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NS-Dokumentationszentrum Obersalzberg: Zwei Millionen Besucher seit 1999

Im Jahr 1999 eröffnete das NS-Dokumentationszentrum Obersalzberg in Berchtesgaden.

Rund zwei Millionen Besucher sahen bisher die Dokumentation. Vergangenen Donnerstag empfing Finanzminister Markus Söder (CSU) eine Schulklasse als Jubiläumsgast.

"Die Resonanz der breiten Öffentlichkeit übertraf von Anfang an jede Erwartung", sagte Söder.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Besucher, Zentrum, NS, Markus Söder, Berchtesgaden
Quelle: www.bild.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.07.2013 20:55 Uhr von erdengott
 
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Ich kann zur Qualität der Ausstellung nichts sagen, einen nicht unerheblichen Teil an der Anzahl der Besucher dürfte allerdings schlicht die sehr schöne Umgebung des Obersalzberges samt seiner guten Erreichbarkeit haben.
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21.07.2013 22:33 Uhr von Schlauschnacker
 
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Die NS-Zeit als Einnahmequelle. Deshalb entstehen auch überall neue Einrichtungen. Sogar in der hochverschuldeten Stadt Duisburg entsteht ein NS-Dokumentationszentrum. Kostet sehr viel Geld, lockt aber wohl millionen Menschen an, die dann mit ihrem Geld die leeren Kassen füllen.
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22.07.2013 12:15 Uhr von Hugh
 
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Wenn man sich Eure verbitterten Kommentare ansieht, kann man eine Vorstellung davon bekommen, was Zvi Rex damit meinte, als er sagte:

"Die Deutschen werden den Juden Auschwitz niemals verzeihen"

Auch hier findet die Täter-Opfer-Umkehr statt, quillt der einst verkappte Hass an die Oberfläche. Kein Beitrag über die NS-Zeit und deren Aufarbeitung, ohne dass das große Geheule losgeht. Hier auch garniert durch sekundär-antisemitische Klischees: "NS-Zeit als Einnahmequelle". Als Henryk Broder sein letztes Buch "Vergesst Auschwitz" nannte, war dies natürlich ein bewusst provokant gewählter Titel. Die dahinter stehende Logik wird im Zusammenhang mit diesem Thread recht deutlich.
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22.07.2013 22:04 Uhr von Schlauschnacker
 
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@ Hugh
"Auch hier findet die Täter-Opfer-Umkehr statt, quillt der einst verkappte Hass an die Oberfläche."

Ich bin erst 20 Jahre nach dem Holocaust geboren und gehöre damit nicht zu den Tätern, außerdem habe ich keinen Hass auf Juden. Ich möchte aber auch nicht ständig mit den damaligen Tätern in einen Topf geworfen werden, nur weil ich zufällig in diesem Land geboren wurde. Meiner Meinung nach gibt es genügend Dankmäler, Mahnmale und Dokumentationsstätten, die vor einer Wiederholung der Geschichte mahnen.
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23.07.2013 21:45 Uhr von Hugh
 
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"Ich bin erst 20 Jahre nach dem Holocaust geboren und gehöre damit nicht zu den Tätern,"

Das habe ich auch nicht behauptet. Es geht hier auch vielmehr um eine geistige Täter-Opfer-Umkehr: Die Deutschen verstehen den Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung nicht. Schuld hat niemand, der nach dem Krieg geboren wurde (streng genommen natürlich auch nicht diejenigen, die zur NS-Zeit Kinder waren). Trotzdem identifiziert sich Millionen Menschen mit der Schuld. Implizit, nicht explizit. Die Deutschen sind daher häufig der Meinung, dass der Rest der Welt sie noch immer beschuldigen würde. Das ist mehrheitlich mitnichten so. Die Deutschen werfen sich das alles selber vor und entwickeln aus dieser Autoaggression eine Täter-Opfer-Umkehr. Ich hoffe, es ist jetzt deutlicher geworden.

"außerdem habe ich keinen Hass auf Juden."

Judenhass ist nur ein kleiner Randbereich des Antisemitismus. Vordergründig ist Antisemitismus eine Weltanschauung, ein Erklärungsmodell der Wirklichkeit. Der konkrete Judenhass ist dabei lediglich die offensichtlichste Ausprägung des Antisemitismus. Es gibt aber noch Vorformen, die man vielleicht als strukturellen oder Protoantisemitismus bezeichnen könnte. Das ist dann der Fall, wenn man sich typischer Argumentationsstrukturen bedient. Dazu zählt eben die Mär des geldraffenden Juden. Sehr häufig wurde dieses Bild in jüngerer Zeit "weiterentwickelt" und kommt beispielsweise heutzutage in der Argumentation daher, Juden würden den Holocaust aus finanziellen Gründen instrumentalisieren. Nun hast Du nicht von Juden gesprochen und Du bist vermutlich auch kein Judenhasser, aber Du hast Dich argumentativen Figuren bedient, die zum Gerüst, dem Skelett des Antisemitismus gehören. Du hast es auch nicht bewusst gemacht, sondern eine argumentative Figur aufgegriffen, die immer mal wieder zu vernehmen ist. Das ist es, was den Antisemitismus so virulent macht: Er bietet eine Vielzahl anpassbarer Modelle an, die sehr eingängig sind und scheinbar Erklärung für die Wirklichkeit geben. Der Antisemitismus hat daher eine unglaubliche Virulenz, die Denkmodelle, die ihm zugrunde liegen werden immer und immer wieder neu erfunden. Daher hat der Antisemitismus Merkmale einer kollektiven Geisteskrankheit.


"Ich möchte aber auch nicht ständig mit den damaligen Tätern in einen Topf geworfen werden,"

Das tut auch niemand, siehe oben.

"Meiner Meinung nach gibt es genügend Dankmäler, Mahnmale und Dokumentationsstätten, die vor einer Wiederholung der Geschichte mahnen."

Das Problem ist, dass diese Flut von Denkmälern und Mahnmalen eigentlich nur als Abschiebeknast für eine hässliche Erinnerung dienen. Viele dieser Denkmäler und Kranzniederlegungen sind der Ausdruck davon, sich sogar beim Distanzieren gegenseitig zu übertreffen. Der Deutsche höher-schneller-weiter-Leistungsanspruch eben. Der Deutsche - nun sogar Weltmeister in "Vergangenheitsbewältigung". Da finde ich solche Dokumentationszentren viel wertvoller. Am wertvollsten aber ist es sicherlich, sich mit den geistigen Grundlagen des Antisemitismus zu befassen, und vor allem in die Zukunft zu blicken. Die Vergangenheit können wir nicht ändern, aber die Zukunft.
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23.07.2013 22:02 Uhr von Schlauschnacker
 
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@ Hugh
So ausführlich geschrieben kann ich Deinen vorherigen Beitrag sehr viel besser nachvollziehen und verstehen. Vielen Dank dafür.

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