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Polen: Schächten ohne Betäubung bleibt verboten

Das polnische Verfassungsgericht hatte im November 2012 auf Antrag von Tierschützern entschieden, dass das Schlachten von Tieren ohne vorherige Betäubung nicht zulässig ist. Der Gesetzgeber könne zwar eine Ausnahme zulassen - eine einfache Anordnung des Landwirtschaftsministers reiche aber nicht.

Damit war das traditionelle Schächten nach orthodoxer jüdischer und muslimischer Tradition in Polen vorübergehend verboten. Der Antrag der Regierungsparteien, gesetzlich eine Ausnahme zuzulassen, wurde nun am vergangenen Freitag vom polnischen Abgeordnetenhaus mit 222 zu 178 Stimmen abgewiesen.

Polens Oberrabbiner Michael Schudrich nannte den Freitag daraufhin den schlimmsten Tag für die polnisch-jüdische Diaspora seit 30 Jahren und kündigte seinen Rücktritt an, sollte sich nichts ändern: "Ich kann nicht Oberrabbiner sein in einem Land, das die Juden verachtet."


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WebReporter: Iceland62
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Gesetz, Polen, Muslime, Juden, Betäubung, Schlachten, Schächtung
Quelle: www.taz.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.07.2013 12:43 Uhr von Gnarf456
 
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...und ich kann nichts außer Verachtung für eine Religion aufbringen, die Tiere unnötig leiden lässt. Pfui!
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16.07.2013 12:55 Uhr von teufelsanbeter
 
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wen kümmerts wenn der Rabbi zurücktritt, außerdem hat er das wohl wieder mal absichtlich falsch verstanden, man verachtet nicht die Juden in Polen, sondern die art wie hier Tiere getötet werden.
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16.07.2013 13:31 Uhr von Iceland62
 
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Beim Abstimmungsverhalten im Abgeordnetenhaus hat sich eine seltsame Allianz zwischen den rechten und linken Abgeordneten feststellen lassen.

[ nachträglich editiert von Iceland62 ]
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16.07.2013 23:51 Uhr von Trallala2
 
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Ich will das Schächten nicht per se verurteilen, es hatte garantiert in der Geschichte seine Rechtfertigung. Vor allem wenn man mal erlebt hat wie sonst in den Gebieten Lebensmittel verkauft werden (z. B. ungekühlt, Fliegen am Fleisch), dann versteht man, dass das Schächten am Anfang einer Kette der Lebensmittelverarbeitung steht und vermutlich einen noch größeren Schaden von den Menschen dort fernhält.

Wenn man sich so manche Lebensmittel Verarbeitung hier in Deutschland anguckt, dann würde man am liebsten kein Fleisch mehr essen. Und damit meine ich nicht unbedingt Pferde im Hackfleisch, sondern eher, dass es kaum noch Deutsche das Fleisch zerlegen, sondern Leute aus dem Osten, die nicht mal die rudimentären hygienischen Kenntnisse besitzen.

Somit sollte man gewisse Regeln nicht verurteilen, die dafür sorgen, dass das Fleisch ein sauberes Lebensmittel bleibt.

Nur ist das Schächten inzwischen ein Selbstzweck geworden. Kann man das Ausbluten, die besondere Verarbeitung, usw. noch verstehen, denn auch wir Deutsche sind stolz auf unser Reinheitsgebot beim Bier, und nichts anderes ist letztendlich diese Art der Fleischverarbeitung, so stellt sich durchaus die Frage ob eine Betäubung paar Sekunden vorher tatsächlich die Regel bricht?
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17.07.2013 11:46 Uhr von Iceland62
 
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@ nochmalblabla
Du hast ja recht. Darüber "sollte" man hinweg sein. Da dem aber nicht so "ist", stellt sich nun die Frage, in welchem Rahmen man das tolerieren können "sollte".

Nervig finde ich diese Ausnahmeregelungen aber allemal, wenn beim Tierschutz vor allem aber auch auf artgerechte Tierhaltung achten sollte. Wenn da etwas nicht stimmt, leiden die Tiere ihr Leben lang und nicht nur dann kurz, wenn man sie tötet.

[ nachträglich editiert von Iceland62 ]
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17.07.2013 11:50 Uhr von Trallala2
 
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@nochmalblabla

Auch wenn die Erklärung etwas unsinnig scheint (Seele im Blut), ist das Anliegen des Ausblutens richtig. Ich will jetzt auch nicht auf Details eingehen, aber Blut ist in diesem Sinne durchaus gefährlich. Vor allem in warmen Gegenden, kann das Blut ein Hort für Verbreitung von Krankheiten sein. Fangen wir mal damit an, dass ein nicht ausgeblutetes Stück Fleisch im Blut liegt, Ungeziefer anlockt, diese Krankheiten verbreiten, kann sich im Blut selber durchaus Krankheitserreger befinden. Natürlich gibt es kein totales ausbluten, aber letztendlich kommt es durchaus auch auf die Menge an. Natürlich lockt auch ausgeblutetes stück Fleisch z. B. Fliegen an, aber schon alleine das Ausbluten reduziert die Gefahr der Verbreitung ungemein.

Also nochmalblabla, du hast keine Ahnung und davon viel. Was du nicht kennst und dir nicht erklären kannst, hältst du für Blödsinn. Aber wenn du es mir nicht glaubst, frag einen Veterinärmediziener ob das Ausbluten Schwachsinn ist.

Soweit ich weiß muß sogar hier in Europa das Tier ausbluten. Blut ist einfach Gift für das Fleisch.
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17.07.2013 12:17 Uhr von Iceland62
 
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@ Trallala2
Den Versuch einer religiösen rituellen Handlung nachträglich eine rationale Bedeutung überzustülpen, bezeichne ich als Rationalisierung und zwar unabhängig davon, ob sie denn nun einleuchtend und zutreffend ist, oder nicht.

Aber das scheinst du nicht zu machen: Du weist ja darauf hin, dass die religiöse Erklärung unsinnig ist. Dann solltest du aber auch nochmalblabla nicht unterstellen, dass er keine Ahnung hat.

Übrigens gibt es Blutwurst als Lebensmittel. Blut ist kein Gift für das Fleisch, wenn es richtig verarbeitet wird, sondern kann sogar selbst Nahrungsmittel sein.
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17.07.2013 14:11 Uhr von Trallala2
 
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@Iceland62

Du verwechselst da etwas. Ich hab nicht behauptet, dass Blut per se Gift ist. Das wäre Quatsch. Es ist aber ein unterschied Blut als solches zum Lebensmittel zu verarbeiten, was allerdings bewusste Verarbeitung voraussetzt, wie z. B. Blutwurst oder Schwarzsauer (eine Suppe aus Blut), oder unsachgemäßer und somit gefährlicher Umgang mit Blut.

Ich hab als Kind paar Jahre im Sommer auf dem Lande verbracht und zu damaligen Zeit einigen klassischen Schlachtungen zugesehen. Ausbluten war immer die Regel, ob Schwein oder Geflügel (Rinder wurden seltener geschlachtet). Ausgeblutet wurde immer und das Blut wurde auch immer separat aufgefangen. Egal was man machte (ich hab nie erlebt, dass von einem Tier irgendwas weggeworfen wurde), ob das Blut weiter verarbeitet oder sonstiges, das Fleisch war immer soweit es ging blutleer. Auch das Geflügel wurde eine zeitlang zum ausbluten aufgehangen. Somit ja, das Blut als solches ist nicht unbedingt giftig und kann durch Weiterverarbeitung, z. B. kochen, zum Lebensmittel gemacht werden.

Aber was wäre es schon mit dem Entgegenkommen. Denn nur weil man es u. U. verarbeiten kann, bedeutet es nicht, dass es nicht schädlich ist. Denn es muss verarbeitet werden, schnell sogar, oder es wird gefährlich. Und hier fangen die Probleme an. Entweder es halten sich alle penibel an die Regel, oder alle sollen es lassen.

Sieh mal, ich hab mich vor Jahre eine kurze Zeit damit etwas näher beschäftigt und konnte dir damals auch genauer die Gefahren aufzählen. Und die Gefahren waren u. U. gewaltig. Viele Krankheiten befinden sich nur im Blut, so dass das Fleisch selbst bei einem kranken Tier nutzbar bleibt. Es kommt auch immer auf die Menge an, also ob da paar Tropfen sind oder einer beträchtliche Menge. Somit kann man auch nicht sagen, dass ein Tier nie 100% ausblutet. Das ist nicht nötig, es muss nur ausbluten.

Ein nettes Beispiel aus jüngster Vergangenheit ist das T-Bone-Steak. Das Rind durfte man verarbeiten, das T-Bone-Steak durfte man eine zeitlang in Deutschland nicht verkaufen, da sich dort u. U. BSE Erreger befanden. Das zeigt sehr schön, dass gewisse Teile eines Tieres bei der Verarbeitung gefährlich sein können, andere nicht.

Ich brauche einer religiös rituellen Handlung nicht nachträglich eine rationale Bedeutung überzustülpen, dass das alles einen Sinn hat wird dir jeder Mediziner (evt. auch Metzger) bestätigen. Ausbluten ist wichtig, vor allem wenn keine modernen hygienische Umgebung beim Schlachten herrscht, also z. B. dörfliche Umgebung. Wie schnell sowas gehen kann zeigt doch der eine Fall wo ein im Rumänien angeworbener Schlachter hier in Deutschland mal aufs Klo ging, sich nach dem Kacken nicht die Hände gewaschen hat, weil er die einfachsten hygienischen Regeln die hier in Deutschland gelten nicht befolgt hat, und dadurch die ganze Produktion mit Kolibakterien verseucht hat.

Alles hat schon seine Richtigkeit. Und nur weil du davon keine Ahnung hast...
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17.07.2013 18:22 Uhr von Iceland62
 
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@ Trallala2
"Ich brauche einer religiös rituellen Handlung nicht nachträglich eine rationale Bedeutung überzustülpen, dass das alles einen Sinn hat wird dir jeder Mediziner (evt. auch Metzger) bestätigen. Ausbluten ist wichtig, vor allem wenn keine modernen hygienische Umgebung beim Schlachten herrscht, also z. B. dörfliche Umgebung"
Es geht bei der Rationalisierung - dem "vernünftig machen" - nicht darum, ob eine Handlung vernünftig ist oder nicht (aus Sicht eines allwissenden Gottes vielleicht, oder aus deiner Sicht, der du ja eine Ahnung hast). Sondern es geht darum, einer Handlung, die aufgrund einer unvernünftigen Begründung durchgeführt wurde oder wird, nachträglich einen Sinn durch eine alternative Begründungen zuzuschreiben um zu verschleiern, dass die bisherige und relevanteste für die Handlung nichts taugt.

Diese alternative Begründung kann durchaus vernünftig sein. Das ändert dann aber nichts daran, dass bisher (aufgrund der falschen Begründung) Personen nur zufällig das richtige getan haben, was übrigens beim Schächten gar nicht der Fall ist.

Ausbluten-Lassen ist ja in Polen gar nicht verboten.

Eine Ahnung magst du vom Ausbluten-Lassen ja haben, aber du argumentierst am Thema vorbei.
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17.07.2013 21:41 Uhr von Trallala2
 
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@Iceland62

Also ich glaube nicht am Thema vorbei argumentiert zu haben. Vielmehr habe ich zuerst auf einen Beitrag von nochmalblabla geantwortet, der da in etwa behauptet hat, dass ausbluten Unsinn ist, da das Tier ja nie komplett ausbluten kann. Auch hat er behauptet, dass das Ausbluten an sich Quatsch ist. Das ist es ja nicht. Da hat der Junge einfach keine Ahnung. Und dann hast du dich eingeklingt.

Auch behauptest du, dass die Juden und Moslems zwar das Tier aus religösen Gründen ausbluten lassen, es aber nur zufällig vernünftig ist, und nun versuchte ich dem Ganzen nachträglich einen Sinn zu geben. Stimmt so nicht. Wenn du dir den entsprechenden Passus in der Bibel durchliest, dann steht da nicht einfach nur, dass man das Tier schächten sollte, es stehen da auch paar weitere Punkte wie und welche Tiere man verarbeiten darf. Ich bin mir da nicht so ganz sicher (so bibelfest bin ich auch wieder nicht), aber ich denke es ist 3. Mose 11: http://bibel-online.net/...

Wie gesagt, ich verteidige hier nicht das Schächten, mir ging es in erster Linie drum ob ausbluten Quatsch ist.

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