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Voreingestelltes Passwort am Router schützt Nutzer vor Filesharing-Vorwürfen

Fritzbox, Hersteller von WLAN-Geräten, hat seine Geräte ab Werk mit einem voreingestellten Kennwort ausgeliefert. Dies schützt die Nutzer der Box vor einer Abmahnung, wie ein aktuelles Urteil aus Frankfurt besagt.

Im Fachblog "LawBlog" wurde verkündet, dass ein WLAN-Nutzer glaubhaft erklären kann, dass er nicht selbst Filesharing betrieben hat, wenn er seine Kinder ausreichend aufgeklärt und sein WLAN ausreichend gesichert hat.

Die klagende Plattenfirma biss auf Granit als sie die Verschlüsselung des Routers in Frage stellte. Der Beschuldigte nutze eine Fritzbox die mit einem Schlüssel ab Werk gesichert ist. Dies überzeugte den Richter, für den Angeklagten zu entscheiden.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Nutzer, Filesharing, Passwort, Router
Quelle: business.chip.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.07.2013 09:40 Uhr von Fowel
 
+40 | -0
 
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sehr gutes Urteil - da kommt bei jedem Sharer Freude auf :-)
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20.07.2013 09:44 Uhr von MRaupach
 
+2 | -1
 
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Auch wenn mir das Urteil gefällt, sollte man doch das vom Werk mitgelieferte Passwort ändern ;)

Ist aber schon interessant, dass das Gericht dies schon als "ausreichend gesichtert" ansieht, evtl sollte man das PW dann doch nicht ändern, dann kan man immer behaupten jemand anders hat auf das wlan zugegriffen, weil das passwort nicht sicher war, aber trotzdem sagen, dass man es ja gesichert hat :D
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20.07.2013 09:57 Uhr von Fowel
 
+7 | -6
 
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das A und O ist sowieso, dass man seinen PC vollverschlüsselt. Habe seid ich denken kann Truecrypt auf meinem PC - dann sollen sie erst mal kommen...
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20.07.2013 10:54 Uhr von PeterLustig2009
 
+2 | -1
 
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Es geht nicht um das Kennwort sondern darum dass sein W-Lan zum Fielsharing genutzt wurde. Da er aber sein Kind ausreichend unterrichtet hat wie böse das doch ist und das W-Lan gesichert ist war er als Anschlussinhaber nicht mehr haftbar für das Vergehen seines Kindes oder jemand anderes
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20.07.2013 11:34 Uhr von yeah87
 
+2 | -0
 
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Juhuuu und los gehts....
50000 zeigt eure Leistung......
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20.07.2013 11:36 Uhr von Delios
 
+1 | -2
 
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Das Problem an der Geschichte ist die Unverhersehbarkeit der Gerichte. Diese Familie hatte mehr oder weniger Glück.
Bei der Unterlassungserklärung die man von den Anwälten der Urheber bekommt sind ja bekanntermaßen irgendwas um die 1000€ dabei.
Wenn man es aber auf einen Gerichtsprozess ankommen lassen will, steht die Streitsumme schnell mal bei 30.000€. Und das bezahlt keine Rechtsschutzversicherung wenn man verlieren sollte.
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20.07.2013 11:42 Uhr von Marco Werner
 
+4 | -1
 
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@Fowel
Deine Vollverschlüsselung bringt dir gar nichts,wenn du beim Filesharing erwischt wirst. Denn da wird dein Traffic überwacht, der von der Truecrypt-Verschlüsselung deines Rechners vollkommen unabhängig ist,d.h. das sind zwei paar Schuhe. Du müsstest schon deinen gesamten Traffic über einen Proxy umleiten,um halbwegs sicher zu sein.
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20.07.2013 13:29 Uhr von Marco Werner
 
+1 | -0
 
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@MRaupach
Man müsste halt eine verlässliche Aussage der Routerhersteller haben,inwiefern die werkseitigen Passwörter wirklich für jedes Gerät individuell sind oder ob das vielleicht nur eine gewisse Anzahl von Passwörtern sind,die immer wiederholt werden. Klar könnte man das Passwort sicherheitshalber selbst ändern,aber dann werden die Anwälte auf jeden Fall mit dem Argument "Wer weiß,ob das den gängigen Ansprüchen genügt hat!" um die Ecke kommen.
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20.07.2013 14:42 Uhr von Hanna_1985
 
+3 | -0
 
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Das Produkt heisst "Fritzbox", der Hersteller ist AVM.
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20.07.2013 14:55 Uhr von PeterLustig2009
 
+6 | -0
 
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@Delios
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen dass man die Unterlassungserklärung NIE unterschreiben sollte, selbst wenn man schuldig ist

Habe es seinerzeit auf einen Gerichtsprozess ankommen lassen

Unterlassungserklärung war mit Zahlung von 870€ verbunden.

In der Gerichtsverhandlung wurden aus den 870€ (der Streitwert steigt nämlich nicht auf einmal) erst 350€ und dann komplett fallengelassen. Gerichtskosten hätte von Anfang an der Kläger gezahlt
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20.07.2013 15:57 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -2
 
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Ich möchte auch niemandem die Freude verderben und das Filesharing vermiesen.
Aber ein Schulkamerad von mir - ein Gerichtsvollzieher - unternimmt in vielen Haushalten die amtliche Pfändung wegen Filesharing.
Er erzählt, dass sich immer wider einige für "oberschlau" gehalten haben. Wobei er die Haushalte gar nicht sieht, die zahlen oder Ratenzahlung vereinbaren. Er sieht ja nur die Haushalte, die dadurch finanziell ruiniert sind.
Offenbar klappt es bei vielen nicht, das Gericht von der Unschuld zu überzeugen.
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20.07.2013 16:26 Uhr von Dracultepes
 
+6 | -1
 
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@ThomasHambrecht

Dann erzähl doch nicht bitte immer so klug, sondern hau die Urteile hier rein.

Dein Gerichtsvollzieherfreund kennt mittlerweile jeder hier nur keine Urteile die dazu führen. Die sind nämlich sehr sehr rar gesät.
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20.07.2013 18:04 Uhr von damokless
 
+1 | -0
 
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@Thema:
Da glaube ich nicht, Tim.

Einen richtigen Schutz gibt es nur, wenn die Abzocker keinen Adressaten herausfinden.

Ich glaube jedenfalls kaum, dass schon mal jemand eine Abmahnung erhalten hat, der ein V(irtual)P(rivate)N(etwork) nutzt (kostet monatlich aber mindestens 3 Euro) oder verschlüsseltes Filesharing betreibt.

Würden alle Filesharingnutzer sich entsprechend schützen, könnten die Abzocker ihre Abmahnungen nehmen und sich dahinschieben wo die Sonne nicht hinscheint.
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20.07.2013 20:04 Uhr von Marco Werner
 
+1 | -0
 
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@damokless
Selbst verschlüsseltes Filesharing nützt nichts,wenn die Loggingfirmen Honeypots aufstellen. Daß sie das tun, zeigt ihr eigener Leistungskatalog, in dem diese Möglichkeit aufgeführt ist. Rechtlich gesehen ist diese "Ermittlungsmethode" jedoch sehr fragwürdig,da hier lediglich Indizien gesammelt, aber dann nur aufgrund einer Vermutung abgemahnt wird.
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20.07.2013 20:56 Uhr von keineahnung13
 
+1 | -0
 
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heutzutage haben die Boxen ja alle ein anderes PW... damals hatte ja die Komplette Serie das gleiche und die null Ahnung von dem Zeug hatten waren quasi genauso offen^^
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20.07.2013 21:25 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -0
 
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@Dracultepes
Die Gerichtsurteile bekommt ein Gerichtsvollzieher nicht zu sehen. Er bekommt nur den Pfändungsbescheid - und sieht den Gläubiger.
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21.07.2013 02:24 Uhr von ROBKAYE
 
+2 | -0
 
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@Fowel

Na, dann hoffe ich mal, dass du TrueCrypt selbst kompiliert hast, denn die vorkompilierte Version, die du aus dem Internet als EXE herunterladen kannst, unterscheidet sich vom Quellcode her massiv von der quelloffenen Version.

Die "TrueCrypt-Foundation" hat ihren Sitz übrigens in Nevada... alles was man bei bei dieser Adresse findet, ist eine Briefkasten-Firma ;-)

Jeder, der sich überlegt, die Software einzusetzen, sollte abwägen, ob er aufgrund der o. g. Kuriositäten im Bezug auf die "TrueCrypt-Foundation", wirklich volles Vertrauen in dieses Tool legen kann und sollte.

Interessant ist auch, das Teile des Quellcodes der vorkompilierten Version der sog. "Truecrypt Foundation License" unterliegen und nicht eingesehen oder verändert werden dürfen. Keine Sau weiß, was dieser Teil des Codes für eine Funktion hat.

TrueCrypt ist somit teillizensiert und damit KEINE Open Source Software weshalb TrueCrypt auch nicht Bestandteil der gängigen Linux-Distributionen ist.

Ein weiterer Grund für diese Entscheidung beruht auf der Tatsache, dass die "TrueCrypt Foundation" kein Sterbenswort nach außen dringen lässt, was in den neuen Versionen der Software verändert wurde .... wenn die Briefkastenfirma also noch niemanden stutzig gemacht hat, dann wäre spätestens jetzt eine gesundes Maß an Skepsis angebracht.

Ursrünglich wurde TrueCrypt meines Wissens nach vom Militär entwickelt, so wie das Tor-Netzwerk auch ;-) ...

TrueCrypt wurde bis jetzt auch noch nie von einem Software-Forensiker auf so genannte "Backdoors" überprüft. Es gibt a) nur sehr wenige Spezialisten, die so eine Prüfung vornehmen können und b) würde eine eingehende Prüfung sehr viel Zeit kosten.

Ich nehme stark an, das TrueCrypt verdeckt vom US-Militär oder den Geheimdiensten weiterntwickelt wird, denn laut dem designierten CIA Chef, machen sich gerade die Menschen, die ihre Daten verschlüsseln sofort verdächtig ;-) ... es wäre schon komfortabel, wenn man als Geheimdienst direkt von einer Software informiert würde, wenn jemand seine Festplatte verschlüsselt, oder?

Die aktuellen Überwachungsskandale und das Ausmaß der Abhörprogramme lassen vermuten, dass es für die Geheimdienste ein leichtes wäre, so eine Software zu entwickeln und unter das Volk zu bringen.

[ nachträglich editiert von ROBKAYE ]
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21.07.2013 10:09 Uhr von fromdusktilldawn
 
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pw : 12345678 oder oooooooo je nach länge
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22.07.2013 14:04 Uhr von damokless
 
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@Marco Werner:
"Selbst verschlüsseltes Filesharing nützt nichts,wenn die Loggingfirmen Honeypots aufstellen.:"

Na, schön.
Was ist mit Oneswarm?

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