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Nach Manning-Urteil: WikiLeaks-Gründer Julian Assange kritisiert US-Regierung

Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange kritisiert den gestrigen Urteilsspruch im Fall Bradley Manning. Der Prozess sei für ihn unfair und ein Fall von nationalem Sicherheitsextremismus der Regierung von Barack Obama gewesen.

Assange fordert die Aufhebung des Urteils, da es einen gefährlichen Präzedenzfall schaffe. Auch das Netzwerk "Reporter ohne Grenzen" und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierten den Prozess und das Urteil.

"Wir sind immer noch besorgt über die abschreckende Wirkung für die Presse, besonders für Reporter, die über Themen zur nationalen Sicherheit berichten", so ein Vertreter von "Reporter ohne Grenzen".


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WebReporter: foxed-out
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kritik, Urteil, WikiLeaks, Julian Assange, US-Regierung, Bradley Manning
Quelle: www.spiegel.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.07.2013 08:27 Uhr von SamSniper
 
+15 | -4
 
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Bradley Manning verschwindet wohl Jahrzehnte im Militärgefängnis, während zB die Verantwortlichen des "Massakers von Haditha" alle frei gesprochen wurden.
http://www.spiegel.de/...
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31.07.2013 08:36 Uhr von PeterLustig2009
 
+5 | -24
 
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31.07.2013 08:41 Uhr von SamSniper
 
+17 | -5
 
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@ZRRK einen Vertrag in dem geschrieben steht, das systematisch Zivilisten getötet & gefoltert werden hat er sicherlich nicht unterschrieben.
Hätte er sich nicht auch strafbar gemacht, wenn er über das Morden geschwiegen hätte?
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31.07.2013 10:01 Uhr von sub__zero
 
+7 | -4
 
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War es nicht im Endeffekt Assanges Sensationsgier, die Manning hinter Schloss und Riegel gebracht hat?
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31.07.2013 10:08 Uhr von Rulfy
 
+15 | -4
 
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@sub__zero:
Nein er hat sich selbst verraten indem er E-Mails an die falschen Leute geschickt hat...
Aber erschreckend wie Leute hier meinen das Urteil sei rechtens, nur weil er einen Vertrag unterschrieben hat. Da kann man genauso alle Mitglieder der SS freisprechen, da sie ja damals auch einen Arbeitsvertrag hatten und nur ihre Arbeit gemacht haben! Gehts noch?! Das veröffentlichte Video zeigt (nur) eine Grausamkeit des Krieges, und die wahren Verbrecher wurden wie bereits zuvor gesagt, alle freigesprochen!
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31.07.2013 10:26 Uhr von PeterLustig2009
 
+4 | -14
 
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31.07.2013 10:43 Uhr von Retrobyte
 
+5 | -4
 
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"In welchen von Manning veröffentlichen Dokumenten steht geschrieben dass systematisch Zivilisten getötet und gefoltert werden?"

Wikipedia schreibt:
"In den Dokumenten finden sich allein 303 Fälle von Folter durch ausländische Einheiten im Irak im Jahre 2010."

Spiegel schreibt:
" Allein in den WikiLeaks-Dokumenten aus 2010 finden sich 303 Fälle von Folter durch ausländische Einheiten. Am vergangenen Mittwoch hatten britische Medien über ein Folternetz der Amerikaner berichtet. Amnesty International spricht vom "Erbe der Besatzer"."

Um nochmal das Wort "systematisch" anzuschneiden,
"Von rund 37.000 Häftlingen im Irak waren Mitte 2012 rund 1100 weiblich. 639 von ihnen verbüßten richterlich verhängte Haftstrafen. Auch bei Frauen schrecken die Folterknechte nicht vor brutalsten Methoden zurück. Prügel, Elektroschocks und sexuelle Übergriffe bis zur Vergewaltigungen finden sich unter den Anschuldigungen im Amnesty-Bericht. Immer wieder werden zudem die Ehefrauen, Mütter und Töchter von Gesuchten in Haft genommen - ohne dass gegen sie ein Verdacht besteht."
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31.07.2013 10:44 Uhr von Tanzbaer77
 
+3 | -7
 
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Herrlich, wie das wieder hier abgehen wird.

Prinzipiell kann man sich hier zwei Fragen stellen:
1.) War das, was Bradley Manning getan hat, moralisch richtig?
2.) War das, was Bradley Manning getan hat, legal?

Wichtig ist hier lediglich die Antwort auf die zweite Frage, aber spaßeshalber schauen wir uns auch die erste Frage an, da sich damit die zweite gleich mitbeantworten lässt.

Bradley Manning hat argumentiert, er habe die Dokumente veröffentlicht, um auf die Kriegsverbrechen, Ungerechtigkeit, wassonstnoch hinzuweisen.
Nun muss man diese Aussage aber, und genau das hat das Gericht getan, in Zweifel ziehen. Denn das, was Manning gemacht hat, war nicht nur die Verffentlichung der Informationen über Irak und Afghanistan, nein, die Dokumente enthielten auch Informationen über Botschafter, Spionagemaßnahmen, diplomatische Entscheidungen, etc.

Nun kann man natürlich argumentieren, dass Manning unter einem großen Zeitdruck stand, nicht erwischt zu werden, und er es vorher nicht sortieren konnte. Richtig. Und genau das bestätigt das Verbrechen an sich nochmal. Denn Manning _wussste_, dass das, was er vorhat, nicht nur illegal ist, sondern einem Verrat gleichkommt.
Denn, und das darf man nicht vergessen, Bradley Manning ist Soldat. "Reporter ohne Grenzen" regt sich hier zu Unrecht auf, denn wäre ein Reporter an die Informationen gelangt, wäre das Urteil nicht so drastisch ausgefallen, weil einfach Zivilist (was nicht heißt, dass Einbruchdiebstahl keine schwere Straftat ist).

Aber in dem Moment, in dem Manning dem Militär beigetreten ist, hat er freiwillig diverse Grundrechte aufgegeben. Das wusste er. Und er hat sich willentlich und wissentlich darüber hinweg gesetzt. Das ist sein gutes Recht. Niemand wird gezwungen, etwas zu tun, was er nicht will. Nur muss man auch die Konsequenzen seiner Entscheidung tragen. Und die lautet in diesem Fall eben Militärgericht.

Die Sache ist ja, dass Manning durchaus weniger schwer hätte bestraft werden können, wäre sein Anwalt nicht so eine Pfeife gewesen. Ernsthaft, wer stellt sich vor hochrangige Militärs, und argumentiert damit, dass das Militär schuld an seiner Situation ist?
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31.07.2013 10:50 Uhr von sub__zero
 
+2 | -3
 
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@ Rulfy

Hab nochmal nachgesehen - Hast Recht! Er ist in einem Chat an den "falschen" Hacker geraten. Aber andererseits war es Assange, der die Daten - trotz vieler Warnungen - größtenteils ungefiltert veröffentlicht hat.

Man muss den Fall Maning trotzdem etwas diffenrenzierter betrachten.
Die Veröffentlichung der Videos geht in Ordnung, ein derartiges Massaker darf man nicht unter den Tisch kehren.

Was aber sollen ich oder die Medien mit Agentennamen und deren Standort anfangen?
Was bringen mir Einsatzpläne, Einsatzprotokolle u.ä.?

Das war eine Grenze, die er und Assange nicht hätten überschreiten dürfen.
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31.07.2013 11:09 Uhr von PeterLustig2009
 
+4 | -6
 
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@Retrobyte
[...] Allein in den WikiLeaks-Dokumenten aus 2010 finden sich 303 Fälle von Folter durch ausländische Einheiten. Am vergangenen Mittwoch hatten britische Medien über ein Folternetz der Amerikaner berichtet. Amnesty International spricht vom "Erbe der Besatzer"."[...]
Wo wird da von Zivilisten gesprochen?
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31.07.2013 12:08 Uhr von JohnDoe_Eleven
 
+3 | -3
 
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Manning ist aber wegen Landesverrat und Kollaboration mit dem Feind frei gesprochen wurde.

Das Urteil bezieht sich einizig darauf das er Informationen über Kriegsverbrechen der Amerikaner weitergegeben hat.

Da spielt es auch keine Rolle ob er einen "Vertrag" hatte. Seine Handlung war ebenso richtig wie die eines Staufenbergs, oder wirft dem jemand vor das er ja in Diensten des dritten Reichs stand ?.

Das Urteil zeigt nur das der Unterschied zwischen Regimen wie in Russland, Uganda, Syrien und nun auch den USA nur noch Marginal ist.
Eine Schande das Rechtstaatliche Demokratien dabei einfach wegschauen.
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31.07.2013 12:41 Uhr von ms1889
 
+0 | -3
 
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das us melitär zeigt sein wahres gesicht: wir rauben und morden für oel und andere resurcen.
die usa sind kein freiheitliches, demokratisches und rechtstaatliches land mehr. sie sind gleichwertig totalitär wie russland, china oder nord korea.

die usa geben nur vor, mit fehlinformationen (wie zZt auch die bundesregierung merkel), anders zu sein. wie jede diktatur.

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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31.07.2013 12:56 Uhr von PeterLustig2009
 
+2 | -2
 
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@JohnDoe
Gut dass du Staufenberg ins Spiel bringst, der seinerzeit ja auch angeklagt wurde ;)

Und ja er hat Kriegsverbrechen weitergegeben

ABER auch zig Informationen über Geheimoperationen, Botschafter, Geheimagenten, etc.!!

Klar war es heldenhaft die Greueltaten aufzudecken (schrecklich was da passiert ist) aber es war Landesverrat seine Mitmenschen in Gefahr zu bringen!!
Und alles nur für ein paar Dollar

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