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Weingarten: Unterschriftssammlung der AfD - "Da werden Unterschriften ergaunert"

Die Partei "Alternative für Deutschland" sammelte vergangenen Donnerstag Unterschriften für die Zulassung zur Bundestagswahl im September. Jedenfalls dachte das der Weingartener Béla Bauer. Um den Druck auf "die Etablierten" zu erhöhen, unterschrieb er für die Anti-Euro-Partei.

Kurze Zeit später kehrte er allerdings zum Stand der Partei zurück und wollte erfragen, ob seine Daten beispielsweise für Werbezwecke genutzt werden. Im Gespräch erfuhr er dann, dass er keineswegs für die Zulassung der Partei zur Bundestagswahl unterschrieben hatte.

Vielmehr setzt er seine Unterschrift für die Direktkandidatur des AfD-Mitglieds Bernhard Russ, seines Zeichens Finanzberater. "Da werden Unterschriften ergaunert", so Bauer über das Verschweigen des Zweckes der Unterschrift. Einem Rechtsanwalt zufolge handelt es sich hierbei um arglistige Täuschung.


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WebReporter: NoPq
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, AfD, Unterschrift, Täuschung
Quelle: www.schwaebische.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.07.2013 19:33 Uhr von Frankone
 
+13 | -17
 
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Ist doch egal wofür die Unterschriften gut sind.
Haupsache die AfD hat genug Unterschriften damit sie stark genug sind, gegen die derzeitige Politik mit Selbstbedienungsmentalität vorgehen zu können.
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11.07.2013 19:39 Uhr von syndikatM
 
+18 | -3
 
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der typ hat bestimmt auch schon 1.000 jamba klingelton abos, wenn er unterschriften ab gibt ohne zu lesen wofür.
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11.07.2013 19:57 Uhr von no_trespassing
 
+5 | -2
 
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>>Vielmehr setzt er seine Unterschrift für die Direktkandidatur des AfD-Mitglieds Bernhard Russ,

>>"Da werden Unterschriften ergaunert"

Zum einen ist es für die AfD, allerdings gilt diese Unterschrift dann der Erststimme.

Zum anderen sollte man sich grundsätzlich immer durchlesen, was man unterschreibt und im Zweifel eine Kopie verlangen.

Drittens sind es vorgefertigte amtliche Formulare, die für jede Partei gleich sind. Wo hier die arglistige Täuschung liegen soll, ist mir schleierhaft.

Entweder er will die Partei unterstützen, dann kann es ihm wurscht sein, ob für Erst- oder Zweitstimme oder aber er will Bambule machen und in die Öffentlichkeit.
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11.07.2013 19:59 Uhr von MRaupach
 
+5 | -7
 
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Ähm, er hat soweit ich weiß das Recht seine Unterschrift zurückzuverlangen, zusätzlich darf man glaube ich für BEIDES unterschreiben ;)

Schlimmer finde ich, dass die AfD für ihre Unterschriften Geld bezahlt hat: http://www.rosenheim24.de/...
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11.07.2013 20:02 Uhr von Bildungsminister
 
+6 | -6
 
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Man stelle sich vor, die gleiche Aktion wäre bei SPD, Grüne oder bei den Waldfreunden Pfaffenhausen Süd passiert. Wie wäre da die Kritik groß.

Bei der AfD wird es aber gut geheißen, weil die ja gegen das Establishment sind. Klar, mit einem Finanzberater. Das ist bestimmt der totale Menschenfreund.

Schade, dass sich die Leute in ihrer Hoffnung auf Veränderung derart blenden lassen. Ich kann das Bedürfnis durchaus verstehen, aber das legitimiert doch nicht Pest gegen Cholera zu tauschen.
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11.07.2013 20:02 Uhr von fuxxa
 
+5 | -1
 
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Hahaha was fürn Bauer. Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil.

Erst die Unterschrift geben und später nachfragen, was man eigentlich unterschrieben hat. Solche Leute verdienen regelrecht, dass man ihnen das Geld aus der Tasche zieht. Fehlt nur noch die Story in der Bild-Zeitung.
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11.07.2013 20:03 Uhr von no_trespassing
 
+2 | -2
 
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@MRaupach: Man hat den Sammlern Geld bezahlt, nicht den Unterschreibern. Eine Partei, die für eine Unterschrift Geld bezahlt macht sich klar strafbar (Wählerbestechung).
Das andere ist in der rechtlichen Grauzone, aber eher legal.

Schlimmer finde ich, dass die Republikaner ihre Unterschriften zusammen bekamen, indem sie den Unterschreibern erzählten, es sei eine Befürwortung zur Verschärfung im Kampf gegen Kinderpornografie oder so.
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11.07.2013 20:03 Uhr von 24slash7
 
+4 | -0
 
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andreas haller
Neuer Benutzer
Registriert seit:
10.07.2013
Beiträge:
1

Sehr geehrter Herr Bauer, sehr geehrte Damen und Herren der Schwäbischen Zeitung und der Alternative für Deutschland,
der Inhalt des Berichts über die vermeintliche Wahrnehmungsirritation ist sicherlich geeignet, um hinterfragt zu werden. Es ist erfreulich, dass Herr Bauer grundsätzlich motviert ist der Alternative für Deutschland seine Stimme zu geben. Dafür vielen Dank. Da also eine inhaltliche Übereinstimmung in der politischen Bewertung durchaus vorhanden ist, erscheint seine Bemängelung der nicht erkannten Zielsetzung unserer Unterschriftensammlung als wichtiger Hinweis und relativiert die Brisanz. Natürlich sammelt die Alternative gemäß den geltenden Vorschriften die Unterschriften auf Landesebene und im Einzelfall auch auf Kreisebene. Die Direktkanditatur für den Bundestag erfordert eben auch eine nachgewiesene Unterstützeranzahl von gültigen Stimmen. Dies ist auf dem jeweiligen Formblatt explizit vermerkt und sehr gut erkennbar. Auch im Kreis Ravensburg wird dieses ordnungsgemäß verwendet. Herr Bauer hat dies leider nicht erkannt und somit seine Stimme nach seiner Meinung der Landesliste anvertraut. Sicher ist weder von Herrn Bauer noch von der Schwäbischen Zeitung beabsichtigt, daraus mehr zu machen als das Versehen real darstellt. Ein Versehen eben und kein Formfehler. Somit sollten auch alle Wortmeldungen und Berichte diesem Rechnung tragen und nicht mehr implizieren, wie der Sache gerecht werdend. Es macht mir Hoffnung, dass Herr Bauer, der geradeaus seine Meinung äußert seiner Grundüberzeugung folgt. Somit wünsche ich Herrn Bauer ein glückliche Hand am Wahltag, der Schwäbischen Zeitung die objetkive Kompetenz in der neutralen Berichterstattung und den Befürwortern und Mitgliedern der Alternative für Deutschland eine emotionsfreie Wahrnehmung. Sicherlich sind solche Erfahrungen wertvoll und hilfreich auf dem schwierigen Terrain der Politik. Herrn Bauer übersende ich hiermit meine besten Grüsse.




"Sicher ist weder von Herrn Bauer noch von der Schwäbischen Zeitung beabsichtigt, daraus mehr zu machen als das Versehen real darstellt."

[ nachträglich editiert von 24slash7 ]
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11.07.2013 20:09 Uhr von MRaupach
 
+0 | -0
 
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@no_trespassing:

Richtig, den Unterschriftensammlern, wurde für jede gültige Unterschrift 3 € bezahlt...

Finde ich trotzdem nicht gut, da entsteht bei mir im Geiste das Bild einer Drückerkolonne...
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11.07.2013 22:52 Uhr von shadow#
 
+4 | -1
 
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Was bildet sich der Typ auch ein?
Bei der AfD hat man zu jubeln und den Mund zu halten.
Die Entscheidungen werden von oben nach unten durchgereicht, wie das in der Wirtschaft üblich ist.

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