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USA: Mann saß 18 Jahre in der Todeszelle, weil er die falsche Kleidung an hatte

Damien Echols war in seiner Jugend mit zwei Freunden dem Heavy Metal zugeneigt, trug schwarz und liebte Horrorfilme. Dies reichte, um ihn als Tatverdächtigen des dreifachen Kindermordes zu beschuldigen.

1993 fand man drei übel zugerichtete Kinderleichen in einem Abwasserkanal bei den Robin Hood Hills. Die Polizei hatte Satanisten als Mörder verdächtigt. Sehr schnell kam man auf die drei schwarz gekleideten Jugendlichen und nahm sie fest.

Der Fall wurde von Hollywood aufgegriffen. Peter Jackson sammelte Geld für einen neuen Prozess. 2007 fanden private Forensiker an Haaren DNA-Spuren, die auf einen anderen Täter hinwiesen, nämlich den Stiefvater eines der toten Kinder. Nach einem Deal mit dem Richter wurden sie nun entlassen.


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WebReporter: Klickklaus
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Mann, Kleidung, Todeszelle, Satanist
Quelle: www.focus.de

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33 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.07.2013 10:56 Uhr von Pink_Lady
 
+65 | -0
 
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Achja, Heavy-Metal + Schwarze Kleidung -> Satanist.

Wie die unsere Welt doch überhaupt nicht nach dem Aussehen urteilt. (Wobei, wenn ich heute Kinder mit mit "Fuck You #Yolo" - T-Shirts und "Swag"-Kappe sehe, denke ich auch nicht unbedingt, dass das die hellsten Leuchter in der Fassung sind :D)
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23.07.2013 10:57 Uhr von Kanga
 
+2 | -23
 
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23.07.2013 11:06 Uhr von Dracultepes
 
+15 | -2
 
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Deswegen ist man gegen die Todesstrafe.
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23.07.2013 11:17 Uhr von vivec...
 
+37 | -0
 
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Der "Deal" mit dem Richter ist echt krank. Sich schuldig bekennen, um dann rauszukommen. Bedeutet im Endeffekt: Sie sind immer noch rechtskräftig verurteilt, haben keinerlei Ansprüche auf gar nichts, sind aber wenigstens frei.

Schrecklich, was in einem "Rechtsstaat" alles so möglich ist. Und das bezieht sich jetzt nicht nur auf die USA.

€dit: Warum zum Henker geben Leute dieser News ein Minus? Ich finde für den begrenzten Platz ist die wirklich umfangreiche Quelle gut und vor allem korrekt zusammengefasst.

[ nachträglich editiert von vivec... ]
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23.07.2013 11:18 Uhr von GroundHound
 
+9 | -4
 
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Nicht auszudenken, wenn die Strafe vollstreckt worden wäre.
Fehlverurteilungen sind niemals ganz auszuschließen. Bei der Todesstrafe heißt dass, dass die Richter, oder Geschworenen einen Unschuldigen töten lassen.
Daher bin ich der Meinung, dass jeder der die Todesstrafe befürwortet, ein potentieller Mörder ist.
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23.07.2013 11:25 Uhr von PeterLustig2009
 
+17 | -1
 
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Das ist das Problem an einem Geschworenengericht.
Oftmals wird nicht nach Faktenlage sondern nach Intuition und persönlichem Eindruck entschieden.
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23.07.2013 11:41 Uhr von Jem110
 
+8 | -4
 
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ähmmm...@Pink_lady


kenne ich irgendwo her


Kopftuch -----> Moslem -------> Scheiße-----> aber alle!
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23.07.2013 11:43 Uhr von Sir.Locke
 
+3 | -0
 
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@vivec / klaus:

liegt vielleicht daran, das viele beim klick auf die quelle zuerst eine aufforderung erhalten haben es bei facebook zu posten das sie die nachricht gelesen hätten um die nachricht zu sehen...
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23.07.2013 11:55 Uhr von PeterLustig2009
 
+5 | -1
 
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@CryTek
Weil er 18 Jahre durch die Hölle gegangen ist und höchstwahrscheinlich kein weiteres Jahr durchgestanden hätte.

Wenn der Richter dann sagt, sorry ich lass euch nicht frei, aber wenn ihr gesteht ist der Fall abgeschlossen und alle sind glücklich und ihr frei, dann ist das eine Variante

Die Alternative wäre wohl gewesen dass er den Rest des Lebens auch im Bau verbracht hätte oder das Urteil vollstreckt worden wäre.

Muss man halt immer sehen was man will oder bereit ist aufzugeben.

Und nu ist er erstmal frei und könnte mit genug Beweisen immer noch eine Neuauflage des Verfahrens erreichen


@GroundHound
[...]Daher bin ich der Meinung, dass jeder der die Todesstrafe befürwortet, ein potentieller Mörder ist.[...]
Und Soldaten, Jäger, Sportschützen etc. wahrscheinlich auch oder wie
Die Strafe hat Vor und Nachteile und wir sollten froh sein dass die Nachteile dafür sorgen dass es sie in Deutschland nicht gibt. Potentieller Mörder ist man als Fürsprecher ganz sicher nicht
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23.07.2013 11:57 Uhr von MrEastWestSouthNorth
 
+6 | -3
 
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"Nach einem Deal mit dem Richter wurden sie nun entlassen."

SKANDAL!!! Für was braucht er noch einen Deal? Musste er dem Richter noch die Füsse küssen?

"Peter Jackson sammelte Geld für einen neuen Prozess"

Typisch Hollywood, hat Millionen, ist aber zu geitzig sein eigenes Geld auszugeben. Dann lieber von den reichen Freunden.
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23.07.2013 12:00 Uhr von Johnny Cache
 
+1 | -1
 
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@ Dracultepes
Eben genau nicht. Lieber werde ich unschuldig umgehend hingerichtet als mein halbes Leben im Knast zu vergammeln.
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23.07.2013 12:10 Uhr von psycoman
 
+4 | -0
 
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Welchen Deal gibt es dann da noch zu machen, wenn bewiesenist, dass es jemand anderes war?

Sollte man Leute nicht erst einsperren, wenn ihre Schuld erwiesen ist?

Gut, dass er nicht zum Tode verurteilt wurde.
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23.07.2013 12:18 Uhr von MrEastWestSouthNorth
 
+4 | -1
 
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@psycom

Der Deal dient dazu, das amerikanische Rechtssystem zu schützen. So nach dem Motto: Du bist zwar unschuldig, aber frei kommst du nur, wenn du dich schuldig bekennst. Sonst kanns du uns, den zuständigen Polizisten und die Geschworenen von damals verklagen.

Also wird er einfach zum schweigen gebracht.

Tja, die USA ist das widerlichste Land der Welt, weil dort Diktatur als Demokratie verkauft wird. Andere Dikaturen haben wenigstens soviel Anstand, es beim Namen zu nennen.
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23.07.2013 12:42 Uhr von yeah87
 
+1 | -0
 
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Nach einem Deal...
Nix Deal auf 100 Millionen verklagen.
Ich tippe mal die Freunde saßen auch.
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23.07.2013 12:42 Uhr von ms1889
 
+3 | -0
 
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warum deal mit dem richter?
die usa haben echt kein rechtssystem das es verdient rechtssystem zu heißen.

der richter sollte die entschädigung aus eigener tasche zahlen, da er seine arbeit wohl in dem fall nicht gemacht hat.
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23.07.2013 13:07 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -3
 
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@MrEasWestSouthNorth
Der Deal dient nicht dazu das amerikanische Rechtssystem zu schützen sondern schnell frei zu kommen und nicht noch monatelang auf Wiederaufnahme zu warten.

Ihn zum Schweigen zu bringen hat ja offensichtlich wunderbar funktioniert ;)
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23.07.2013 13:41 Uhr von Prachtmops
 
+2 | -1
 
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@ MrEastWestSouthNorth


nicht nur die usa gehören dazu, auch deutschland ist keine demokratie.
das will man uns nur so verkaufen ;)

[ nachträglich editiert von Prachtmops ]
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23.07.2013 14:04 Uhr von PeterLustig2009
 
+0 | -3
 
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@Prachtmops
Auf Der Couch sitzen und meckern ist keine demokratische Handlung ;)
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23.07.2013 14:26 Uhr von JustMe27
 
+1 | -0
 
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Der Fall wird doch auch in Bowling for Columbine bzw dem Buch dazu, Stupid White Men erwähnt...
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23.07.2013 14:27 Uhr von aim2head
 
+2 | -0
 
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Hier die HBO Doku zu diesem Fall in voller Länge

http://www.youtube.com/...
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23.07.2013 14:39 Uhr von omar
 
+2 | -0
 
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"Nach einem Deal mit dem Richter wurden sie nun entlassen."
=> Ich habe erst gestern den Trailer zur Doku angeschaut, und wurde so auf den Fall aufmerksam.
Es ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, wie jemand sich "schuldig" bekennen muss, um begnadigt zu werden, obwohl er unschuldig ist.
Zudem hätte der Gouverneur oder der Präsident die drei begnadigen können.
Nicht auszudenken, was die drei im Knast als vermeintliche "Kindermörder" und "Satanisten" durchmachen mussten.
Eine "Schmerzensgeld" wäre doch hier das Mindeste.
Und nur weil der Staat zu geizig ist, wird hier quasi die Gruppe in Geiselhaft genommen, bis sie akzeptieren, dass Sie 18 Jahre Ihres Lebens unschuldig verloren haben, und jetzt leer ausgehen müssen.
Aber das System in den USA ist sowieso teilweise krank.
Unterschiedliche Gesetze, je nach Bundesstaat, als ob man in einem anderen Land ist. Gesetze die teilweise noch aus Wildwest-Zeiten sind, und heute keinen Sinn mehr machen.
Etc...
Ihren Vorbildcharakter für westliche Demokratien, geschweige denn den Rest der Welt, hat die USA schon seit dem zweiten Weltkrieg eingebüßt...
*kopfschüttel*

[ nachträglich editiert von omar ]
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23.07.2013 15:32 Uhr von Retrogame_Fan
 
+0 | -0
 
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Immer diese Vorurteile!
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23.07.2013 16:02 Uhr von Borgir
 
+1 | -0
 
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Ein Deal? Nachem klar war, dass sie es nicht waren? Wozu braucht man da noch einen Deal? eine fette Entschuldigung verbunden mit einer hohen Entschädigung wäre das mindeste gewesen.
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23.07.2013 16:05 Uhr von steckdose
 
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Die Amis machen es sich aber auch einfach. Wir haben ermittelt und fesgestellt, daß der Täter eine große Nase hat und Horrorfilme mag. Der nächste der auch nur Ansatzweise ins Profil passt wird festgenommen. Damit haben sie erstmal jemanden, dem man die Schuld in die Schuhe schieben kann.
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23.07.2013 19:19 Uhr von dommen
 
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Oh wer hätte das gedacht! Kein Schwarzer...!

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