18.07.13 06:14 Uhr
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Thyssen-Krupp: Energiereiche Branchen jetzt schon in ihrer Existenz gefährdet

Der Vorsitzende des Stahl- und Investitionsgüterkonzerns Thyssen-Krupp, Heinrich Hiesinger, hat gefordert, dass es in Sachen Energiepolitik ein Umdenken geben müsste. Einerseits würde auf die Reduzierung des CO2-Ausstoßes geachtet, andererseits würde die Versorgungssicherheit keine Rolle spielen.

Hiesinger hält diese Politik auf Dauer für nicht haltbar. Man müsse den realen Gegebenheiten Rechnung tragen und eine Energiepolitik mit Augenmaß fahren. "Andernfalls gefährden wir langfristig die für den Wohlstand aller unverzichtbare industrielle Wertschöpfung in Deutschland", so Hiesinger.

Es sei komplett falsch, dass energieintensive Unternehmen von der EEG-Umlage befreit seien. Thyssen-Krupp würde pro Jahr 105 Millionen Euro EEG-Umlage bezahlen. Wenn der Konzern dies voll zahlen müsste, läge der Betrag bei 330 Millionen Euro. Die Kosten für die Energiewende würden dann ausufern, so Hiesinger.


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WebReporter: Borgir