14.07.13 12:00 Uhr
 938
 

Religion und Wissenschaft müssen kein Gegensatz sein

Vorbei sind die Zeiten, als die Wissenschaft mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen die Religion, die am Festhalten durch religiöse Überzeugungen geprägt war, ins Abseits drängte. Die moderne Wissenschaft und Theologie müssen keine Gegensätze sein.

Die moderne Wissenschaft ist zwar sehr komplex geworden, doch mit diesen daraus resultierenden Erkenntnissen kann der "Otto Normalverbraucher" kaum etwas anfangen - geschweige denn, dass es seine Lebenspraxis tangiert. Die Experten bleiben weiterhin unter sich.

Spätestens an diesem Punkt bekommt die Religion Relevanz. Denn im Kern beschäftigt sich Religion, egal ob Christentum, Buddhismus oder Islam mit Ansichten, die sich nicht rational erklären lassen. Es bleibt eine Philosophie, die uns ausrichtet und uns eine Orientierung im Leben gibt.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Religion-News
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Wissenschaft, Religion, Erkenntnis
Quelle: www.rp-online.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Bushido oder Kay One sind weder King noch Prince
Fidel Castro auf Kuba beerdigt: Tausende nehmen Abschied
Literaturnobelpreis: Bob Dylan lässt Rede vorlesen, Patti Smith wird Song singen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

50 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
14.07.2013 12:04 Uhr von Phyra
 
+29 | -1
 
ANZEIGEN
"doch mit diesen daraus resultierenden Erkenntnissen kann der "Otto Normalverbraucher" kaum etwas anfangen - geschweige denn, dass es seine Lebenspraxis tangiert."

schwachsinn
Kommentar ansehen
14.07.2013 12:34 Uhr von HelgaMaria
 
+6 | -4
 
ANZEIGEN
Der Autor ist seit heute Mitglied, gleich eine News am ersten Tag, Respekt.....

Hoffentlich haben wir nun nicht eine neue News - Sparte.... Religion....

Aber genau so wird es kommen, wenn ich mir den Namen des Autors ansehe...
Kommentar ansehen
14.07.2013 12:51 Uhr von pippin
 
+11 | -2
 
ANZEIGEN
@HelgaMaria:
Auja, das wäre eine prima Lösung:
Ein eigener Bereich Religion, in dem sich dann dieser passend benannte Autor hier mit Haberal auf der islamischen Seite "auseinandersetzen" kann ;-)

Jetzt fehlen nur noch die "Experten" für die anderen "großen" Religionen. Dann eine virtuelle Mauer um den Bereich ziehen und wir haben endlich unsere Ruhe :-)))

Achso, zur News selber muss man eigentlich nicht viel sagen. Wenn mal nur mal betrachtet, welche wissenschaftlichen Bereiche im Namen der Religion teilweise jahrhundertelang unterdrückt wurden.
Es gab mal ein Ägypten, dass in der Lage war Pyramiden zu bauen und dieses Ägypten war auch Vorreiter in Sachen Literatur. Dann kam der Islam und aus war es mit den Wissenschaften.
Bevor mir hier jemand Islamfeindlichkeit vorwirft:
Die Christen waren um keinen Deut besser, da wurde auch noch lange an der Theorie "die Erde ist eine Scheibe" festgehalten und alle, die das Gegenteil behaupteten, mussten um ihr Leben fürchten.
Also egal von welcher Seite man es betrachtet, Religion und Wissenschaft gehen nur äußerst schwer zusammen.

[ nachträglich editiert von pippin ]
Kommentar ansehen
14.07.2013 13:02 Uhr von Again
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
Religion muss kein Gegensatz sein?
Die News sagt doch was anderes aus ^^

Man hat also Wissenschaft, die Laien nicht verstehen und irrationale Religion.

@ pippin:
"da wurde auch noch lange an der Theorie "die Erde ist eine Scheibe" festgehalten und alle, die das Gegenteil behaupteten, mussten um ihr Leben fürchten."
Nicht wirklich. Es ging immer eher um das geozentrische Weltbild.
Kommentar ansehen
14.07.2013 13:04 Uhr von Floppy77
 
+9 | -2
 
ANZEIGEN
Religion und Wissenschaft sind für mich zwei Bereiche die überhaupt nicht zusammen passen. Entweder Evolution oder Mythen und Märchen, man kann nicht beides haben.
Kommentar ansehen
14.07.2013 13:04 Uhr von centerofnewsfornet
 
+8 | -1
 
ANZEIGEN
Also weil der normale Bürger zu dumm ist die Wissenschaft zu verstehen, soll er sich also an die Religion wenden.

Selten so was dämliches gelesen.
Aber leider entspricht es auch der Wahrheit denn viele Leute machen sich das Leben lieber leicht, glauben an solchen Schwachsinn wie Religion anstatt sich mal ein bisschen anzustrengen und sich über die Realität (Wissenschaft) Gedanken zu machen.

[ nachträglich editiert von centerofnewsfornet ]
Kommentar ansehen
14.07.2013 13:06 Uhr von Nightvision
 
+7 | -2
 
ANZEIGEN
Ich denke da ganz anders darüber, denn die wissenschaft will erklärendurch bewise und die religion will blinden glauben ohne fakten. wie soll das zusammenpassen ? religion ist humbug nichts anders, ausgedacht um die menschen zu unterdrücken.
Kommentar ansehen
14.07.2013 13:50 Uhr von bassmensch
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Grundsätzlich habe ich nichts gegen die Idee "Gott", ich mag nur nicht sein selbst ernanntes Bodenpersonal. Alle Kirchen bieten die einfache Lösung an, in dem man an ihre Form von Gott glauben soll und einem geholfen wird. Das Problem ist, dass wenn es einem dann wieder besser geht, natürlich der Glaube unser Retter war und wenn´s nicht klappt man selbst an seiner Misere schuld ist. Die Kirchen sind grundsätzlich immer außen vor und müssen, oder können keine Verantwortung übernehmen....
"Stelle den Zweifel über jeden Glauben" - das hilft im Umgang mit diesen religiösen Scharlatanen ungemein.

think about............

[ nachträglich editiert von bassmensch ]
Kommentar ansehen
14.07.2013 14:39 Uhr von Tuvok_
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Religion und Glaube ist etwas für die geistig schwachen die sonst nicht klar kommen oder eine Erklärung für Dinge brauchen die sie nicht verstehen... Was der Mensch nicht versteht macht ihm Angst und diese Angst treibt ihn in die Hände der Religion, die 2000 Jahre alte Mythen und Märchen, als Wahrheit darstellen und gleichzeitig Macht über ihre Gläubigen ausüben...
Kommentar ansehen
14.07.2013 15:57 Uhr von Yoshi_87
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
Wer zu blöd für Wissenschaft ist muss eben an Geister und Götter glauben.
Kommentar ansehen
14.07.2013 16:05 Uhr von blade31
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
destruktive-gruppen-erkennen.de
Kommentar ansehen
14.07.2013 16:08 Uhr von Lornsen
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Religiöse weisen im Schläfenlappen einen vergrößerten temporalen Gyrus aus. Diese Areale repräsentieren soziale Bindungen wie auch den Ich-Bezug. Ein persönlicher Gottesbezug scheine neuronal als "menschlicher Bezug" verarbeitet zu werden.

Bei "areligiösen Prakmatikern" und "Relativisten" seien diese Hirnpartien schwächer ausgeprägt, zugunsten der für Skepsis zuständigen Areale im rechten Großhirn.

(Bild der Wissenschaft 1/13)
Kommentar ansehen
14.07.2013 16:13 Uhr von HelgaMaria
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@pippin

"Ein eigener Bereich Religion, in dem sich dann dieser passend benannte Autor hier mit Haberal auf der islamischen Seite "auseinandersetzen" kann ;-) "

Wär ich sehr dafür, du sprichst mir aus der Seele :)
Kommentar ansehen
14.07.2013 18:01 Uhr von Gribbel
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
Es stimmt aber was der Artikel beschreibt. Bitte differenzieren: Ich selbst bin "Agnostiker" und Religionskritiker, jedoch ist es auch für mich Tatsache, das die Fähigkeit des Menschen prozesse im Universum durch beobachtung und experimentelle Beweise nachzuvollziehen in einigen Bereichen bereits geendet hat. Beispiel Quantenphysik. Hier enden alle möglichkeiten der Messbarkeit. Desweiteren gibt es in der Wissenschaft mehr "glaube" als einige das zu begreifen scheinen. SEHR vieles in der Wissenschaft basiert auf "Theorien" die auf Indizien aufbauen, jedoch keinesfalls erwiesen sind. Und irgendwann lässt sich das Universum nurnoch philosophisch beschreiben, denn viele prozesse laufen auf Ebenen ab welche Wissenschaft und Technik niemals erreichen kann. Wers nicht wahrhaben will, prüfen, auch die Wissenschaftler wie Hawking und Co. wissen das. Durch den Philosphischen freiraum des nicht Mess- und darum Nachvollziehbaren haben Religionen, sofern sie sich den erzielbaren Erkenntnissen anpassen, wieder eine gewisse daseinsberechtigung als Philosophische erklärungsnotwendigkeit. Außer für Elemente des Budhismus gilt das aber kaum für eine heute existierende "Religion".

[ nachträglich editiert von Gribbel ]
Kommentar ansehen
14.07.2013 19:45 Uhr von Again
 
+4 | -4
 
ANZEIGEN
@Gribbel:
Und ich muss als Atheist und Agnostiker sagen: Die Wissenschaft hat natürlich ihre Grenzen. Was du ansprichst ist eben Metaphysik und die liegt natürlich außerhalb dieser Grenzen.
Und ja, auch in der Wissenschaft wird "geglaubt", aber eben auf einer anderen Ebene als es im Glauben der Fall ist. Die Anführungszeichen sind hier imho wichtig ;-)
Ich glaube zum Beispiel, dass Bayern München Meister wird, aber das hat nichts mit dem irrationalen glauben zu tun wie in einer Religion.
Kommentar ansehen
14.07.2013 20:06 Uhr von pippin
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
@again:
Sehr passend und zutreffend formuliert, Respekt!

In den wissenschaftlichen Disziplinen nennt man "glauben" wohl eher "Annahmen voraussetzen". Man kann halt rein technisch nicht alles messen oder gar sichtbar machen. Da muss man eben gewisse Dinge bis auf weiteres als vorausgesetzt annehmen.
Kommentar ansehen
14.07.2013 20:22 Uhr von Gribbel
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@ Again:

Ich glaube das mit dem Fußball kann unter umständen schon zutreffen, was die irrationalität angeht ;-) aber im ernst, im großen und ganzen stimme ich dir zu.
Kommentar ansehen
14.07.2013 22:31 Uhr von Again
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
@ Gribbel:
"aber im ernst, im großen und ganzen stimme ich dir zu. "
Ich dir ja auch ;-)
Wollte deinen Kommentar eigentlich nur ergänzen.

@pippin:
THX
Kommentar ansehen
15.07.2013 02:29 Uhr von Trallala2
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
Hier nehmen einige den Mund sehr voll. Ohne jetzt einigen Atheisten zu Nahe zu treten, aber die meisten hier die sich Atheisten nennen sind eher Christenhasser. Einige vielleicht noch Islamhasser, aber nicht unbedingt. Sonderbarerweise, und da spreche ich aus reicher Erfahrung, haben sehr viele Atheisten mit anderen Religionen keine Probleme. Diese werden irgendwie akzeptiert, sie werden sogar in Schutz genommen. Oft verbrüdert man sich sogar mit Angehörigen anderer Religionen um gemeinsam gegen das Christentum zu kämpfen. Wie gesagt, alles Erfahrung.

Aber das ist der Punkt auf den ich hinaus wollte. Der Punkt ist die Wissenschaft, bzw. die dilettantische Berufung auf die Wissenschaft. Ich danke viele Atheisten haben sich auf dem Gebiet noch keine großen Gedanken gemacht, vielmehr hat sich irgendwer auf die Wissenschaft berufen. Der nächste, der mit dem Christentum seine Probleme hatte und nun auf Atheist macht, hat sich mit dem Thema genauso wenig beschäftigt wie der normale Christlicher Fundamentalist. Er lässt sich von den alten Hasen belehren und nimmt alles bereitwillig auf. Genau sowenig wie ein fundamentalistischer Christ Gott nicht hinterfragt, hinterfragt der fundamentalistischer Atheist die Wissenschaft nicht. Die Wissenschaft ist das Mass der Dinge.

Lassen wir mal die kleinen und großen Dinger außen Vorweg. Wir können Modelle schaffen, womit die Welt sich erklären läßt, tatsächlich werden wir es aber nie verstehen und auch nie komplett erklären können. Schon jetzt können wir uns vieles nicht erklären, nur noch mit Hilfe der der Mathematik. Unsere Vorstellungskraft reicht nicht aus um das zu verstehen. Wir gehen inzwischen von 11 Dimensionen aus in denen wir leben. So richtig erklären können wir uns die nicht, aber mathematisch sind sie da. Wir sind nicht in der Lage die Quantenphysik mit der Relativitätstheorie zu verbinden. Und da gibt es noch haufenweise Sachen die wir mathematisch oder als Model erklären können, aber nicht unbedingt nachprüfen können.

Ist das also die Wissenschaft auf die sich einige Atheisten berufen?

Schon mal was von Psychologen gehört? Wissenschat ist das eine, das Gehirn ist was anderes. Wenn der Mensch wissenschaftlich funktionieren könnte, gäbe es keine Psychologen. Die Menschen funktionieren irrational, schon gar nicht logisch. Manchmal schon, manchmal nicht. Was ist daran wissenschaftlich? Wenn einer sich einen weißen Kittel anzieht und in einem autoritären Ton sagt - jetzt quälen sie einen anderen Menschen - dann machen es die meisten so. Wenn die Welt vor dem Abgrund steht und man die Menschen bittet Rücksicht auf die Natur zu nehmen, da man sonst in paar Jahren Probleme bekommt, sind die meisten dagegen, da sie dadurch aktuell Nachteile haben. Wenn einer sich vor Millionen hinstellt und Hass sät, erntet was er sich erhofft. Nein, der Mensch funktioniert nicht wissenschaftlich.

Oder die Klassiker: bis zu der Nazizeit galt die Rassenlehre als Wissenschaft. Auch die Nazi-Ideologie entsprach in weiterstein Sinne der Natur, also Wissenschaft. Das Starke muss das Schwache ausrotten, damit das Starke sich entfalten kann. Stalin ließ mit seiner Wissenschaft, wonach kälte präparierte Samen kälteresistent sind, Millionen Menschen verhungern. Und eines sollte klar sein, das war zu der Zeit anerkannte Wissenschaft. Und jetzt komme bitte keiner und sage, Wissenschaft ja, aber die richtige Wissenschaft. Physik ist eine richtige Wissenschaft, denn sie beruht auf Naturgesetzen die auf der Erde gelten, aber schon Mathematik ist eigentlich keine richtige Wissenschaft. Denn ob 1 und 1 jetzt 2 oder 3 sind, das liegt nicht daran, dass es so ist, sondern, weil es in der Vergangenheit paar Leute so festgelegt haben.
Kommentar ansehen
15.07.2013 03:44 Uhr von Weltenwandler
 
+2 | -3
 
ANZEIGEN
arme arme Menschheit, wie schnell du doch vergisst. Es ist doch immer wieder erstaunlich wie schnell Religion und Wissenschaft als unvereinbar erkannt werden obwohl es über viele Jahrtausende der Menschheit anders war. In nahezu allen Kulturen waren die ersten Heiler in den Reihen der Priesterschaft zu suchen welche durch Versuch und Irrtum lernten wie man Kranke heilt. Das trifft übrigens auf sehr viele Bereiche zu, nicht nur auf die Medizin. Dagegen wird von Atheisten gerne argumentiert das diese Menschen es sicher auch ohne ihre Religion hätten erreichen können... was zwar korrekt, aber auch verdrehung der Fakten ist. Denn schließlich war es ja nicht so obwohl es hätte sein können. Die meisten Gelehrten fand man früher nahezu ausschließlich in Tempeln und ähnlichen Einrichtungen, auch gab es kaum andere Einrichtungen über lange Zeiträume der Menschheitsgeschichte welche schriftliche Aufzeichnungen aufbewahrt haben.

Natürlich sind diese Erkenntisse mit der modernen Forschung kaum zu vergleichen, doch sie sind die Basis dieser Erkenntnisse. Zwei Arten des wissenschaftlichen Fortschritts, die langsame Katalogisierung und die Epiphanie die diesen vorgegebenen Rahmen der Katalogisierung sprengt. Anders haben Priester früher auch keine neuen Erkenntisse über diese Welt gesammelt.

Natürlich kann man sagen das die Annahme einer übergeordneten Macht abzulehnen ist weil es keine Beweise gibt. Aber nur ein Narr glaubt die Wissenschaft würde dieses Vorgehen nicht gelegentlich auch wählen. Ätherraum als Bespiel. Obwohl man keine Daten hatte ging man davon aus das er existiert und dieses Phänomen wurde doch auch nie signifikant hinterfragt bis es irgendwann langweilig wurde. Will sagen, auch die moderne Wissenschaft postuliert einfach willkürlich Daten die auf keinen `beobachtungen´ sondern auf ´Berechnungen´ basieren. Im Grunde genommen ist das so wie "Niemand hat Bigfoot jemals gesehen, doch wir haben seine Fußspuren vermessen und errechnet das er da ist" was natürlich eine so viel bessere Methode ist.

Zur Unterdrückung durch Religion(die ich nicht anzweifele) eine Frage. Welches geordnete System kennt ihr was niemanden unterdrückt oder wodurch sich niemand unterdrückt fühlt? Unterdrückung ist nicht messbar, kein absoluter Wert sondern mehr eine Empfindung die von jenen gegen das System in der Regel als schlimmer empfunden wird als jene die sich mit dem System bewegen. Für den einen sind Regeln Ketten, für den anderen Werkzeuge gegen das Chaos.

Abschließend zum Atheismus im Allgemeinen. Einigen mag die hegelische Dialektik ein Begriff sein. Zu jeder These muss es eine Antithese geben, auf jedes Ja gibt es Menschen die Nein sagen. Diese Antithese ist keine Weiterentwicklung im irgendeinem sinne sondern einfach das Negativ dessen existenz nicht nur eine gute Idee sondern fast schon Naturgesetz ist. Würde der Atheimus tatsächlich Antworten liefern wie das Universum entstanden ist und diese final beweisen können(was nicht der Fall ist) wäre er tatsächlich eine Weiterentwicklung... doch er ist nur Ying zum Yang(vom mir aus vertauscht die Reihenfolge, nicht das mir daraus jemand einen Strick drehen will) und stellt somit keine Verbesserung dar.

Natürlich wird es insbesondere für den vorhergehenden Abschnitt Minus ohne Ende hageln, ich weiß. Wer möchte schon hören das er keine Weiterentwicklung und womöglich Rettung der Menschheit sondern einfach nur ein langweiliges psychologisches Phänomen ist :-)
Kommentar ansehen
15.07.2013 07:09 Uhr von Again
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@ Trallala2:
"Wenn der Mensch wissenschaftlich funktionieren könnte, gäbe es keine Psychologen. Die Menschen funktionieren irrational, schon gar nicht logisch."
Du scheinst mit "wissenschaftlich funktionieren" einfach rational handeln zu meinen. Und nein, der Mensch ist nicht immer rational, aber das sagt nichts über die Wissenschaft aus.

"Oder die Klassiker: bis zu der Nazizeit galt die Rassenlehre als Wissenschaft."
Eine der Stärken der Wissenschaft ist gerade, dass sich Theorien ändern bzw. streichen lassen, wenn sie nicht mehr haltbar sind.

"Denn ob 1 und 1 jetzt 2 oder 3 sind, das liegt nicht daran, dass es so ist, sondern, weil es in der Vergangenheit paar Leute so festgelegt haben. "
Das sind eben Axiome, aber die Mathematik ist trotzdem eine Wissenschaft.

@Weltenwandler:
"In nahezu allen Kulturen waren die ersten Heiler in den Reihen der Priesterschaft zu suchen"
Ja und? Das macht eine Religion auch nicht wahrer.

"Obwohl man keine Daten hatte ging man davon aus das er existiert und dieses Phänomen wurde doch auch nie signifikant hinterfragt bis es irgendwann langweilig wurde."
Man hat es natürlich hinterfragt. Wie wäre der Äther sonst aus der Wissenschaft verschwunden?

"Will sagen, auch die moderne Wissenschaft postuliert einfach willkürlich Daten die auf keinen `beobachtungen´ sondern auf ´Berechnungen´ basieren."
Du findest Berechnungen willkürlich?

"Würde der Atheimus tatsächlich Antworten liefern wie das Universum entstanden ist und diese final beweisen können(was nicht der Fall ist) wäre er tatsächlich eine Weiterentwicklung... doch er ist nur Ying zum Yang(vom mir aus vertauscht die Reihenfolge, nicht das mir daraus jemand einen Strick drehen will) und stellt somit keine Verbesserung dar."
Es ist auch nicht die Aufgabe des Atheismus zu erklären, wo das Universum herkommt. Er ist in der Regel einfach rationaler als Religion und das ist für mich sehr wohl eine Verbesserung.
Kommentar ansehen
15.07.2013 11:16 Uhr von Trallala2
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
@Again

"Du scheinst mit "wissenschaftlich funktionieren" einfach rational handeln zu meinen. Und nein, der Mensch ist nicht immer rational, aber das sagt nichts über die Wissenschaft aus."

Ich meine das schon richtig. Ich meine damit, dass ein Kreis nicht immer und für alle überall ein Kreis ist. Manche Menschen machen daraus ein Rechteck. Das bedeutet somit, dass man sich auf nichts verlassen, höhsten als Annäherung.

Sieh mal, ob wir non von dem perfekten Gott ausgehen der ohne Fehler ist und der alle Regeln des Menschen aufgestellt hat, oder von der perfekten Wissenschaft, das ist gehopst wie gesprungen. Wenn die Wissenschaft nicht perfekt ist, sich Atheisten aber auf die Wissenschaft berufen, berufen sie sich auf etwas unvollkommenes. Du meinst, dass der Vorteil der Wissenschaft gegenüber der Religion der ist, dass man Fehler erkennt, das alte Gesetz aufgibt und ein Gesetz formuliert. Mal davon abgesehen, dass das eine sehr idealisierte Vorstellung der Wissenschaft ist, hat die Annahme paar Fehler. Nicht umsonst gibt es den Begriff der evolutionären Wissenschaft die da besagt, dass manchmal sich eine neue Wissenschaft erst dann durchsetzt, wenn alle ehemaligen Größen, die die an der alten Wissenschaft gehalten haben, ausgestorben sind. Soll darauf anspielen, dass sich mache Arten erst dann entfalten können, wenn eine andere dominierende Art ausgestorben ist. Also ich weiß nicht ob man sich als Atheist tatsächlich auf die Wissenschaft berufen sollte, denn so vollkommen ist sie nicht.

Und noch ein ding das man eigentlich eher bei Religionen meint, z. B. ein Dogma. Frag man paar Wissenschaftler wie frei die Wissenschaft von Dogmen ist. Da wirst du dich wundern. Da sind die handvoll Dogmen der Kirche dagegen kaum der Rede wert. Dagegen zu verstoßen kann wissenschaftlichen Selbstmord bedeuten.

Ich finde die Atheisten sollten sich nicht auf die Wissenschaft berufen. Das klingt durchaus im ersten Moment logisch, ist es aber nicht. Und auch der Einwand, dass die Wissenschaft letztendlich erneuerbar ist, im Gegensatz zu Religionen, stimmt letztendlich nicht wirklich.

Zugegeben, die Religion ist in der Regel konservativ und - betrachten wir mal die christliche plus jüdische - ist vieles über 3000 Jahre alt, womit einiges schwer verständlich ist. Denn ob Joshua in die Sklaverei nach Egypten verkauft wurde, oder Hans an die CIA verraten ist und in Guantanamo landet, natürlich könnte man die Bibel aktualisieren. Aber ob ein Religöser sagt - Gott will es so - oder der Atheist - die Wissenschaft will es so, der Unterschied ist letztendlich der, dass dem einem das eine nützt und dem anderen das andere.

Und jetzt komm bitte nicht damit, dass es dir im Leben mehr nützt, dass die Welt von sich aus mit dem Urknall begann oder Gott sie erschaffen hat und wir mit dem Hubble Teleskop seine Schöpfung betrachten.

Sieh mal, einige heben die Wissenschaft auf ein Podest und meinen, sie ist es die uns erst den richtigen Blick auf die Welt beschert hat. Aber das Geozentrisches Weltbild ist keine Erfindung einer Religion.
Kommentar ansehen
15.07.2013 13:25 Uhr von Weltenwandler
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@again

ich liebe es wenn Menschen nicht in der Lage sind Zusammenhänge abzuleiten. Die Aussage das Priester früher nahezu die einzigen Gelehrten und damit faktisch über lange Zeitalter die einzigen ernstzunehmenden Wissenschaftler waren hat nicht zufolge die theologischen Lehren dadurch korrekter werden. Aber die Behauptung religion und Wissenschaft sind ein logischer Widerspruch ist dadurch unhaltbar.

Der Ätherraum wurde scheinbar über lange Zeit nicht hinterfragt. Man hat seine Existenz über etliche Jahrzehnte ohne den geringsten Beweis seiner Existenz schlichtweg anerkannt. Das war im Grunde genau dieselbe Kiste wie die Psychatrie und Homosexualität als Geisteskrankheit. Mehr eine politische als denn wissenschaftliche Entscheidung.

Viele Berechnungen insbesondere in der Astrophysik SIND willkürlich da sie ausschießlich auf Vermutungen über andere Sternensysteme, Dichten und Gravitationsfeldern basieren deren tatsächliche MESSUNG nie durchgeführt werden konnte. Was ist daran das ich eine Spekulation darüber wie Verhältnisse SEIEN KÖNNTEN bitte nicht willkürlich? Eine Berechnung die auf einer Schätzung basiert wie beispielsweise bei schwarzen Löchern ist natürlich absolut wasserdicht... jaja. Sobald eine einzige Variabel auftritt die uns nicht bekannt ist... so well mit den Berechnungen. Sie sind innerhalb einer geschlossenen Logik die nichts anderes als die eigene Berechnung zugrundenimmt korrekt... aber das ist Walhalla auch...

Rationalität... naja, das würde sich nur dann beweisen lassen wenn Atheisten im Schnitt rationaler handeln würden als Anhänger von Religionen was ich im Anbetracht der Natur des Menschen doch mal arg in Zweifel ziehe. Es ist nicht die Aufgabe des Atheismus die Entstehung des Universums zu erklären? Was ist denn seine Aufgabe. Er hat keine und seine einzige Funktion ist die Antithese, die Bekämpfung von Religion. Dinge ohne faktischen Nutzen sind in deinen Augen also rationaler... eine interessante Folgerung.

[ nachträglich editiert von Weltenwandler ]
Kommentar ansehen
15.07.2013 17:02 Uhr von mayan999
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
16.07.2013 07:55 Uhr von Again
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@ Trallala2:
"Sieh mal, ob wir non von dem perfekten Gott ausgehen der ohne Fehler ist und der alle Regeln des Menschen aufgestellt hat, oder von der perfekten Wissenschaft, das ist gehopst wie gesprungen. "
Nein, finde ich eben nicht. In einer perfekten Wissenschaft hätte man für alles Theorien und die dazu passenden Experimente. An den perfekten Gott müsste man - wie bei allen Göttern - einfach glauben.

"Wenn die Wissenschaft nicht perfekt ist, sich Atheisten aber auf die Wissenschaft berufen, berufen sie sich auf etwas unvollkommenes."
Ja, so ist es. Der religiöse weg zu behaupten "ich glaube an was vollkommenes" ist imho halt unsinniger.

"Mal davon abgesehen, dass das eine sehr idealisierte Vorstellung der Wissenschaft ist"
Nein, das ist ein Fakt. Würde man in der Wissenschaft Fehler nicht akzeptieren, hätten wir noch das Bohrsche Atommodell, keine Quantenmechanik, keine Relativitätstheorie etc.

"... dass manchmal sich eine neue Wissenschaft erst dann durchsetzt, wenn alle ehemaligen Größen, die die an der alten Wissenschaft gehalten haben, ausgestorben sind."
Das ist zwar nicht immer so, mag manchmal aber vielleicht zutreffen.

"Also ich weiß nicht ob man sich als Atheist tatsächlich auf die Wissenschaft berufen sollte, denn so vollkommen ist sie nicht. "
Auf was berufst du dich?
Und warum ist es wichtig sich auf was vollkommenes zu berufen?

"Da sind die handvoll Dogmen der Kirche dagegen kaum der Rede wert."
Sorry, ich bin in der Wissenschaft und da gibt es keine Dogmen. Es gibt zwar zum Teil festgefahrene Meinugnen und ja, auch Bereiche die "wissenschaftlichen Selbstmord bedeuten" können, aber dass diese Meinugnen festgefahren sind hängt eben an extrem guten Theorien und Experimenten. Das mag schlecht sein, unterscheidet sich aber gewaltig von einem Dogma.

" Und auch der Einwand, dass die Wissenschaft letztendlich erneuerbar ist, im Gegensatz zu Religionen, stimmt letztendlich nicht wirklich."
Doch. Warum denkst du sonst, dass geforscht wird und es mehrere Paradigmenwechsel gab?

"Aber ob ein Religöser sagt - Gott will es so - oder der Atheist - die Wissenschaft will es so, der Unterschied ist letztendlich der, dass dem einem das eine nützt und dem anderen das andere."
^^ Was "will" die Wissenschaft denn?

"Und jetzt komm bitte nicht damit, dass es dir im Leben mehr nützt, dass die Welt von sich aus mit dem Urknall begann oder Gott sie erschaffen hat"
Ich habe mir mein Weltbild nicht danach ausgesucht ob es einen Nutzen hat oder nicht, sondern danach ob ich es realistisch finde oder nicht. Und da es für den Urknall anzeichen gibt, für Gott aber nicht, glaube ich eben an ersteres und nicht an zweiteres.

"Aber das Geozentrisches Weltbild ist keine Erfindung einer Religion. "
Nein, sie hat nur darauf bestanden als es unhaltbar war.

Refresh |<-- <-   1-25/50   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Clickbait-falle Huffingtonpost
Flüchtlinge sollen sich mehr in die Politik einmischen
Mann attackiert Ehefrau und verletzt diese lebensgefährlich


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?