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Aus diesem "Ist halt so"-Grund essen die Deutschen gerne Kühe, aber keine Hunde

Die Deutschen essen gerne Rindfleisch, verpönen jedoch den Verzehr von Hundefleisch. In anderen Ländern hingegen ist die Kuh heilig und Hundefleisch gehört zum Genuss. Doch warum ist das so?

Das hat mit dem Geist beziehungsweise dem psychologischen Bewusstsein des Deutschen zu tun, sagt US-Psychologin Melanie Joy. "Wir schicken eine Tierart zum Schlachter und schenken der anderen unsere Liebe und Aufmerksamkeit", sagt sie. Warum sich das so entwickelt hat, ist unklar. "Ist halt so", sagt sie.

Hundefleisch ist für viele also verpönt, weil man Hunden hierzulande mehr Liebe schenkt als in anderen Ländern. Da man zu ihnen Gefühle aufbaut, kann man sie nicht einfach essen, obwohl Kühe die gleichen Gefühle empfinden wie Hunde. Diese "Ist halt so"-Haltung bezeichnet Joy als "Karnismus".


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Hund, Grund, Verzehr, Kuhfleisch
Quelle: www.bild.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.07.2013 09:55 Uhr von Johnny Cache
 
+17 | -2
 
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Woher soll ich wissen ob ich Hunde mag wenn ich sie nirgendwo kaufen kann?
Also kaufen kann man sie schon, aber wenn man nur ein Stück davon will gibt das sicher Ärger.
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14.07.2013 09:58 Uhr von uhrknall
 
+14 | -0
 
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Soviel ich weiss, ist es in Deutschland verboten, Hunde (oder Katzen) zu essen. Vielleicht auch ein Grund, warum wir keine Hunde essen.

Da ist die benachbarte Schweiz etwas toleranter, dort gibt es auch Feinschmecker für Hundefleisch.
Wer also offen ist für solche Spezialitäten, muss nicht unbedingt auf einen anderen Kontinent fliegen :)

[ nachträglich editiert von uhrknall ]
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14.07.2013 10:15 Uhr von Peter323
 
+11 | -4
 
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ich esse hauptsächlich gemüse.

Fleisch ess ich wenn überhaupt nur einmal die Woche und dann genieße ich es und esse es vollständig auf.

mir tun die Tiere in der Massentierhaltung leid
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14.07.2013 10:26 Uhr von aminosaeure
 
+1 | -0
 
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"14.07.2013 10:01 Uhr von so..isses

alles eine sache der zubereitung... "

Und der Soße
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14.07.2013 10:30 Uhr von nfrisch
 
+9 | -6
 
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Millionen Deutsche hassen Hunde. Gäbe es sie im Laden, würden sie auch gegessen werden.
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14.07.2013 10:30 Uhr von BHuxol
 
+9 | -0
 
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Das essen von Hunden ist in der Bundesrepublik Deutschland erst seit 1986 verboten.
In vielen älteren Kochbüchern finden sich noch Rezepte mit Hundefleisch.
Bei meinen Großeltern gab´s Heiligabend immer Hunderippchen mit Stampfkartoffeln und Blumenkohl.
Das habe ich als Kind immer gerne gegessen.

In der DDR war meines Wissens der Verzehr von Hundefleisch bis zur Wiedervereinigung erlaubt.
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14.07.2013 10:30 Uhr von Trallala2
 
+9 | -4
 
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@Johnny Cache

"Woher soll ich wissen ob ich Hunde mag"

Hund schmeckt etwas pikant.

@Silvi86

Verstehe das bitte nicht verkehrt, aber diese vegetarische oder vegane Lebensweise ist ein Auswuchs der Zivilisation. Wobei ich gehöre eher zu den Leuten die sagen, dass man nicht unbedingt jeden Tag Fleisch essen muss, bzw. man alle zwei Tage ein doppelt so teures, aber auch doppelt so gutes Fleisch essen kann. Trotzdem, wenn der Mensch Fleisch ist, macht er nichts unnatürliches. Der Mensch ist entstanden, weil er Fleisch gegessen hat. Das Gehirn hätte sich mit Pflanzennahrung nicht so weit entwickeln können.

Ich bin in einer Gegend aufgewachsen, die die Nahrung wirklich biologisch produziert haben. Das bedeutet ein Bruchteil des Ertrags den ein heutiger Bauer hier in Deutschland produzieren kann. In den 1950´gern produzierte ein Bauer für etwa vier Personen, heute produziert er für etwas 100 Personen. Wer all das fordert was er fordert, also vegan/vegetarisch/öko/bio, der hat in seinem Leben noch nie gehungert. Dieses Nörgeln, das machen nur die, die volle Bäuche haben. Sie kennen nichts anderes. Egal wie viel sie demonstrieren, die Supermärkte sind voll mit Lebensmitteln. Das liegt daran, das man hier in den Industriestaaten sehr effizient produziert.

Das bedeutet aber nicht, dass man alles mit Tieren machen kann. Wer Tiere schlecht behandelt, der ist ein schlechter Bauer oder will seinen Gewinn maximieren. Ich bin der Meinung, dass man auch vernünftig gezüchtete Tiere nutzen kann. Aber immer im Hinterkopf behalten, wenn die Bauern nur noch 10 Hühner auf dem Hof haben, werden sie Eier sau teuer.
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14.07.2013 11:20 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+3 | -1
 
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Wir essen eben selbst keine Jäger, nur Opfertiere lol

Hunde, Katzen usw...alles Tiere die selbst jagen, wir essen nur die friedlichen Tiere vorzugsweise ^^
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14.07.2013 11:25 Uhr von Trallala2
 
+2 | -2
 
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@nochmalblabla

"Falsche Beurteilung!
...
Die Rinder aber von Anfang an nur Fleisch- und Milchlieferant."

Nun ja, der Grund wieso es heilige Kühe gibt ist der, dass die Kühe als Hort des Lebens angesehen werden. Das können wir hier in Europa nicht nachvollziehen, denn wir haben keine Beziehungen zu den Kühen. Diese Beziehung haben die Hindus aber. Das ganze ist etwas komplex und müßte eigentlich ausführlich beschrieben werden um verstanden zu werden, aber die Kurzversion ist, dass die Kuh für das Leben steht. Und sowas verarbeitet man nicht zum Hamburger.

Man kann also behaupten, die haben eine Beziehung zu den Kühen.
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14.07.2013 11:43 Uhr von inutil
 
+7 | -1
 
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Menschen und Hunde (Wolf) sind zusammen gewachsen.

Hunde erkennen menschliche Gesichtszüge und selbst Welpen verstehen bereitst die menschliche Geste "auf etwas zeigen mit den Finger" und gehen hin und gucken was da ist.
Nichtmal Affen verstehen solche Gesten, Kühe erst recht nicht.
Und das menschlice Lachen interpretieren Hunde auch richtig.
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14.07.2013 12:48 Uhr von ~frost~
 
+1 | -1
 
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"Hundefleisch ist für viele also verpönt, weil man Hunden hierzulande mehr Liebe schenkt als in anderen Ländern. Da man zu ihnen Gefühle aufbaut, kann man sie nicht einfach essen, "

Genau das ist ja der Grund.

Außerdem rechnen wir einem Hund ein anderes Bewusstsein zu. Der kuschelt mit uns, freut sich über unser Erscheinen etc.
Die Kuh reproduiziert, frisst und scheißt...

Es gibt Tiere, die sind Jäger und es gibt Tiere, die sind Nahrung.
Der Hund war ursprünglich Jäger, der Mensch ist das noch.

P.S.: Ich ernähr mich übrigens kaum von Massentierhaltungserzeugnisse.
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14.07.2013 13:11 Uhr von Dandare
 
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Wenn man erst mal zur Besinnung kommt, spürt man das Tiere nicht zum essen da sind. Damit steht man eindeutig in der Minderheit unter den vielen Wurstmenschen.
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14.07.2013 13:36 Uhr von KifKif
 
+3 | -2
 
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@ Dandare

Was für eine Besinnung??

Dir ist doch bekannt das Tiere , andere Tiere jagen und fressen oder?? Und der Mensch ist nichts anders als ein Tier mit etwas größerem Gehirn, dieses große Gehirn konnte der Mensch übrigens nur entwickeln, durch die Aufnahme von Fleisch und somit Eiweiß und Proteinen.

Fressen und gefressen werden, das ist evolutionsbedingt.

Ansonsten würden wir immernoch im Wald von Baum zu Baum springen.
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14.07.2013 13:52 Uhr von Superplopp
 
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Hey Crushial, gut gemacht!!
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14.07.2013 14:51 Uhr von Nothung
 
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Was hat der Hase auf dem Foto mit dem Thema zu tun?
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14.07.2013 16:35 Uhr von Rychveldir
 
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Mal ganz objektiv betrachtet: Bei der Produktion von Fleisch benötigt man ca. zehn mal mehr Ressourcen, um die selbe Energie wie aus vegetarischem Essen zu bekommen. Einen Fleischfresser zu essen müsste das ganze noch einmal um den Faktor zehn erhöhen. Hundefleisch wäre somit entweder extrem teuer oder unter katastrophalen Bedingungen gezüchtet.
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14.07.2013 16:50 Uhr von mcdar
 
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Das ist kein "Karnismus", das ist pure Scheinheiligkeit, die das malerische Wort auch nicht schöner reden kann. Das Wort erinnert eher an selektiven "Kannibalismus", oder an das englische "carnage", was Blutbad-Gemetzel bedeutet...;)
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14.07.2013 16:50 Uhr von mcdar
 
+1 | -2
 
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Das ist kein "Karnismus", das ist pure Scheinheiligkeit, die das malerische Wort auch nicht schöner reden kann. Das Wort erinnert eher an selektiven "Kannibalismus", oder an das englische "carnage", was Blutbad-Gemetzel bedeutet...;)
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14.07.2013 17:41 Uhr von Nightvision
 
+2 | -1
 
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Das stimmt so nicht, denn in Bayern,Österreich und der Schweiz ist Bernhardinerschinken eine Delikatesse. Man bekommt sie aber nur unter der Hand. Ich würde auch Hund und alles andere Essen was genießbar ist, wenn es nichts anderes geben würde.
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14.07.2013 18:23 Uhr von Rychveldir
 
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dr.chaos, auf die Schnelle:
http://de.wikipedia.org/...

Nummer 2 und 3 beschäftigen sich näher mit dem Thema aber ich habe gerade keine Zeit, sie durchzulesen. Mache ich evtl. später noch.

Grunsätzlich ist wichtig, dass Tiere teilweise auch mit Nahrung gefüttert werden, welche Menschen nicht verdauen könnten, Gras bei Rindern zum Beispiel. Aber wenn du ein Tier zur Fleischproduktion mit Weizen oder Mais großziehst, dann siehst du einen entsprechend großen Verlust. Du bekommst nie die Energie heraus, welche du hineinsteckst, sondern nur einen Bruchteil. Bei Lamm z.B. 2% und bei Rind 3% (also um den faktor 50 bzw 33 weniger!).

In den USA passiert es auch oft, dass Kühe mit Mais gemästet werden, anstatt ihnen Gras zu verfüttern, well die industrielle Produktion von Mais pro Dollar einfach mehr Kalorien anbwirft, als wenn man auf der selben Fläche Gras anbaute oder gar die Kühe frei herumlaufen ließe.

Unterm Strich ist Fleisch einfach viel zu billig. Vernünftige Produktion (Freilandhaltung, Auslauf, Artgerechte Haltung, ...) würden es für viele nahezu unleistbar machen. Früher heiß es ja nicht umsonst Sonntagsbraten. An den Wochentagen kam einfach etwas günstigeres auf den Tisch.

[ nachträglich editiert von Rychveldir ]
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15.07.2013 00:59 Uhr von Trallala2
 
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@Rychveldir

Deine Rechnung stimmt nur bedingt. Fangen wir mal mit dem Mais an. Mais ist nicht gleich Mais. Was an die Tiere verfüttert wird ist Futtermais. Auf was ich hinaus will ist: du kannst nicht den einen Mais nehmen und vorrechnen wie aufwendig die Produktion ist, auf der anderen Seite wird aber eine der billigsten Maissorten als Futter verwendet.

Fleisch ist ein Energielieferant. Ob du Schalle Reis oder Grütze ist oder einen toll zubereiteten Salatteller, von der Energie her ist es in etwa das Gleiche. Das reicht zum überleben. Hätten die Menschen kein Fleisch gegessen, gäbe es die Menschheit in der Form nicht. Nur dank einer energiereichen Nahrung wie Fleisch, konnte sich das Menschliche Hirn entwickeln. Das menschliche Hirn ist eine Energieverschwendungs-Maschine. Kein sonstigen vegetarisches Tier leistet sich ein derartiges Gehirn.
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15.07.2013 11:33 Uhr von Stahlmaschine
 
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naja es könnte ja auch genauso gut dann heißen warum essen andere keine kühe aber hunde?"das psychologische bewußtsein der deutschen",warum nur der deutschen?achso ich verstehe,nur bei deutschen ist das was eigenartiges.bei allen anderen ist das völlig normal.
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16.07.2013 10:47 Uhr von Rychveldir
 
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"Deine Rechnung stimmt nur bedingt. Fangen wir mal mit dem Mais an. Mais ist nicht gleich Mais. Was an die Tiere verfüttert wird ist Futtermais. Auf was ich hinaus will ist: du kannst nicht den einen Mais nehmen und vorrechnen wie aufwendig die Produktion ist, auf der anderen Seite wird aber eine der billigsten Maissorten als Futter verwendet."

Das ist Richtig, aber du könntest auf der Fläche, wo Tierfutter gezüchtet wird, stattdessen etwas für Menschen Essbares anbauen oder sogar der Natur ihren Lauf lassen.
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16.07.2013 11:11 Uhr von ksros
 
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Ich besitze Wellensittiche und esse trotzdem Geflügel. Ist halt so.

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