07.08.13 17:32 Uhr
 1.107
 

Prism und NSA kosten US-Cloud-Industrie Milliarden US-Dollar an Umsätzen

Die in den USA ansässige "Information Technology and Innovation Foundation" (ITIF) fragte im Juni und Juli bei US-Unternehmen nach, die Cloud-Services anbieten. Ergebnis: Die Datenspionageskandale rund um NSA und Prism werden sich wohl negativ auf die Auslandsumsätze auswirken.

Konkret geht die ITIF in einer Studie davon aus, dass innerhalb der nächsten drei Jahre rund 22 bis 35 Milliarden US-Dollar an Erlösen wegfallen könnten.

Nutznießer sollen asiatische und europäische Cloud-Service-Anbieter sein. Diese verwiesen bislang schon auf den 2011 in Kraft getretenen "Patriot Act", wonach US-Behörden problemlos auf Daten von US-Clouds zugreifen könnten. Mit Prism erfahren sie nun richtig Rückenwind.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Justus5
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Milliarden, Industrie, NSA, US-Dollar, Cloud, Prism
Quelle: www.speicherguide.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Viagogo verkauft für erfundenen Carolin-Kebekus-Auftritt Tickets für 352 Euro
Berlin: Gespräche über Zukunft von Air Berlin haben begonnen
"Ich werde Schnitzelstar": Kinderbuch über Fleischproduktion verboten

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
07.08.2013 17:39 Uhr von Superplopp
 
+18 | -5
 
ANZEIGEN
Die Drecks-USA sollte untergehen.
Kommentar ansehen
07.08.2013 17:51 Uhr von tabletterl
 
+10 | -0
 
ANZEIGEN
22 bis 35 milliarden dürfte eher eine grobe schätzung sein, welche ganz locker nach oben gedreht werden könnte...
Kommentar ansehen
07.08.2013 19:07 Uhr von Samael70
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Wer Daten über die Transatlantikleitung verschiebt, hat schon verloren, denn die werden bereits alle von der NSA angezapft. Für die Cloud-Industrie, vor allem in den USA, Großbritannien und dank des BND auch in Deutschland, brechen schwere Zeiten an.
Kommentar ansehen
07.08.2013 19:14 Uhr von tabletterl
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@samael

die krux ist nur, das man (otto normalo) nicht immer weiß wo der jeweilige hoster liegt zu dem man gerade surft....
Kommentar ansehen
07.08.2013 19:37 Uhr von Samael70
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ tabletterl

Um das Vertauen zu den Kunden wieder aufzubauen, bleibt den Cloud-Anbietern nichts anderes übrig, die US-Regierung zu verklagen und den Schutz vor Datenklau zu garantieren. Wenn sie das nicht tun, wird die Cloud-Industrie ihre Kunden verlieren!
Kommentar ansehen
07.08.2013 19:47 Uhr von tabletterl
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@samael

der gewünschte effekt, also das einstellen des datenabgrifffs, ist wunschdenken.

von dem abgesehen werden ms und konsorten mit sicherheit keine klage gegen die us regierung in dem zusammenhang einreichen....
Kommentar ansehen
07.08.2013 20:03 Uhr von Perisecor
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Puh, na zum Glück gibt´s in "Europa und Asien" keine Nachrichtendienste.



Bei einem aktuellen (2013) weltweiten Umsatz von 90 Milliarden US$ ist natürlich fraglich, wie von 2014-2016 35 Milliarden US$ Gewinn wegfallen können.

Die Margen im Cloud-Bereich liegen ja auch nicht bei 99%. Aber das weiß diese, von Interessengruppen gesteuerte Studie mit ihren 4 Seiten, ja auch selbst.
Kommentar ansehen
07.08.2013 20:06 Uhr von Samael70
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ tabletterl

Da geb ich dir absolut Recht. Die US-Clouds haben keine Eier in der Hose, von daher bleiben nur noch asiatische und ein paar europäische Anbieter übrig.
Kommentar ansehen
07.08.2013 20:15 Uhr von tabletterl
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@samael

und denkst du nicht das die jeweiligen nicht amerikanischen nachrichtendienste mal nen blick riskieren.

von dem abgesehen ist im endeffekt egal bei wem du die cloud hast, wenn die nsa oder einer der großen nachrichtendienste nachschauen wollen, tun sie es.....
Kommentar ansehen
07.08.2013 20:48 Uhr von Samael70
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ tabletterl

Die NSA kann zur Zeit nur Daten von der amerikanischen Westküste und die Daten die von britischen und von deutschen Nachrichtendiensten weitergelietet werden abgreifen. Anderen Ländern fehlt es noch an den technischen Ressourcen, (Energie, Speicherkapazitäten, Leitungen usw.) oder am Know How, denn die größten Softwareentwickler haben ihren Standort in den USA und damit unter NSA-Kontrolle. Somit hat der asiatsche Markt durch den technischen und logistischen nachrichtendienstlichen Rückstand einen Markt- und Vertrauensvorteil.
Kommentar ansehen
07.08.2013 20:56 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ja, asiatische und europäische Anbieter sind nicht vom Patriot Act an sich betroffen. Ob sie aber garantieren können, dass die Daten nicht doch in irgendeiner Form - wenn nicht von den Servern direkt, dann bei bei der Übermittlung - abgegriffen werden können?
Und wie groß ist überhaupt das Vertrauen in asiatische Anbieter?
Wer wirklich sensible Daten auf der Cloud liegen hat, dem ist meines Erachtens nicht zu helfen.
Ansonsten würde ich es offen gesagt so halten wie in Edgar Wallace´s entwendetem Brief.

@ superplopp
"Die Drecks-USA sollte untergehen."
Zum einen werden sie nicht aleine untergehen. Zum anderen würde damit eine enorme Machtfülle frei, die andere Staaten unter sich aufteilen müssten. Dass das auf friedliche Art und Weise geschehen würde, wage ich zu bezweiflen.
Es würde also mit ziemlicher Sicherheit Krieg geben, wenn nicht mit dann eben ohne die USA. Bist du dir sicher, dass du das willst?

@ TimeyPizza
"US Firmen [...] in Deutschland oder (g)ar in der EU, mit happigen Zusatzsteuern, man könnte es Freiheitssteuer nennen, vesehen, damit die solange finanziell bluten bis die Firmen in den USA selber fordern, das(s) das aufhört."
Was zur Konsequenz hätte, dass die USA entsprechend mitziehen würden. Damit würde ein wichtiger Absatzmarkt für D bzw. die EU wegfallen.
Zudem stelle man sich nur mal vor, dass Microsoft nicht-amerikanischen Kunden keine Patches mehr für Windows, geschweige denn neuere Versionen zur Verfügung stellen würde.Klar, es gibt auch andere Betriebssysteme, nur würde eine Umstellung für Firmen enorme Kosten und logistischen Aufwand mit sich bringen.
Und Microsoft ist nicht die einzige amerikanische (Software-) Firma, die für das Funktionieren der deutschen Wirtschaft existenziell ist.

@ samael70
"Um das Vert(r)auen zu den Kunden wieder aufzubauen, bleibt den Cloud-Anbietern nichts anderes übrig, die US-Regierung zu verklagen und den Schutz vor Datenklau zu garantieren."
Wie soll eine solche Garantie denn realistisch sein? Für mich wäre eine solche ´Garantie´ absolut wertlos. Selbst wenn ich den Anbieter bei Verletzung auf Schadenersatz verklagen kann, werde ich dann wohl nicht der einzige sein. Konsequenz: der Anbieter wird Pleite gehen und die Betroffenen nur einen geringen Teil ihres Schadens ersetzt bekommen, wenn überhaupt.
Kommentar ansehen
07.08.2013 21:24 Uhr von Perisecor
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ Samael70

Unsinn. China´s MSS und Russlands FSO/FSB/GRU machen fehlende technische Möglichkeiten durch den Einsatz von Manpower wett bzw. reduzieren den Unterschied.

Man muss schon extrem naiv sein um zu denken, dass es irgendein Land gibt, in welchem lokale, regionale und internationale Dienste nicht mithören/mitlesen.
Kommentar ansehen
07.08.2013 21:59 Uhr von Samael70
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ Perisecor

China oder Russland sind bei mir ganz unten in meiner Rangliste. Mir schweben eher Länder wie Lettland, Thailand oder Südkorea vor. Die Datensammelwut hält sich bei den Nachrichtendiensten eher in Grenzen und haben trotzdem eine gute Internetanbindung und Serverkapazitäten. Diese Länder wären auch nicht so blöd und würden ihre eigene Cloudindustrie sabotieren, wie die USA mit ihrem Patriot Act.

[ nachträglich editiert von Samael70 ]
Kommentar ansehen
07.08.2013 22:01 Uhr von ms1889
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
richtig so, denn cloud ist IMMER als unsicher anzusehen.

besser ist es sich einen kleinen server (meist festplatten mit netzwerkanschluß oder nas). oder ebend usb festplatten am router. sowas ist die beste "cloud". da via vpn sogar im netz fast unsichtbar.

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
Kommentar ansehen
07.08.2013 22:15 Uhr von Perisecor
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ Samael70

Lettische und südkoreanische Nachrichtendienste sind Premiumpartner (wie der BND) der US-Dienste. Zuverlässige Cloud-Anbieter aus Thailand sind mir nicht bekannt, das Land bietet sich auf Grund seines Klimas aber auch nicht für Serverfarmen an.
Kommentar ansehen
07.08.2013 23:24 Uhr von Samael70
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ Perisecor
Serverfarmen in Thailand sind klimatechnisch überhaupt kein Problem.

http://www.cloudserversthailand.com/...

Südkoreanischer und Lettischer Nachrichtendienst sind auf keinen Fall so abhängig von NSA-Informationen, wie der BND und daher nicht so leicht erpressbar, denn die Terrorgefahr in diesen Ländern ist gleich Null.
Kommentar ansehen
07.08.2013 23:29 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ timeyPizza
"Aber der Punkt ist doch, das es eben alternativen gibt!"
Bei Windows ja. Bei anderen, spezialisierten Produkten ist das teilweise nochmal ne Ecke schwieriger.

"Und wenns teuer ist, muss halt mal ein Jahr der Managerbonus wegfallen und schon ist genug Geld in den Kassen um alle Mitarbeiter auf Linux umzuschulen."
... und überhaupt erstmal die Umstellung zu machen... und um die Opportunitätsverluste aufzufangen etc.? Das sollte man mal nicht unterschätzen.

"Das darf dann von mir aus jeder der will abfangen, denn aktuelle AES Verschlüsselungen sollten nicht so leicht knackbar sein."
´nicht so leicht´ heißt nicht ´nicht´ ;)
Kommentar ansehen
07.08.2013 23:42 Uhr von Perisecor
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ Samael70

Terrorbekämpfung ist nur ein kleiner Teil der NSA.

Die gesamte südkoreanische Spionageabwehr ist eng mit den USA verknüpft, genauso, wie es die südkoreanischen Streitkräfte sind.

Was das für die NSA als SIGINT-Militärnachrichtendienst bedeutet ist klar - volle und absolute Kooperation.


Lettland ist Teil der NATO und damit ebenfalls in die NATO-Militärnachrichtendienst-Strukturen eingebunden. Und dort finden wir, große Überraschung, die NSA.



"Serverfarmen in Thailand sind klimatechnisch überhaupt kein Problem."

Ich bezog mich da eher auf größere Angebote á la Dropbox oder andere S3 Services.
Kommentar ansehen
13.08.2013 11:29 Uhr von RonanDex2
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
"...Nutznießer sollen asiatische und europäische Cloud-Service-Anbieter sein..."

Wobei asiatische Anbieter (China) bestimmt auch zu den ganz Vertrauenswürdigen gehören...

Refresh |<-- <-   1-19/19   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

England: Feuerwehrleute retten bei Brand Ferkel und landen dann auf ihrem Grill
Australien: Wegen Inzest darf Straße nicht wie "Game of Thrones"-Figuren heißen
Fußball: Bayern-Präsident Uli Hoeneß über Douglas Costa - "Ziemlicher Söldner"


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?