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Urteil: Elfjährige können bei einem Unfall haftbar gemacht werden

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Naumburg kann ein elfjähriges Kind bei einem Unfall haftbar gemacht werden, wenn sich das Kind über sein Handeln bewusst war.

In einem aktuellen Fall (AZ 10 U 22/12) hatte ein elfjähriges Mädchen versucht, in der Dunkelheit eine Straße zwischen parkenden Autos zu überqueren. Es sah einen herannahenden PKW und dachte die Straße noch rechtzeitig überqueren zu können.

Nachdem es zu einem Unfall gekommen war, scheiterte nun die Klage gegen die Autofahrerin. Sie fuhr mit 25 bis 30 km/h und achtete auf die anderen Kinder, die auf der anderen Straßenseite auf die Elfjährige warteten. Laut dem Gericht konnte das Mädchen erkennen, dass es falsch gehandelt habe.


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WebReporter: Haberal
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kind, Unfall, Urteil, Landgericht, Haftung
Quelle: www.focus.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.07.2013 14:15 Uhr von TieAss
 
+17 | -3
 
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Also wurde nur die Deliktsfähigkeit, welche im Gesetzt geregelt ist vom Gericht bestätigt? Oder gibt´s eine neue Erkenntnis? Ich kann die wirkliche News nicht erkennen.
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09.07.2013 14:40 Uhr von chackyo
 
+8 | -2
 
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Sollte eh bekannt sein, dass auch U14 jährige bei besonderen Vergehen haftbar gemacht werden können.
Muss allerdings der Richter irgendwie "absegnen", ka wie genau.

Hier allerdings wie ich aus der News rauslese gehts darum, dass die Autofahrerin NICHT Schuld war.
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09.07.2013 14:46 Uhr von CrazyWolf1981
 
+22 | -3
 
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Aber bei Straftaten, sogar mehrfach Polizeibekannt, wissen die natürlich nicht was sie tun und es passiert auch nichts. Wird Zeit dass sich etwas ändert.
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09.07.2013 14:55 Uhr von puri
 
+1 | -1
 
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Und? Wo ist die News?

Die Deliktfähigkeit ist explizit im BGB geregelt: http://www.gesetze-im-internet.de/...
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09.07.2013 17:15 Uhr von Daffney
 
+8 | -0
 
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"Es sah einen herannahenden PKW und dachte die Straße noch rechtzeitig überqueren zu können. " Dann hat sie aber nicht falsch gehandelt, sonder nur vorher die Situation falsch eingeschätzt. Die Autofeahrerin dann aber noch verklagen zu wollen ist dreist.
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09.07.2013 17:30 Uhr von Superplopp
 
+1 | -0
 
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Muss das Kind jetzt etwas zahlen oder worin liegt die Haftung?
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09.07.2013 18:31 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -0
 
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Den Unterschied zwischen Haftung und Strafe scheinen auch hier einige nicht zu verstehen.

Strafmündigkeit ist ab 14.
Für Straftaten kann man erst ab 14 Jahren zur Rechenschaft gezogen werden.

In die Haftung kann man komplett unabhängig davon genommen werden. Hier geht es rein um die Schuld bei Unfällen oder Handlungen.

PS: Auch ein 7jähriger kann haftbar gemacht werden, wenn er aus Versehen z.B. eine Scheibe einschlägt.

In diesem Fall heißt das wohl nichts anderes, als dass die Haftpflichtversicherung der Eltern für den Schaden geradezustehen hat.


Nicht wirklich eine News....

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
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09.07.2013 18:41 Uhr von Superplopp
 
+1 | -1
 
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So sieht es aus JollyRoger.
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09.07.2013 19:34 Uhr von uhrknall
 
+1 | -4
 
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Finde ich seltsam in Deutschland:

Hier in der News hat ein 11-jähriges Kind ohne Absicht einen Fehler gemacht - und daraus gelernt. Die Kleine wird jetzt vorsichtiger sein. Es war ein UNFALL.

Woanders handeln Kinder mit ABSICHT. Hier wäre ein wenig Erziehung (auch der Eltern) in Form einer Strafe nicht falsch. Nur die Strafe zieht hier einen Lerneffekt nach sich - wenn es denn eine gäbe. Im Gegenteil: wenn das Opfer sich wehrt, gibt es oft noch böse Konsequenzen.

Die Justiz handelt komplett unlogisch.
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09.07.2013 21:20 Uhr von GroundHound
 
+1 | -5
 
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Sorry, das Urteil ist quatsch. KInder können Entfernungen und vor allen Dinge Geschwindigkeiten noch nicht so einschätzen, wie Erwachsene. Das lernt man schon in der Fahrschule.
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10.07.2013 00:13 Uhr von ms1889
 
+1 | -3
 
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nuja, haftungsrecht ist nicht strafrecht, aber die richter ruinieren ein kinderleben mit dieser haftung.

wegen dieser kinderfeindlichkeit in deutschland, lebe ich nicht mehr dort.

einerseits tut das jugendamt unmoralisch "im wohlöe des kindes" kinder verhungern lassen, oder ins heim stecken obwohl lebende verwante existieren (wohl um den heimen einnahmen zu generieren/bzw steuergelder zu verschleudern).

nuja, kinderschutz bzw kinderfreundlichkeit ist was anderes!

im strassenverkersordung steht das in diesen fällen immer der stärkere (PKW fahrer) schuld ist.

deutschland will mehr kinder, aber ebend mit solcher kinderfeindlichkeit, finde ich es gut wenn immer weniger kinder geboren werden. da deutschland es nicht wert ist kinder zu haben!
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10.07.2013 02:19 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -1
 
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@ms1889

Mit 11 sollte man die Regeln kennen, verletzt man sie und passiert etwas, muss man zur Rechenschaft gezogen werden.

Kinder sollten keinen Freibrief erhalten. Auch nicht im Strafrecht, auch wenn sie das leider tun.

@groundhound
http://www.zukunft-mobilitaet.net/...

Wagen war unter 30, statistisch gesehen konnte die 11 Jährige die Geschwindigkeit richtig einschätzen.
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10.07.2013 02:54 Uhr von Jolly.Roger
 
+2 | -0
 
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@ms1889:

"aber die richter ruinieren ein kinderleben mit dieser haftung."

Wieso?
Sie kommt ja nicht ins Gefängnis. Es wird nur die Haftpflicht der Eltern, und nicht die der Fahrerin, dazu verdonnert, die Kosten des Unfalls zu tragen.
Diese Dramatisierung ist unnötig.

"im strassenverkersordung steht das in diesen fällen immer der stärkere (PKW fahrer) schuld ist."

Nein, da steht, dass ein PKW eine grundsätzliche Haftung hat, die sog. Gefährdungshaftung.
Auch wenn ein Fußgänger oder Radfahrer SCHULD am Unfall hat, kann ein Autofahrer einen Teil der Haftung übernehmen müssen.
Bitte nicht Schuld und Haftung verwechseln oder zusammenwürfeln.

Schuld ist das Mädchen. Es hat die Sitation erkannt, aber trotzdem falsch gehandelt. Also hat das Gericht nun auch die Haftung komplett auf sie übertragen und die Autofahrerin von der Gefährdungshaftung entbunden.

Das ist so ähnlich wie Unfälle mit grober Fahrlässigkeit. Da kann es auch sein, dass die Versicherung (teilweise) von ihrer Leistungspflicht entbunden wird bzw. Regress nehmen kann.
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10.07.2013 19:29 Uhr von Superplopp
 
+0 | -0
 
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ms1889
Das Jugendamt macht so etwas was du schreibst nicht hauptberuflich, die nehmen Kinder nicht zum Spaß weg.

Es passieren natürlich Fehler, doch gleich von einem ständig kinderfeindlichen Jugendamt zu reden ist hohl.

Die Wahrheit sieht so aus dass das Jugendamt begründete Verdachtsfälle penibel verfolgt, allerdings nicht drauflosgeht.

Du bist es nicht wert in Deutschland zu leben, ich glaube eher dass man dich abgeschoben hat.

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