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Burger King: Kampf gegen Betriebsräte?

Burger King hat in Deutschland etliche Filialen. Sie alle laufen als Franchise-Betriebe. 91 davon gehören seit kurzem der Yi-Ko-Holding. Wie nun bekannt wurde, scheint man hier stark daran interessiert zu sein, die Betriebsräte loszuwerden.

So fordert der beauftragte Anwalt Helmut Naujoks, ein Arbeitsrechtler, von einem Betriebsrat 48.000 Euro zurück, weil dieser angeblich zwei Jahre keine Leistung erbracht haben soll. Aber auch die Mitarbeiter geraten ins Visier.

So wirft er einem Mitarbeiter vor, sieben Tüten Ketchup gestohlen zu haben. Ein Anderer hätte 2.000 Euro aus dem Tresor geklaut. Die Burger King Worldwide-Zentrale in München lies dazu verlautbaren, dass man eine schnellstmögliche Klärung mit Yi-Ko herbeiführen wolle.


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WebReporter: Schmollschwund
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Kampf, Betriebsrat, Burger King
Quelle: www.sueddeutsche.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.08.2013 07:20 Uhr von montolui
 
+2 | -6
 
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...lasst sie alle unbehelligt, ich will nicht, dass mein Lieblingsburger teurer wird....
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01.08.2013 07:23 Uhr von UICC
 
+0 | -3
 
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Ja was nun. Burger King oder Yi-Ko
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01.08.2013 08:20 Uhr von Blitzi1983
 
+6 | -2
 
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Sollten sie mal alle Fertigfraß Buden alle Schließen und Ruhe ist
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01.08.2013 08:21 Uhr von STN
 
+8 | -1
 
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Was erzählst du da?
Der Sohn einen Kumpels hat bei einen Besuch bei Burger King, seine Bewerbung als Azubi abgegeben.... 5 Minuten nachdem er da sein Menü aufgegessen hatte, hatte er die Stelle. (Die Filiale hat jedoch nichts mit Yi-Ko-Holding zu tun)


Yi-Ko- Holding ist ein Unternehmen, das von dem türkischstämmigen Ergün Yildiz und dem Russen Alexander Kolobov.betrieben wird. In Russland haben die knapp 100 Fastfood Restaurants.

Burger King sollte sich die Herrn mal genauer ansehen... Die Schaden nicht nur den Mitarbeitern, sondern auch Burger King.
http://arbeitsunrecht.de/...
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01.08.2013 11:17 Uhr von Perisecor
 
+2 | -3
 
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@ missXenia

Du findest Diebstahl also ok?

Wo wohnst du denn? Sicher hast du in deiner Wohnung ein paar Sachen, die irgendjemand hier bei SN gebrauchen kann.
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01.08.2013 11:20 Uhr von heinzinger
 
+2 | -0
 
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Darüber kam gestern Abend auf ZDF eine Reportage.
Diese 91 Burger-King Filialen waren ursprünglich noch in Besitz von Burger-King selbst und wurden nun an diese Holding verkauft.

Burger King macht es sich bei seinen Franchisepartnern sehr einfach, dieser und sein Investor tragen 100% des Risikos, Burger King selbst vergibt nur die Rechte und kassiert Verkaufsprovision. Aber sie machen kein Minus, wenn der Laden schlecht läuft.

Die Burger King Worldwide-Zentrale ist übrigens in Miami, in München ist die Deutschland-Zentrale.
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01.08.2013 15:01 Uhr von Hugh
 
+4 | -1
 
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Bei Burger King hängt sehr vieles vom Franchisenehmer ab. Nur: Man bekommt, wenn man dort mal gearbeitet hat, sehr schnell den Eindruck, dass der Mutterkonzern kein großes Interesse daran hat, den Umgang der Franchisenehmer mit ihren Mitarbeitern zu kontrollieren. Es gibt zwar unangekündigte, sehr, sehr harte Kontrollen, aber da interessiert der Kontrolleur sich für alles andere - nur nicht für das Wohlergehen der Mitarbeiter.

Bei dem Franchisenehmer, bei dem ich rund 1 1/2 Jahre war, bin ich fast durch die Hölle gegangen. Es war der mit großem Abstand schlechteste, härteste und mies bezahlteste Job, den ich je gemacht habe, und ich bin einiges gewöhnt. Aber dass man durch jede Ritze die blanke Menschenverachtung riecht, dass hatte ich nur in dem Laden dieses Franchisenehmers. Leider scheint das nicht gerade selten zu sein. Wenn man sich mit Mitarbeitern unterhalten hat, die von anderen Franchisenehmern gewechselt waren, hat man teilweise noch schlimmere Stories gehört. Persönlich habe ich aber auch die ganze Bandbreite bereits bei "meinem" Franchisenehmer gesehen: Man ist in Arbeit förmlich ertrunken (hier wird der Begriff "Arbeit" ganz neu definiert), war nur ein Spielball des Inhabers und wurde nahezu lückenlos per Video überwacht (einschließlich Pausenraum). Man musste sich schon mal aufs aller übelste persönlich beleidigen lassen und selbst, wenn man vor Arbeit bereits aus allen Poren geschwitzt hat, wurde einem noch mit Abmahnung und fristloser Kündigung gedroht, wenn man nicht noch schneller werde. Ich habe da schließlich Depressions-ähnliche Symptome entwickelt und habe zum Glück noch rechtzeitig den Absprung geschafft. Ich würde sagen, dass das in der Tat ein Trauma für mich war. Ich werfe Burger King als Konzern nicht vor, solche Zustände wissentlich zu dulden oder aktiv zu fördern. Aber ich werfe ihnen umfangreiches Desinteresse vor und unterstelle, dass sie insgesamt ein System geschaffen haben, das es den Franchisenehmern sehr leicht macht, alle Register zu ziehen. Dazu gehört beispielsweise eine Software, die in Echtzeit das prozentuelle Verhältnis von Umsatz zu Personalkosten ausrechnet. Der Inhaber einer Filiale kann daher seinem Restaurantleiter Höchst-Prozentwerte vorschreiben, die es einzuhalten gilt. Wenn diese nicht stimmen, z.B., weil morgens nichts los war (aber ja dennoch jemand da sein muss), dann werden gnadenlos zu Stoßzeiten Leute nach hause geschickt. Selbst, wenn in der Küche schon geschrien, geheult und gebrüllt wird. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass das einen Inhaber nicht davon abhalten muss, am Folgetag Abmahnungen zu verteilen, wenn es am Vorabend Kundenbeschwerden über zu lange Wartezeiten gegeben hat. Also, wenn Ihr beim nächsten Burger-holen darüber spekuliert, was für "lahmarschige Affen" da stehen, dann solltet Ihr mal darüber nachdenken. Und insbesondere auch darüber, dass man sich von seinem 15-Minuten-Besuch her kein Bild darüber machen kann, was es bedeutet, hier zu arbeiten. Ihr erahnt nicht im Traum, was die Mitarbeiter alles hinter den Kulissen stemmen müssen. Die schmeißen praktisch den kompletten Laden fast allein. Das reicht von Reparaturen auf dem Dach über Müll einsammeln und Unkraut jäten bis zum Säubern des Parkplatzes mit dem Hochdruckreiniger, Annehmen und Sortieren der Lieferungen, Vorbereiten der Lebensmittel und vielen, vielen, vielen vielen anderen Tätigkeiten.

[ nachträglich editiert von Hugh ]
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17.08.2013 12:54 Uhr von grandmasterchef
 
+1 | -0
 
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Das ist doch bewusst so, um nachher zu sagen: wir waren das nicht, sondern der Franchise-Type. Bei Großunternehmen sind es natürlich die Subunternehmer. Ist ja nicht so das Nestle das Grundwasser von den Einheimischen klaut.. oder die irgendwelche Vorgaben geben und ihren Gewinn zu maximieren. Neeeiiiiiiin natürlich nicht.

Wenn dann ist ja immer der Konsument dran schuld, weil er Sparen will ;) Obwohl die Burger, Smartphones an sich recht teuer sind, dafür das Niedriglöhner die herstellen.

Aber da kommt wieder jmd mit "Geiz ist Geil" um die Ecke. Die Verbraucher seien Schuld. Ich behaupte einfach, die Unternehmen wollen bloß ne grössere Gewinncharge. Ein Fluch des Kapitalismus, es muss jedes Jahr Wachstum geben. Versuch das mal bei deinem Lohn...

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