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Offenbach: Ausstellung zeigt Rekonstruktionen zerstörter deutscher Synagogen

Am kommenden Sonntag (14.07.2013) eröffnet im "Haus der Stadtgeschichte" in Offenbach die Kunstausstellung "Painting to Remember - Zerstörte deutsche Synagogen". Die Bilder sollen an die Synagogen erinnern, die in der Reichspogromnacht zerstört wurden.

Insgesamt wurden in dieser Nacht rund 1.000 Synagogen durch die Nazis zerstört. Der Berliner Architekturmaler Alexander Dettmar hat 40 der zerstörten jüdischen Gotteshäuser in seinen Bildern rekonstruiert.

Gezeigt werden unter anderem Synagogen in Berlin, Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Mainz und Aschaffenburg. Die Ausstellung war bereits in New York und verschiedenen deutschen Städten. Die Schau läuft vom 14. Juli bis zum 11. August 2013 und wird anschließend nach Bremen verlagert.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Ausstellung, Offenbach, Synagoge, Rekonstruktion
Quelle: www.focus.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.07.2013 22:51 Uhr von Frudd85
 
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Wie lange es wohl dauern mag, bis sich der Erste hier echauffiert ob vermeintlicher Schuldkeule, Unnutzen solcher Sachen und ob der ach so schlimmen ständigen Bevorzugung der gemeinen Juden, die seit 1945 doch sowieso nur alles in den Arsch geblasen bekommen...?
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10.07.2013 23:31 Uhr von Patreo
 
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Es kommt darauf an, ob du diese rassistische und sinnentleerte Haltung auch vertrittst oder einfach nur paradigmatisch vorgestellt hast.
Was die Ausstellung an sich angeht.
Ja es gibt Ausstellung mit solcher Thematik und ja es sind einige, genauso wie es viele gibt, die sich mit Renoire oder Dali beschäftigen.

Die subjektive Selektion von Ausstellungen, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen und hier als NEWS gepostet werden, erzeugen den Eindruck als gäbe es keine anderen, was natürlich falsch ist.

Aber nur zu solcher Thematik wird hier kommentiert in aufbrausender und ungerechtfertigter Weise.

Es gibt auch solche Ausstellungen: http://www.shortnews.de/...
oder wie wäre es mit sowas
http://www.shortnews.de/...
Kommentare gibt es keine, da keine Motivation für Hetze bestünde.
Es wird keine defensive Rechtfertigungshaltung und kein Hass provoziert, als ist das Interesse eher gering.
Geringes Interesse ist auch paradoxerweise, dass was Vertreter der ,,WIR HABEN GENUG VON SCHULDKEULE" erschaffen, indem sie auf solche News bewusst reagieren.

[ nachträglich editiert von Patreo ]
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10.07.2013 23:34 Uhr von Patreo
 
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Und doch So..isses nicht langweilig genug, als, dass du nicht einfach ignorieren würdest, sondern einfach deine Meinung dazugegeben hast.

Natürlich ist die Aussage, dass eine Ausstellungsthematik verjährt ist in dem Kontext aus der Luft gegriffen.

Das Thema ist da, wird verarbeitet, Leute gehen hin (auch wenn es nicht du bist), Interesse ist da (auch durch dich :-) )

Natürlich ist Frud85s Aussage sofern sie ernst und nicht ironisch gemeint ist, absolute unmenschliche Hetze bar jeder wissenschaftlichen oder logischen Argumentation im Sinne vom allgemeinen modernen demokratischen Verständnis

[ nachträglich editiert von Patreo ]
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11.07.2013 03:54 Uhr von erw
 
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unique2910

Ist für Dich der 100-jährige Krieg verjährt? Der 30-jährige? Es ist nicht unbedingt meine Meinung, dennoch verstehe ich, dass die Generation heute sich anfängt dagegen zu wehren, weil es bald ein Jahrhundert her ist, dass all das geschah. Man kann sich heute auch nicht an 1700 erinnern und der Zeit, in der Kriminelle und Soldaten keinen Unterschied machten und die Menschen Blätter von den Bäumen aßen, damit sie nicht verhungern.

Die Ausstellung ist trotzdem interessant. Deutschland verlor einen Haufen toller Architektur und viel Geschichte. Die Synagogen gehören definitiv dazu.

[ nachträglich editiert von erw ]
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11.07.2013 09:00 Uhr von Patreo
 
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@erw
Es sind halt mehrere Faktoren, die hier eine Rolle spielen.

Ob man sich irgendwie verantwortlich zu fühlen hat oder nicht ist jedem sich selbst überlassen.

Die Geschehenisse als etwas Abgeschlossenes und ,,verjährtes" zu sehen halte ich persönlich für kurzsichtig.

Da die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit eng an das, was damals passierte verknüpft sind.
Wie erklärt man sich den Naost Konflikt ohne das Hintergrundwissen um die NS Zeit.
Wie verarbeitet man die 9/11 Folgen ohne den Zusammenhang eines gewissen Antisemitismus seitens der arabischen Seite oder die Ideologie der Neonazis?


Es geht hier nicht nur um Verantwortung (und Verantwortung hat nicht immer was mit einem selbstzerstörrerischen Schuldkomplex zu tun).

Nur wenn man die Ereignisse heute in eine plausible Kette von drastischen weltpolitischen Events von damals versteht, wobei die beiden Weltkriege als einschneidenden Traumata zu verstehen sind, wäre eine Argumentation: Vor meiner Zeit nicht mein Problem
als eine mindestens ebenso verblendete Ansicht, wie die Leugnung dieser Geschehnisse zu sehen.

Sich zu informieren und gegen Rassismus und Hass zu kämpfen mit den Argumenten, die schon damals wirksam waren gegen die braune Brut gewesen sind, sehe ich als ein Privileg, das in unserer Demokratie ebenso wichtig ist, wie das Wahlrecht.
Denn diese Aufklärung über eine der dunkelsten Zeiten kann helfen, diese das nächste Mal zu verhindern. Gegenbeispiele dafür kann man in Russland derzeit sehen wohin gefährliche Relativierung führen kann: Rassismus und Homophobie durch fehlende Identität und leugnerische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

Darin sehe ich auch den Unterschied zum 100 Jährigen Krieg und 30 Jährigen. Für unsere Generation mag es als verjährt erscheinen, die direkten Kosequenzen sind aber noch sehr omnipräsent und man sollte mit diesen irgendwie umgehen.
Schon alleine wegen der medialen Umsetzung und Berichterstattung des Zweiten Weltkrieges, seines Ausmaßes und der Tatsache, dass es TROTZALLEM noch Menschen gibt, die den Holocaust leugnen, wäre eine gewisse Aufklärung sinnvoll.
Weil der Mensch 1940 gegenüber 1648 nun mal aufgeklärter gewesen ist und die Errungenschaften im Bereich Menschenrechten aber auch der Verletzung der Selbigen auf einem anderen weit fortschrittlicherem Niveau waren.
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11.07.2013 21:43 Uhr von Frudd85
 
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Nur um das klarzustellen: Mein Kommentar war pure Ironie - eine Anspielung auf Leute wie "So...isses" (sorry, falls ich damit falsch verurteile, ich habe die Nachfolgeposts nur grob überflogen, aber Du ["So...isses"] erwecktest doch den Eindruck, als unterstelle dir irgendjemand Verantwortung für den Holocaust, was doch mehr als abstrus ist). Leute, die auf jede "News", die irgendetwas mit dem "Dritten Reich", dem Zweiten Weltkrieg, dem Holocaust oder auch nur irgendetwas entfernt Jüdischem zu tun hat, mit Reflexen reagieren, die an nichts mehr als dressierte Pawlow´sche Hunde erinnern - mehr Hirn ist auch nicht dahinter (und damit beleidige ich noch die armen Hunde).

Eine Gedenkkultur an den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust abzulehnen mit dem Argument "Ich habe nix damit zu tun" oder "Das ist doch lange her" ist nicht nur kurzsichtig, es ist dumm und lässt - sofern nicht enorme Naivität im Spiel ist - auf durchweg teleologische Motivation schließen.

Unsere gesamte postmoderne Gesellschaft - nicht nur die deutsche, die europäische, ja sogar die Weltordnung - beruht auf den Geschehnissen der Jahre 1933 bis 1945. Unser Demokratieverständnis, der Wert von Menschenrechten, Freiheit - die elementarsten Wesenszüge des emanzipierten Menschen sind doch nur fassbar vor dem Hintergrund.

Ähnliches gilt auch für andere Kriege - ein jeder dient doch als Mahnung dafür, wie wichtig Frieden ist und wohin verschiedenste Irrungen führen können - aber der Zweite Weltkrieg ist das Menetekel von Hass und menschlichen Abgründen. Erstens verdienen seine Opfer (und um euch Revisionisten entgegenzukommen, natürlich auch die deutschen), dass man ihrer gedenkt und zweitens verdienen wir und unsere Zukunft es, dass man diesen Horror nicht vergisst.
Es geht um historische Verantwortung dafür, dass man den Wert von Freiheit, Demokratie und Leben verteidigt.
Wer das gleichsetzt mit historischer Schuld (das meinte ich ursprünglich mit der "Schuldkeule"), ist schlichtweg dumm.

[ nachträglich editiert von Frudd85 ]

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