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Kritik am strengen deutschen Kündigungsschutz durch die OECD

Unter den OECD-Mitgliedsstaaten haben nur zwei eine bessere Beschäftigungsbilanz als Deutschland. Damit steht Deutschland recht gut da, sind doch 48 Millionen Menschen in den Industrieländern arbeitslos. Das sind 16 Millionen mehr als vor dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise vor fünf Jahren.

Eine maßgebliche Verbesserung ist nicht in Sicht, aber die Verteilung ist sehr ungleichmäßig. In Deutschland liegt die Arbeitslosenquote mit 5,3 Prozent weit unter dem OECD-Durchschnitt und auch nur bei der Hälfte des EU-Durchschnitts, der bei 12,2 Prozent liegt.

Obwohl Deutschland eine positive Bilanz aufweisen kann, werden die strengen Kündigungsschutzregeln kritisiert, da sie Unternehmen nicht die Möglichkeit geben würden, um in Krisensituationen flexibel reagieren zu können. Das könne in der Zukunft Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit gefährden.


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WebReporter: Nightvision
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Kritik, OECD, Kündigungsschutz
Quelle: www.welt.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.07.2013 15:01 Uhr von Nightvision
 
+23 | -0
 
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Ja was denn nun ? Erst werden wir in Deutschland dafür gelobt das wir so gut dastehen, und im nächsten Atemzug wird eines der Faktoren die dafür sorgen kritisiert. Firmen müssen bei uns Längerfristig mit ihren Beschäftigten Planen, daher gibt es eine gewisse Sicherheit für alle. Dies sorgt für ein Produktiveres Klima von dem beide Seiten etwas haben.
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16.07.2013 15:11 Uhr von psycoman
 
+12 | -0
 
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Also weil Arbeitsplätze gesichert sind, und diese Arbeitsnehmer kontinuierlich ihr Geld wieder der Wirtschaft zuführen, anstatt arbeitslos zu sein und auf Staatskosten leben zu müssen, ist Deutschland der Böse? Okay...

Die tolle Flexibilität der anderen Staaten hat ihnen auch super durch die Krise geholfen. Andere Staaten mit ähnlicher Einwohnerzahl stehen wesendlich schlechter da, also kann die Regelung so schlecht gar nicht sein.
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16.07.2013 15:14 Uhr von Kanga
 
+10 | -11
 
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es muss sich echt was ändern..

den firmen muss es erlaubt werrden..einen arbeitnehmer einfach von heut auf morgen zu kündigen..und ihm im gleichem atemzug n neuen vertrag mit weniger lohn anzubieten..
nur so kann es aufwärts gehen...

auch muss es möglich sein..eine hochqualifizierte arbeit..von nem angelernten ausführen zu lassen...
so ein kernreaktor..muss nicht von ingeneuren betrieben werden..
der einfache mann muss auch die möglichkeit bekommen..die knöpfe zu drehen..
n video bei YT oder im baumarkt muss da einfach reichen
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16.07.2013 15:19 Uhr von Bildungsminister
 
+7 | -0
 
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Das ist aber nur eine Seite der Medaille. Im Gegenzug führt es eben auch dazu, dass es in Deutschland sehr viele Langzeitarbeitslose gibt. Das resultiert eben daraus, dass Unternehmen bei Auftragsspitzen kaum jemand zusätzlich einstellen, weil sie ihn auch nicht schnell wieder loswerden. Kompensiert wird das maximal mit 400-Euro-Kräften, was allerdings auch nicht das Gelbe vom Ei ist.

Es hat eben alles zwei Seiten, wobei ich nun nicht sagen mag, was positiver ist. Ein lockerer Kündigungsschutz muss aber per se nichts schlechtes sein. Ich habe längere Zeit in England, Schottland und Irland gelebt, und dort kann es einem eben passieren, dass man binnen kurzer Zeit seinen Job verliert. Im Gegenzug findet man aber, zumindest als qualifizierte Arbeitskraft, auch sehr schnell wieder etwas. Oftmals binnen weniger Tage.

Was zählt sind letztendlich die Rahmenbedingungen, dann sind Kündigungszeiten auch recht egal. Wie gesagt, beide Systeme können ihre Vor- und Nachteile haben, und es kommt auf den Umgang an. Bei uns ist ja nun auch nicht alles eitel Sonnenschein. Der Niedriglohnsektor wächst und wächst, prekäre Jobs werden immer mehr, während die Löhne in hohem Maße stagnieren, viel mehr als in vielen anderen Ländern. Die hohe Arbeitsquote wird sich also durch solche Maßnahmen erkauft.

Grundsätzlich gilt - Arbeit sollte sich lohnen, egal wie sie ausgestaltet ist. Es darf nicht sein, dass Menschen die 40+ Stunden in der Woche malochen danach noch zum Amt müssen. Zumindest das muss verhindert werden, egal wie das System bei der Arbeit selbst aussieht.
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16.07.2013 15:59 Uhr von ghostinside
 
+2 | -0
 
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Wer will schon sichere Arbeitsplätze ? Da freuen sich die Mütter von morgen...
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16.07.2013 17:20 Uhr von Gribbel
 
+6 | -0
 
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Gewünscht werden im Grunde sklaven, Flexibel=Wanderarbeiter und ja, das ist die gewünschte Zukunft. Denn es funktioniert in Indien und China nur zu gut, zumindest für die wenigen die daran verienen.
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16.07.2013 17:21 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
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Schlimm sowas...
Die AfD hat sicher schon Pläne, um etwas gegen diesen Mißstand zu unternehmen.
(Die Union mit Sicherheit auch)
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16.07.2013 17:21 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+0 | -4
 
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Mann sollte nicht Einzelfakten für sich zählen sondern das gesamte.

Ich wäre unter einer Berücksichtigung eines Grundeinkommens und Mindestlohn, auch für einen gelockerten Kündigungsschutz.

Weil so können wir mehr Investoren und Wohlstasnd generieren ohne das Existenzen auf dem Spiel stehen.
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16.07.2013 17:24 Uhr von Götterspötter
 
+5 | -0
 
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Vieleicht sollte man eine "deutscher Azubi" den überbezahlten OECD Deppen mal was von "ein guter Mitarbeiter ist das Know-How" und somit das Kapital der Firma .... erklären ...

genau deshalb ist Deutschland auch besser hier .... weil gute und nachhaltig aggierende Firmen - nicht gleich die gesamte Belegschaft austauschen .. nur um am Gehalt zu sparen ....

bei vielen Deutschen Firmen wo das so ist ...... genau die jammern nach Facharbeitern ......die sie aber nie bekommen werden und auch nciht bezahlen wollen !!

weil es gibt genug "deutsche Fimen" die genau diesen Fehler machen und gute Mitarbeiter mit zig "Jahreverträgen" nerven ... bis dieser dann was "besseres" findet und abgeworbren wird !!

[ nachträglich editiert von Götterspötter ]
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16.07.2013 18:03 Uhr von chepro
 
+2 | -0
 
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Vergessen wird mal wieder, dass Deutschland führend ist bei Leiharbeitskräften. Diese ausgeliehen AK - welche von Reinigunskräften bis zum Dr. Ing. reichen - können von den Unternehmen, welche sie beschäftigen, innerhalb eines Monats gekündigt werden. Sie fallen dann zurück auf ihre Consultingfirma bei meist weniger Lohn als vorher. Und dabei kann das Unternehmen sogar noch sagen, sie hätten niemanden entlassen, denn es endete ja nur das Ausleihverhältnis.

[ nachträglich editiert von chepro ]
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16.07.2013 18:44 Uhr von TeKILLA100101
 
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sind die eigentlich nur lala im kopf?!

unternehmen sind dadurch nicht flexibel genug?

bin mal gespannt wie flexibel unternehmen sind, wenn irgendwann der punkt gekommen ist wo jeder sagt "LECK MICH AM ARSCH CHEF!"

und einfach keiner mehr arbeiten geht...
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16.07.2013 21:18 Uhr von BrianBoitano
 
+0 | -0
 
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Neue Vorgabe der EU: Arbeitslosenquote auf den OECD-Durchschnitt anheben.
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17.07.2013 01:13 Uhr von Shagg1407
 
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Merkel: "Ohhh wir bitten um Entschuldigung OECD, das werden wir NACH der Bundestagswahl gleich ändern"

So wird es sicherlich noch kommen.

Zudem haben Firmen genug Instrumente eine wirtschaftliche Flaute zu umschiffen, wie z.B die Kurzarbeit
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17.07.2013 03:09 Uhr von daniel_sol
 
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Ich verstehe nicht ganz warum man sich so auf die Arbeitslosenquote fixiert. Eine niedrige Quote alleine wird die Menschen in DE nicht glücklich machen... Was bringt einem ein Job wenn man davon nicht Leben kann?
Einen lockeren Kündigungsschutz damit Unternehmen "flexibler" reagieren können hört sich gut an, ist aber ohne weitere Regeln sehr naiv... Arbeitnehmer sind für Unternehmen eine Ressource, da wird dann der Gewinn maximiert und ausgebeutet bis nichts mehr geht. Das heißt dann entweder du machst das jetzt zu den und den Bedingungen oder du bist draußen.
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17.07.2013 07:47 Uhr von Xan
 
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Wie gut so ein flexibles System funktioniert, sieht man ja an den USA. War schon immer und ist ja zur Zeit ein sehr sehr wettbewerbsfähiges Land.

Mal im Ernst: Gerade unseren Kündigungsschutz sollten wir uns bewahren. Letztenendes ist er Garant dafür, daß Unternehmen eben nicht mal die AN erpressen können ala "Wenn du keine Lohnkürzung akzeptierst, nehmen wir jemanden der für weniger arbeitet." Genau das würde nämlich nur noch die Tatsache verstärken, daß es da draußen leider jetzt schon genug Leute gibt, die sich freiwillig lohntechnisch prostituieren, nur damit sie einen Job haben. Einiges ist sicher Hartz IV Zwang, aber eben das meiste nicht.
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17.07.2013 21:53 Uhr von steckdose
 
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Wo soll das alles noch hinfühen? Das Leben wird immer teuerer und gleichzeitig gibt man den Firmen noch das Recht jemanden von heute auf Morgen oder Übermorgen vor die Tür zu setzten oder den gleichen Job für noch weniger Geld zu machen. Am Ende werden wahrscheinlich die Managergehälter noch steigen, da ja auch viele Politiker in den Chefetagen/Vorstand sitzen die ja sowieso alle Nase lang sich selbst eine Diätenerhöhung durchwinken. Es ist zum Kotzen man schuftet Tag für Tag von morgens bis abends und kann sich trotzdem nichts wirklich leisten bis alle Rechnungen, Miete, Strom etc. bezahlt sind zeigt mir der Kontoauszug auch schon den Stinkefinger.

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