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Meinung: Warum wurden die Türken geehrt und nicht auch die Südkoreaner?

Martin Hyun schreibt in einem offenen Brief an die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer. Darin geht es um diverse Anwerbeabkommen vor zirka 50 Jahren, unter anderem mit der Türkei, Marokko und Südkorea.

Der 50. Jahrestag dieses Abkommens mit der Türkei wurde am 30. Oktober 2011 gefeiert. Es gab Filmwettbewerbe, Frau Böhmer reiste für fünf Tage in die Türkei und es gab eine Debatte im Bundestag dazu.

Jetzt im Jahr 2013 jähren sich die Abkommen mit Marokko und Südkorea. Damals kamen zirka 8.000 Koreaner für den Bergbau. Doch für diese Migranten hat die Integrationsministerin keine Feier oder sonstiges geplant.


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WebReporter: Klickklaus
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Südkorea, Meinung, Ehrung, Offener Brief
Quelle: www.migazin.de
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.07.2013 17:38 Uhr von Nightvision
 
+15 | -21
 
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@ berbauer2 , da muss ich dich als Türke aber korrigieren, denn das waren deutsche Frauen, da diese früher auch Kopftücher trugen ^^. Die Türken haben "nur" beim Wirtschaftswunder mitgeholfen, denn das hätte ohne die billigen Arbeitskräft nicht vollbracht werden können. Deutschland hat die Lage der Menschen in ihren Heimatländern für sich genutzt und hat sie ANGEWORBEN. Dies geschah nicht aus Menschenfreundlichkeit, sondern man brauchte damals Arbeitskräft.Die durften für einen Lohn die Drecksarbeit erledigten, für die ein Deutscher keinen Finger krumm gemacht hätte.

@ Klickklaus, im meinen Allerwertesten kommt niemand rein. Ich weiß gar nicht woher du diese Information hast.
Ich fühle mich hier in Deutschland nicht besonders behandelt. Du solltest dir für deine Unzufriedenheit mit deinem Leben einen anderen Grund suchen, statt einer anderen Ethnie die Schuld zu geben für alles. Das Zauberwort heißt Selbstreflexion. Ich wiederhole mich gerne wieder, wenn ich hier nochmal sage, das es keine Probleme gibt hier in Deutschland mit Migranten. Du solltest aber bedenken das wir nicht alle Haberals sind und das jede Medaille zwei seiten hat.

[ nachträglich editiert von Nightvision ]
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22.07.2013 17:44 Uhr von FrankCostello
 
+11 | -8
 
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Grade die SüdKoreaner haben es Verdient geehrt zu werden .
Die Marokkaner vielleicht auch aber die Süd Koreaner mehr da sie anständige Arbeit geleistete haben und sich vorbildlich verhalten bis heute was man von den Türken was aber an den enormen Zahlen liegt und den Marokkanern die ohne drogen zu konsumieren nicht auf die Strasse gehen.
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22.07.2013 17:48 Uhr von NoPq
 
+10 | -8
 
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lol, berbauer.

Wenn man Leute ins eigene Land anwirbt, braucht man sich nicht wundern, wenn sie irgendwann auch mal bleiben und die selben Rechte erhalten möchten.

Man sollte das nicht mit einem Gast in den eigenen vier Wänden vergleichen, sondern eher mit einem großen Mietshaus, in dem viele Wohnungen frei waren, in die kein Deutscher ziehen wollte.
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22.07.2013 17:49 Uhr von Nightvision
 
+3 | -9
 
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@ berbauer2 , das war vlt. so gedacht , aber die deutsche Wirtschaft hatte kein interesse dran, das diese Menschen gehen, denn eine hohe Fluktuation im Betrieb sorgt immer für unruhe und das Kostet das Unternehmen geld. halte ich meinen Mitarbeiterstab aber stabil, dann vermeide ich diese und die Mitarbeiter arbeiten eefizienter miteinander, also mache ich mehr Gewinn. Ist schon komisch wie so was läuft, oder ? Es ist aber einfachen den "Gastarbeitern" die Schuld zu geben, denn alles andere erfordert komplexere Gedankengänge.
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22.07.2013 18:07 Uhr von Jolly.Roger
 
+19 | -5
 
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@NoPq:

"Wenn man Leute ins eigene Land anwirbt, braucht man sich nicht wundern, wenn sie irgendwann auch mal bleiben und die selben Rechte erhalten möchten."

Die Anregung ging von der Türkei aus. Eine Bitte, ein Flehen, dass Deutschland eigentlich nicht benötigte Arbeitskräfte ins Land holt, damit diese dann Geld in die Türkei schicken und nach den vereinbarten zwei Jahren wieder mit dem entsprechenden KnowHow zurückkehren.

Ich verstehe nicht, wieso die damaligen Tatsachen immer so verzerrt wiedergegeben werden.

Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Man bittet dich als Hausbesitzer ein paar Leute für zwei Jahre in einer deiner Wohnungen unterzubringen, in denen eigentlich schon Italiener, Spanier uns Griechen wohnen, und dann wunderst du dich, dass die nach Ablauf der vereinbarten Zeit einfach weiter dort wohnen. Es mag dir recht sein, solange du deine Miete bekommst....
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22.07.2013 18:12 Uhr von perMagna
 
+18 | -2
 
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Vielleicht liegt es daran, dass die Südkoreaner so gut integriert sind, dass man sie gar nicht als Ausländer wahrnimmt. Mir geht es jedenfalls so. Fließendes Deutsch mit regionalem Dialekt, angenehm intelligente und fleißige Leute... irgendwie übersieht man nach ner Zeit, dass sie genetisch aus Asien stammen.
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22.07.2013 18:13 Uhr von jschling
 
+4 | -4
 
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naja wir könen jetzt nicht für jede Gruppe >3 Personen nen Fest veranstalten - von daher für mich OK
...hätten sich die Koreaner ebenso bei der Familienplanung bemüht wie die Türken, würde es nun vielleicht anders aussehen :-)
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22.07.2013 18:40 Uhr von sooma
 
+10 | -4
 
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@Nightvision:

"Deutschland hat die Lage der Menschen in ihren Heimatländern für sich genutzt und hat sie ANGEWORBEN."

Das ist so nicht ganz richtig:

"Kurz vor dem sich abzeichnenden Ende des Wirtschaftswunders schloss die Bundesrepublik 1961 ein entsprechendes Abkommen mit der Türkei. Das Abkommen kam auf Druck der Türkei zustande. Anton Sabel, Präsident der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung (Vorläufer der Bundesagentur für Arbeit), äußerte am 26. September 1960, arbeitsmarktpolitisch sei eine Vereinbarung über eine Anwerbung türkischer Arbeitnehmer in keiner Weise notwendig, allerdings könne er nicht beurteilen, „wie weit sich die Bundesrepublik einem etwaigen solchen Vorschlag der türkischen Regierung verschließen kann, da die Türkei ihre Aufnahme in die EWG beantragt hat und als NATO-Partner eine nicht unbedeutende politische Stellung einnimmt.“[6]

Zunächst verhandelte die Bundesregierung zurückhaltend, da die große kulturelle Differenz zur Türkei als problematisch angesehen wurde. Insbesondere auf Druck der US-Regierung kam das Abkommen 1961 zustande. Die USA hatten im Rahmen des Kalten Krieges ein großes Interesse an der Stabilisierung der Türkei und somit der Nato-Südostflanke. Zunächst war nicht daran gedacht, dass die als „Gastarbeiter“ bezeichneten Arbeitskräfte dauerhaft in Deutschland bleiben sollten."

http://de.wikipedia.org/...
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22.07.2013 19:53 Uhr von Jolly.Roger
 
+6 | -2
 
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"Faszinierend ist eher das Haberal ganz still geworden ist. ;-)"

Er sucht KiFi-News, die er einliefern kann.
Hoffentlich nicht wieder 5 Jahre alte Quellen....
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22.07.2013 21:44 Uhr von Nightvision
 
+2 | -4
 
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@ sooma , den druck haben die amis gemacht nicht die türken, und ja es ging um das einbinden und die stabilisation des nato- partners. es gibt vieles was hier in europa verdröngt wird was nicht in das negativbild was man sich in bezug auf die türken und die türkei zusammenschustert. ich möchte mch nicht eingereiht wissen mit gewissen anderen supertürkein hier, aber ich möchte das ihr deutschen das ganze objektiver betrachtet und nicht immer pauschalisiert. das es auch noch andere türken als die supertürken gibt wird hier ausgeblendet. was ist mit den menschen die in der türkei und hier für ihre freiheit demonstrieren ? wir sind nicht alle terroeristen oder linksextreme die erdogan stürzen wollen. ich bin z.b. ein ganz normaler türke und moslem, aber habe mit erdogan nichts am hut. ich will eine demokratische und freie türkei für alle die da leben und ich stehe damit nicht alleine.
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22.07.2013 23:25 Uhr von Floppy77
 
+6 | -0
 
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@Haberal
Wenn man sich die Verbrechensstatistiken anschaut, fallen dort die Koreaner auch nicht weiter auf und verblassen hinter den Türken.

Und wo hast Du Deine Zahlen her? 2012 waren es noch 1,6 Mio. Die Zahlen müssten sich dann ja verdoppelt haben.
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23.07.2013 00:03 Uhr von Jolly.Roger
 
+5 | -0
 
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@Nightvision:

"den druck haben die amis gemacht nicht die türken"

Jein.
Ausschlaggebend war der "Wunsch" der USA, allerdings hat die Türkei diese politische Karte auch deutlich ausgespielt.
Deutschland hatte das "Angebot" ja bereits abgelehnt, und auch in der zweiten Runde war man sehr zurückhaltend....

"ich möchte mch nicht eingereiht wissen mit gewissen anderen supertürkein hier"

Soweit kann man hier auf alle Fälle differenzieren. Da kann ich mich schon soweit aus dem Fenster lehnen... ;-)

"was ist mit den menschen die in der türkei und hier für ihre freiheit demonstrieren ?"

Vor denen haben die meisten hier durchaus großen Respekt.

Bitte im Gegenzug auch differenzieren, dass viele hier eben nur gegen die von dir angesprochenen "Supertürken" wettern, die sich weder hier noch in der Türkei benehmen können und weder hier noch in der Türkei willkommen sind.
Ich zumindest bin z.B. gegen Erdogan, weil er genau diese freiheitliche, demokratische und moderne Türkei wieder zurückrüstet ins tiefe Mittelalter.

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