08.08.13 09:15 Uhr
 1.854
 

Neue EU-Pläne: Ist das Qualitätskennzeichen "Made in Germany" gefährdet?

Die Europäische Kommission plant eine Änderung der Kennzeichnungsregeln für Produkte. Zum Schutz des Verbrauchers soll auf allen Waren, außer Lebensmitteln, künftig das Herkunftsland stehen. Bislang war diese Information freiwillig. Die deutsche Wirtschaft ist skeptisch.

"Das Gütesiegel "Made in Germany" ist in ernsthafter Gefahr", glaubt Eric Schweitzer, Chef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Außenhandelsverbands-Präsident Anton Börner schließt sich der Meinung an. Auch er sieht das bewährte deutsche Qualitätskennzeichen gefährdet.

In einem konkreten Fall müsste eine Handtasche, deren Leder in Deutschland gegerbt und dessen Schnittmuster in Deutschland gefertigt wurden, aber in Tunesien geschneidert wurde, künftig mit "Made in Tunisia" beschriftet werden. Viele Produkte würden das Label "Made in Germany" verlieren.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Produkt, Siegel, Herkunft
Quelle: www.welt.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

USA: Sprecher des Weißen Hauses tritt zurück
Recep Tayyip Erdogan bezeichnet Verschärfung der Reisehinweise als "bösartig"
US-Präsident Donald Trump erwägt eine Selbstbegnadigung

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
08.08.2013 09:15 Uhr von no_trespassing
 
+34 | -0
 
ANZEIGEN
Also, ich bin zwar EU-Kritiker sondergleichen, aber hier kann ich keinen Nachteil erkennen. Die wirtschaftsnahe WELT bläst natürlich ins gleiche Horn wie die Lobbyisten der Wirtschaftsverbände.

Grundsätzlich ist es gut, wenn nur "Made in Germany" draufsteht, was auch hier gefertigt wurde.
Die Lobby hat nur Schiss, dass jetzt ein Porsche Cayenne aus Bratislava oder ein Playmobil-Set künftig das Siegel verlieren.
Die Wirtschaft lebt bislang gut von Made in China und dann wird umgelabelt.
Kommentar ansehen
08.08.2013 09:21 Uhr von rubberduck09
 
+37 | -0
 
ANZEIGEN
Wenn das Ding in Tunesien gefertigt wurde dann hat da auch nicht Made in Germany draufzustehen. Eine längst überfällige Forderung der EU. Nur weil _TEILE_ davon aus Deutschland kommen das Siegel draufbäbben ist Beschiss. Am Ende kommt nur ein Knopf aus Deutschland und die Schreiben nur deshalb Made in Germany drauf. So sehr ich die EU für so diverse Vorschriften hasse - manche Initiative ist sinnvoll.
Kommentar ansehen
08.08.2013 09:23 Uhr von spencinator78
 
+20 | -1
 
ANZEIGEN
Die Wirtschaft ist doch selbst Schuld. Weil sie den Hals nicht voll genug bekommen können wird billigst im Ausland produziert und dann verlogen "Made in Germany" drauf gepappt. Soll ruhig jeder sehen woher das Zeug wirklich kommt. Die deutschen Autobauer sind hier ein Paradebeispiel.
Kommentar ansehen
08.08.2013 09:36 Uhr von brycer
 
+9 | -0
 
ANZEIGEN
@rubberduck09:
Oder es kommt nur das Gütesiegel "Made in Germany" aus Deutschland. ;-p
Obwohl... da würde es ja dann auch stimmen, wenn eben das Siegel in Deutschland hergestellt wurde. Es steht ja nirgends dass sich das auf das ganze Produkt bezieht. ;-P

Wenn die aber so argumentieren dass gewisse ´Grundelemente´ des Endprodukts aus ´Germnay´ kommen und es nur woanders zusammengesetzt wurde, dann müsste man aber auch bei vielen anderen Produkten, die zwar in Deutschland montiert werden, aber deren meiste Grundelemente aus der ganzen Welt stammen, das Label ´Made in Germany´ entfernen. z.B. bei High-Tech-Produkten, die zwar bei uns Endmontiert werden (Drei Schrauben zum Verbinden und dann Gehäuse drauf ;-P), aber der größte Teil des Produktes ja ´Made in China´ oder ´Made in Taiwan´ ist.
Aber da wollen die Hersteller natürlich dass ´Made in Germany´ drauf stehen bleibt, obwohl das ja auch nicht stimmt.
Andererseits müsste ja jeder nur einigermaßen aufgeklärte Kunde wissen dass das mit dem ´Made in Germany´ längst nicht mehr so die Aussagekraft hat als vor 50 Jahren. ;-)
Kommentar ansehen
08.08.2013 09:45 Uhr von Klassenfeind
 
+8 | -2
 
ANZEIGEN
Gibt es denn überhaupt noch Produkte, welche nur in Deutschland gefertigt wurden ??

Wenn es diese noch gibt, haben sie dieses Label verdient, sonst wo Konzerne alle möglichen Teile im steuer-günstigen Ausland herstellen und bearbeiten lassen, wüste ich nicht,wieso das dann noch Made in Germany heißen sollte...

[ nachträglich editiert von Klassenfeind ]
Kommentar ansehen
08.08.2013 09:52 Uhr von aminosaeure
 
+11 | -0
 
ANZEIGEN
Made in Germany war eine Erfindung der Briten im 19. Jahrhundert um sich vor billigen Kopien aus Deutschland zu schützen.
Kommentar ansehen
08.08.2013 10:19 Uhr von DerMaus
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Wenn was nicht made in germany ist, dann soll das da verdammtnochmal auch nicht draufstehen.
Dreiste Penner von der Industrie!
Kommentar ansehen
08.08.2013 10:45 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -8
 
ANZEIGEN
Ich möchte den Ersten von euch sehen, der dann auch "deutsche" Produkte kauft.
Jemand der freiwillig 2500.- Euro für ein "echt deutsches" TV-Gerät zahlt, das man auch von Samsung für 700.- haben könnte.

Ach ja - die Firmen die richtig "Made in Germany" gebaut haben gingen ja alle pleite, weil die Leute lieber Taiwan-Produkte kaufen.
Also bitte nicht scheinheilig auf die Industrie schimpfen. ihr wollt alle gut bezahlt werden - aber die deutschen Produkte sind euch dann zu teuer.
Kommentar ansehen
08.08.2013 11:23 Uhr von Superplopp
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Gefährdet?
Made in Germany ist schon lange NICHTS mehr WERT.

Nur wenn Waren wirklich in Deutschland hergestellt und zusammengefügt werden könnte man von Made in Germany sprechen.

Aber wenn eine Jeans mehrfach die Erde umreist nur damit am Ende die Knöpfe in Deutschland montiert werden, dann ist die Jeans NICHT made in Germany.



[ nachträglich editiert von Superplopp ]
Kommentar ansehen
08.08.2013 11:52 Uhr von Slaydom
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Das wäre die erste gute Idee seitens der EU. Deutschland wäre wieder gezwungen hier zu produzieren, wenn sie das Label haben wollen.
Kommentar ansehen
08.08.2013 12:33 Uhr von opheltes
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Ich waere fuer:

made my no name
Kommentar ansehen
08.08.2013 13:05 Uhr von Elto
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Es wird von vorne bis hinten gemogelt.

Wenn ein Produkt aus dem Ausland angeliefert wird nur damit in Deutschland Warnhinweise und ein deutsches Handbuch hinzugefügt werden, ist das Produkt für mich nicht "Made in Germany".

Ich wäre dafür das die einzelnen Produktherstellungsmaßnahmen aufgelistet werden in welchem Land was gemacht wurde. Oder man fängt damit an: "Made in Germany zu 50%". Nur weil im Ausland produziert wird muss es nicht schlecht.
Kommentar ansehen
08.08.2013 13:06 Uhr von Elto
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Falls es jemanden interessiert kann er sich hier ein bisschen bilden ;)

http://www.ja-zu-deutschland.com/...


Hier ist unter anderem aufgelistet wer in Deutschland produziert.
Kommentar ansehen
08.08.2013 13:31 Uhr von brycer
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
@blaupunkt123:
Das Problem dabei ist doch, dass es immer noch billiger kommt das Zeug durch die halbe Welt zu schippern, woanders zusammen bauen zu lassen und wieder zurück zu transportieren, als es gleich vor Ort machen zu lassen.
Gutes Beispiel sind die Nordseekrabben. Die werden in der Nordsee gefangen - nach Tunesien oder so transportiert - dort gepult (schreibt man das so? ;-P) und dann kommen sie wieder zurück nach Hamburg und werden dort billiger verkauft als Krabben, die keine solche Reise hinter sich haben.
Kommentar ansehen
09.08.2013 03:48 Uhr von fraro
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Dann sieht es ja in Zukunft schlecht aus für z.B. Autos "Made in Germany". Da werden sich einige wundern, die sich bisher nur abfällig und voller Geringschätzung über "nichtdeutsche" Autos geäussert haben.
Das wird ein Spass und "innerer Vorbeimarsch".

Refresh |<-- <-   1-15/15   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Hagen: Wohnung wegen Kakerlakenbefall geräumt
Münchner Amoklauf: Am Jahrestag wird Opfern gedacht und Mahnmal übergeben
Chester Bennington: Neue Informationen über seinen Selbstmord


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?