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Ärzte entdecken überraschende Nebenwirkungen bei Antidepressiva

Als Ärzte Medikamente gegen Depressionen näher untersucht haben, fanden sie überraschende Nebeneffekte heraus.

Unter der Lupe konnten die Ärzte beobachten, dass die Medikamente den Gehalt vom fettähnlichen Stoff Ceramid in Nervenzellen verminderten.

"Doch genau dieser Effekt scheint in Wirklichkeit eine zentrale Rolle zu spielen, um wieder in eine positive Stimmung zu kommen", so Johannes Kornhuber von der Universität Erlangen-Nürnberg.


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WebReporter: Haberal
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Zelle, Fett, Nebenwirkung, Antidepressiva
Quelle: www.focus.de

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36 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.07.2013 20:24 Uhr von Jlaebbischer
 
+21 | -3
 
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zu Risiken und Nebenwirkungen fressen Sie die Packungsbeilage und erschlagen Sie ihren Arzt oder Apotheker...
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16.07.2013 20:36 Uhr von fuxxa
 
+4 | -2
 
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Gabs mal mit Zyban. Kam als Antidepressiva auf den Markt und hatte als Nebenwirkung, dass viele Konsumenten auf einmal mit dem Rauchen aufhörten. Die Wirkung als Antidepressiva war allerdings überschaubar.
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16.07.2013 20:41 Uhr von Gribbel
 
+23 | -13
 
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Für Menschen die an Depressionen leiden eine gute Sache, da diese Entwicklung möglicherweise zur entwicklung besserer Medikamente beitragen könnte.

Aufgeschlossenen Menschen empfehle ich jedoch wärmstens ein ganz natürliches Antidepressivum: Cannabis. Kann man auch verbacken/verdampfen wenn man nichtraucher ist. Bereits kleinste Dosen wirken antidepressiv und das weitgehend bis vollständig rauschfrei. Die Dosis macht den "rausch". Besonders ratsam wenn bekannte antidepressiva nicht wirken oder schwere Nebenwirkungen zeigen.

Wenn es funktioniert, also hilft, im Internet kann man einen Antrag bei der Bundesopiumstelle für medizinischen Cannanbiskonsum beantragen. Dieses muss euer Artzt und Therapeut mit befürworten und begründen. Dem Antrag liegt eine Anleitung bei die das genauer erläutert.
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16.07.2013 21:11 Uhr von mike4k
 
+4 | -0
 
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Das ist dann aber keine Nebenwirkung, sondern eventuell der bisher unbekannte Wirkmechanismus. Die Wirkung ist ja nunmal gewollt und nicht unerwünscht...
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16.07.2013 21:25 Uhr von Prachtmops
 
+11 | -12
 
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@ Gribbel

und sonst gehts dir noch gut oder was?`
du bist der meinung, das man psychoaktive substanzen
bei depressionen nehmen soll ja?

sorry, aber du hast sowas von 0 plan...
das zeug verstärkt die depression nur sowie vorhandene symptome.
geh mal auf so ne station und schlag das den leuten da vor, die werden dich so schnell vor die tür setzen und auslachen, da kannste nichtmal mehr bong sagen.

unverantwortlich solche aussagen von dir, echt!
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16.07.2013 23:15 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+5 | -2
 
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@Gribbel/Prachtmops

Ihr seid euch in euren Extremen gar nicht so unähnlich.

@mike4k

Nebenwirkung kann man es schon nennen, da die vermindernde Wirkung auf das Ceramid eben nicht gewollt ist.

@topic
synthetische Antidepressiva sind sowieso ziemlich undurchdacht. Warum das Rad neu erfinden? EIN Medikament enthält EINEN Wirkstoff....hm...dann mischt man das mit anderen Medikamenten...es lebe der Chemiecocktail!
Es gibt tonnenweise natürliche Antidepressiva und man muss sie nicht bei den "verpönten" Pflanzen suchen...Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum) beispielsweise hilft da sehr gut.
Aber ich halte dennoch nicht viel von Antidepressiva allgemein. Sie bekämpfen die Symptome, aber nicht die Ursachen. Naja, die sind meistens eh gesellschaftlicher Natur und bevor man der heiligen Wirtschaft ans Bein pisst, frisst man doch besser ein paar Pillen und hält die Fresse.
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16.07.2013 23:45 Uhr von mike4k
 
+0 | -0
 
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Wenn das die Wirkweise ist, dann ist die Wirkung wohl kaum ungewollt, sonst hätten diese ADs schließlich keine Daseinsberechtigung - ohne die ungewünschte antidepressive Wirkung.
Nur weil ein Mechanismus nicht geklärt ist, ist er keine NW wenn man ihn dann entdeckt.
Aber anscheinend haben die Mittel für dich ja generell keine Daseinsberechtigung - das sag aber mal den Psychiatern, Psychologen und Millionen betroffenen...
Man weiß nicht wie sie wirken, aber man weiß, dass sie wirken. Deshalb sind sie undurchdacht? Bei jeder Anästhesie werden Medikamente eingesetzt, von denen man kaum weiß, wie sie wirken. Deswegen sind sie weder weniger potent noch kann auf sie verzichtet werden. Wenn du das machen willst, dann viel Spaß beim Zahnarzt und co.
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17.07.2013 00:11 Uhr von Falap6
 
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@klicklaus
"Hä, bei vielen Depressiva wird auf Gewichtszunahme hingewiesen."

Was hat das denn mit dem Thema zu tun ?

Es geht hier um kleine Mengen von Molekülen, die aus der großen Familie der Fette sind und in NERVENZELLEN vorkommen. Dort haben sie in irgendeiner Form eine Wirkung auf die Signalübertragung zwischen und innerhalb von Nervenzellen.

Das ganze hat nichts mit Fettgewebe zu tun, welches aus Fettzellen besteht.
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17.07.2013 02:26 Uhr von Katatonia
 
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@Gribbel

Gegen schwere Form der Depression ist ganz klar von Cannabis abzuraten. Es kann sogar die Depression auslösen.

Was aber klar gegen Cannabis spricht, ist die mangelnde und schwer durch führbare Dosis. Wenn dann ist nur Eigenanbau zu empfehlen und selbst da variiert die Dosis entsprechend.

Das sind alles Selbsttherapien, die ich erkrankten Menschen dringend abraten möchte.

Deinen Rat halte ich für fahrlässig und dumm. Es gibt verschiedene Antidepressiva und nur weil einige davon nicht wirken heißt das nicht, alle wirken nicht. Es gibt Menschen, die sind resistent gegen Antidepressiva. Hier hilf Cannabis aber auch nicht. Stattdessen werden alternative Therapiemethoden wie die Stromtherapie angewandt.
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17.07.2013 02:39 Uhr von Katatonia
 
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@ZiemlichBelanglos

Es ist immer besonders ansehbar, wenn Unwissende sich zum Thema äußern.

>>synthetische Antidepressiva sind sowieso ziemlich undurchdacht.<<

Wohl kaum, wenn sie helfen. Und nicht nur mir helfen sie. Doch trotzdem sehe ich sie kritisch. Aber bis dato gibt es keine Alternativen!

>>Es gibt tonnenweise natürliche Antidepressiva<<

Quatsch mit Soße! Selbst Johanniskraut ist maximal bei der leichten Form der Depression empfehlbar. Und bloß nicht in Kombination! Die Nebenwirkungen können schwerwiegend sein.

>>Man weiß nicht wie sie wirken, aber man weiß, dass sie wirken.<<

Klar weiß man das sehr oft. Bleib doch mal sachlich und höre auf alles über einen Kamm zu scheren. Es gibt diverse unterschiedliche Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen. Da kannst du doch nicht so tun, als wäre alles dasselbe. Das würde nur deine Unwissen bezeugen.

Immer toll wie Blinde wie du von Farben reden wollen. Ich empfehle dir als Nicht-Betroffener mal den Ball flach zu halten. Du möchtest gar nicht mit schweren Depressionen leben wollen. Ich muss dies. Und bin dabei froh eine Stütze durch Medikamente zu haben. Ich hab nun eine Menge durch - viele Mittel schlugen nicht an. Aber das ist immer ganz individuell und nicht auf die Allgemeinheit anwendbar. Was bei dem einen hilft, kann bei dem anderen nicht helfen. Auch die Ärzte können nur probieren.

Es gibt keine natürlich hoch dosierte vergleichbare Wirkstoffe, sonst hättest du bereits den Nobelpreis erhalten.

Das sagt nicht aus, dass es viele natürliche Mittel gibt, die helfen können und dich unterstützen. Diese können bei entsprechender Erkrankung aber keine Medikation ersetzen. Sie können nur Vorhandenes weiter unterstützen.
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17.07.2013 04:32 Uhr von katorn
 
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Eigentlich eine gute News. Allerdings nur, wenn man die Quelle liest.
Die Formulierung: "Unter der Lupe konnten die Ärzte beobachten, dass die Medikamente den Gehalt vom fettähnlichen Stoff Ceramid in Nervenzellen verminderten." gibt mir schon Rätsel auf.
Schon mit einem guten optischen Mikroskop dürfte es schwerfallen, Stoffwechselvorgänge zu beobachten, selbst mit einem Elektronenmikroskop dürfte dies in Echtzeit unmöglich sein.
Aber so eine "Lupe" hät ich gern ;)
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17.07.2013 08:59 Uhr von mort76
 
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Klickklaus,
Antidepressiva lösen oft ein starkes Hungergefühl aus- das ist vergleichbar mit dem "Freßflash" beim kiffen.
Logischerweise nimmt man dann auch zu, wenn man das Medikament über längere Zeit nimmt.
Der Fettgehalt der Nervenzellen hingegen dürfte nicht sonderlich "ins Gewicht" fallen.
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17.07.2013 10:26 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
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@ Katatonia

"Wohl kaum, wenn sie helfen. Und nicht nur mir helfen sie. Doch trotzdem sehe ich sie kritisch. Aber bis dato gibt es keine Alternativen!"

Wie lang nimmst du das schon? 10 Jahre? Wie gehts deiner Niere?

"Quatsch mit Soße! Selbst Johanniskraut ist maximal bei der leichten Form der Depression empfehlbar. Und bloß nicht in Kombination! Die Nebenwirkungen können schwerwiegend sein."

Wer redet von Johanniskraut? Ich würds nicht mal nehmen, wenn es in Kombination nicht problematisch wäre, dafür bin ich zu gerne in der Sonne.
Ich habe von Jiaogulan geredet...


"Klar weiß man das sehr oft. Bleib doch mal sachlich und höre auf alles über einen Kamm zu scheren. Es gibt diverse unterschiedliche Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen. Da kannst du doch nicht so tun, als wäre alles dasselbe. Das würde nur deine Unwissen bezeugen."

Interessant, dass du etwas zitierst, was ich gar nicht gesagt hab.

"Immer toll wie Blinde wie du von Farben reden wollen. Ich empfehle dir als Nicht-Betroffener mal den Ball flach zu halten. Du möchtest gar nicht mit schweren Depressionen leben wollen. Ich muss dies. Und bin dabei froh eine Stütze durch Medikamente zu haben. Ich hab nun eine Menge durch - viele Mittel schlugen nicht an. Aber das ist immer ganz individuell und nicht auf die Allgemeinheit anwendbar. Was bei dem einen hilft, kann bei dem anderen nicht helfen. Auch die Ärzte können nur probieren."

1. litt ich selbst einige Jahre meines Lebens unter einer schweren Lethargie
2. Ist es mir ebenso klar, dass jeder Metabolismus total anders auf fast jeden Stoff reagiert. Deshalb hab ich auch die beiden Witzfiguren Prachtmops und Gribbel angesprochen.
3. gibt es tatsächlich einige pflanzliche Präperate, die als Medizin angewendet werden können, nur werden sie in unserer Kultur nicht als Medizin angesehen, weil die Klassifizierung des ICD 10 nicht mit der multiplen Anwesenheit von Primär- und Sekundär/Tritiärwirkstoffen klar kommt.
4. Forschungen in der Medizin/Pharmazie sind sooo unendlich teuer, dass dem Staat schon lange die Mittel dafür ausgegangen sind. Daher muss der brave Wissenschaftler schon lange auf private Investoren zurückgreifen. Das diese aber ein wirtschaftliches Ziel verfolgen, scheint den meisten Leuten abhanden gekommen zu sein. Die Uni ist schon lange nicht mehr nach dem Humboldt´schen Ideal aufgebaut.
Daher kann es nicht in Interesse der Wirtschaft liegen, uns zu heilen, sondern lediglich uns hinzuhalten, auf das wir noch ´ne Menge Schotter für überteuerte, gestreckte Medis raushauen.

"Es gibt keine natürlich hoch dosierte vergleichbare Wirkstoffe, sonst hättest du bereits den Nobelpreis erhalten. "

Jaja, das Wohl der Menschheit...darum gehsts schon lange nicht mehr.

Sorry, wenn du dich angemacht gefühlt hast, das war sicher nicht meine Absicht. Wäre nett, wenn wir die folgende Diskussion etwas neutraler gestalten könnten.

[ nachträglich editiert von ZiemlichBelanglos ]
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17.07.2013 10:43 Uhr von mike4k
 
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>>Man weiß nicht wie sie wirken, aber man weiß, dass sie wirken.<<

@Katatonia

Okay, dann erklär uns mal genau, wie sie wirken - dafür gibt es evtl. auch einen Nobelpreis.
TCA, SSRI, SNRI, SSNRI... hemmen die Wiederaufnahme von Monoaminen. MAO-Hemmer deren Abbau. Dass das die einzige Wirkweise ist, kann nur nicht sein, da ADs i.d.R. erst nach mindestens 2-3 Wochen die Stimmung aufhellen, Serotonin, Noradrenalin und Dopamin aber bereits nach der ersten Einnahme im synaptischen Spalt erhöht sind. Die sedierende Wirkung bei TCAs zum Beispiel ist innerhalb von kürzester Zeit vorhanden.
Die Erklärungsversuche sind bisher alles Hypothesen, oben beschrieben die MonoaminHYPOTHESE. Und die News beweist dies doch - hier wurde eine bisher unbeachtete Eigenschaft für die Wirkung verantwortlich gemacht. Bisher aber auch nur eine Hypothese...
Wenn sie zutrifft können gezielt neue Medikamente entwickelt werden, das wäre ein enormer Fortschritt.

Ich will dir nicht zu nahe treten, aber nur weil man betroffen ist, ist man nicht automatisch Experte und alle anderen die Ahnungslosen.
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17.07.2013 11:40 Uhr von mcdar
 
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Aber vorher noch Salbei, Kamillen, Baldrian, Johanniskraut Tee probieren, denn für die Dosierung von Hanf muss man schon sehr erfahren und versiert sein, wie ein Arzt. In schweren Fällen könnte Hanf aber gut helfen. Mit psychoaktiven Pflanzen oder Medikamenten muss man sehr achtsam sein, und alleine schon der Besuch beim Doktor kann eine Erkrankung suggerieren, unterbewusst. Es gibt ja noch die tollen Bachblüten und die Therapie. Ja, alles schon da!
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17.07.2013 16:15 Uhr von Katatonia
 
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@mike4k

>>Okay, dann erklär uns mal genau, wie sie wirken.<<

Das würden den Umfang einer wissenschaftlichen Arbeit annehmen. Aber wenn dich das Thema und die Funktionsweise einzelner Wirkstoffgruppen auf die Nervenzellen interessiert, dann steht es dir frei dich entsprechend zu informieren oder entsprechende Vortragsreihen zu besuchen. Wie ich sehe, hast du dich in das Thema ja schon bereits vertieft. Umso besser.

>>Ich will dir nicht zu nahe treten, aber nur weil man betroffen ist, ist man nicht automatisch Experte und alle anderen die Ahnungslosen.<<

Habe ich wo behauptet? Das was ich behauptet habe ist, dass ich die Wirkungsweise einzelner Mittel auf meinen Körper durch Einnahme selbst beobachten kann und konnte, im Gegensatz zu Jemanden, der das Ganze nur aus einem theoretischen Blickwinkel kennt.

>>Die Erklärungsversuche sind bisher alles Hypothesen<<

Das wiederum bedingt einer eigenen stichhaltigen Theorie.
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17.07.2013 16:40 Uhr von Katatonia
 
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@ZiemlichBelanglos

Bezüglich Nierenschäden - es kann zu einer Schädigung kommen. Doch der Betroffene muss sich auch immer die Frage stellen, ob er ohne entsprechende Mittel noch leben würde. So ist man als Betroffener gezwungen auch die Nachteile in Kauf zu nehmen. Es gilt abzuwägen. Und wie immer gilt der Spruch - alles hat seine Vor- und Nachteile.

Es sind nicht ganz 10 Jahre bei mir. Meiner Niere geht es nach aktuellem Untersuchungsstand vor zwei Wochen gut.

Johanniskraut war als Beispiel gedacht und so habe ich auch den Satz beschrieben.

Ja Jiaogulan, dass neue angebliche Wunderkraut. Solange es keine Langzeitstudien zu dem Kraut gibt, kann die Einnahme nur auf eigene Gefahr laufen. In diesem Sinne passt Johanniskraut auch hier wunderbar rein. Denn Johanneskraut kann bei schwachen Formen der Depression durchaus lindernde Wirkung haben. Aber für den Einzelnen immer auf eigene Gefahr - womit auch das Kraut kaum in die ärztliche Therapie passt. Was nicht bedeutet, dass es keine Ärzte gibt, die genau solche Mittel für ihre Patienten einsetzen. Aber halt sehr selten und bei einer leichten depressiven Episode.

Das Problem mit all diesen Kräutern ist aber, dass es noch viel zu wenig im klinischen Alltag erforscht ist und was man weiß, das reicht nicht aus. Ich will hier ausschließlich aus der Sicht des Betroffenen reden, denn der hat am Ende die Arschkarte mit seiner Depression und nimmt die ganzen Mittelchen ein. Er könnte aber auch russisch Roulette spielen und es mit Jiaogulan versuchen. Und wenn es schief geht, ja dann haben wir halt einen Suizidfall mehr...

>>unter einer schweren Lethargie<<

Ist aber eine Bewusstseinsstörung (R53). Aber in der Tat kommen auch hier Antidepressiva zum Einsatz, nachdem ich googelte. Ich kenne ja auch nicht alles. Ich kann mich allerdings nur zu Depressionen äußern.

>>weil die Klassifizierung des ICD 10 nicht mit der multiplen Anwesenheit von Primär- und Sekundär/Tritiärwirkstoffen klar kommt.<<

Das ist deine eigene Auslegung. Die Diagnoseschlüssel sind zwar an gewisse Präparate gekoppelt - wobei eher umgedreht - doch gibt es im klinischen Alltag genug Möglichkeiten auch neue oder andere Präparate auszuprobieren. Man ist also bei der Vergabe variabel. Gleichzeitig hat der Arzt jedoch auch eine Verantwortung zu tragen - insbesondere bei psychischen Errkankungen. Der Hang zum Suizid oder einer Manie ist häufig eine enge Gradwanderung.

>>Forschungen in der Medizin/Pharmazie sind sooo unendlich teuer<<

Ja das weiß ich ja selber. Hier gibt es durchaus viel berechtigte Kritik und Möglichkeiten zur Verbesserung - besonders für den Patienten.

>>wenn du dich angemacht gefühlt hast<<

Nein, nein, ich habe mich nur angesprochen gefühlt. Und ich kenne SN schon sehr gut und lange. ;)
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17.07.2013 16:43 Uhr von Falap6