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Studie: Durch Mietkosten, Hartz-IV-Niveau für viele Standard

Durch die hohen Mietausgaben, die einkommensschwache Familien bezahlen müssen, haben viele Familien in Deutschland weniger Geld zur Verfügung als eine Familie, die Hartz-IV erhält. Diese Modellrechnung hat die empirica AG im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung herausgefunden.

666 Euro bleiben einer einkommensschwachen Familie im Monat übrig, wenn die Mietkosten abgezogen sind. "Familien aus der unteren Mittelschicht und oberen Unterschicht geraten in Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt finanziell stark unter Druck", so Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann-Stiftung.

Die Hälfte wird bereits nur für die Miete ausgegeben. Zumindest wenn man in Frankfurt am Main, Jena, Freiburg oder München wohnt. In anderen Städten sind es nur 20 Prozent. Im gesamten Bundesgebiet gehen durchschnittlich 30 Prozent des Haushalts-Einkommens für die Miete drauf.


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WebReporter: George Taylor
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Studie, Miete, Standard, Niveau
Quelle: de.reuters.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.07.2013 12:26 Uhr von Kanga
 
+5 | -29
 
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22.07.2013 13:00 Uhr von alles.Gelogen
 
+26 | -0
 
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@Kanga

Meiner Meinung nach ist deine Ansicht das Problem, was unsere Gesellschaft auseinandertreibt.

Die Hartz 4 sind also dein Problem? Nicht andere, die sich die Taschen vollstopfen?

Schonmal auf die Idee gekommen, das die Löhne im unteren Sektor zu niedrig sind, und nicht das Hartz 4 zu hoch?

Man kann damit gerade so vor sich hinleben. Sollen diese Menschen Nebenbei betteln, weil ein Großkonzern, der Milliarden Umsatz macht, seinen Mitareitern den Hartz 4 Satz bezahlt?
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22.07.2013 13:05 Uhr von ted1405
 
+13 | -0
 
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Davon abgesehen hat jeder, dem das so geht, Anspruch auf Aufstockung durch Hartz-IV und kommt somit letztlich (dank Eigenverdienst) auch auf mehr verfügbares Geld, als ein wirklich arbeitsloser Hartz-IV-Empfänger.

Andererseits ist es nur verständlich, dass Menschen in der Situation keinen Bock haben, sich das anzutun. Hartz-IV zu beantragen ist schon sehr ätzend!
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22.07.2013 13:29 Uhr von Marco Werner
 
+15 | -1
 
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@Kanga
Was würde sich denn finanziell für dich ändern,wenn man aufgrund solcher Studien den Hartzern die Kohle kürzen würde...hättest du dadurch plötzlich mehr Kohle in der Tasche ? Denk mal drüber nach!
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22.07.2013 13:43 Uhr von tafkad
 
+15 | -0
 
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@Kanga

Das Problem dabei sind aber nicht die H4 Empfänger sondern die Arbeitgeber welche schlecht bezahlen und die immer stärker steigenden Preise.

Schönes bsp. meine Wohnung hat zu DM Zeiten kurz nach meiner ersten Ausbildung knapp 300 DM gekostet bei einem damaligen Tariflohn von 1800 DM netto konnte man noch recht gut leben. Die selbe Branche verdient nun Tarif-Netto 1500 € und die selbe Wohnung kostet knapp 650 €. Was passt hier nicht zusammen?

@ted1405

Falsch, dann macht man es so wie gewisse Arbeitgeber und erhöht die Gehälter soweit, bis man über dem möglichen Satz ist wo man aufstocken kann und hat am Ende 3-4 € mehr. Was vergessen wird ist das Aufstocken nicht anhand der Miete berechnet wird sondern anhand des Gehalts und in Gegenden wo bezahlbare Wohnungen nur mit Wohnberechtigungsschein zu bekommen sind und der Rest der Wohnungen so teuer sind das Sie das halbe bis 3/4 Netto Gehalt auffressen ist das nur ein schwacher Trost.
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22.07.2013 15:01 Uhr von spliff.Richards
 
+9 | -1
 
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@Kanga

Ach und würden jetzt auf einmal alle Hartzer arbeiten gehen, hättest du plötzlich mehr Geld zur Verfügung? Sehr interessante Logik...

@Alles.Gelogen

Du hast recht, solche Ansichten treiben unsere Gesellschaft immer weiter auseinander. Ich würde aber mal behaupten, dass das ganze so gewollt ist. Ein Volk das in allen erdenklichen Themen auseinander driftet, ist nicht unter einen Hut zu bringen. Uns wird hier die Grundlage genommen, es mal irgendwann zu schaffen - gemeinsam - unsere dicken Ärsche aus den Sesseln zu erheben und mal kräftig auf den Tisch zu hauen.
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22.07.2013 15:25 Uhr von PeterLustig2009
 
+8 | -2
 
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Schon lustig

Die einen sagen die bösen hartz4ler die das gleiche bekommen wie Leute die sich für 4€ die Stunde anstellen lassen, die anderen schieben die Schuld auf die bösen Arbeitgeber die natürlich alle nur einen Hungerlohn zahlen.


Und die Wahrheit

Liegt wie immer irgendwo dazwischen.


1. Sicherlich gibt es Arbeitgeber die zu wenig Lohn zahlen
2. Genausoviele Arbeitnehmer lassen sich aber auch mit wenig Lohn abspeisen

Ich habe letzte Woche eine junge Dame bei mir als Bürokauffrau eingestellt.
Bei der Gehaltsvorstellung gab sie an dass sie 1000€ im Monat haben möchte (37h/Woche). Da frag ich mich wovon möchte die Frau leben? Als ich ihr vorgerechnet habe dass sie davon doch nur so grade über die Runden kommt (sie bezieht ja keinerlei Aufstockung oder sonstige Hilfen) war ihr einziges Argument dass es immer noch besser als Hartz4 wäre.
Da ich nicht so ein Arschloch bin (wie der Großteil der Arbeitgeber es auch nicht ist) habe ich ihr dann ein ortsübliches Gehalt angeboten.

Aber genau das ist das Problem
Viele verkaufen sich unter Wert und jammern hinterher dass sie nicht genug Geld bekommen. Da kann ich nur sagen "Selbst schuld!!"
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22.07.2013 15:54 Uhr von tafkad
 
+0 | -3
 
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@PeterLustig2009

Ohne genaues Hintergrundwissen zu der Frau zu haben, je nach Situation ist Sie erstmal froh überhaupt einen Job zu haben und nutzt diese Anstellung vielleicht als Sprungbrett. Ich kenne zumindest zwei Leute die sich erstmal komplett unter Wert verkauft haben um überhaupt erstmal wieder einen Job im Lebenslauf zu haben. Diesen dann aber genutzt haben um sich woanders für gutes Geld zu bewerben. Sie waren aber froh nach 2 Jahren H4 überhaupt erstmal einen Job bekommen zu haben. Zumal Ihre private Situation(vorher selbstständig und daher verschuldet) nicht zu deren Vorteil war. Man kann es nutzen um aufzuspringen. Allerdings muss man dies gezielt und vorallem geplant machen. Daher verstehe ich Leute schon die sich kurzfristig unter Wert verkaufen. Nur diejenigen die es dauerhaft machen sind es die ich nicht verstehe.

[ nachträglich editiert von tafkad ]
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22.07.2013 16:05 Uhr von gerndrin
 
+2 | -0
 
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Hierzu am kommenden Samstag ein interessanter Vortrag von Inge Hannemann (freigestellte? Mitarbeiterin des Jobcenters Hamburg)
in Traunstein 27.07. um/ab 12:00 Uhr

http://hartz-ist-ungerecht.forumprofi.de/...
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22.07.2013 16:57 Uhr von generalviper
 
+4 | -2
 
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@Kanga
"und da wundern sich alle..das man auf H4 empfänger draufhaut...
selber geht man arbeiten..und hat weniger geld zur verfügung..als n H4 empfänger..der den ganzen tag nicht nen finger krumm macht...und alles vom Amt bezahlt bekommt"

Genau, der Hartz IV Empfänger ist schuld, dass Du sowenig verdienst. Und natürlich bekommt der Hartz IV Empfänger alles vom Amt. Neidisch auf Hartz IV Empfänger? Sind wir schon soweit?
Am besten alle in Lager zusammentreiben und Teppiche knüpfen lassen, kann ja nicht sein, dass das faule Pack von unserem Geld lebt, oder wie?


@Jauchegrube

"Hartz4 halbieren
Seit dem Rauchverbot und Kneipensterben benötigt man nicht mehr den vollen Regelsatz. "

Schön, wenn man 6.000.000 Menschen einfach pauschalisiert über einen Kamm scheren kann was? Wer solche Vorurteile hegt, bei dem scheint es - vielleicht auch angesichts des warmen Wetter - mit dem Denken momentan nicht so ganz zu klappen wie ich annehmen muss?

Übrigens würde eine Halbierung von Hartz IV auch die ganzen Aufstocker (ca. 1.200.000 Menschen) treffen. Übrigens sind die Aufstocker diejenigen, die für 5,- - 6,- Euro Stundenlohn die Drecksarbeit machen, für die sich "das bessere Volk" zu schade ist.

Ganz ehrlich, selbst wenn 20 % Hartz IV Empfänger das System ausnutzen, bleiben immer noch 80 % über, denen das System zumindest ein Überleben sichert.
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22.07.2013 20:19 Uhr von blaupunkt123
 
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Man könnte ja auch aufs Land ziehen, nurmal so als Idee

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