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Nordrhein-Westfalen: Mehr als 28.000 mal Kindeswohlgefährdung untersucht

Erstmals hat das Statistische Bundesamt eine Statistik zu behördlichen Maßnahmen beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung veröffentlicht. 28.075 Fällen gingen die Jugendämter der Kommunen entsprechenden Meldungen nach. In 3.909 bestätigte sich der Verdacht, sie wurden als "akut" eingestuft.

In 4.903 Fällen lag eine "latente" Gefährdung vor, in 8.672 Fällen wurde ein "Hilfebedarf" festgestellt, so die Landesstatistikbehörde IT.NRW weiter. In 10.581 Fällen konnten die Jugendämter den Verdacht auf eine Gefährdung von Kindern und Jugendlichen ausschließen.

In etwas mehr als einem Viertel der Fälle handelte es sich um Kleinkinder unter drei Jahren Lebensalter. Am häufigsten kam die Meldung aus dem direkten Umfeld der betroffenen Familien. Dann folgt die Polizei als Tippgeber für die Jugendämter.


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WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kind, Nordrhein-Westfalen, Statistisches Bundesamt, Gefährdung
Quelle: www.koeln-nachrichten.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.07.2013 14:21 Uhr von Rheinnachrichten
 
+0 | -2
 
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Wer sich nun wundert, warum es keine Vergleichszahlen gibt. Die Datensammlung ist Folge eines Anfang 2011 in Kraft getretenen Gesetzes, des Bundeskinderschutzgesetzes.

Fälle wie der der zweijährigen Lea-Sophie sind nur die Spitze eines Eisbergs, wie auch andere Untersuchungen zeigen.

http://www.koeln-nachrichten.de/...
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15.07.2013 14:55 Uhr von PeterLustig2009
 
+7 | -0
 
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@Rheinnachrichten
Naja wir wollen mal nicht übertreiben.
Lea Sophie war wohl ein beispielloser Extremfall.

Und nen Klaps auf den Hintern hat früher niemanden geschadet und würde heute auch nicht schaden. Nicht dass ich es gutheiße aber man muss auch nicht alles dramatisieren.
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15.07.2013 15:13 Uhr von Rheinnachrichten
 
+3 | -1
 
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@Peter Lustig:

Deinem letzten Satz kann ich vieles abgewinnen.

"Früher war nichts besser, aber vieles früher. Der September war oft schon im April, das macht sich heute niemand überhaupt nicht klar" (O-Ton Jochen Malmsheimer).

Die Statistik zeigt jedoch auch:
In den Fällen von 2012 steckt viel Schlagzeilen-Potenzial. Denn Kindesmisshandlung und -tötung werden gerne und viel gelesen. In der Statistik steckt also jede Menge Potenzial für die Starteiten von Bild, Express & Co.

Die Statistik zeigt aber auch, dass in mehr als 10.000 Fällen war der Verdacht unbegründet war. Im Einzelfall war das sicher für die Betroffenen eher frustrierend. In den eigenen vier Wänden irgendwelchen gut- oder schlecht gelaunten Amtsvertretern Auskünfte über die Praxis der eigenen Kindeserziehung geben zu müssen, ist ein Eingriff in die Privatsphäre, den ich mir nicht wünsche.

Auch das eine Nachricht hinter der Nachricht, die weithin unbeachtet bleibt.

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