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Edward Snowden: Email-Provider Lavabit muss auf Druck der US-Behörden schließen

Der Anbieter des verschlüsselten Email-Dienstes Lavabit hat seine Server heruntergefahren. Mit diesem Provider hat "Whistleblower" Edward Snowden jahrelang seine Nachrichten verschickt.

Der Inhaber Ladar Levison von Lavabit, der seine Server in Texas stehen hat, gab dazu auch eine Erklärung ab. Levinson wurde von den Behörden unter Druck gesetzt. Er hatte die Wahl mitschuldig als Komplize an Verbrechen gegenüber dem amerikanischen Volk zu sein oder den Dienst aufzugeben.

Nach fast zehn Jahren harter Arbeit musste er sich nun also dazu entschließen seinen Dienst zu schließen. Er empfiehlt jedem, auf keinen Fall Daten einem Unternehmen anzuvertrauen, das seine Server auf dem Boden der Vereinigten Staaten stehen hat.


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WebReporter: montolui
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: USA, Druck, Provider, Edward Snowden, Email, Lavabit
Quelle: www.wired.com

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.08.2013 07:26 Uhr von Azureon
 
+59 | -1
 
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Unfassbar....

Was kommt als nächstes? Der Kaffeehersteller von dem Snowden immer ne Tasse komsumiert hat? Coca Cola? Der Hersteller fürs Klopapier?

Einfach nur absurd zu was die Amis fähig sind.

[ nachträglich editiert von Azureon ]
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09.08.2013 07:36 Uhr von tobsen2009
 
+37 | -1
 
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man stelle sich mal vor, da hat man 10Jahre lang hart seine Existenz aufgebaut, hat viel investiert und dann kommt ne Behörde weil einer der Kunden den Dienst nach deren Ansicht nicht rechtmäßig gebraucht hat und verlangt die Geschäftsaufgabe oder droht mit Knast.. das ist mal richtig.. da fällt mir garkein Wort für ein
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09.08.2013 07:38 Uhr von fuxxa
 
+9 | -1
 
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Auch Anbieter wie hushmail, die volle Sicherheit versprechen, gewähren der NSA Zugriff. Man sollte sich nicht von Anbietern täuschen lassen, die Verschlüsselung wie PGP anbieten. Die Mails werden erst auf dem Server verschlüsselt und nebenbei wird ne Kopie der unverschlüsselten Mail auf dem Server abgelegt.
Wer wirklich anonym kommunizieren muss und es braucht, sollte gleich auf dem eigenen Rechner verschlüsseln oder nen I2P Netzwerk nutzen
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09.08.2013 07:42 Uhr von artefaktum
 
+15 | -4
 
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"Nach fast zehn Jahren harter Arbeit musste er sich nun also dazu entschließen seinen Dienst zu schließen."

Wie in der Sowjetunion.
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09.08.2013 07:42 Uhr von uhrknall
 
+30 | -1
 
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"Verbrechen gegenüber dem amerikanischen Volk"

Dann war es wohl auch ein Verbrechen gegen das (ost-)deutsche Volk, die Schnüffeleien der DDR-Stasi aufzudecken?

Naja, mit Begründungen haben die Amis es in letzter Zeit nicht mehr so tolle...
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09.08.2013 08:37 Uhr von DrGonzo87
 
+11 | -1
 
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Wo liegt dabei die rechtliche Grundlage?

Wie soll man einen E-Mail Anbieter dafür verantwortlich machen, welche Inhalte von seinen Kunden verschickt werden?
Man kann doch auch nicht die Post dafür verantwortlich machen, wenn jemand Milzbrand-Erreger verschickt, von bestimmten "Illegalen" Daten ganz zu schweigen.

Wäre dann nicht auch der nächste, logische Schritt alle Waffenfabriken in den USA zu schließen? Nach dieser Logik könnte man diese ja schließlich für über 12000 Schusswaffentote jährlich verantwortlich machen ;)
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09.08.2013 08:41 Uhr von maki
 
+13 | -3
 
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Herrlich, wie dem menschenverachtenden System der westlichen Welt immer mehr der goldenen Tünche von der hässlichen Fratze abblättert. *freu*

:-D
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09.08.2013 08:45 Uhr von SN_Spitfire
 
+8 | -2
 
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Grundsätzlich sehe ich das sehr skeptisch, aber warum packt der seine Server nicht zusammen und lässt sie woanders wieder online gehen? Schweiz bspw.
Er ist ein simpler eMail-Provider und so ein Dienst geht von überall, da eMails ja nicht gerade zeitkritisch unterwegs sind.

Im Endeffekt geraten die Amis aber immer mehr in Bedrängnis.

Assange, Manning, Snowden, ja selbst Kim Schmitz hat mit den USA ein Hühnchen zu rupfen.

Man bräuchte ja fast mal nen Whistleblower hierzulande. Oder läuft in unserem Land alles schön nach Recht und Gesetz? ;D
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09.08.2013 08:54 Uhr von ThomasHambrecht
 
+12 | -2
 
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Die NSA macht den Anbieter natürlich nicht verantwortlich.
Sie will vielmehr ZUGRIFF auf die Daten haben.
Da dies der Mail-Anbieter verweigert, muss er seinen Dienst schließen.
In einer anderen Quelle steht, dass auch Microsoft, Apple und Google gezwungen wurden die Daten offenzulegen, ansonsten die Schließung droht.

Das besagt im Nebensatz, dass verschlüsselte Dienste oder Verschlüsselungen in vielen Fällen oft sinnlos sind. Die NSA hat die Anbieter oftmals zu Hintertürchen gezwungen.
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09.08.2013 09:23 Uhr von Adam_R.
 
+5 | -1
 
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"Er empfiehlt jedem, auf keinen Fall Daten einem Unternehmen anzuvertrauen, das seine Server auf dem Boden der Vereinigten Staaten stehen hat."

Dem kann ich nur beipflichten. Das müsste aber schon jeder wissen. Ich nehme für meine E-mails lieber vertrauenswürdige Dienste, die ihre Server nicht auf so unheilvollen Territorien stehen haben. England wäre auch ziemlich übel denke ich mal...

@Tobsen
"...und dann kommt ne Behörde weil einer der Kunden den Dienst nach deren Ansicht nicht rechtmäßig gebraucht hat und verlangt die Geschäftsaufgabe oder droht mit Knast.. das ist mal richtig.. da fällt mir garkein Wort für ein"

Sowas ist ganz normal in einer Diktatur. In der DDR wäre genau das Gleiche passiert...

[ nachträglich editiert von Adam_R. ]
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09.08.2013 09:24 Uhr von atrocity
 
+6 | -1
 
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fuxxa: Wenn dein Provider GPG anbietet auf dem Server, also z.B. im Webmail, dann kann es eine Hintertüre geben.

Wenn du aber lokal im Thunderbird mit gpg verschlüsselst kann der Provider keine Klartextkopie der E-Mail abspeichern, weil er den Klartext nie zu Gesicht bekommt.

Es gibt auch Webmail Dienste die lokal verschlüsseln, da wird die GPG-Verschlüsselung mit Javascript im Browser durchgeführt, der GPG Schlüssel wird im Browser Cache abgelegt und verlässt den Rechner nie. Aber das geht auch nicht im Internetkaffee oder an fremden Rechnern. Kann man auch gleich Thunderbrid benutzen.

Und nochmal zu dem Fall: Die NSA wollte Zugriff auf die Daten die auf dem Server gespeichert sind, der Betreiber wollte sie nicht raus rücken, darum muss er nun schließen.
Arschlöcher :/

Ps: Endlich mal einer mit Eiern in der Hose! Der Rest kuscht einfach still und leise, die Moral wird über Bord geworfen.

[ nachträglich editiert von atrocity ]
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09.08.2013 09:33 Uhr von PeterLustig2009
 
+2 | -19
 
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09.08.2013 09:43 Uhr von atrocity
 
+7 | -1
 
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@PeterLustig2009

Gut, man sagen: er kannte die Gesetze und muss nun die Folgen tragen.

Dass er aber der Öffentlichkeit keine Details zu dem Fall, zu der Anordnung oder überhaupt irgendwas machen darf weil er einen Maulkorb bekommen hat, ist eines Rechtsstaates unwürdig.

[ nachträglich editiert von atrocity ]
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09.08.2013 10:03 Uhr von MarkJo
 
+9 | -2
 
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Man will es einfach nicht wahr haben, aber die Realität hämmert einem ein dass die "guten alten Zeiten" bald wieder über uns hereinbrechen.

Jetzt beginnen "schon" die Säuberungen, zugemacht ist der Sack ja schon. ("Real"geld <-> E-geld).
Die Lavabit LLC war keine halbseidene Firma wie Liberty Reserve. Ein amerikanisches Unternehmen, aufgebaut mit harter Arbeit, ein Arbeitgeber für Amerikaner. Darauf beruht die USA und deren Stolz. Aber wenn der Reigen sich schließt (faschismus), gibt es nur noch s/w, Freund oder Feind.

Könnte man jetzt so weiterführen, aber was mir jetzt grad wirklich ein "pain in the ass" ist... Ist das noch Sozialromantik, und vor allem, wie erkläre ich mir selbst noch diese Geschichte mit "FED und den Plastik-Särgen" als abstruse Verschwörungstheorie... Ich mein es ist lächerlich, aber solche news schlagen ein wie Backpfeifen. Lächerlich ist allerdings auch die Vorstellung dass jemand 6 Millionen Menschen vergast...

... Tjo, mir bleibt nichts mehr übrig, glaube euch auch nicht. Bauch rein, Brust raus und ab auf eine Demo zu den "komischen Nerds" und den "kiffenden Hippies", hab bisher auch immer am PC meine Meinung vertreten, nichts mit Demo´s. Besser wäre es wohl sich politisch zu engagieren oder zur W...e zu greifen, aber im grunde ist beides schon abgesägt. Schon krass, man sieht den Stiefel schon in das Gesicht treten vor einem und man kämpft mit dem eigenen Schweinehund... Zeit dass sich was ändert. Und der Anfang ist immer bei einem selbst, wünscht mir Durchhaltevermögen^^
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09.08.2013 10:04 Uhr von Suffkopp
 
+1 | -5
 
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Lustig
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09.08.2013 10:17 Uhr von Airstream
 
+2 | -2
 
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@ SN_Spitfire
Wir haben einen Whistleblower in Deutschland. Inge Hannemann die unser Sozialsystem als das zeigt was es wirklich ist und nicht wie es die Medien darstellen.

Zum Thema: Bitter für den Betreiber und mal wieder zeigt die USA ihr wahres Gesicht.
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09.08.2013 10:37 Uhr von supermeier
 
+5 | -0
 
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Tja, gegen die Nationale SA war die Gestapo die reinste Kuschelgruppe.
Aber was erwartet man von einem Land dessen Grundpfeiler Sklaverei und Völkermord sind.
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09.08.2013 10:41 Uhr von PeterLustig2009
 
+2 | -9
 
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@atrocity
Er macht doch Angaben...

Die Aussage dass er "dem Druck der Behörden nachgeben musste" kommt doch von ihm selbst.

Und dass er nicht sagt, ich hab mich geweigert die gesetzlichen Bestimmungen umzusetzen und deswegen musste ich meinen Dienst schließen war zu erwarten
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09.08.2013 11:02 Uhr von PeterLustig2009
 
+2 | -11
 
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@La_Brador
Hast du auch irgendwelche Begründungen für deine lustige These?

Oder einfach nur mal nett getrollt?

Ich kann mich über gesetzliche Bestimmungen aufregen, ich kann versuchen sie zu ändern (mit Petitionen, Gerichtsverfahren, etc.) aber ich kann nicht hingehen und sagen nö mach ich nicht und mich dann wundern wenn mein Dienst beendet wird
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09.08.2013 11:05 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -7
 
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@Airstream
Inge Hannemann? Die Inge Hannemann die sich geweigert hat ihre Arbeit zu machen und dann freigestellt wurde?
Die ihren Arbeigeber diffamiert und sich dann beschwert wenn es Sanktionen gibt.

Komische Einstellung von "Whistleblower" :D
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09.08.2013 11:12 Uhr von Suffkopp
 
+3 | -5
 
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Wird immer lustiger
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09.08.2013 11:48 Uhr von atrocity
 
+5 | -1
 
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@PeterLustig2009 Was er nicht macht und auch nie machen darf ist veröffentlichen was genau die Behörden von ihm wollten. Sprich den Inhalt der Anordnung veröffentlichen.

Ich würde bei so was einfach den Server platt machen, ohne Backup. Wenn es keine Daten mehr gibt kann man auch nichts mehr raus rücken. genug zeit hatte er ja, immerhin hat er sich gegen die Anordnungen gewehrt, das hat im Normalfall eine aufschiebende Wirkung.

Zweite schöne Möglichkeit: Server umziehen in anderes Land, alte Server löschen, auswandern, weiter machen.
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09.08.2013 12:14 Uhr von Schmollschwund
 
+1 | -1
 
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@SN_Spitfire

Grundsätzlich sehe ich das sehr skeptisch, aber warum packt der seine Server nicht zusammen und lässt sie woanders wieder online gehen? Schweiz bspw.
-------------------
Schweiz dürfte keine gute Adresse sein. Man denke nur an die Banken. Knicken Reihenweise ein vor den Amis.
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09.08.2013 12:17 Uhr von Schmollschwund
 
+1 | -2
 
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dass auch Microsoft, Apple und Google gezwungen wurden die Daten offenzulegen, ansonsten die Schließung droht.
----------------------
ironie: Klar, Microsoft oder Apple müssen wegen Snowden schliessen...naja. Das entbehrt jeglicher Grundlage. Wenn das passieren sollte, dann kann man sich sicher sein, dass Snowden WIRKLICH Daten hat die den USA MASSIV schaden könnten, dann wäre die Kacke wirklich am Dampfen
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09.08.2013 12:33 Uhr von Schmollschwund
 
+1 | -2
 
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Würde mich allerdings nicht wundern, wenn der Chef von Lavabit nicht auch eine große Abfindung bekommen würde. Man schließt doch nicht einfach was was Geld bringt ohne Ausgleich. Was wäre das für ein Signal für die Wirtschaft? Achtung Euer Geschäft kann geschlossen werden, wenn die Regierung mal Bock hat? Nee, dass wäre willkür und das gleiche Prinzip wie bei der Ban(d)kenkrise in der EU. Vertrauen ist wichtig. Dadurch wird es aber zerstört.

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