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Hartz IV: Jobcenter nehmen keine Rücksicht auf Behinderte

Heidi Steffen hat eine hörgeschädigte Tochter. Sie engagiert sich auch als Oraldolmetscherin für Hörgeschädigte und begleitet diese zum Jobcenter, um dort als ihre Interessenvertretung zu fungieren. In einem Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen mit dem Jobcenter.

Sie bemängelt, dass Jobcenter keinen Unterschied zwischen gesunden und Hörgeschädigten machen würden. Viele tragen Hörgeräte, das Gesprochene käme aber in einigen Fällen nicht richtig an. Die Fallmanager könnten sich nicht in die Lage der Hörgeschädigten versetzen, Sanktionen wären die Folge.

Sie berichtete von einer Frau, die wegen Krankheit und einer anstehenden OP einen Termin nicht wahrnehmen konnte. Sie hatte zwar ein Attest, aber das Jobcenter wollte zusätzlich eine "Wegeunfähigkeitsbescheinigung". Diese konnte sie nicht vorlegen. Unter Anderem auch, weil selbst der Arzt noch nie was davon gehört hatte.


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WebReporter: Schmollschwund
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Hartz IV, Jobcenter, Behinderte, Rücksicht
Quelle: www.gegen-hartz.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.08.2013 08:01 Uhr von PeterLustig2009
 
+13 | -21
 
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Eine Blogseite gegen Hartz4 bringt seriöse Hartz4-News raus.

Wer bitte soll das glauben?

Und weil das einmal so passiert ist und eine "Betreuerin" sich das denkt ist es fakt oder wie?


[...]Die Hörgeschädigten bekommen Angebote für Stellen, [...] die schon längst besetzt sind.
Das passiert nicht nur Hörgeschädigten und da kann das Amt gar nichts für. Die vermitteln natürlich alle Stellen die ihnen gemeldet werden. Wenn die FIrma nicht Bescheid gibt dass die Stelle besetzt ist, ist halt essig

[...]Doch die meisten Ämter verzichteten darauf, einen Dolmetscher zu stellen oder die Betroffenen zu fragen, ob sie einen mitbringen könnten[...]
Hab ich mcih vielleicht selbst um nen Dolmetscher zu kümmern?
oder sollen demnächst noch Dolmetscher für 36 Sprachen, Gebärdensprache und für Hörgeschädigte angestellt werden?

[...]Die meisten Hörgeschädigten wissen beim Verlassen des Büros somit nicht, ob sie das, was sie verstanden zu haben meinen, vom Jobcentermitarbeiter überhaupt so gemeint wurde, denn Hörgeräte übertragen das nun mal nicht“, erklärte Steffen.[...]
Wie wäre es mit Nachfragen? oder ist das zuviel verlangt?
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01.08.2013 08:36 Uhr von Steel_Lynx
 
+3 | -12
 
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@ZRRK
Stimme ich dir voll zu.
Wollte exakt das selbe schreiben.

Bei dem expliziete Fall: "...einer Frau, die wegen einer OP einen Termin nicht wahrnehmen konnte..", ist mit Sicherheit falsch gehandelt worden und man hätte dies anders lösen können. Jedoch gibt es solche oder ähnliche Missverständnisse auch bei nicht behinderten Empfängern.

@PeterLustig2009
Moin Peter!
Das mit den Dollmetschern finde ich generell ein "NO-GO" jeder hat das Recht auf Sicherung-des-Lebensunterhalt, aber wer was will, sollte auch was Leisten.
Und sei es nur, zumindest rudimentär, Deutsch zu lernen.
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01.08.2013 08:49 Uhr von rubberduck09
 
+11 | -1
 
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@ Steel_Lynx
Das hilft aber bei einer Hörschädigung nicht viel. Was bringt es mir wenn ich Deutsch kann aber es nicht höre?
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01.08.2013 08:56 Uhr von blade31
 
+1 | -1
 
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Na ja aber alle Rechte und Pflichten und was ich als Arbeitsloser zu tun habe, werden ja auch noch schriftlich festgehalten...
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01.08.2013 09:05 Uhr von Steel_Lynx
 
+4 | -13
 
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@rubberduck09
Hab ich wieder nicht genug Erbsen gezählt???

Dabei ging es um die Dolmetscher und nicht um die Höhrgeschädigten.

Wenn ein Höhrgeschädigter GARNICHTS hört, sollte er (da ja immer alle Gleichberechtigt weden wollen) dafür Sorge tragen, dass er:
a. Ein Höhrgerät hat welches ausreichend Funktioniert
b. Lippenlesen kann
c. Einen Betreuer oder Helfer mitbringt
d. Einen Bekannten, Verwandten o.ä. Vertrauensperson mitbringt.

Wer sagt: "Ich kann nicht weil ich behindert bin" soll nicht meckern wenn er auch so behandelt wird.
Wer sagt: "Ich will Gleichberechtigung" soll nicht meckern wenn er auch so behandelt wird.
Entweder das Eine oder das Andere. Beides geht nicht!

Wenn ich Gleichberechtigung will, kann ich mich nicht darauf verlassen, das die Geselschaft dafür sorgt, das ich zurecht komme. Da muss ich mich dann schon selber drum kümmern!
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01.08.2013 09:10 Uhr von PeterLustig2009
 
+2 | -13
 
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01.08.2013 09:51 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -4
 
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Wenn man sich dann die Fälle genau ansieht, kommt dann immer wieder die Wahrheit raus. Atteste werden nicht schriftlich vorgelegt, Operationen im Vorfeld nicht bekannt gegeben. Atteste werden dann nach 4 Wochen - also nach der Sanktion - nachgereicht.

Meine Freundin macht gerade einen EDV-Kurs auf Kosten der ARGE. Von 15 Mitgliedern schwänzen bereits 8 ohne ärztliches Attest den Unterricht. Die Lehrerin hat klipp und klar im Vorfeld gesagt, dass dies eine Sperre auslöst und die betroffenen den Kurs zahlen müssen.
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01.08.2013 09:54 Uhr von DonCalabrese
 
+3 | -5
 
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drecks amt lauter verbrecher sitzen vor ihren pcs und drucken zahlreiche papiere am tag und quatschen dich zu tode selbst nichts auf die reihe bekommen und dann sagen wo es lang geht so ist der staat hier leider gottes.lol
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01.08.2013 10:15 Uhr von turmfalke
 
+4 | -3
 
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Es ist wirklich so wie es hier geschrieben ist und ich dachte das gibt es nur in unserem AA. Die nehmen keine Rücksicht und hören auch nicht zu.Krankheiten gibt es bei denen nicht,ausser du säufst dir vor einen Termin so richtig einen an dann lassen sie dich in Ruhe. Es ist traurig aber ich habe das selbst gesehen. Ich brauche diesen Drecksverein nicht mehr denn die können nur Druck ausüben aber zum Job besorgen sind die zu dämlich. Der grösste Teil von denen gehören bei der Kommission für Menschenrechte angezeigt. Es gibt auch Mitarbeiter die vernünftig sind,wie die Frau aus Berlin die,die von der Leyen anzeigen will ,wahrscheinlich zu schlau!
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01.08.2013 12:09 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -4
 
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@turmfalke
Woher weißt du dass es sich genauso abgespielt hat?
Kennst du die Person persönlich, warst dabei? Nein also weißt du es nicht

[...] Ich brauche diesen Drecksverein nicht mehr denn die können nur Druck ausüben aber zum Job besorgen sind die zu dämlich[...]
Dir ist schon bekannt dass das gar nciht die Aufgabe des AA ist dir nen Job zu besorgen? Aber genau das ist das Problem. Viele denken, ich geh alle 2 Wochen da hin reich meine Unterlagen ein, wenn das Geld am 30. noch nciht drauf ist beschwer ich mich und das Amt besorgt mir nen Job. Das einzige was das Amt machen soll ist dir helfen und dir Jobangebote schicken.
Was du erzählst klingt nach frustriertem Arbeitslosen der die "Schuld" für seine Situation bei anderen sucht
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01.08.2013 12:56 Uhr von Paul511
 
+0 | -0
 
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Ich kann das nur Beständigen das Behinderte, insbesondere in Sachsen bei dem Jobcenter oder wie sie morgen heißen mögen, stark benachteiligt werden.
Jegliche Hilfen die in Unserer Verfassung vorgesehen sind um einen Behinderten Schadensausgleich und somit eine Gleichstellung zum Nichtbehinderten zu schaffen, werden missachtet. Als Behinderter ist man rechtlich mit Nichtbehinderten gleich gestellt.
Was sich in den Möglichkeiten in eine Arbeit zu kommen negativ widerspiegelt.
Tagtäglich und Vorsätzlich verstoßen die Jobcenter gegen,
GG Art 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist
Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

GG Art 3 Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(3) Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Man hat kein Anrecht auf Rehabilitierung, Beruflicher Art. Ganz schlimm ist es bei Rentenanrechnungen. Da geht der Grundsatz den

Kapitel 1 Fördern und Fordern
SGB 2 § 1 Aufgabe und Ziel der Grundsicherung für Arbeitsuchende
1. durch eine Erwerbstätigkeit Hilfebedürftigkeit vermieden oder beseitigt,
die Dauer der Hilfebedürftigkeit verkürzt oder der Umfang der
Hilfebedürftigkeit verringert wird,
2. die Erwerbsfähigkeit des Hilfebedürftigen erhalten, verbessert oder wieder
hergestellt wird,
5. behindertenspezifische Nachteile überwunden werden.
(2) Die Grundsicherung für Arbeitsuchende umfasst Leistungen
1. zur Beendigung oder Verringerung der Hilfebedürftigkeit insbesondere durch
Eingliederung in Arbeit und
2. zur Sicherung des Lebensunterhalts. Kann man als Teil Rentenbezieher vergessen.

Der in § 15 des SGBII - Eingliederungsvereinbarung ist ein einseitiger Zwangsvertrag.

Eine Gewährleistung auf eine Quantität und Qualität der zu erbringenden Reha Leistungen besteht nicht. Oft werden Arbeitsunfähige Behinderte zur Vermeidung von Sozialen Leistungsbegehren, (Rente, ec.) Als gesund ausgegeben ob wohl Sie es gar nicht sind.

Man hat keine Anrechte gemäß dem Verfassung Grundsatz wo Pflichten da auch Rechte.

Beim Gericht zu klagen macht kein Sinn Parteipolitische Posten-macherei.
Vorm BVG Klagen, nur 2,7% aller Klagen werden angenommen.
Unbequeme Fragen zum SGB II können auch unbegründet abgelehnt werden. Gemäß §93d Abs.1 Satz 3 BVGG, wovon Parteigünstlinge besonders gern Gebrauch machen.

Selbst Heinrich Heine sagte schon,

„Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen…“
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01.08.2013 13:15 Uhr von PeterLustig2009
 
+0 | -4
 
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@Paul511
Anstatt Gesetzestexte zu kopieren und irgendwo dazwischen
wirres Zeug von dir zu geben beleg doch lieber mal deine abstuse Aussage.

Wo werden Leute wegen ihrer Behinderung benachteiligt?
Die Würde ist unantastbar, aber nur weil man sich selbst angegriffen fühlt ist es noch nciht so!!! Man muss nunmal da hin und Informatioen darlegen wenn man was möchte


[...]Eine Gewährleistung auf eine Quantität und Qualität der zu erbringenden Reha Leistungen besteht nicht. Oft werden Arbeitsunfähige Behinderte zur Vermeidung von Sozialen Leistungsbegehren, (Rente, ec.) Als gesund ausgegeben ob wohl Sie es gar nicht sind.[...]
Verklag den Arzt aber hör auf zu heulen! Oder ist man vielleicht sehr wohl in der Lage zu arbeiten nur fühlt man es für sich selbst nicht so?
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01.08.2013 19:31 Uhr von Paul511
 
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@PeterLustig2009


Bei solchen Themen sollten nur Leute mitreden die schon mal bei der Reha im Jobcenter waren.

Ich bin Behinderter 80% seit 1995 kann also absolut mitreden.

Ich habe seit 1995 keine einzige Umschulung oder Qualifizierung kein Jobangebot. Bis auf Zwangsarbeit und wie schreibe ich eine Bewerbung gab es nichts, alles EU bezahlt.

Bis heute kämpfe ich darum dass meine Arbeitsmedizinische relevante Behinderungen aus dem Behinderten Ausweis gewürdigt in das Vermittlungsprofiel der Jochender aufgenommen wird.
Wenn Ärzte wie Hausarzt Atteste geben werden diese so lange Ignoriert bis man dann wirklich umfällt und mehr als 8 Wochen im Fieber liegt, und so zu sagen das Probe aufs Exempel liefert.

Bei Shortnews.de bin ich weil ich nicht im Zwang – Beitrags – finanzierten Anrichten nicht in der ersten Reihe Sitzen will.

Das heißt ich möchte nicht wie Du @PeterLustig2009 und Schlottentieftaucher werden.
Und mit irgendwelcher CDU – FDP mäßigen Kommentaren immer Linientreu und Systemkonform anderen vor die Füße spucken.

@PeterLustig2009 ein lieb gemeinter Rat,

Bitte schnuppere erst mal dort wo mancher Behinderte Harz4 Empfänger hingeschissen hat bevor Du hier selber große Haufen legen willst.
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02.08.2013 23:10 Uhr von Paul511
 
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@Silvi86

Danke für die lieben Worte.

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