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Interview: Obdachloser Max Bryan im Wallraff-Vergleich

Er hat keine Wohnung, trägt einen langen Bart und bloggt sein Leben auf Facebook. Der Obdachlose Max Bryan lebte zwei Jahre in Hamburg auf der Straße und suchte einen Weg zurück in sein altes Leben. Den hat er inzwischen gefunden, inklusive Buchvertrag (Shortnews berichtete).

Das junge Online-Magazin "Zeitjung" lud den Jung-Autor nun zum Interview und stellte gleich zu Beginn die Frage, ob er ein jungerer Wallraff sei. Bryan verneinte und verwies auf die Tatsache, dass er - anders als Wallraff - keine andere Wahl hatte und er seine Kumpels auf "Augenhöhe" interviewte.

Max Bryan filmte Obdachlose noch während er selbst obdachlos war und stellte die Videos online. "Ich will dass den Leuten geholfen wird", sagt Bryan, der mit seiner Arbeit helfen will, die Vorurteile gegenüber Langzeit-Obdachlosen abzubauen. Mangelndes Vertrauen sei ein großes Hindernis, so Bryan.


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WebReporter: fernsehkritik
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Interview, Vergleich, Obdachloser, Max Bryan
Quelle: www.zeitjung.de
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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.08.2013 14:28 Uhr von fernsehkritik
 
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War ja klar, dass die den Wallraff wieder bemühen. Von wegen ein Obdachloser mit Kamera, Facebook und Internet sei ja grundlegend schon mal "suspekt", wie es immer so schön heißt. Dass Bryan diese Dinge aber schon vor dem Verlust seiner Wohnung hatte, wird all zu gerne unterschlagen. Er ist nun mal ein "Schreiberling" und ein "passionierter Tagebuchfilmer", wie er selbst sagt. Dass er sich 15 Jahre lang mit Metaphysik beschäftigte, zeugt von seinem Talent die Dinge zu verquicken und es gibt meines Erachtens auch nicht viele Filme dieser Art und Qualität. Hier mal reinschauen: http://www.youtube.de/...

Meckern könnt Ihr dann ja immer noch ...

Grüße fernsehkritik


[ nachträglich editiert von fernsehkritik ]
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02.08.2013 15:11 Uhr von Kanga
 
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obdachlose in DE???
die machen das freiwillig..

hier in Deutschland bekommt jeder der will eine wohnung..und geld....
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02.08.2013 16:19 Uhr von fernsehkritik
 
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Ja ja, die alte Leier ... alle selbst dran Schuld und alle freiwillig draußen ... @Kanga: Du bist ja so was von oberflächlich!!!

Lies das und halt die Klappe ...

https://www.taz.de/...!121055/

Subject [RaS-Vernetzung] Zahl der Obdachlosen steigt - Miete frisst Einkommen
From verstaerker
Date Fri,2 Aug 2013 05:51:47

Zahl der Obdachlosen steigt
Miete frisst Einkommen

Viele Menschen können sich keine Wohnung mehr leisten. Schuld daran sind
sozialpolitische Fehlentscheidungen. Doch die Bundespolitik schweigt.

FRANKFURT/MAIN taz | Die Zahl der Menschen ohne eigene Wohnung ist in
Deutschland weiter angestiegen. In einer am Donnerstag präsentierten
Schätzung geht die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW)
von 284.000 Menschen aus, die im vergangenen Jahr über keinen
mietvertraglich abgesicherten Wohnraum verfügten.

Dazu zählen Menschen, die in Notunterkünften, Heimen oder Frauenhäusern
leben ebenso wie solche, die kurzfristig bei Freunden unterkommen oder
von den Behörden ohne Mietvertrag in Wohnräume eingewiesen werden. Zu
den Wohnungslosen gehören außerdem die klassisch Obdachlosen, also
Menschen, die ohne jegliche Unterkunft auf der Straße leben. Ihre Zahl
stieg seit dem Jahr 2010 von 22.000 auf inzwischen 24.000 an.

Da es eine von Sozialverbänden seit Langem geforderte offizielle
bundesweite Statistik nicht gibt, muss die BAGW die Zahlen schätzen.
Demnach waren es 2010 noch 248.000 Wohnungslose – dies bedeutet einen
Anstieg um rund 15 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Während die Zahlen
seit Mitte der 90er rückläufig waren, steigen sie seit 2008 wieder an.

Als einen der Hauptgründe für diesen „drastischen Anstieg der
Wohnungslosigkeit“ sieht Thomas Specht, Geschäftsführer der BAGW, vor
allem die steigenden Mietpreise bei gleichzeitig schrumpfendem Bestand
an Sozialwohnungen. Außerdem sei eine „Zunahme der Verarmung der unteren
Einkommensgruppen“ zu verzeichnen, so Specht. „Die Schere zwischen
verfügbarem Einkommen und dem Angebot an erschwinglichen Wohnungen geht
immer weiter auseinander. Viele Menschen mit geringen Einkommen können
sich keine Wohnung mehr leisten.“
Erst das Essen, dann die Miete

Tatsächlich steigt der Anteil der Mietkosten am Einkommen, besonders für
arme Menschen: In 60 der 100 größten deutschen Städte haben
einkommensschwache Familien nach Abzug der Mieten durchschnittlich
weniger als den Hartz-IV-Regelsatz zur Verfügung, so eine aktuelle
Studie der Bertelsmann-Stiftung.

„Bevor die Menschen hungern oder frieren, zahlen sie ihre Mieten nicht
regelmäßig“, erklärt Specht die häufig auftretende Situation, die zum
Verlust der Wohnung führen kann. Dafür macht Specht auch „schwerwiegende
sozialpolitische Fehlentscheidungen“ verantwortlich, vor allem die zu
niedrige Mietobergrenze in der Grundsicherung sowie Sanktionierungen bei
den Kosten der Unterkunft. Rund 25.000 der Wohnungsverluste im Jahre
2012 waren laut BAGW Zwangsräumungen.

Specht plädiert vehement für die Einführung einer Mietpreisbremse, die
den Anstieg von Neu- und Wiedervermietungsmieten bei 10 Prozent über der
ortsüblichen Vergleichsmiete deckelt. Insgesamt sei „eine feste
Verankerung der Wohnungspolitik auf der Ebene des Bundes sowie eine
aktive soziale Wohnungsbaupolitik der Länder und Kommunen“ nötig.

Der Bund will aber mit dieser Problematik scheinbar nichts zu tun haben:
Ein Sprecher des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung verweist auf die Zuständigkeit der Länder. Ebenso ein
Sprecher des Sozialministeriums: „Für die Vermeidung und Bekämpfung von
Wohnungslosigkeit sind in erster Linie die Kommunen als Träger der
Sozialhilfe zuständig.“ Eine amtliche Statistik lehnt das Ministerium ab.

Zwar findet Thomas Specht durchaus Lob für viele Kommunen, die
„sensibler“ für die Problematik der Wohnungslosigkeit geworden seien –
„besonders in der Nothilfe hat sich einiges verbessert“. Dennoch fordert
Specht den Ausbau von Fachstellen in den Kommunen: „In vielen Fällen
könnte bei Meldung des drohenden Wohnungsverlusts an eine entsprechende
Fachstelle Wohnungslosigkeit vermieden werden.“ Doch zu wenige Kommunen
machten von gesetzlichen Möglichkeiten wie der Übernahme der
Mietschulden Gebrauch – „obwohl das für die Betroffenen besser und für
die Kommunen im Endeffekt auch billiger ist“.

Die BAGW geht davon aus, dass die Zahl der Wohnungslosen bis zum Jahre
2016 auf rund 380.000 steigen wird – „wenn sich nicht dringend etwas
ändert“.

[ nachträglich editiert von fernsehkritik ]
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02.08.2013 16:42 Uhr von fernsehkritik
 
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@BastB: Deine unqualifizierte Bemerkung zeigt, dass Du keine Ahnung hast!

Schau Dir die Videos an, dann siehst Du, warum die Leute auf der Straße leben ...

[ nachträglich editiert von fernsehkritik ]
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02.08.2013 17:30 Uhr von fernsehkritik
 
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@BastB: Die Leute sind da, wo sie als Obdachlose Unterstützung finden. Nicht jede Stadt in Deutschland hat die Möglichkeit für Obdachlose zu sorgen (fehlende Einrichtungen), also gehen sie dort hin, wo ihnen mit Essen und Notunterkunft geholfen wird. Deshalb sind Großstädte wie Hamburg und Berlin voll mit Obdachlosen.

[ nachträglich editiert von fernsehkritik ]
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02.08.2013 18:18 Uhr von fernsehkritik
 
+1 | -1
 
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Du meine Güte, nicht jeder ist so unfehlbar wie "BastB" und soll man die Leute deswegen jetzt hängen lassen?

Die Leute kriegen keinen Job und keine Wohnung, weil sie sind wie sie sind und es irgendwann trotz größter Anstrengung da alleine auch nicht mehr rausschaffen.

Deshalb gibt es ja auch Sozialstationen, die versuchen den Leuten zu helfen und Gott sei Dank hast Du selbst (offenbar) keine Probleme und musstest solche Angebote noch nicht wahrnehmen.

:kopfschüttel:

[ nachträglich editiert von fernsehkritik ]
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02.08.2013 20:39 Uhr von Samsara
 
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@fernsehkritik
Ach komm. Entweder "fakte" der Typ seine Obdachlosigkeit oder ihm wurde ständig geholfen. Warum läuft z. B. ein Obdachloser mit einer Kamera rum, obwohl er diese verkaufen könnte, um vom Erlös Lebensmittel kaufen zu können? Gleiches gilt auch für das Hochladen seiner VIdeos bzw. Berichte. Woher hatte er den Internetanschluss? Ein Internetcafe kostet Geld. Willst du wirklich behaupten, dass er sein (wahrscheinlich) weniges Geld, das er zu Verfügung (durch Spenden?) hatte für ein Internetcafe ausgeben hat statt Lebensmittel? Es wirkt so, als ob es ihm weit besser ging als den "Standard-Obdachlosen". Sorry, aber für mich hört sich seine ganze Story schlicht und einfach gefaked an...
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02.08.2013 21:01 Uhr von fernsehkritik
 
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@Samsara: Lies das Interview, dann bist Du schlauer (einfach mal die Quelle besuchen ;) und wie er auch an anderer Stelle schon x-mal erklärt hat, benutzt er einen Webstick für 15.- Euro Flatrate im Monat (so was gibts beim Aldi) und von seinem Hartz IV (das er damals noch bekam) hatte er sich das gerade noch so leisten können, wie wohl jeder andere Hartz IV Empfänger auch und bevor Du jetzt gleich auf die Barrikaden gehst, weil Hartz IV Empfänger ja am besten blöd, dumm und arm bleiben sollen und deshalb auch kein Internet haben dürfen, sei Dir gesagt, die Welt hat sich inzwischen weiter gedreht (seit den 90ern), wo das Internet noch Fremdsprache und ein mobiler Internet-Zugang noch Luxus waren.

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02.08.2013 21:30 Uhr von Samsara
 
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@fernsehkritik
Ohne Laptop bringt ein Surfstick nichts. Und ein Laptop ohne Strom auch nicht. Ich denke, du weißt, wie schnell so ein Laptop-Akku leer ist. Das bekommt man während eines kurzen McDonalds-Besuch auch nciht aufgeladen und die Angestellten sehen es bestimmt auch nicht gern, wenn man da täglich vorbeikommt, nur um sein Laptop aufzuladen (gleiches gilt für die Kamera). Des Weiteren steht einem Obdachlosen kein Hartz IV zu, da man keine Meldeadresse hat, also konnte er sich ab diesen Zeitpunkt die Flatrate auch nicht mehr leisten. Ich sag doch, einfach nur unglaubwürdig die Geschichte und ich bleib dabei: Ihm wurde geholfen oder er ist einfach nur ein Fake, um sein Buch glaubwürdig vermarkten zu können. Aber solange du ihm seine Geschichte abkaufst ist ja alles toll -_-
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03.08.2013 03:30 Uhr von fernsehkritik
 
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Boah, "Samsara" lies doch erstmal seine Geschichte, bevor Du hier dumm rumlaberst ... Du hast echt keinen Schimmer aber unterstellst dem Mann hier nur üble Sachen...

Also erst mal lesen:
https://www.facebook.com/...

Und zwar der Reihe nach...

Insbesondere empfehle ich das hier:
https://www.facebook.com/...

Und das hier:
https://www.facebook.com/...

Und dann am besten die Klappe halten, weil 600 Leute seine Geschichte seit Jahren kennen und mit verfolgen und nicht einer von denen redet von Fake...

Also forget it ...

Hättest Du seine Geschichte gelesen, wüßtest Du, dass er jeden Tag zur Uni ging und nur nachts draußen war, weil er keine Wohnung hatte. Darüber hinaus gibt es jede Menge Tagesaufenthalte, wo Obdachlose sich tagsüber aufhalten und oh Wunder, auch Akkus laden können.

Und was die Meldeadresse betrifft: Hamburg hat ein Arbeitsamt nur für Obdachlose, die alle keine Meldeadresse haben und die bekommen ihre Post an die Sozialstationen geschickt. Villeicht solltest Du erstmal seine Berichte lesen und daraus lernen, bevor DU hier andere Leute schlecht redest und Dich hier obendrein noch der üblen Nachrede betätigst...

Du bist ein gutes Beispiel für Leute, die jemanden schlecht reden, ohne alle Fakten zu kennen.

Ziemlich armselig, findest Du nicht?



[ nachträglich editiert von fernsehkritik ]

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