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"20 Prozent auf alles außer Tiernahrung" - Vernichtendes Urteil für Praktiker

Vor Kurzem wurde bekannt, dass die Baumarkt-Kette Praktiker vor dem Aus steht (ShortNews berichtete). Jetzt meldete sich Praktiker-Großaktionärin Isabella de Krassny zu Wort und fällte ein vernichtendes Urteil.

"Die ständigen Rabatt-Aktionen, die gefahren wurden, um Geld in die Kassen zu bekommen, haben das Unternehmen in den Tod getrieben. Wer ständig 20 Prozent auf alles außer Tiernahrung gibt, verzichtet auf 20 Prozent Umsatz", ärgert sie sich.

Demnach hätte es genügt, wenn das Unternehmen einfach Preisnachlässe auf bestimmte Produktgruppen gegeben hätte.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Prozent, Urteil, Insolvenz, Praktiker
Quelle: www.rp-online.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.07.2013 20:32 Uhr von P17244
 
+34 | -0
 
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Chrushial diese News gefällt mir, denn ich war mal Mitarbeiter bei Praktiker, lang ist es her. Anfang der 90er war die Welt bei Praktiker noch in Ordnung, die hatte sogar ausgebildete Fachkräfte in den Abteilungen. Irgendwann wurden wir den Herren in Kirkel zu teuer und nach und nach durch Leute ersetzt die billiger arbeiteten, aber eben von der Materie keine Ahnung hatten und das war der Anfang von Ende. Ein Verwandter von mir arbeitete noch bis vor 2 Jahren beim Praktiker und ist heute Rentner. Der hat sich schon vor 5 Jahren darüber aufgeregt, das er und seine Kollegen vor jeder 20% Aktion die gesamten Artikel im Markt umzeichnen, d.h. mit anderen Preisen versehen, mussten. Später erfuhr ich von ihm, das die Kunden nur noch kamen, wenn es die 20% gab, sonst nicht mehr. Die Praktiker Baumarkt AG wurde vom Management an die Wand gefahren. Die Frau de Krassny hat Recht mit ihrer Meinung. Die Manager werden ja leider nicht zur Verantwortung gezogen, sondern bekommen immer noch einen Topf mit Gold hinterhergeworfen, wenn sie gehen müssen.
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13.07.2013 20:42 Uhr von kert
 
+13 | -2
 
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Sie sind Pleite gegangen, weil sie ohne die 20% Rabatt, der Teuerste Baumarkt sind und die Beratung war schlecht oder es gab garkeine.
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13.07.2013 20:54 Uhr von DarkBluesky
 
+11 | -5
 
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Klar, dummes Gelaber, das konnte nur von einer Frau kommen die an der Spitze ist und die Realität verloren hat. 20 % waren immer noch 30% über der angeblichen Konkurrenz. Die Pleite lag im Praktiker selber begraben und nicht in der Rabatt Aktion. Das Problem sind die Mitarbeiter und die falsche Ware. Der Kunde kauft einmal und dann Nie wieder, den er bekommt die Verarsche der 20% beim Vergleich sofort zu spüren und Kauft bei OBI oder Hornbach. Billiger klingt gut nur wenn die Qualität und die Mitarbeiter die Ahnung haben fehlt, dann Spielt man Schlecker oder Pooth und kann nur noch Insolvenz anmelden.
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13.07.2013 21:05 Uhr von derSchmu2.0
 
+4 | -0
 
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BrakingBad, wer sagt denn, dass im Internet gekauft wird?
Es reicht ja schon die Möglichkeit, online erstmal Preise etc zu vergleichen...danach kann ich mir vor Ort ein Bild machen.
Wenn ich im Allgemeienn bei einem Laden nich sicher bin, aber bei einem anderen weiss, was die im Angebot haben, warum soll ich erst zu den einen fahren?

Im Übrigen bin ich mir da nich so sicher, ob das den Praktiker ruiniert hat...is ja auch nur der Media Markt unter den Baumärkten...Qualität und Beratung sind da auch eher Mangelware...
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13.07.2013 21:12 Uhr von P17244
 
+7 | -2
 
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Praktiker ist auch durch häufige Fehlbestellungen und dadurch resultierende Kosten gescheitert, d.h. die Hilfskräfte im Praktiker-Baumarkt waren nicht in der Lage, die Bestellformulare mit dem Kunden so auszufüllen, dass er am Ende z.B. passende Fenster oder Türen geliefert bekam. Weiß ich von meinem Verwandten, der in der Holzabteilung arbeitete und heute als Rentner sich über die Insolvenz überhaupt nicht wundert.

[ nachträglich editiert von P17244 ]
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13.07.2013 21:55 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -3
 
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Anfängliche Selbständige lernen von ihrem Existenzberater, dass man mit "billig" nur Kunden angelt, die sowieso kein Geld haben und geizen.
Gutes Geld verdient man mit Kunden die ihr Geld gerne für gute Ware oder ordentliche Dienstleistung ausgeben. Qualität ist das Leistungsmerkmal - nicht der billige Preis.

Ausnahmen sind ganz besondere 1-Euro-Geschäfte mit Ramschwaren oder Ramschkleidung, bei der der Kunde gar nichts anderes als Ramsch erwartet und deshalb bedenkenlos zugreift.
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13.07.2013 22:00 Uhr von Borgir
 
+3 | -1
 
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JEtzt die große Schnauze haben aber davor auch nichts sagen.....ist immer schlau, wenn man sich äußern kann wenn der Drops gelutscht ist um schlau rüber zu kommen.
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13.07.2013 22:28 Uhr von Hannover1896
 
+1 | -2
 
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Wer dachte das Praktiker 20% auf alles gegeben hatte,der glaubte auch an den Weihnachtsmann.Denn die haben vorher schon die "normalen" Preise erhöht und dann einfach minus 20% gemacht.Die meisten Mitarbeiter haben doch selbst schuld gehabt.Sowas unprofesionelles und unfreundliches hab ich noch nicht gesehen.Hab leider mit den beruflich zutun gehabt.Aber es tut mir schon leid das viele jetzt ihre Arbeit verlieren,denn das gönnt man keinem.
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13.07.2013 23:10 Uhr von keineahnung13
 
+1 | -0
 
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naja bei vielen wars auch vorher 20% drauf gehaunen um wieder 20% runter zu nehmen^^

aber dachte ich mir schon lange ob das gut gehen soll?

aber bei uns war glaube heute Ausverkauf und das ist schon sehr lange bekannt einige werden zu Max Bahr, aber ob das heute nur die 1. Aktion war ka es waren bis heute 25% und vor wochen als dorte war sahs auch irgendwie schon sehr leer aus gegen sonst
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13.07.2013 23:29 Uhr von Floppy77
 
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Wer mit Rabattaktionen pleite geht, hat vorher nur vergessen die Preise zu erhöhen.
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13.07.2013 23:55 Uhr von Gepunktetes_Kaugummi
 
+3 | -0
 
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Richtig Klasse die Frau!
Als Großaktionärin von Praktiker hat sie so lange stillgehalten, wie es für sie Ausschüttung gab. Da war es ihr recht.

Jetzt auf einmal wusste sie es alles vorher.

Solche Leute liebe ich!

Und ganz ehrlich! Ihr mögt auf das Personal schimpfen, von wegen Fachkräfte oder nicht. Hier in unserem Markt (mag nicht für alle sprechen) waren alle sehr nett, zuvorkommend und haben sich den Arsch aufgerissen. Ob gelernt oder nicht, sie haben mir jede Frage beantworten können. Es tut mir echt leid um diese Leute.

[ nachträglich editiert von Gepunktetes_Kaugummi ]
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14.07.2013 00:46 Uhr von schlumpfi1201
 
+1 | -5
 
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Praktiker WAHR, IST, und BLEIBT der größte Betrüger unter den Baumärkten!
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14.07.2013 01:44 Uhr von P17244
 
+3 | -1
 
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Wird zwar keiner glauben, aber bei Praktiker wurden teilweise echte 20% gegeben, welche man versuchte den Lieferanten abzupressen. Es gab einige Lieferanten, die Praktiker daraufhin nicht mehr mit Ware versorgten. Darum kam den Kunden dieser Baumarkt immer etwas leer vor. Es wurden auch nicht alle Artikel vor der Aktion im Markt umgezeichnet, der Aufwand wäre zu hoch gewesen. Praktiker hat so echten Umsatz verbrannt, was neben der schlechten Beratung eine weitere Ursache für die Pleite war.
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14.07.2013 03:17 Uhr von sensitivity
 
+0 | -0
 
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Man.........es ist doch klar ....es ligt im gebahren der menschlichen Natur..."wenig Einsatz --- aber viel haben wollen " ohne Rücksicht auf Verluste.
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14.07.2013 04:56 Uhr von schepert
 
+4 | -1
 
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Ihr liegt falsch!
Die Umsätze der Praktikermärkte ist in den letzten Jahren deutlich gesunken, aber das war sicherlich nicht der Grund für den Konkurs.
Wie geht es denn den anderen Baumärkten?
Wir erlebten die letzten Jahre keinen Wirtschaftsboom, sondern eine Wirtschaftskriese die immer noch anhält.

Im Jahr 2012 sind die Kosten für den Betrieb der Praktiker Baumärkte von ca. 400 Mio.€ (2010) auf über 638 Mio.€ (2011) gestiegen.
Es sieht aus als ob die Miete für den Markt von 2010 nach 2011 um 50% gestiegen ist.

Die Personalkosten waren in den letzten 4 Jahren auch ziemlich konstant mit einer leichten Erhöhung, danch 2012 um 16% gesunken. [Seite 79 Konzernbericht]
http://www.praktiker.com/...

Die Rabattaktionen haben dem Markt finanziell nicht geschadet.
Das Problem ist nur das man bei gesättigter Nachfrage nicht immer mehr Umsatz generieren kann.

Ich habe die Gehaltsliste der Manager gefunden :O Seite 40
Keiner hatte eine variable (Leistungsabhängige) Vergütung!
Nur feste Vergütungen.
2012 haben die 23 Manager 494Mio.€ gekostet.
Es ist mir unerklährlich wie jemand 50 Mio.€ in einem Jahr verdienen kann. Das würde jemanden zustehen, der jeden Tag mit seinen Leistungen und Fähigkeiten beeindrucken kann.
Würden die Manager gegen 100 studierte BWL´er oder WiIng´s ausgetauscht werden, mit jeweils 46000€ Jahresgehalt (Bruto), dann hätten die den Job sicher genau so oder besser gemacht, für 4,6Mio € !!!
Dann wäre Praktiker nur 2011 mit 104,6 Mio€ in den roten Zahlen gewesen.(Seite 2; Ergebnis vor Ertragssteuern)

Die "20% auf alles" sind nicht an der Zahlungsunfähigkeit schuld!

Frage: was ist günstiger, ein Hagebaumarkt, Hellweg oder ein Hornbach?
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14.07.2013 08:24 Uhr von OO88
 
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alle die ständig prozente anbieten müssen gehen pleite.
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14.07.2013 10:32 Uhr von P17244
 
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Der Manager, der "die 20% auf alles, außer Tiernahrung" eingeführt hat, müsste mit seinem Vermögen zur Verantwortung gezogen werden, aber sicher ist der schon lange woanders und versucht sich an der nächsten Firma. Die Manager sind immer die ersten, welche eine Schieflage bemerkten und verlassen dann wie Ratten das sinkende Schiff.
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14.07.2013 11:28 Uhr von Suffkopp
 
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@schepert - richtig lesen - nicht 494 Mio - sondern 494 TEUR waren für den Aufsichtsrat.

Die ersten Berichte (UMsatz) sind in Mio $, aber die Personalberichte in Tausen Eur.
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15.07.2013 07:36 Uhr von Zerberus76
 
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Urteile fällen nur Richter! und vernichtend?
ist ja wie eine Leiche ermordet....

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