08.08.13 11:07 Uhr
 2.666
 

Krankenkassen schikanieren offenbar psychisch Erkrankte

Gesundheitssystemexperten sind derzeit besorgt, wie Krankenkassen mit psychisch Kranken umgehen.

Angeblich werden diese gezielt schikaniert und gedrängt, zu wechseln. Einer Betroffen wurde geraten, sich gesundschreiben zu lassen und zur Arbeitsagentur zur gehen.

"Die Kasse wollte mich raus haben", so die depressive Frau, "weil ich zu teuer bin."


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Krankenkasse, Depression, Psyche, Schikane
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Schottland will Frauen aus Nordirland kostenlose Abtreibungen anbieten
Verbraucherschützer entdecken krankmachendes Blei in Modeschmuck
Seit 1970 hat sich Zahl der Krebsneuerkrankungen in Deutschland verdoppelt

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
08.08.2013 19:47 Uhr von craschboy
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@Bleissy
Da muss ich dir recht geben. Aber das Zeug von Hartmann kann ja keine Sau bezahlen.
Pilzerkrankungen und Wundinfektionen sind die Folge. Anschließend heisst es dann - Scheiss Pflege.

Tja liebe Kassen, Geiz ist nicht immer geil.
Kommentar ansehen
08.08.2013 21:58 Uhr von Bummelle
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
nicht nur die Krankenkassen - auch das Jobcenter und die Argentur für Arbeit.
Kommentar ansehen
08.08.2013 22:23 Uhr von readerlol
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
kann ich nur bestätigen... bekommt am besten keine psychischen erkrankungen wenn ihr bei gesetzlichen kassen seid... barmer und tk ausgeschlossen die bezahlen ohne mucken :P
Kommentar ansehen
08.08.2013 23:01 Uhr von Slingshot
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
In meinem Fall hat die AOK Randale gemacht und sich geweigert das Krankengeld auszuzahlen. Damit wollten die mich weichkochen, aber nachdem ich einen Anwalt eingeschalten habe, der ihnen in den Arsch getreten hat, ging es dann doch.

Ganz schön übel wenn man gesundheitlich am Ende ist und anstelle von Hilfe, noch zusätzlich beschossen wird.
Kommentar ansehen
09.08.2013 00:59 Uhr von Lebensgefahr
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
Darf mal als Führungskraft einer Kasse klarstellen: Die DAK hat nur ein einziges Gebäude, das ihr gehört und das ist der Dienstsitz. Zum grössten Teil sind Teile der eigenen Immobilien vermietet, und zwar an Softwarefirmen, die für diese Kasse arbeiten.
Zu dem BKK Fall: Nach der Reha sind die Kliniken von der Dt. Rentenversicherung angehalten, so viele Patienten wie möglich wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern. Deswegen werden sie nach der Entlassung gesund geschrieben. Wenn dann ein Wochenende da ist, und die Patientin nach der Gesundschreibung zum Arzt geht, schreibt der sie erst nach 2 Tagen wieder krank, obwohl sie 2 Tage vorher ja gesund war. Es gibt ein BSG Urteil das noch weiter geht: Beispiel wird die AU 8.8. als Ende von der Klinik gilt, die Patientin ab 9.8. krank geschrieben wird, ist keine durchgehende Krankheit mehr. Zum Glück halten sich die meisten Kassen nicht daran.
Sind jedoch 2 Tage Differenz hat die Versicherte echte Probleme und hat im Grunde nach keinen Anspruch auf Krankengeld, da sie ja 2 Tage arbeitslos war, und dem Arbeitsamt nicht zu Verfügung auf dem Arbeitsamt war.
Kurios. Aber das ist Rechtsprechung.
Darüberhinaus werden die Kassen auf ihre Leistungentscheidung vom BVA streng geprüft. Die Kasse darf keine Leistungen erbringen, für welche es keine gesetzliche Grundlage gibt. Will heissen, sie muss das Gesetz achten.
Dem Grunde müsste die Schuld an dieser ganzen Misere der Dt. Rentenversicherung, der Reha Klinik und dem Gesetzgeber zuschieben.
Und keine Frage, dass die Kassenmitarbeiter sich derart neben benommen haben, dass dies eigentlich nur eine Abmahnung oder Kündigung zur Folge haben kann.
Interessant wäre noch ein Interview nicht mit der Geschäftsführer der BKK sondern den direkten Vorgesetzten der Mitarbeiter. Nur so kann man heraus finden, wie die Kassenmitarbeiter solche Aussagen machen konnten.

[ nachträglich editiert von Lebensgefahr ]
Kommentar ansehen
09.08.2013 09:32 Uhr von Missoni-n
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Fusehack,
sag nichts gegen die alte von Mollath,
weil die hat ja so viel Macht und Einfluss. Nicht das du auch dort landest.
Weist was der Hammer ist, ein Bankkunde soll der ein Vermögen von über 1.2 Millionen € vermacht haben und wie es der Zufall will, sich kurz danach aufgehängt haben.
Gell es gibt doch komische Zufälle. Ach ja, dem seine Frau soll kurz danach auch gestorben sein.
Kommentar ansehen
11.08.2013 01:50 Uhr von Katatonia
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Also zum Bericht und der Behauptung des Ausgleichs (RSA) im Artikel:

Gerade Depressionen werden hier weitaus besser bevorteilt, als schwerere psychische Erkrankungen wie Schizophrenie oder die bipolare Störung. Das hängt auch mit der Masse der Erkrankungen zusammen.

Dennoch bleibt im Endeffekt zu sagen, der Ausgleich ist anscheinend zu gering.

Ich habe hier mit meiner Kasse der BKK-VBU übrigens sehr gute und kompetente Erfahrungen gemacht.
Das Problem ist auch, dass die Kasse intern dazu angehalten ist, entsprechende Personen näher zu betreuen, obwohl diese das gar nicht wollen oder gefragt wurden. Hier muss man locker bleiben.

Bezüglich des hier geschilderten Falle - eine Stabilisierung sehe ich bei der Frau nicht - wenn sie schon solch ein Gespräch aus der Fassung bringt.

Eine Gesundschreibung ist natürlich vollkommener Unsinn - ja schon fahrlässig. Den entsprechenden Mitarbeiter würde ich massiv in einer Beschwerde zur Rechenschaft ziehen. Obwohl meine Kasse hier ganz gut ist, musste ich schon zweimal Beschwerdemäßig intervenieren. Und das hat geholfen. Die entsprechenden beiden Mitarbeiterinnen mussten ihr handeln verantworten. Ich würde besonders auf das Beschwerdemanagement eingehen - das jede gute Kasse haben und relativ unabhängig direkt in der Geschäftsführungsebene angesiedelt sein sollte. Das erspart den Kampf mit unteren Ebenen.

Der Fall geht ja weiter. Natürlich entfällt niemals der Versicherungsschutz in diesem Fall. Das die gute Frau nicht zum Arzt ging, ist ein typisches Symptom ihrer Erkrankung. Rational natürlich unsinnig.

Das Schreiben der Kasse mit ""Die Weiterführung Ihrer Versicherung hat nur fortlaufenden Bestand, wenn Ihre Arbeitsunfähigkeit durchgehend bescheinigt wird." ist selbstverständlich ebenfalls absoluter Unsinn!

Ihr Anspruch auf Krankengeld ist damit gemeint. Aber nicht ihr Krankheitsstatus. Im Bezig des Krankengeldes ist ein Arztbesuch nicht zwingend, aber immer anzuraten, bezüglich des Krankengeldanspruchs für den letzten vergangenen Zeitraum.

Nun haben die beiden Klage eingereicht und Strafanzeige gegen den Mitarbeiter der Kasse gestellt. Richtig so. Der Mann hat es nicht anders verdient. Die Zugehörigkeit in einer Krankenkasse als Mitarbeiter und eventueller betriebsinterner Vorgaben entbindet den MA nicht von Straftatbeständen und einer absolut unmenschlichen Behandlungsweise eines Patienten und Kassenmitglieds.
Kommentar ansehen
14.08.2013 16:27 Uhr von demokratie-bewahren
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ist jedem der im Gesundheitswesen arbeitet schon lange bekannt. Solange die Kassenfunktionäre aber politisch gedeckt werden, die staatliche Aufsicht sich tot stellt, wird es immer schlimmer werden, wurde ja geradezu von der Schmid initiiert.

Refresh |<-- <-   1-8/8   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Volker Beck ohne sicheren Listenplatz für die Bundestagswahl
Chipanlagebauer Aixtron: Obama blockiert Übernahme durch chinesischen Investor
Österreich: Alter falsch angegeben - Flüchtlinge kassieren 150.000 Euro


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?