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Eskalation in Nordirland: Demonstranten greifen Polizisten mit Schwertern an

Am Wochenende ist in Nordirland ein alter Konflikt wieder einmal massiv eskaliert. Demonstranten randalierten und griffen die Polizei mit historischen Schwertern an.

Jedes Jahr um diese Zeit marschieren die Protestanten gegen die Katholiken auf und dieses Wochenende war die Stimmung in Belfast extrem aufgeheizt und es kam zu Randalen.

Der nordirische Vertreter im Londoner Parlament, Nigel Dodds, musste ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem ihm ein Ziegelstein an den Kopf geworfen wurde.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizei, Gewalt, Eskalation, Nordirland
Quelle: www.sueddeutsche.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.07.2013 12:33 Uhr von langweiler48
 
+4 | -2
 
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Das ist das Ergebnis der Insulaner, die von der übrigen Welt abgeschottet zu sein scheint. Die haben es noch nicht mitbekommen, dass sich Protestanten und Katholiken einander näher kommen, nein noch viel mehr, sie halten sogar gemeinsame Gottesdienste ab. Sollte jemand mal zu den Ir(r)en kommen, sagt es denen mal.

Ironie off.
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15.07.2013 12:44 Uhr von Granatstern
 
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Die haben wenigstens noch Pfeffer im Arsch und sind nicht so weichgespülte Muttersöhnchen wie die Männer hier in Deutschland ;-))
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15.07.2013 12:52 Uhr von gugge01
 
+4 | -1
 
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Das verwechselst du jetzt mit den Schotten.

Der irische Konflikt ist ganz einfach erklärt.

Die Katholiken sind die Nachkommen der Irischen Ureinwohner die seit über 600 Jahren einen Befreiungskrieg gegen die englischen Besatzer und ihre Protestantischen Kollaborateure kämpfen.

Die Protestanten bestehen aus den Nachkommen der irischen Verräter Clans die von den Engländern gekauft wurden und der Vermischung mit importierten Holländern und deversen niederen Briten. Die nach Irland geholt wurden um die Iren „einzuhegen und auszudünnen“.

Der Konflikt wird erst zu Ende sein wen die Briten und ihre Kollaborateure vollständig aus Irland vertrieben sind. Für eine Friedliche Lösung ist über die Jahrhunderte zu viel Blut geflossen.
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15.07.2013 13:19 Uhr von JustMe27
 
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@gugge01: Jetzt betrachten die seit 600 Jahren dort lebenden Protestanten Nordirland aber als Heimat, und Umfragen zu einer Wiedervereinigung gehen auch weit niedriger als als man glauben könnte. Der irische Bevölkerungsanteil ist aber auch niedriger als viele denken. Unter 50%.

Du hast den Konflikt zwar ansatzweise ganz gut erklärt, aber der geht viel tiefer und ist komplizierter als man das schnell so eben erklären könnte...

Vielleicht kapieren beide Seiten ja mal, das sie allesamt nur Menschen sind...

[ nachträglich editiert von JustMe27 ]
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15.07.2013 15:20 Uhr von gugge01
 
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Doch so einfach ist der Konflikt

Und im vorliegenden Fall ist es so das Protestanten die Polizisten der Nordirland Verwaltung angreifen, weil ein direkter Angriff auf die Katholiken den Waffenstillstand mit der IRA beenden würde.

Und die Briten haben den Protestanten eindeutig zu verstehen gegeben das sie keinen neuen Feldzug gegen die IRA führen werden und eher Nord-Irland aufgeben.

Somit bleiben den Protestanten nur allgemeine Krawalle um die Schutzmacht im Land zu halten. Das ist wichtig für die Protestanten da die ganzen Landbesitzungen und Steuerprivilegien sowie die!!!! britische Finanzierungen!!!! von Nordirland mit dem Abzug der Briten hinfällig werden.

Und was die Sache mit der Heimat betrifft, es ist seit jeher und wird auch immer das Schicksal von Kollaborateure sein wenn der Krieg zu Ende ist heimatlos zu werden.

Nicht umsonst heißt es: „Die Mächtigen lieben den Verrat aber nicht den Verräter“!

Und was die Sache mit dem „Menschen“ betrifft, für die Briten und insbesondere die Engländer waren die Iren jahrhundertelang nur störrisches Nutzvieh das haben die so ähnlich gesehen wie Leopold der II von Belgien im Kongo.

Deshalb haben die Iren niemals aufgegeben.
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15.07.2013 15:34 Uhr von JustMe27
 
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Man kann sich alles einfach machen... Glaub mir ich bin mit der Problematik nicht erst seit Staffel 3 von Sons of Anarchy vertraut. Was du hier machst ist einseitiges Denken ausschließlich auf Seiten der Iren. Denk nicht daß ich das nicht verstehen kann, der Sympathiefaktor schlägt zu Gunsten der Iren aus, und der Oranjermarsch ist so unnötig wie ein Tumor.

Aber ich kann Leute auch verstehen, die eben seit einem halben Jahrtausend dort Leben und sagen sie haben keine andere Heimat und diese Leute sehen sich auch nicht als Briten an sondern als Nordiren. Würdest Du dich vertreiben lassen, wenn deine Familie seit 15xx dort lebte und du dir auch keiner Schuld bewusst bist? Die Radikalen auf beiden Seiten verbockens einfach wieder und wieder. Und der Waffenstillstand der "Provos" mit den Protestanten interessiert zb die Real-IRA auch nicht aber zum Glück ist diese Splittergruppe dauerpleite.

Ich war 1995 ein paar Tage in Belfast, weil damals die Lage für Ausländer als sicher galt, allerdings wurden wir nachts zweimal aus dem Schlaf gerissen, einmal von der IRA und einmal von der Army, also den Engländern. Es war schlimm anzusehen was dieser Konflikt aus einer der schönsten Gegenden der Welt machte.

[ nachträglich editiert von JustMe27 ]
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15.07.2013 20:00 Uhr von langweiler48
 
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Unsere beiden Kirchen hier in Deutschland, beklagen die große Anzahl der Kirchenaustritte. Gibt es denn die in Nordirland nicht auch? Hier kämpfen doch nur 2 Minderheiten gegeneinander. Der Familienvater, egal von welcher Seite setzt seine Existenz womöglich auch sein Leben aufs Spiel nur um einen 600-jährigen alten Konflikt nachzueifern.

Einfach krank.

Mir ist es fast, egal ob die sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, dennoch tun mir die kleinen Kinder leid, die eventuell ihren Vater verlieren.

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