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Spiegelneuronen: Auch Psychopathen können Empathie zeigen

Vor etwa 20 Jahren wurden sie entdeckt - die Spiegelneuronen. Sie sind dafür verantwortlich, dass wir Menschen Mitgefühl empfinden. Sehen wir zum Beispiel, wie jemandem der Finger umgebogen wird, spüren wir ein Unwohlsein, manche sogar einen vergleichbaren Schmerz.

Psychopathen können mit dieser Situation umgehen, ohne Mitgefühl zu zeigen oder darauf zu reagieren. Mit einem Hirnscanner wurde nachgewiesen, dass bei diesen Menschen in dem Areal, welches für das Mitgefühl verantwortlich ist, nichts passiert. Bisher glaubte man, dass Psychopathen nicht zu Empathie fähig wären.

Mit einem weiteren Experiment, konnte diese Annahme nun widerlegt werden. Bat man den Psychopathen nun darum, sich in die Situation und den anderen Menschen hineinzufühlen, so zeigten sie plötzlich ganz normale Reaktionen. Offenbar können sie ihre empathischen Fähigkeiten auf Knopfdruck einschalten.


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WebReporter: braincontrol
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Psychopath, Neuronen, Empathie
Quelle: www.spiegel.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.07.2013 19:00 Uhr von braincontrol
 
+4 | -1
 
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Das finde ich schon sehr erstaunlich und interessant. Wie stellt ihr euch das vor, wenn man sein Mitgefühl auf Knopfdruck ein- und ausschalten kann?! Für einen mordenden Psychopathen ist diese Fähigkeit sicherlich sehr hilfreich um in der Gesellschaft nicht aufzufallen.
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15.07.2013 23:32 Uhr von Marthrax
 
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Die Erkenntnis ist nicht neu. Psychopathen kennzeichnet nicht die Unfähigkeit zur Empathie, sondern der Unwille. Psychopathen können sich durchaus in andere hinein versetzen, falls dies zu ihrem Vorteil ist. Sie setzen diese Fähigkeit sogar ein um andere zu manipulieren. Empathie wird jedoch vollkommen ausgeschlossen wenn sie nicht unmittelbar dem individuellen Vorteil dient. Psychopathen sind also die effizienteren Opportunisten, welche hinderliche Gefühle der Mitmenschlichkeit bei Bedarf einfach ausblenden, sobald sie eine Gelegenheit sehen den eigenen Vorteil zu mehren oder sich ihren Lüsten hinzugeben und seien diese noch so pervers. (Beispiele: Gordon Gekko aus Wall Street, oder Patrick Bateman aus American Psycho).

Menschen die keine Empathie empfinden, sich aber ggfs. durchaus an soziale Normen halten können, nennt man übrigens Soziopathen. Das sind häufig Menschen die im sozialen Miteinander Schwierigkeiten haben, sich aber die Logik sozialer Normen zu eigen machen können, oder dies zumindest versuchen (Beispiele aus dem TV: Sherlock, Sheldon Cooper).

Jene die also keine Empathie empfinden können sind nicht mal unbedingt die Gefährlichen, sondern jene die Empathie nutzen um andere auszubeuten (was voraussetzt diese nachvollziehen zu können) sind die wirklich gefährlichen Menschen.

Der Anteil von Psychopathen an der Menschheit beträgt übrigens ca. 3%, an den Eliten jedoch 20%. Das sollte zu denken geben!

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