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Coburg: Vier Abiturienten wird die Nachprüfung erspart

Das Coburger Gymnasium Casimirianum, vor kurzem durch den Direktor Burkhard Spachmann bundesweit in die Schlagzeilen geraten, kommt nicht zur Ruhe. Spachmann hatte alle Deutsch-Abiturnoten eigenhändig verbessert.

Nach einem Bericht der Neuen Presse Coburg stellt sich nun heraus, dass Spachmann durch seine Notenkorrekturen vier Abiturienten die Nachprüfung erspart hat, die sonst null Punkte gehabt hätten.

Dies wurde durch die Untersuchung von Edmund Neubauer, des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Oberfranken, bestätigt.


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WebReporter: Beobachter2013
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Note, Direktor, Verbesserung, Coburg, Abiturient
Quelle: www.np-coburg.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.07.2013 08:04 Uhr von Beobachter2013
 
+8 | -1
 
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An einem Rücktritt des Direktors führt meiner Ansicht nach kein Weg mehr vorbei. Pädagogen in Führungspositionen müssen Vorbildwirkung ausstrahlen, das ist im Falle Spachmann nicht mehr möglich, zudem wurden dienstrechtliche Pflichten in erheblicher Weise verletzt.
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24.07.2013 08:34 Uhr von Ganker
 
+8 | -1
 
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Sehe ich genau so. Der Direktor sollte zurück treten, und die Schüler deren Arbeiten verbessert wurden damit sie nicht durchfallen, sollten innerhalb von einem Monat Deutsch direkt wieder neu machen dürfen. Es kann nicht sein, dass da z.B. 4 Schüler Glück hatten, und ein Abitur bekommen obwohl sie es nicht verdient hatten.
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24.07.2013 09:10 Uhr von El_Caron
 
+11 | -0
 
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Mal ganz ehrlich: Ich kann nicht verstehen, wie jemand 12 oder 13 Jahre durch das Gymnasium geht und dann NULL Punkte in einer Deutschklausur schafft.
Ich kann es eigentlich auch nicht in Mathe glauben, aber da gibt es ein klares Falsch und und man muss etwas Hirn investieren, um auf Richtig zu kommen. Da kann halt theoretisch alles falsch sein.
Aber einen deutschen Text schreiben, an dem sich einfach so gar nichts findet, was auch nur einen Punkt wert wäre? Kann ich nicht verstehen.
Oder haben die leere Blätter, halbe Seiten oder sowas abgegeben? Dann sollte da natürlich kein Abitur rumkommen.
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24.07.2013 09:14 Uhr von Major_Sepp
 
+0 | -3
 
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Wo ist denn das Problem? Das ist doch Normalzustand. Man will als Schule ein makelloses Image erhalten/bewahren.

Zu meiner Zeit wurde eine meiner Mitschülerinnen in Zusammenarbeit mit gleich mehreren Lehrkräfte quasi durch das Abi geboxt. Ob das noch bei anderen der Fall war kann ich nicht sagen, da der Jahrgang über 200 Schüler hatte.

Auch damals wurde getuschelt/gemeckert...

Rückblickend betrachtet war es wohl gut so, denn die Schülerin hat im Anschluss mühelos ein Studium absolviert und arbeitet heute im mittleren Management.

Die Talente mancher Schüler sind eben sehr speziell, die Themengebiete in der Schule daher zu breit gefächert um gute Leistungen erzielen zu können.

[ nachträglich editiert von Major_Sepp ]
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24.07.2013 09:14 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -4
 
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Wie ihr gebt euch schon mit einem Rücktritt zufrieden?
Keine Rückzahlung der Bezüge, Streichung der Pension, Ächtung und Verbannung ins Exil?


Er hat nicht seine dienstrechtlichen Konsequenzen verletzt sondern die Deutschprüfungen nochmals geprüft. Dabei befand er dass die Klausur zu hart bewertet wurde und hat alle ein wenig besser bewertet (durchaus legitim)

Übrigens hat das Kultusministerium bestätigt dass die Prüfungen zu hart bewertet wurde, von daher wird es auch keine dienstrechtliche Konsequenzen geben
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24.07.2013 09:18 Uhr von El_Caron
 
+0 | -0
 
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Im Grunde bin ich der Ansicht, dass jede Abschlussprüfung, bei der eine relevante Anzahl von Leuten durchfällt, entweder zu hart ist, oder die Vorbereitungszeit massiv falsch läuft.
Wer es 13 Jahre geschafft hat, sollte eigentlich am Ende plötzlich nichts hinkriegen.
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24.07.2013 09:41 Uhr von Beobachter2013
 
+1 | -0
 
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Ein Rücktritt kann nur der erste Schritt sein, Strafanzeigen etc. könnten folgen.

Es ist nicht korrekt, dass es keine dienstrechtlichen Konsequenzen geben kann, dies steht auch in allen Medien. Herr Spachmann hat nämlich eigenmächtig gehandelt und die vorgeschriebene Lehrerkonferenz übergangen.

Auch als Schüler des Casis oder "betroffene" Eltern sollte man hier die Casibrille ablegen.

Desweiteren ist äußerst zweifelhaft, ob der Ministerialbeauftragte Neubauer überhaupt eine Arbeit angesehen hat. Man war wohl eher zufrieden, dass nicht noch mehr Schüler durchgefallen sind, als es sonst wären. Denn die Durchfallquote mag man in München überhaupt nicht.
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24.07.2013 10:15 Uhr von PeterLustig2009
 
+0 | -4
 
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@Beobachter

Aus der Quelle
[...] Das war zu hart bewertet, sagt das Kultusministerium[...]
Eher unwahrscheinlich dass sie sagen die Prüfungen waren zu hart bewertet aber weil sie jemand korrigiert hat (dafür bedarf es keine Lehrerkonferenz) wird derjenige gefeuert


@Flaming
Deswegen haben sie ja einen Punkt bekommen damit sie durchkommen
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24.07.2013 14:10 Uhr von SoRgen
 
+1 | -0
 
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Mal ne kurze Frage?

Wie kann das sein, dass
1. Man beim Nichtbestehen noch ein 2. Mal ran darf?
2. Die Abiturpürfungen alle an der selben Schule korrigiert werden.
Wenn ich dabei BaWü zum Vergleich ranziehe.
zu 1. Wer durchflieg fliegt durch und darf maximal im kommenden Jahr nochmal.
zu 2. der 2. Lorrektor ist von einer fremden Schule und der 3. Korrektor auch nochmal von einer ganz anderen Schule

Ich würde dann mal sagen, dass das Abitur dort nen Pfifferling wert ist und maximal dem Standart unseres Real/Hauptschulabschlusses gleichkommt.
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24.07.2013 14:47 Uhr von Semper_FiOO9
 
+0 | -0
 
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Also bei uns war das genau umgekehrt. Da wurde niemand durchgeboxt. Wer nicht mitzog wurde links liegen gelassen bzw. das ging sogar so weit, dass eine Lehrerin zu einem meiner Mitschüler sagte, dass sie es nicht verantworten könne ihn auch nur in die Oberstufe zu lassen geschweige denn ihm später ein Abitur zu überreichen und sie werde dafür sorgen, dass er nicht versetzt wird.

Vllt ein krasses Beispiel aber so war das bei uns...
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24.07.2013 16:43 Uhr von Tanzbaer77
 
+0 | -0
 
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"Wie kann das sein, dass
1. Man beim Nichtbestehen noch ein 2. Mal ran darf?"
Jein, das ist ein bisschen falsch wiedergegeben. Grundsätzlich darf man in den 2 Jahren Qualifikationsstufe nur drei Jahre insgesamt bleiben. Diese drei Jahre kann man sich aber mehr oder weniger frei zurecht legen, solange davon mindestens 1x die 11. und 1x die 12. Klasse besucht wurde.
Wenn man mit Ablauf der Q11 bspw. befindet, dass die erreichten Punkte zu niedrig sind, darf man diese freiwillig wiederholen. Mit dem Ergebnis _muss_ man sich dann aber zufrieden geben. Fällt man anschließend in der Q12 beim Abitur durch, darf dieses nicht wiederholt werden.
Wenn man bei regulärem Ablauf in der Q12 beim Abi durchfällt, darf dieses wiederholt werden. Allerdings eben nur die 12. Klasse, und nur unter der Bedingung, dass die gewählten Kurse so auch belegbar sind. Sprich, bietet mein Gymnasium mehrere spät beginnende Fremdsprachen an (die ich in der Qualifikationsstufe pflichtbelegen muss), aber es gibt keinen entsprechenden Kurs im darauffolgenden Jahrgang, muss ich eben die Schule wechseln.

"2. Die Abiturpürfungen alle an der selben Schule korrigiert werden."
Die Abiprüfungen werden nicht alle an einer Schule korrigiert, sondern alle an der Schule, an der sie geschrieben wurden. Das machen die entsprechenden Kursleiter. Anschließend werden die Prüfungen nochmals korrigiert, von einem fremden Lektor. Sollte das Ergebnis um mehr als einen Notenpunkt abweichen (bei einer Abweichung von einem Notenpunkt wird aufgerundet, also der bessere Punkt gegeben), wird die Prüfung von einem dritten Lektor korrigiert, und dessen Ergebnis dann mit dem verglichen, das näher am dritten Punkt dran ist, gemittelt, gerundet, und dann der Punkt vergeben.

Letzteres ist gerade in Sprachen oder Kunst der Fall. In allen anderen Prüfungen sind die Vorgaben vom Ministerium so streng (Mathe, Psycho, Naturwissenschaften, Geschichte, etc.), dass da einfach nur stupide nachgezählt werden muss. Ein Fehler = Ein Punkt Abzug oder Eine richtige Antwort nach Antwortbogen = Ein Punkt.

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