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USA/Detroit: Ehemalige US-Autometropole beantragt Gläubigerschutz

Die ehemalige US-Autometropole Detroit steht am Abgrund. Detroit ist hoch verschuldet und Rick Snyder, Gouverneur von Michigan, hat nun den vom Notfallmanager Kevyn Orr geforderten Gläubigerschutz vor Gericht genehmigt. Snyder meinte, dass dies der einzige Weg sei, um Detroit wieder zu stabilisieren.

"Die Stadt kann ihre Schulden nicht mehr bezahlen, wenn sie fällig werden, und ist insolvent", so Snyder. Der Gläubigerschutz würde der Stadt eine Atempause gönnen und die Zeit gewähren, insgesamt 18,5 Milliarden Dollar Verbindlichkeiten neu zu ordnen.

Außerdem wäre Detroit für einen gewissen Zeitraum vor Klagen geschützt. Bevor Snyder den Gläubigerschutz beantragen wollte, waren Verhandlungen der Stadt mit Gläubigern gescheitert. Snyder selbst ist Rechtsanwalt und wurde im März 2013 eingesetzt, um die Finanzen der Stadt zu regeln.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Schulden, Detroit
Quelle: www.handelsblatt.com

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.07.2013 07:06 Uhr von montolui
 
+4 | -1
 
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...die sind einfach pleite und fertig....
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19.07.2013 07:26 Uhr von tobsen2009
 
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ist traurig was aus Detroit geworden ist, früher in den 50er Jahren eine Autometropole mit fast 2 Millionen Einwohnern und heute eine "Ghetto"-Großstadt mit einer der höchsten Kriminalitätsraten in den USA. Die Stadt ist fertig, und das wird sich auch mit einer Atempause nicht ändern.
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19.07.2013 07:48 Uhr von maki
 
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Bulldozer ran und im Gedenken an die Vergangenheit nen Parkplatz draus machen.

:-DDD
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19.07.2013 08:03 Uhr von Bildungsminister
 
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Im Grunde ist mit Detroit das passiert, was auch mit vielen Städten in Deutschland, z.b. im Ruhrgebiet, passiert ist, nachdem die primäre Industrie weggebrochen ist. Es konnten nicht genug neue Arbeitsplätze geschaffen werden, weswegen die Stadt unter extremem Einwohnerschwund leidet. Das hat die Finanzlage noch mehr destabilisiert, und so entwickelt sich eine Abwärtsspirale. Natürlich ist der Maßstab hier etwas größer, aber im Grunde ist es das Gleiche.

Auch hier haben wir einige hochverschuldete Städte. Nicht ohne Grund plant die NRW-Regierung einen Soli auf Landesebene, um schwache Städte durch starke zu stützen.

In Detroit hat das leider radikale Ausmaße angenommen. Jeder dritte Einwohner lebt mittlerweile an oder unter der Armutsgrenze, und es wird wohl kaum möglich sein den Trend einfach so umzukehren. Dazu braucht es vor allem Arbeitsplätze, was nur dann gelingen kann, wenn die Industrie Vorteile aus der aktuellen Lage ziehen kann.

Wenn man sich mal Bilder von Detroit ansieht, dann kann man sich kaum vorstellen, dass so eine Stadt pleite gehen kann. Allerdings braucht man im Grunde nur den Blick nach Berlin wagen, die ja bekanntlich auch seit Jahren über ihre Verhältnisse leben. So unvorstellbar ist es daher eigentlich gar nicht. Würde Berlin nicht durch den Soli gestützt, wären da auch schon seit langem die Lichter aus.
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19.07.2013 08:11 Uhr von hugrate
 
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vielleicht peilen die amis langsam mal, dass die ära der muscle cars und anderer amerikanischer spritfresser einfach vorbei ist (auch wenn diverse teile ein echter kracher sind aber zeiten ändern sich halt...) und die neuauflagen sehen nicht nur beschissen aus, es werden auch oft neue mängel bekannt; vom spritverbrauch gar nicht anzufangen...
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19.07.2013 08:14 Uhr von maki
 
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Naja, ich glaub, sooo doll haben die es auch nicht mehr mit den Spritfressern - zumindestens in Film und Fernsehn wird ja fast nur noch der Prius (oder zahlen die einfach am Besten fürs Placement?) propagiert.
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19.07.2013 11:32 Uhr von Trallala2
 
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@comic1

"Die Amerikaner haben zu viel Geld in sinnlosen und völkerrechtswidrigen Kriegen verpulvert "

Nicht dagegen wenn du behaupten würdest die Amis haben in sinnlosen Kriegen geführt, aber das mit den völkerrechtswidrigen Kriegen, das musst du mir erklären. Denn soweit ich mich erinnern kann, hat es USA verstanden stets ein Mandat zu bekommen. Zur Not auch rückwärtig. Also erkläre mit bitte was du unter völkerrechtswidrigen Kriegen verstehst?

Nur mal so geschichtliches: es wird immer von dem Völkerrecht oder internationalem Recht gesprochen. Das ist aber kein Recht im eigentlichen Sinne und nicht mit dem staatlichen Recht vergleichbar.

So war das, als z. B. Deutschland 1939 Polen angegriffen hat, eigentlich keine illegale Aktion. Sowas durfte man damals theoretisch, so seltsam sich das auch anhört. Ok, sie haben keine Kriegserklärung angegeben, aber das ist letztendlich nur eine Formalität. Nach dem damaligen Verständnis und Gepflogenheiten waren Kriege ein durchaus legales Mittel misslungene Diplomatie fortzusetzen. Es gibt ja auch den schönen Spruch: Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.

Dass die Nazis dann letztendlich doch nach dem Krieg wegen der Angriffskriege verurteilt wurden, war mehr oder weniger ein Kunstgriff. Auch wenn Angriffskriege theoretisch nicht illegal waren, hat man das als internationales Völkerrecht bezeichnet, was zu der Zeit üblich war. Und in der Zeit (trotz 1. WK) war es nicht mehr üblich Nachbarstaaten (zumindest zivilisierte Staaten) in Europa anzugreifen. Soll letztendlich bedeuten: wenn es üblich ist vor dem Eintritt in die Wohnung sich die Schuhe an der Fußmatte abzutreten und einer macht es nicht, kann man ihn damit kriegen was sonst üblich ist. Denn wo ist es gesetzlich vorgeschrieben sich die Schuhe vor dem Eintritt zu säubern?
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19.07.2013 18:22 Uhr von kingoftf
 
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@Trallala2

Irakkrieg 2003

Daher verweigerte der UN-Sicherheitsrat die Legitimation des Krieges durch ein UN-Mandat, so dass er völkerrechtlich als illegaler Angriffskrieg gilt.

http://de.wikipedia.org/...
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19.07.2013 22:26 Uhr von Trallala2
 
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@kingoftf

Die Antwort hat lange gedauert, vor allem sprach comic1 auch von einer Mehrzahl. Nun was den Irakkrieg 2003 angeht, so ist es rechtlich nicht so eindeutig. Stimmt, die Legitimation fehlte in dem Fall durch das UN, allerdings ist Irak durch eine breite Koalition gestützt worden. Hier haben die Diplomaten sich viel Arbeit gemacht und sind viel in der Weltgeschichte umgekurvt und viele Staaten auf ihre Seite gebracht, so dass sie eine indirekte Legitimation haben.

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