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Urteil: Rauchendem Mieter kann Wohnung fristlos gekündigt werden

Belästigt ein Mieter durch Zigarettenrauch seine Nachbarn unzumutbar, darf ihm die Wohnung gekündigt werden. Das hat das Amtsgericht Düsseldorf entschieden.

Der Vermieter eines Mehrfamilienhauses müsse es nicht dulden, wenn Zigarettenrauch im Treppenhaus zu einer unzumutbaren Geruchsbelästigung führe. Das gelte, obwohl ein Mieter grundsätzlich in seiner Wohnung rauchen dürfe.

Betroffen von dem Urteil ist der 75-jährige Rentner Friedhelm Adolfs. Er kann gegen das Urteil des Amtsgerichts in Berufung gehen, denn das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Az.: 24 C 1355/13).


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Wohnung, Rauch, Zigarette, Mieter, Belästigung, Geruch
Quelle: www.spiegel.de

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33 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.07.2013 10:35 Uhr von Sje1986
 
+41 | -48
 
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Das Urteil wird wohl kaum bestand haben, es verstößt gegen das Grundgesetz in dem das Recht auf freie Entfaltung festgelegt ist.
Auf jedenfall ist das Urteil eine Unverschämtheit und es trägt weiterhin dazu bei Raucher zu diskriminieren.
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31.07.2013 10:40 Uhr von fuxxa
 
+41 | -18
 
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Dann sollte man aber auch das Kochen in der Wohnung verbieten. Penetranter Essensgeruch im Hausflur ist weitaus schlimmer als Zigarettenrauch.
Man könnte aber auch einfach die Fenster öffnen, wenn man raucht oder kocht, so wie es 99 Prozent der Leute machen.

[ nachträglich editiert von fuxxa ]
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31.07.2013 10:42 Uhr von SN_Spitfire
 
+40 | -8
 
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Ganz im Gegenteil ist es Diskriminierung.

Der Rentner darf in seiner Wohnung so viel Rauchen wie er möchte. Lediglich im Treppenhaus sollte man nicht durch den Rauch beeinträchtigt werden. Finde ich auch soweit in Ordnung.

Hier steht Allgemeinwohl über dem Alleinwohl und mit Diskriminierung hat das in diesem Fall nichts zu tun.
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31.07.2013 10:46 Uhr von perMagna
 
+12 | -4
 
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Warum nicht einfach am Fenster rauchen, wenn man keinen Balkon hat? Egal, ich dachte, es wäre common sense, darauf zu achten, dass deine Mitmenschen nicht durch den Rauch belästigt werden.

Ansonsten betrachte ich diese Trendurteile mit Besorgnis.
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31.07.2013 10:46 Uhr von tafkad
 
+12 | -4
 
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@Sje1986

Also bei mir gehört zu meiner freien Entfaltung das grillen und das kann auch verboten werden....
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31.07.2013 10:49 Uhr von arbeitsloser1
 
+22 | -28
 
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finde ich gut. passives Rauchen gefährdet meine Gesundheit, warum muss ich das dulden?
Nur weil mein Nachbar machen kann was er will und seine Gesundheit zerstört, muss ich darunter leiden?

Der scheiss Rauch zieht im Sommer in meine gesamte Wohnung, womit belästige ich ihn denn das er das darf?

Das Beispiel oben mit dem Essensgeruch ist ein Witz, Essensgeruch ist nicht schädlich.
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31.07.2013 10:49 Uhr von Runner74
 
+24 | -6
 
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Es geht hier nicht ums Rauchen oder Kochen, sondern das er es irgendwie geschafft hat mit seinen Gestank das Treppenhaus zu verpesten.
Anscheinend hat er den Sinn und Zweck von Lüften nicht verstanden und hat lieber seinen Mief ins Treppenhaus ziehen lassen.
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31.07.2013 10:51 Uhr von GixGax
 
+10 | -20
 
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31.07.2013 11:00 Uhr von Neroll
 
+6 | -0
 
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@nochmalblabla: nicht wirklich. Der Fall machte vor 14 Tagen die Runde - Heute wurde das Urteil dazu im Prozess gesprochen.
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31.07.2013 11:01 Uhr von PeterLustig2009
 
+20 | -1
 
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Zitat aus der Quelle

[...]Die Vermieterin hatte bemängelt, der starke Raucher würde die anderen Parteien im Haus unzumutbar belästigen, in dem er die Fenster ständig geschlossen halte und seine Aschenbecher nicht entleere. Der Rauch sei dadurch über das Treppenhaus entwichen. Der Mieter und ehemalige Hausmeister des Gebäudes hatte dies bestritten.[...]

Heißt im Klartext - Raucher dürfen nicht gekündigt werden solange sie dafür Sorge tragen dass andere Mieter möglichst wenig belästigt werden.
Wenn er aber durch nicht lüften, etc. dafür sorgt dass der Rauch insTreppenhaus zieht ist er selbst schuld!! Hat dann auch nichts mehr mit Diskriminierung zu tun
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31.07.2013 11:05 Uhr von Lornsen
 
+7 | -19
 
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31.07.2013 11:12 Uhr von magnificus
 
+6 | -2
 
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Ich versteh den Tatbestand nicht. Hat er in seiner Wohnung geraucht, Fenster zu und den Qualm ins Treppenhaus ziehen lassen? Oder hat er im Treppenhaus geraucht? Aha, da oben steht`s ja.
Es muss ihm doch klar sein, dass Fluppengeruch für Nichtraucher unangenehm ist. Einfache Maßnahmen hätten da Abhilfe geschaffen. Nun ist das Geschrei groß.
Vllt einer der Sorte "Ich hab das schon immer so gemacht", oder aber der Vermieter suchte einen Grund. Mehr Input wäre hilfreich. Hat man vorher drüber gesprochen, bevor die Anwälte sich der Sache annahmen?
Der Grundsatz sollte heißen, schützt die Anderen vor gesundheitsschädlichen Dingen. Das wurde hier klar getan.
Es ist ja kein generelles Rauchverbot ausgesprochen worden. Man muss halt geeignete Maßnahmen ergreifen.

[ nachträglich editiert von magnificus ]
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31.07.2013 11:33 Uhr von no-smint
 
+12 | -0
 
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@ Lornsen:
Exakt das war auch die Argumentation der Anwältin des Beklagten, Stichwort Gewohnheitsrecht. Das war auch schlicht und ergreifend der Fehler, der gemacht wurde, denn damit wurde dem eigentlichen Kündigungsgrund, der Gersuchsbelästigung im Treppennhaus und damit der Gefährdung der anderen Mieter gar nicht widersprochen.

Zum Fall an sich, es ist nicht so dass hier mal eben schnell jemand vor die Tür gesetzt wurde weil er raucht. Sondern, wie schon mehrfach richtig angemerkt wurde, weil der Mieter sind standhaft geweigert hat durch die Fenster zu lüften, sondern den Zigarettenqualm durch die Haustür hat abziehen lassen. Dieses Verhalten wurde mehrfach vom Vermieter angemahnt. Erst als darauf nicht reagiert wurde erfolgte die Kündigung, die das Gericht jetzt bestätigt hat.

Für mich eine völlig richtige Entscheidung. Es geht hier nicht um das Rauchen in der Wohnung. Es geht um das vorsätzliche "Nichtlüften", die zu vermeidende Belästigung der Mitmieter und Beschädigung der Substanz der Wohnung. Ein Mindestmaß an Entgegenkommen, das gelegentliche Öffnen der Fenster, hätte hier schon ausgereicht und zeigt die völlige Ignoranz des Mieters gegenüber fremden Eigentum und Mietergemeinschaft im Haus. Eine gute und richtige Entscheidung also!
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31.07.2013 12:06 Uhr von derSchmu2.0
 
+0 | -0
 
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Anderes Beispiel, gleiche empfohlene Vorgehensweise, gleiche Resultate und gleicher Bestand zur Kündigung:
Lüften, um Feuchtigkeit in Räumen vorzubeugen, dadurch Schimmel zu vermeiden, welcher die eigene Gesundheit beinträchtigt, zur Geruchsbelästigung führen kann und dadurch weitere Anwohner miteinbezieht.
Lässt sich durch gleiche Gegenmaßnahmen beheben oder führt zur Unbewohnbarkeit der Wohnung....von daher ist das Urteil in Ordnung...es wird ja keinem das Rauchen verboten, sondern nur die Missachtung der anderen Mitparteien und deren Gesundheit...wenn jemand um seinen Schlaf gebracht wird, weil ein anderer die Anlage auf 100% stehen hat, darf man ja auch die Polizei rufen...
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31.07.2013 12:30 Uhr von ms1889
 
+13 | -7
 
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kopfschuss für die richter die das verursachen.
sowas hat weitreichende und nachteilige auswirkungen für ALLE die zur miete wohnen, denn damit wird gesagt: wenn dir als vermieter nicht passt, kündige.
aber deutschland entfernt sich immer mehr vom menschlichen rechtssystem, hin zu einem totalitären polizeistaat wie die usa. wo gerichte (siehe fall manning prozess) auf totalitäre systematik berufen.

ich habe auch mieter die 30,40 jahre in den wohnungen wohnen, wo ich nur einen bruchteil der miete bekomme, die jetzt der "marktwert" wäre. mir würde es aber auch nicht einfallen aus geldgeilheit, meine menschlichkeit zu verkaufen (denn das tut der vermieter dort!!!).

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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31.07.2013 12:49 Uhr von Suffkopp
 
+2 | -7
 
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@ms1889 - Du hast den Artikel und das Urteil überhaupt nicht verstanden - oder?
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31.07.2013 12:53 Uhr von PeterLustig2009
 
+3 | -1
 
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@fuerdiedummen
Warum sollte man die Richter dafür erschlagen wenn der Mieter zu doof ist um für ausreichend Lüftung zu sorgen?

Es kann ja wohl nicht sein dass ich im Treppenhaus und in meiner Wohnung den Zigarettengestank eines anderen Mieters ertragen muss.
Und er wurde ja nicht gekündigt weil er Raucher ist, sondern weil er anstatt zu lüften alles ins Treppenhaus ziehen ließ
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31.07.2013 13:22 Uhr von Suffkopp
 
+1 | -5
 
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@PeterLustig2009 - das wollen einige einfach nicht wahrhaben, weil dann der Grund für ihre Kommentare fehlt.

Der Mieter ist selber schuld - das ist Fakt.

@CerialOverride - wenn die stinken steht es Dir doch frei Dich an die Besitzer der Stiefel oder den vermieter zu wenden.
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31.07.2013 13:24 Uhr von kingoftf
 
+2 | -7
 
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Muss ich dann auch auf die rituelle Opferung von Jungfrauen im Treppenhaus verzichten?


Wer als Vermieter jemals einen starken Raucher als Mieter hatte, weiss, dass man die Wohnung nachher kernsanieren kann
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31.07.2013 13:26 Uhr von KingPiKe
 
+8 | -0
 
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Die Frage ist doch: Wer legt die "Unzumutbarkeit" fest? Manche Menschen glauben ja schon beim leichtesten Geruch einer Zigarette Krebs zu bekommen.
Wie es jetzt in diesem Fall hier war, weiß ich nicht. Ob er nun geraucht hat wie ein Schornstein und es wirklich im Hausflur gestunken hat, oder ob es eben vielleicht ein übertriebene Reaktion eines militanten Nichtrauchers war, oder man ihn vielleicht wirklich nur loswerden wollte.

Aber die Frage stellt sich ja trotzdem.
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31.07.2013 13:32 Uhr von derSchmu2.0
 
+0 | -3
 
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ms...als Vermieter gibt es noch genug Rechte, auf die man verzichten muss...dieses Urteil kann ja dadurch umgangen werden, dass ausreichend gelüftet wird...

Ich muss den Tag rot ankreuzen, mit PeterL und Suffkopp einer Meinung...
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31.07.2013 13:43 Uhr von Lornsen
 
+7 | -0
 
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@benjaminx: genau das ist der Fall. und seine äußerliche Erscheinung paßt wohl auch nicht mehr in dieses ehrenwerte Haus.
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31.07.2013 14:16 Uhr von Borgir
 
+0 | -2
 
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Überschrift ist einfach falsch. Nicht jedem rauchenden Mieter kann gekündigt werde. Es geht im aktuellen Fall um einen Mann, der 60 Zigaretten am Tag verraucht und seine Wohnung nicht lüftet. Der ganze Qualm zieht ins Treppenhaus. Finde ich absolut gerechtfertigt, den Mann nach mehrmaligem Auffordern zum Lüften rauszuschmeißen. Bitter für den betroffenen Mieter, aber es ist doch echt kein Thema, mal ein Fenster aufzumachen.
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31.07.2013 14:35 Uhr von Phone83
 
+0 | -5
 
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Der gelbe Bart sagt schon alles. Sollte mal seine Tür abdichten und Fenster zu machen wenn er sich die Rübe wegqualmt.
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31.07.2013 14:46 Uhr von killozap
 
+4 | -1
 
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Egal um was es in diesem Falle geht, es öffnet einigen Vermietern Tür und Tor, wollen sie einen Mieter vor die Türe setzen. Macht der Mieter nichts falsch, aber raucht, dann kann man ja versuchen, ihn damit vor die Türe zu bekommen.

Ein paar Zeugen für geruchsbelästigung sind schnell gefunden...

Ürigens: Kochgerüche sind eindeutig kein Grund, um sich zu beschweren, das ist gesetzlich so festgelegt. Das schließt aber nicht das Grillen auf deem balkon ein ...

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