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Anti-Piraterie im Netz: AT&T besitzt Patent zur Echtzeit-Datenüberwachung

Für Internet-Nutzer, die urheberrechtlich geschützte Daten aus dem Netz laden, könnte es in Zukunft ungemütlich werden. Der Provider AT&T hat bereits im vergangenem Jahr ein Patent eingereicht, welches die Echtzeit-Überwachung von Traffic beschreibt.

Das System soll bereits während des Downloads feststellen können, ob die zurzeit heruntergeladenen Daten urheberrechtlich geschützt sind oder nicht. Als Reaktion auf einen ertappten User will AT&T dann drei verschiedene Methoden zur Anwendung bringen.

Entweder wird der Datenstrom gestoppt, der Account des Users gesperrt oder dessen Identität an die dementsprechenden Behörden übermittelt. Auch einen kostenpflichtigen Service für Rechteinhaber will AT&T anbieten.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Netz, Patent, AT&T, Piraterie, Echtzeit
Quelle: de.engadget.com

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.07.2013 09:19 Uhr von Joker01
 
+42 | -1
 
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purer Schwachsinn! Gut verschlüsselte Daten kann kein Provider in Echtzeit überwachen.
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15.07.2013 09:20 Uhr von sesh
 
+27 | -1
 
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Ach? Und wie soll das gehen, wenn ich verschlüsselte Dateien von einem ja offensichtlich legalen Sharehoster herunterlade?

Ich glaube da lügen sich einige Leute was in die Tasche. Sorry.
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15.07.2013 09:55 Uhr von Justin.tv
 
+16 | -2
 
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wie wollen die denn die datei überprüfen, wenn diese aus mehreren 100 mb parts besteht???

also die datei ist doch erst vollständig lesbar, wenn man alle dateien zusammenfügt, die aber zu unterschiedlichen zeiten heruntergeladen werden....
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15.07.2013 10:10 Uhr von Tuvok_
 
+13 | -0
 
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Dann gibt es eben auf einmal nur noch 99,8% verschlüsselte ssl Downloads via https oder gar vpn -> Patent am Arsch...
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15.07.2013 10:16 Uhr von Trallala2
 
+3 | -2
 
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Eigentlich kein Problem. Nur mal als Idee, ohne sich mit dem Patent von AT&T befasst zu haben, könnte man das ganz leicht über den Hashwert ermitteln. Dazu könnte man den Hashwert einiger Teilbereiche ermitteln, also nicht unbedingt der ganzen Datei, und dann drauf reagieren.

Also ich finde nicht unbedingt, dass die Idee genial und orginel ist, es musste nur einer sich damit mal genauer auseinandersetzen und es patentieren.
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15.07.2013 10:40 Uhr von PeterLustig2009
 
+5 | -18
 
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15.07.2013 10:42 Uhr von BigWoRm
 
+3 | -2
 
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sollen sie doch die torrent leute am arsch kriegen ;)

wer wirklich was haben will, bekommt es auch.
pw geschützt, kryptische dateinamen und wie wage zu bezweifeln das es funktioniert

wo ein wille, da eine festplatte xD
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15.07.2013 11:09 Uhr von GroundHound
 
+8 | -1
 
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Dieses Patent wird nicht zum Einsatz kommen, denn es Verstößt gegen das Fernmeldegeheimnis.
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15.07.2013 11:12 Uhr von Bigsiwy
 
+10 | -0
 
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Anti_Piraterie ist nuur ein Deckname

In der Wirklichkeit handelt es sich dabei bestimmt um PRISM 2.0
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15.07.2013 11:57 Uhr von lou-heiner
 
+7 | -2
 
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@PeterLustig2009

erzähl mal wie du eine passwortgeschützte zip/rar teildatei in echtzeit überwachst.
was du hier von dir gibts in den themen ist immer wieder ein brüller.
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15.07.2013 12:09 Uhr von Adam_R.
 
+3 | -0
 
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@PeterLustig2009
Und https oder VPN hilft da rein gar nichts.

Könntest du mir erklären, warum VPN nichts helfen sollte?
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15.07.2013 12:26 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -8
 
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@Halma
Ich liebe Bilderbuchvergleiche wie die deines Puzzles was du mit der Post verschickst (muss ich mir gleich mal merken)

Klar kann ich mit der passenden Verschlüsselung das ganze schwer bis unmöglich machen.

1. Wieviele Files auf Tauschbörsen die Filme, Musik, Spiele oder sonstiges urheberrechtlich geschütztes Material beinhalten kennst du die mit AES oder PGP verschlüsselt sind? Ich würde mal behaupten dass dürften wenn überhaupt nur ne Handvoll sein weil es das Prinzip des Filesharings ziemlich torpedieren dürfte

Und ob das ganze praktikabel ist steht hier gar nicht zur Debatte. Es geht lediglich darum dass AT&T ein Patent dazu hat und es praktisch möglich ist!! Nicht ob Banken oder sonstwer auf die Barrikaden gehen würden. Und auch nicht ob es gegen das Fernmeldegeheimnis hier in Deutschland verstößt. Zumal AT&T hierzulande nichtmal agiert.

[...]Ohne eine richterliche Anordnung ist das Aussetzen eines Grundrechts nicht möglich. [...]
Ich glaube kaum dass AT&T oder sonstwer den gesamten Traffic überwachen lassen würde. Das würde nur bei Verdacht und auf Anordnung der Verfolgungsbehörden passieren und die haben meist eine richterliche Verfügung
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15.07.2013 13:58 Uhr von trakser
 
+2 | -1
 
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Ob ein Werk urheberrechtlich geschützt ist, kann nur ein Richter entscheiden. Bei vielen Werken wird das zwar erst ein mal angenommen, wenn aber jemand dagegen klagt muss geprüft werden, ob die erforderliche Schöpfungshöhe erreicht ist. Ich glaube nicht, dass ein Computerprogramm feststellen kann, ob die notwendige Schöpfungshöhe erreicht ist.

Wenn ich ein urheberrechtlich geschütztes Werk herunterlade, dann heißt das noch lange nicht, dass ich einen Gesetzesverstoß begehe. Ich habe mir letztens erst Windows 8 und ArchLinux heruntergeladen und bin mir ziemlich sicher, dass beides legal war. Der kostenpflichtigen Service, den AT&T anbieten will, sorgt dann dafür, das solche Downloads nicht abgebrochen werden? Eine Gelddruckmaschine mit einem Hauch von Erpressung.

[ nachträglich editiert von trakser ]
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15.07.2013 14:06 Uhr von PeterLustig2009
 
+0 | -3
 
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@trakser
Wohl eher dass die Rechteinhaber der "Werke" prüfen lassen können ob die Werke illegal verbreitet werden.

[...]Ob ein Werk urheberrechtlich geschützt ist, kann nur ein Richter entscheiden. Bei vielen Werken wird das zwar erst ein mal angenommen, wenn aber jemand dagegen klagt muss geprüft werden, ob die erforderliche Schöpfungshöhe erreicht ist. Ich glaube nicht, dass ein Computerprogramm feststellen kann, ob die notwendige Schöpfungshöhe erreicht ist.[...]
Richtig wird aber kaum jemanden dran hindern Beweise zu sammeln. Wenn hinterher raus kommt dass es nichts war werden die Daten vernichtet und alle sind glücklich :D
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15.07.2013 14:28 Uhr von GroundHound
 
+1 | -0
 
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@eumeb: Es geht hier um Bagatellvergehen und um um Zivilrecht.
Wer einen Prozess wegen Urheberrechtsverletzung am Hals hat, kann sicher sein, dass kein Richter diese Beweise zulassen würde, da sie unrechtmäßig erhoben wurden.
Mehr noch: Jede Telekommunikationsfirma würde leugnen, im Besitz solcher Beweise zu sein, denn dann würden sie sich strafbar machen.

Dass das Fernmeldegeheimnis die USA beim spionieren nicht interessiert ist klar, ist aber für Filesharer uninteressant.

Also noch mal: Filesharer und Downloader müssen (zumindest in Deutschland) keine Angst vor dieser Technik haben.
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15.07.2013 15:56 Uhr von Selle
 
+1 | -0
 
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Cooles Patent :D Ich melde auch eins an für ein Auto das sieht dann so aus:


Karosserie - Reifen -> Benzin da ->
JA - fahren ENDE
NEIN - tanken ENDE

Es geht viel einfacher. Man fragt bei der NSA nach, ob die eine Schnittstelle einrichten können und fertig^^

[ nachträglich editiert von Selle ]
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15.07.2013 16:00 Uhr von RickJames
 
+1 | -0
 
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Sie müssen den Inhalt nicht kennen... es reicht ja schon der Link bzw. die URL/URI.
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15.07.2013 17:52 Uhr von El_kritiko
 
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Also ich finde es gut dass es ein Patent ist, so kann es nur AT&T verwenden. Einfach nur den Provider wechseln und gut ist :D
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15.07.2013 19:23 Uhr von Jason31
 
+3 | -0
 
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@El_kritiko

Wieso kann ein Patent nur der Antragssteller nutzen? Jeder Tünnes und Schädel kann sich das vom Rechteinhaber Lizenzieren, wenn er dafür bezahlt. Patent heißt nicht "exklusiv" sondern lediglich "mitverdienen" (egal wer da ein Produkt draus macht).

Zum andern kommt noch eine Eigenart des US-Patentrechts zum Tragen: Man kann sich alles patentieren lassen, sogar Dinge die es schon gibt. Praktisch kann man sich das Rad dort patentieren lassen und erhält das Patent, wenn nicht wer anders dafür schon eins hat (und auch das wird nur halbgar geprüft). Ein Gericht entscheidet dann im Zweifelsfall ob das Patent rechtmäßig war/ist oder nicht, aber eben erst, wenn jemand dagegen angeht. Ziemlich absurt, aber so ist hier das US Recht...
Was nun soviel heißt wie: Patentieren kann man da viel, aber ob das überhaupt eine Relevanz hat, wird dann im Nachgang juristisch entschieden.

@Lustigen Peter
Du trägst Deinen Namen zurecht, wie ich öfter mal feststelle. End-2-End Verschlüsselung können nicht "zwischendrin" Entschlüsselt werden... das wäre zwar der heimliche Traum eines so genannten "NSA", aber auch die können das nichts ohne weiteres und schon gar nicht "Echtzeit".
Zudem reicht es schon einen z.B. Film in einem zerstückeltem (was in der Scene absolut üblich ist) RAR oder ZIP zu verpacken - da bedarf es nicht mal verschlüsselung - und schon müsste der "Mitleser" erst die Pakete zusammensetzen (zwischenspeichern) und dann entpacken um den Inhalt lesen zu können. Da es hier somit auf einen Content-Speicherung hinausläuft, wenn auch Temporär, wäre AT&T streng genommen sogar bzgl. Urheberrecht haftbar: Sie haben eine Kopie angefertigt. Wäre aber juristische Haarspalterei...
Tatsächlich jedoch sind die RARs dieser Scene in aller Regel aber mit irgendwelchen Passwörtern gesichert, somit sind die Archive dann AES verschlüsselt.

Demnach: Nein! Hoffentlich gibt es hier keinen IT-Kongress, wir wollen es doch vermieden sehen das Du ggf. auch noch einen Vortrag hälst für den man sich schämen muss.
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16.07.2013 02:00 Uhr von ms1889
 
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lol, son kram versagt schon bei einer verschlüselten rar/zip/7z datei.
at&t will nur versuchen mit scheiße geld zu machen.
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16.07.2013 13:51 Uhr von trakser
 
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@Jason31

> Jeder Tünnes und Schädel kann sich das vom
> Rechteinhaber Lizenzieren, wenn er dafür bezahlt.

Der Patentinhaber ist nicht verpflichtet, eine Lizenz zu erteilen. Vielleicht möchte er seine "Erfindung" als Alleinstellungsmerkmal nutzen.

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