekommen.

Wo ist dann für den Elektronikmarkt das Problem? Sollen sie halt 1000€ zahlen, und dafür dann die mit der Löschung beauftragte Firma in Regress nehmen, schließlich ist diese ihrer Vertragspflicht nicht nachgekommen.
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14.08.2013 13:16 Uhr von Suffkopp
 
+1 | -0
 
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Ach warum ist es immer so schwer die Quelle zu lesen anstatt rum zu lamentieren?

Der Elektronikmarkt hat die 1000 geboten - nur der Kläger hat jetzt 2 Wochen Zeit anzunehmen oder abzulehnen.

Also aufdeutsch: die wollen ja 1.000 zahlen - es liegt jetzt am Kläger.
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14.08.2013 14:14 Uhr von Fatalo0709
 
+0 | -1
 
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@Xaardas
deswegen muss man von Fall zu Fall urteilen und nicht allgemein ) in diesem Fall hier, war es ja so, dass der Kläger scheinbar genug Wissen ahtte in Backup einzuspielen. Wieso sollte er dann nicht das WIssen haben seine Festplatte zu löschen? Selbst meine Mum, die weiß wo der an und aus Knopf ist, weiß auch wie man eine Festplatte formatiert.
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14.08.2013 14:46 Uhr von Power-Fox
 
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@ Fatalo0709

hat bei dir der tag nur 3 stunden?

kleines beispiel ich gehe morgens um 9 uhr in den markt und kaufe den laptop gegen 10 uhr bin ich zuhause und richte mir den laptop ein speichere meine daten etc drauf..

um 14 uhr macht der laptop zicken und ich bringe ihn zurück... und es ist immer noch der selbe tag solche märkte haben gerne mal bis 20-22 Uhr geöffnet...

[ nachträglich editiert von Power-Fox ]
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14.08.2013 14:48 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -0
 
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Was solls - man könnte 100 x auf den Fall eingehen und genau darlegen wie es in diesem Fall war und es wird imemr wieder einer kommen der da sagt "ja aber".

Also - ehrlich - was solls . Auf zur nächsten News.
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14.08.2013 14:50 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -0
 
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Für alle die die Quelle nciht öffnen können/wollen um den Sachverhalt zu klären

[...]Die Einzelrichterin stellte fest, dass trotzdem gegen Datenschutz und Persönlichkeitsrechte verstoßen worden sei. Allerdings habe es sich dabei wohl um ein Versehen gehandelt. Vor allem habe es der klagende Münchner versäumt, sich damals in dem Elektronikmarkt die Löschung der Festplatte vertraglich zusichern zu lassen.

Im Allgemeinen sei es Sache des Eigentümers, für die Löschung vertraulicher Daten zu sorgen. Allerdings habe das Gerät in diesem Fall überraschend nicht mehr funktioniert und eine mechanische Zerstörung der Festplatte wäre wohl überzogen gewesen, meinte die Richterin. Andererseits habe der Verkäufer bei einer Rückgabe noch am Kauftag nicht unbedingt damit rechnen müssen, dass schon so viele wichtige Daten aufgespielt seien.[...]

Er hat seine Daten draugespielt, der Rechner geht nicht mehr - also Umtausch

Der Elektromarkt lässt das Ding reparieren bekommt das OK

Die verkaufen das Gerät wieder und als es nicht mehr geht wird er wiederhergestellt.

Das heißt da hat jemand bewußt die Festplatte wiederhergestellt und dabei vermutlich gelöschte Dateien wiedergefunden (immerhin hat der neue Besitzer nicht gemerkt dass es ein Gebrauchtgerät ist und 3 Jahre nichts von der Existenz der Dateien gewußt)
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14.08.2013 14:58 Uhr von Bayernkini
 
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Es darf auch nicht vergessen werden, daß auch die Datenrettungssoftware immer größere Fortschritte macht. Evtl. war die Festplatte nach damaligem Stand wirklich ausreichend gelöscht worden. Der neue Nutzer hat aber evtl. eine neue Software benutzt, die besser ist, als diejenige, mit der gelöscht wurde. Und schon sind die Daten wieder hergestellt. Viele würden sich wundern, was man alles aus ihren Festplatten oder Sticks auslesen kann....
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14.08.2013 15:34 Uhr von Dracultepes
 
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@Bayernkino
Auch vor 5 Jahren war das löschen in Windows oder das löschen der gesamten Partition nicht ausreichend für sicheres löschen.

b2t

Was ist wenn die Firma die Daten wirklich gelöscht hat und der Helfer der neuen Käufer die Daten zurückgeholt hat ? Das wäre von der Firma zwar ziemlich blöd. Aber darf man einfach so gelöschte Daten wieder herstellen? Unabhängig davon wie die Person vorher die Daten gelöscht hat? Denn die Intention beim löschen ist ja klar.
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14.08.2013 15:55 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Nach drei Jahren werden die Daten erst gefunden?
Dann hat der neue Besitzer nie etwas mit dem Laptop gemacht, und die gefundenen Daten waren auf einer zweiten Partition, die nie jemand benutzt hat.
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14.08.2013 17:43 Uhr von TomHao
 
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Der Eigentümer wäre doch wieder der Elektronikmarkt, oder nicht?
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14.08.2013 18:29 Uhr von s-quadrat
 
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ich hatte mal bei ebay ein "defektes" Handy (Wasserschaden) von einem Händler gekauft, der auf "Recycling" (=Weiterverkauf) spezialisiert ist. Akku wollte nicht mehr laden; in anderem Gerät geladen und wieder reingesteckt, Handy geht an, haufenweise Telefonnummern, Fotos, Apps etc. von der Vorbesitzerin drauf... gab wohl keinerlei Möglichkeit, bei einem Defekt-Gerät irgendwas zu löschen... o_O
Wenn man das als Privatperson macht, ok - muss man damit rechnen dass die Daten evtl. doch nicht ganz verloren sind, aber wenn ein Händler einem die "kostenlose Entsorgung" anbietet, rechnet man doch schon damit, dass das Teil nur noch geschreddert und eingeschmolzen wird oder irgendwas in der Richtung...
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15.08.2013 11:20 Uhr von liebertee
 
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Unterschreibt man nicht normalerweise eine Erklärung, dass man alle privaten Daten gelöscht hat beim Retour?

Was war das denn für ein Elektronikhändler, der sowas nicht kontrolliert ...

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