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Brasilien: Contergan-Wirkstoff Thalidomid verursacht noch immer Missbildungen

ShortNews berichtete schon vor einigen Jahren darüber, dass der Wirkstoff Thalidomid, welcher durch den Contergan-Skandal in den 1950er und 1960er Jahren bekannt geworden ist, noch immer in verschiedenen Ländern eingesetzt wird. So auch in Brasilien, allerdings als Medikament gegen Lepra.

Hierbei wird dem Wirkstoff von Ärzten, Patienten und Aktivisten eine besonders gute Wirksamkeit bescheinigt. Doch noch immer mangelt es an der richtigen und umfassenden Aufklärung über die Risiken und Nebenwirkungen des Medikamentes. So kommt es in Brasilien immer wieder zu Missbildungen.

Dr. Lavinia Schuler-Faccini, Professor an der Universidade Federal do Rio Grande do Sul, hat nun in einer aktuellen Studie belegt, dass zwischen 2005 und 2010 insgesamt 100 Kinder zur Welt kamen, die unter den Missbildungen, welche für Thalidomid typisch sind, leiden würden.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Brasilien, Wirkstoff, Contergan
Quelle: latina-press.com

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.07.2013 12:53 Uhr von blonx
 
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In Brasilien gibt es, nach Indien, die meisten Fälle von Lepra, etwa 30.000 neue Infektionen jedes Jahr. In Brasilien wurde das Medikament im Jahr 1965 zur Behandlung von Hautveränderungen, eine der Komplikationen bei der Erkrankung mit Lepra, neu lizenziert.
Aber auch in den USA und Deutschland wird der Wirkstoff Thalidomid in einem Präparat gegen Lepra wieder eingesetzt, allerdings unter besonders hohen Sicherheitsvorschriften.
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31.07.2013 13:58 Uhr von Gierin
 
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Zitat aus anderer Quelle: "Frauen in Brasilien und Afrika nehmen heute noch Contergan, weil sie es durch falsche Kennung der Verpackung für ein Verhütungsmittel halten"

Auf der Verpackung ist/war ein Piktogramm, dass eine Schwangere Frau darstellt und quer darüber ein roter Balken. Statt "nicht für Schwangere" wird es deshalb oft leider als "Verhütungsmittel" interpretiert.

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