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USA/Fall Debra Milke: Todesurteil gekippt - neues Verfahren (Update)

Bereits im März wurde das Todesurteil gegen die deutschstämmige Debra Milke von einem Bundesgericht aufgehoben, unter anderem, weil die Staatsanwaltschaft den Meineid eines Ermittlers nicht erwähnt hatte.

Nach dem die 49-Jährige bereits 20 Jahre im Gefängnis auf ihre Hinrichtung warten musste, muss sie sich nun ab dem 30. September erneut wegen des Mordes an ihrem Sohn vor Gericht verantworten. Der gesamte Prozess wird mit diesem Tage neu aufgerollt.

Sie soll Bekannte damit beauftragt haben, ihren Sohn zu beseitigen. Er war ihr angeblich lästig geworden. Die Leiche wurde damals mit drei Kopfschüssen in der Wüste gefunden. Ihr Anwalt versucht jetzt die Angeklagte gegen Zahlung einer Kaution frei zu bekommen.


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WebReporter: braincontrol
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Update, Fall, Verfahren, Todesurteil
Quelle: www.wochenblatt.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.07.2013 09:01 Uhr von braincontrol
 
+11 | -1
 
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Unglaublich. Da wird die Frau erst zum Tode verurteilt, ihre geplante Hinrichtung 1997 findet nicht statt, weil noch nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind, im März 2013 wird ihr Todesurteil aufgehoben und jetzt muss sie sich erneut vor Gericht verantworten, mit den selben Anschuldigungen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sich die Frau fühlen muss, mal ganz abgesehen davon ob sie nun schuldig ist oder nicht. Wie will man das nach all den Jahren noch feststellen?
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20.07.2013 09:03 Uhr von Mankind3
 
+8 | -1
 
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Was dem ganzen die Krone aufsetzt, das man einem Beamten immernoch glaubt der schon einmal einen Meineid geleistet hat. Soweit ich das noch weis, ist das nämlich der einzige Belastungszeuge in dem Fall gewesen.
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20.07.2013 09:29 Uhr von Suffkopp
 
+6 | -0
 
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Das ist auch etwas was mich verwundert im amerikanischen Rechtssystem:

Das einer im Knast sitzt wegen einer Gewalttat, Jahre später ein zweiter für den gleichen Mord verurteilt wird, der erste aber nicht rauskommt weil er eben von einer Jury rechtskräftig verurteilt wurde.
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20.07.2013 09:32 Uhr von braincontrol
 
+3 | -0
 
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@Suffkopp: Das ist ja krass. Gibt es eine Geschichte dazu bzw. einen konkreten Fall den du benennen kannst? Würde mich darüber gern weiter informieren. Danke schon mal.

@Mankind3: Die Amerikaner glauben eben noch immer an das Gute in ihren Beamten. :/
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20.07.2013 09:49 Uhr von Mankind3
 
+2 | -0
 
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Hier so ein paar Fakten zu der ganzen geschichte:

- Der Beamte Detective Armando Saldate hatte die Verurteilte ganz alleine ohne weitere Zeugen Verhört

- Die Vernehmung wurde entgegen der Dienstanweisung NICHT auf Band aufgezeichnet

- Es gibt kein unterschriebenes Geständnis von Debra Milke das sie wirklich ihren Sohn umbringen lies.

- Es gibt nur die nicht zu beweisende Aussage von Detective Armando Saldate sie hätte den Auftragsmord gestanden, ein Detective der sich zuvor schon des mehrfachen Meineids schuldig gemacht hatte.

Und auf so einer Grundlage wird eine Person zum Tode verurteilt, es ist unverständlich das so einem Beamten noch geglaubt wird und das er nicht schon längst aus dem Polizeidienst entlassen wurde, denn er hat nicht nur Meineid verübt sondern auch noch in anderen Belangen seine Kompetenzen weit überschritten.

[ nachträglich editiert von Mankind3 ]
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20.07.2013 10:20 Uhr von KingPiKe