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Wipperfürth: Kippt der Bürgermeister das Rauchverbot in Kneipen?

Der Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt Neuss, Herbert Napp, weigert sich, auch nur einen Ordnungshüter in Neusser Kneipen zu schicken, um dort die NRW-Verordnung zum Rauchverbot zu kontrollieren.

Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass der "Vesuv von Neuss", selbst passionierter Raucher ist und genug hat von der Bevormundung der Landesregierung. Er selbst pafft auch munter weiter in seinen städtischen Diensträumen (ShortNews berichtete).

Nun wird auch der Bürgermeister der Stadt Wipperfürth (ebenfalls NRW), Michael von Rekowski, von den Wirten der Stadt dazu aufgefordert, es seinem Amtskollegen gleichzutun. Wipperfürth hat eine ausgeprägte Kneipenkultur und die Wirte beklagen jetzt schon einen Gästerückgang, der sich im Winter noch verschlimmern könnte.


WebReporter: DerJungeAusDemTal
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bürgermeister, Rauchverbot, Neuss, Wipperfürth
Quelle: wippblog.com
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29 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.07.2013 13:20 Uhr von Mecando
 
+10 | -17
 
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"Kein Nichtraucher wird gezwungen sich in eine Kneipe zu setzen."
Richtig, aber es gibt Menschen, die dort arbeiten müssen.
Und das ist nicht zwingend freiwillig, schon einmal daran gedacht?

Ich bin Nichtraucher und trotzdem kein Fan dieser Vorbote, dennoch ist das Argument ´man muss da ja nicht hingehen´ für´n Popo...
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09.07.2013 13:25 Uhr von Skyfish
 
+13 | -5
 
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Achso, es gibt Menschen die gezwungen werden in Kneipen zu arbeiten? Ja klar... Zivildienst oder was?
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09.07.2013 13:31 Uhr von Mecando
 
+7 | -6
 
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@DerJungeAusDemTal
Äpfel? Birnen?
Chemikalien haben etwas mit dem Beruf Chemikant zu tun, direkt.
Den Qualm von Rauchern einzuatmen hat aber nicht direkt etwas mit dem Wunsch im Gastronomiegewerbe arbeiten zu wollen zu tun.

@Skyfish
Stimmt, man kann ja auch ganz einfach kündigen.
Dumm nur wenn man eine Familie zu ernähren hat...

Und eine Arbeit abzulehnen ist bei den Praktiken des Arbeitsamtes auch nicht immer ne tolle Idee...

Aber wozu über den Tellerrand schauen...
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09.07.2013 13:40 Uhr von Frankone
 
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Jeder hat eine Wahl...

Der Nichtraucher kann es lassen in die Raucherkneipe zu gehen...
Der Nichtraucher kann es auch unterlassen in einer Kneipe zu arbeiten, in der geraucht wird.
Er kann sich ja in einer Nichtraucherkneipe bewerben oder gar selbst ein Nichtraucherkneipe eröffnen...

Ich als (schon viele Jahre) Nichtraucher, muß sagen: Jeder muß das schon selbst entscheiden. Wenn ichs nicht möchte, dann geh ich dort nicht hin. Nicht mehr und nicht weniger.

Wir können unsere Politikerdeppen ja auch nicht an die Hand nehmen und sagen, tu dies oder jenes. Obwohl das eigentlich so sein sollte. Aber Politiker tun immer das Gegenteil, von dem was sie tun sollen, das zeigt ja die Geschichte...

Wenns unseren Politikern mal einfallen sollte, das Sex unhygienisch ist, wird dann Sex per Gesetz verboten?

Nur Dumme und stark Riechende mit Schlips da oben....
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09.07.2013 13:42 Uhr von Mecando
 
+7 | -3
 
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"Doch. Weil Zu einem Bier immer noch ne Kippe gehört. Ist einfach so."
lol
Persönliche Meinungen und Neigungen haben nichts mit Tätigkeitsprofilen von Berufen zu tun.

"Wenn ich als Nichtraucher eine Stelle in einer Kneipe ablehne, weil dort geraucht wird, ist das in Ordnung. Es wäre unzumutbar die Stelle anzunehmen."
Das kenn´ ich anders. Gibt einige im Bekanntenkreis die vor die Wahl gestellt wurden, dort hin oder Kürzung.

Und wenn man schon in einer arbeitet, dann ist kündigen auch schwer wenn man zu Hause Mäuler stopfen muss.
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09.07.2013 13:46 Uhr von El_Caron
 
+9 | -5
 
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@DerJungeAusDemTal
Es raucht nur jeder Vierte in Deutschland. Mindestens für den Rest gehört zum Bier in erster Linie, keinen beißenden Qualm in den Augen zu haben, keine Atemwegsprobleme zu bekommen, die Krabsgefahr nicht zu erhöhen und nicht mit widerwärtig stinkenden Klamotten nach Hause zu kommen.
Dazu kommt ein nicht unerheblicher Anteil Raucher, die kalten Rauch auch ekelig finden und deswegen nur draußen rauchen und das Rauchverbot begrüßen (ich kenne niemanden mehr näher, der in Innenräumen rauchen will, die eigene Wohnung eingeschlossen).

Nur weil Du ein ziemlich asoziales Hobby hast und damit in akuter Minderheit bist, heißt das noch lange nicht, dass der Rest der Welt das zu akzeptieren hat. Es hält DICH auch keiner, Dein Bier zu Hause mit der Kippe zu genießen.

[ nachträglich editiert von El_Caron ]
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09.07.2013 13:55 Uhr von Suffkopp
 
+6 | -2
 
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@DerJungeAusDemTal - Du hast völlig recht - Du bist auch nahe an diskreminieren. Denn wer schreibt

"Kein Nichtraucher wird gezwungen sich in eine Kneipe zu setzen."

oder

"Uns selbst wenn es nur eine Kneipe im Ort gibt, dann bleibt man einfach Zuhause, wenn einem der Dampf nicht passt. PUNKT."

hat wohl nicht richtig überlegt was er schreibt. Aber wenn man die Sätze aus der anderen Richtung betrachtet stimmen sie wieder: kein Raucher muss in eine Kneipe gehen wo nicht geraucht wird, selbst wenn es die einzige Kneipe des Ortes ist.

Welches ist die richtige Wahrheit? Welches ist weniger richtig im Bezug auf persönliche Freiheit? Und zum Kneipensterben - das gab es schon immer. Un d Du warst überall vor Ort und kannst genau darlegen von wieviel Kneipen vorher wo genau gestorben sind? Machst Du Kneipkur durch Deutschland?

@Frankone - warum n ur wieder diese Ausführung? Richtig ist wenn Du auch geschrieben hättest:

"Jeder hat eine Wahl...

Der Raucher kann es lassen in die Nichtraucherkneipe zu gehen...
Der Raucher kann es auch unterlassen in einer Kneipe zu arbeiten, in der nicht geraucht wird."

Immer diese einseitige Berichterstattung

[ nachträglich editiert von Suffkopp ]
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09.07.2013 13:59 Uhr von Atze2
 
+7 | -2
 
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@grotesk

das Kneipensterben in Bayern gibts sehr wohl.

Es gibt z.B. in Bayreuth nur noch eine Kneipe wo alle hingehen? Warum, weil ein zweiter abgetrennter Raum für Raucher zur Verfügung steht. Ein Schlupfloch also.

Im Sommer sind die Biergärten voll. Weil draussen geraucht werden darf. Innen sind die Leer. Und vor allem im Winter müssen diese ihre Angestellten entlassen, also auf Staatskosten stempeln lassen.

Die Würzburger Altstadt krächzt und ächts wegen dem Rauchverbot. Die müssen jetzt ihr Geld den Sommer über verdienen. Im Winter herrscht tote Hose.

Kommen wir zu Diskotheken.
Sämtliche Nachbarn beschweren sich über Lärm. Warum? Zum Rauchen musst vor die Tür.
Frag die Anwohner von Clubs mal was die vom Rauchverbot halten. Gar nix. Null nada nijente.


Oder geh in die Kölner Altstadt. im Sommer rappelvoll. im Winter ist nix mehr los.

[ nachträglich editiert von Atze2 ]
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09.07.2013 14:00 Uhr von El_Caron
 
+3 | -5
 
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@Suffkopp
"kein Raucher muss in eine Kneipe gehen wo nicht geraucht wird, selbst wenn es die einzige Kneipe des Ortes ist."

Der wichtigste Unterschied ist aber: Er kann immer noch. Ein "Raucher" ist ja niemand, dem es genetisch ständig aus den Ohren qualmt (ok, die meisten riechen unangenehm, aber darum geht´s ja nicht). Ein "Raucher" ist in jeder Kneipe absolut willkommen, solange er sein gemeinschaftsschädigendes Hobby währenddessen nicht ausübt.
Ein Nichtraucher kann nicht mal eben sein "Nichtrauchen" für ne Stunde aufgeben und sich nicht mehr am Rauch stören (oder sogar gesundheitlich darauf reagieren).
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09.07.2013 14:02 Uhr von El_Caron
 
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@Atze2

Ist nicht gerade in Bayern auch in Biergärten das Rauchen verboten? Ich fand das höchst angenehm, denn stinken und stören tut es auch draußen.
In anderen Bundesländern bin ich deswegen auch schon bei bestem Wetter reingegangen oder habe mich in eine Ecke gesetzt, bei der rundrum keine Kippenpackungen auf den Tischen liegen.Oft packt dann aber trotzdem jemand noch was aus und steckt sich eine an, egal ob am Nebentisch Kinder sitzen oder gegessen wird.

[ nachträglich editiert von El_Caron ]
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09.07.2013 14:04 Uhr von Atze2
 
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nein @ El_Caron

es gibt ein Rauchverbot für Bierzelte. Biergärten sind davon nicht betroffen.

Das Oktoberfest in München hatte eine einjährige "Ausnahmegenehmigung".


Edit:
wenn gegessen wird bin ich auch für ein absolutes Rauchverbot. Ich rede hier von Eck-Kneipen.

[ nachträglich editiert von Atze2 ]
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09.07.2013 14:06 Uhr von Mecando
 
+3 | -4
 
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"im Sommer rappelvoll. im Winter ist nix mehr los."
Klingt wie das Gastrogewerbe seit Jahrezehnten hier vor Ort, unabhängig vom Nichtraucherschutzgesetz. Saisonarbeit eben...
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09.07.2013 14:14 Uhr von Atze2
 
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ich will das Raucher-dasein nicht beschönigen, aber fakt ist das ca. die Hälfte aller Kneipen in meiner Region dicht gemacht haben.

Und das in einer Studenten-Stadt. Partys werden jetzt in WG´s gefeiert. Im Keller.

Und das komplett unversteuert.

Wie gesagt, ich rede nicht von Restaurants. Eck-Kneipen und Discotheken.

Die grösste Discothek Oberfrankens (Halifax Himmelkron) hat mangels Gäste dicht gemacht. Fassungsvermögen ca. 5000 Gäste.

[ nachträglich editiert von Atze2 ]
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09.07.2013 14:21 Uhr von El_Caron
 
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@Atze2
Oh, stimmt. Schade.

Die Sache ist die: Diese "Eckkneipen" machen nur einen Bruchteil der Gastronomiebetriebe aus. Das meiste sind Clubs, Restaurants, Bars (d.h. Cocktails, Bistroangebot) ... Überall dort macht das Rauchverbot Sinn und die machen sich auch alle keine Sorgen (ich kenne ein oder zwei Barbetreiber).
Nun gibt es zwei Überlegungen, ob man sich bei so einem Gesetzesentwurf nochmal separat Gedanken über "Eckkneipen" machen will.
1. Arbeitnehmerschutz. Es kann nicht sein, dass jemand zum Broterwerb dazu genötigt wird, in eine gesundheitlich hochgefährliche Umgebung zu gehen. Auch nicht, wenn er "damit einverstanden" ist. Wo kämen wir denn sonst hin? "Abluftanlage über meinen Lötstationen? Nö, meine Angestellten finden das ok. Die löten zu Hause auch ohne." Also bitte, nein. Jeder, der in Umgebungen mit Sicherheitsbestimmungen arbeitet, weiß, dass es gut sind, dass sie da sind, auch wenn man das zu Hause nicht alles so einhält.
2. Was will ich da eigentlich mit einer Ausnahme aus einem Gesetz(!) schützen? Zimmer, in denen sich Leute treffen, um neben stark gesundheitsschädlichem Rauch auch noch Alkohol zu konsumieren - ebenfalls meist in auf Dauer gesundheitsschädlichen Mengen. Ist das so schutzwürdig, dass es Extrawürste wert ist? Ich weiß ja nicht ...

Ich hätte nix dagegen, wenn das Nichtraucherschutzgesetz hauptsächlich über den Arbeitnehmerschutz geregelt wäre und in Kneipen, in denen nur der Inhaber arbeitet, weiter gequalmt wird. Das dürfte im Wesentlichen alles relevante erschlagen, ohne explizite Extrawürste zu braten. - Aber die aktuelle Lösung ist so viel besser als der bisherige fehlende Schutz, dass ICH daran sicher nicht rumnörgele. Die Betroffenen konnten sich ja überlegen, ob sie sich wie hier mit umfassenden, nicht haltbaren Forderungen zum Deppen machen, oder konstruktive Alternativen wie meine oben vorantreiben. Sie haben sich für die volle Kontraposition ohne Rücksicht auf ihre Mitmenschen entschieden und sind damit baden gegangen.
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09.07.2013 14:36 Uhr von Dracultepes
 
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@DerJungeAusDemTal
Du hast wohl vergessen das gerade Chemikalienhersteller strenge Auflagen für Chemikalien haben. Nach GefStoffV gibt es Arbeitsplatzgrenzwerte die nicht überschritten werden dürfen. Muss eine Person länger arbeiten kann man einerseits die Exposition durch z.B. Lüftungsanlagen verringern oder den Schutz durch eine Persönliche Schutzausrüstung (PSA) verstärken.

Wir können dieses System gerne in Kneipen übernehmen. Jede Bedienung kriegt ein kleines Röhrchen und wenn der AGW überschritten ist voll bezahlt die Schicht zuende. Ob sich das lohnt jede 30 Minuten ne neue Bedienung zu haben weiss ich nicht.

b2t

Es hat halt vorher nicht funktioniert, also muss ein Gesetz her. Die Wirte haben ewig darauf gesetzt dass die Nichtraucherfreunde eher mit in Bars gehen wo geraucht werden darf, als die Raucherfreunde in Nichtraucherbars.

Jetzt kommt die Quittung, ich finde es gut. Es gab hier vorher nichts wo nicht geraucht wurde. Jetzt ist das richtig angenehm abends wegzugehen.
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09.07.2013 15:18 Uhr von Suffkopp
 
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@Atze2 - ahja das Halifax Himmelkron hat geschlossen. Aber nirgends findet man nur als Grund "sinkende Besucherzahlen". Aber nicht warum die gesunken sind.

War es das Rauchverbot?
Waren es die neuen GEMA Gebühren?
Waren es zu hohe Preise?
Was war es?

Keiner weiß es - ausser die Betreiber.
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09.07.2013 15:48 Uhr von rainerj
 
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@grotesK
"Hmm...warum gab es eigentlich in Bayern kein sog. Kneipensterben (seit 2009 gilt in Bayern das gleiche Rauchergesetz wie in NRW)? Im Gegenteil, ich meine gelesen zu haben, daß der Umsatz der klassischen Kneipen/Clubs usw. sogar stieg."

Das kann ich nicht unbedingt bestätigen. In München (und das soll schon etwas heißen!) hat der eine oder andere Club, den ich gerne besucht habe, mittlerweile zugemacht, weil es sich einfach nicht mehr rentiert hat. Das ewige Rein und Raus nervt auf die Dauer, und nicht nur die, die dauernd unterwegs sind! Positiv ist in München aber, daß sich zumindest in Off-Locations später in der Nacht niemand mehr für das Verbot interessiert. :-)

"Das mit dem Lärm (wegen dem Rauchen vor der Tür) ist wahr, keine Frage. Aber das hat ja weniger mit dem Rauchverbot, als mit den Rauchern als Personen zu tun. Muss man halt Rücksicht auf die Anwohner nehmen und in Ruhe rauchen."

Natürlich hat es mit dem Rauchverbot zu tun! Wenn zwei Menschen vor der Türe stehen müssen, weil sie drinnen nicht rauchen dürfen, unterhalten sie sich eben vor der Türe. Auch kommt es natürlich zu neuen Bekanntschaften beim Rauchen vor der Türe (der vermutlich einzige Vorteil!). Auch öffnet sich die Türe vermehrt, da ein regerer Verkehr herrscht. So dringt dann öfter Musik nach draußen, während vorher lediglich beim Kommen und Gehen die Türe geöffnet wurde. Das ist aber nicht den Rauchern anzulasten! Damit müssen die Anwohner meines Erachtens nun aber leben! Da tut es mir nur um die Anwohner leid, die nicht für diesen Schwachsinn sind. Schlimm ist daran, daß hier nun der Wirt dennoch Ärger bekommen kann, obwohl er ja nichts dafür kann, daß er die Raucher vor die Türe schicken muß…

@Sijamboi
"Besser wäre es Raucher- und Nichtraucherkneipen einzuführen und dies am Eingang kenntlich zu machen. Wenn ein Nichtraucher dann in einer Raucherkneipe geht, hat er auch kein Recht sich zu beschweren."

Das ist imho die einzige Lösung, die demjenigen, der das wirtschaftliche Risiko trägt und damit erst für diese Möglichkeit der Freizeitgestaltung sorgt, auch nicht schadet!

@El_Caron
"Es raucht nur jeder Vierte in Deutschland."

Stimmt in etwa. Inklusive der unter 18-jährigen, die gar nicht rauchen dürfen.

"Dazu kommt ein nicht unerheblicher Anteil Raucher, die kalten Rauch auch ekelig finden und deswegen nur draußen rauchen und das Rauchverbot begrüßen (ich kenne niemanden mehr näher, der in Innenräumen rauchen will, die eigene Wohnung eingeschlossen)."

Ich kenne in der Tat auch nur noch einen Raucher, der in seinen eigenen Räumen raucht, dafür kenne ich Nichtraucher, die das Rauchen in ihrer Wohnung/ihrem Haus erlauben, damit die Raucher nicht rausgehen müssen. Da gehe ich nun aber auch vor die Türe, auch wenn der Hausherr das Rauchen drinnen erlaubt. Ich kenne aber auch keinen intelligenten Nichtraucher, der das Rauchverbot für Kneipen, Clubs und Discos (also private Räumlichkeiten zur Freizeitgestaltung ohne Verzehr) nicht als absolut schwachsinnig ansieht!

"Nur weil Du ein ziemlich asoziales Hobby hast und damit in akuter Minderheit bist, heißt das noch lange nicht, dass der Rest der Welt das zu akzeptieren hat."

Solange Rauchen in Deutschland vollkommen legal ist, hast Du es zu akzeptieren, daß andere Menschen auch in Deiner Nähe rauchen! Tust Du das nicht, bist Du der Asoziale! Ob man sich in der Altersgruppe, die den Abend in Clubs oder ähnlichem verbringt, wirklich in der Minderheit befindet, lassen wir man dahingestellt. Wenn man sich so umschaut, sind immer noch eher die Nichtraucher in der Minderheit.

"Ist nicht gerade in Bayern auch in Biergärten das Rauchen verboten? Ich fand das höchst angenehm, denn stinken und stören tut es auch draußen."

Nein, ganz so weltfremd sind die Bayern dann doch nicht, auch wenn dieser Zottel (Frankenheimer) da unten das wahrscheinlich gerne so gehabt hätte. Aber der hat ja immer noch in fast allen Gastbetrieben Hausverbot! :-)

@Suffkopp
"Welches ist weniger richtig im Bezug auf persönliche Freiheit?"

Ich schätze die persönliche Freiheit des Wirtes höher ein als die des Gastes, da der Wirt das Risiko trägt und demnach auch das Sagen haben sollte! Der Gast hat sich unterzuordnen!

@Mecando
"Klingt wie das Gastrogewerbe seit Jahrezehnten hier vor Ort, unabhängig vom Nichtraucherschutzgesetz."

Bei uns machen viele Clubs im Sommer zu, weil es zumindest bei gutem Wetter viele Veranstaltungen unter freiem Himmel gibt. Diese Clubs machen ihr Geschäft im Winter, haben aber teilweise überhaupt keine Möglichkeit, einen Raucherbereich unter freiem Himmel anzubieten. Aber zumindest dürfen wir hier in NRW ja noch Heizpilze aufstellen...
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09.07.2013 16:21 Uhr von frodewin
 
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Wirten, die Behörden aufrufen, gegen Gesetze zu verstoßen, fehlt es ganz klar an der nötigen unternehmerischen Zuverlässigkeit (§ 4 1. Gaststättengesetz), ohne die die Konzession zu versagen ist. Das richtige Verhalten des Bürgermeisters wäre es, alle Kneipen schließen zu lassen, die ihn zu gesetzeswidrigem Verhalten aufrufen.
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09.07.2013 16:24 Uhr von Suffkopp
 
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@rainerj - da möcht ich doch drauf antworten. Und zwar nur:

Leider argumentierst Du fast nur aus der Sicht eines Rauchers. Und genau deshalb müssen wir leider mit einem Rauchverbot leben.

Und der persönlichen Freiheit des Wirtes sind nun mal durch Gesetze und Verordnungen Grenzen gesetzt. So ist es nunmal. Sonst würde man ja in manchen Kneipen auch Canabis kaufen könne, wenn es der persönlichen Freiheit des Wirtes entspricht.
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09.07.2013 17:31 Uhr von saschay3k
 
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Schön, dass sich unsere süchtigen, sorry selbstbestimmten, rauchenden Mitmenschen zwischenzeitlich keine neuen "Pro"-Rauch-Argumente haben einfallen lassen ... immer das gleiche sinnentleerte Blablablablabla über Toleranz, Bevormundung, Gesundheitsfaschismus, Diskriminierung und ähnlichen Schwachsinn ... denkt euch doch mal etwas neues und vor allem wirklich Stichhaltiges pro-rauch aus ... da gibts nämlich nix! ... und was der Bürgermeister da abzieht ist peinlich: er lässt sein politisches Handeln, seine Verantwortung gegenüber den Bürgern von Neuss von einer Suchtkrankheit bestimmen. Dieser Mann ist vollkommen ungeignet für ein solches Amt.
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09.07.2013 17:45 Uhr von rainerj
 
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@grotesK

Das Chaca-Chaca zum Beispiel. Das war ein netter Club im Keller mit hervorragender Musik, guten Bookings, aber da man zum Rauchen immer wieder die Treppe rauf in die Kälte (im Winter natürlich auch noch ohne Heizpilze…) mußte, war das vor allem im Winter, wo Clubs mit elektronischer Musik ihren Hauptumsatz machen, ein No-Go, um dort hinzugehen, wenn man Raucher war und beim Feiern rauchen wollte. Das hat dem Laden letztendlich das Genick gebrochen.

Ich seh aber schon. Du willst das Argument nicht gelten lassen, daß die Gastronomie Gäste verliert. Du solltest Dich aber mal informieren, wie das z.B. in den USA gelaufen ist. Ich sag es Dir: In einigen Bundesstaaten darf man in Bars, Clubs und Diskotheken wieder rauchen, eben weil die Gäste weggeblieben sind! Das ist nachweisbar!

@Suffkopp

"Leider argumentierst Du fast nur aus der Sicht eines Rauchers. Und genau deshalb müssen wir leider mit einem Rauchverbot leben."

Das mag sich so anfühlen, weil es eben nicht so eine hasserfüllte bzw. weinerliche Argumentation gegen Raucher ist, die manche hier an den Tag legen. Ein gesunder Gegenpol ist hier stark von Nöten, wobei selbst eine mehr oder weniger objektive Sicht hier ja als "aus der Sicht eines Rauchers" angesehen wird.
Da ja mittlerweile immer weniger Menschen in meinem Umfeld rauchen (mag am Alter liegen) und immer wieder das Rauchverbot aufkommt, wird natürlich auch darüber diskutiert. Es gibt aber nicht einen einzigen Nichtraucher in meinem Bekanntenkreis, der sich für das Rauchverbot in der aktuellen Form positiv ausspricht. Das betrifft sogar Menschen, die zwischenzeitlich mal dazustoßen. Alle, inklusive der Raucher, sind aber der Meinung, daß Rauch beim Essen nicht sein muß. Verbote seitens der Wirte gab es aber auch schon lange vor dem Rauchverbot.

Wir müssen nun einzig und alleine mit einem Rauchverbot leben, weil manche Nichtraucher nicht in der Lage sind, für sich selbst entscheiden zu können, was für sie gut ist und was nicht, oder sich eingeschränkt fühlen, weil sie ihrer verschrobenen Ansicht nach in Gaststätten unerwünscht seien! Sie übersehen dabei aber, daß sie kein Recht auf einen Gaststättenbesuch haben, wenn man sie dort nicht haben will!
Hier wurde nun für eine absolut kleine Minderheit ein Gesetz geschaffen, das faktisch mehr Menschen schadet als nützt! Diese Minderheit konnte man übrigens auch gut bei der Abstimmung in Bayern damals erkennen. Dort hatten die Befürworter zwar mehr Stimmen erhalten als die Gegner, wenn man aber bedenkt, daß etwa 60-70% der Bürger Bayerns überhaupt nicht zur Abstimmung gegangen sind, merkt man, daß einer großen Mehrheit absolut egal war, ob man nun in Gaststätten etc rauchen darf oder nicht.


"Und der persönlichen Freiheit des Wirtes sind nun mal durch Gesetze und Verordnungen Grenzen gesetzt. So ist es nunmal. Sonst würde man ja in manchen Kneipen auch Canabis kaufen könne, wenn es der persönlichen Freiheit des Wirtes entspricht."

Jetzt vergleichst Du aber Äpfel mit Birnen. Der große Unterschied zwischen Tabak und Canabis ist der, daß Tabak vollkommen legal in Deutschland ist, Canabis aber nur unter bestimmten Umständen legal zu erwerben ist (medizinische Anwendung).


@saschay3k

"und was der Bürgermeister da abzieht ist peinlich: er lässt sein politisches Handeln, seine Verantwortung gegenüber den Bürgern von Neuss von einer Suchtkrankheit bestimmen. Dieser Mann ist vollkommen ungeignet für ein solches Amt."

Falsch. Das ist endlich mal eine gute Entscheidung unseres Bürgermeisters! In anderen Belangen ist er sicher nicht der richtige Mann in dem Amt, aber bevor ein SPD-Bürgermeister ins Rathaus einzieht, wählt man natürlich lieber ihn… ;-)
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09.07.2013 17:49 Uhr von saschay3k
 
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@ rainerj:

Dann leg mir mal dar, was an diesem Handeln gut ist und wessen Interessen vertreten werden und von welchem Nutzen dieses Handeln für die Allgemeinheit ist.
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09.07.2013 18:01 Uhr von rainerj
 
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@saschay3k

Es werden hier die Interessen der Wirte vertreten, die selbst entscheiden möchten, welche legalen Aktivitäten sie in ihrer Lokalität, für die sie zahlen und für die sie das Risiko tragen, erlauben und welche nicht!
Der Nutzen für die Allgemeinheit ist eindeutig: Die Kneipen verlieren keine Gäste (neue in Form von Nichtrauchern kommen ja auch nicht), die Wirte bekommen keinen Ärger aufgrund Lärm im Außenbereich, der ab 23:30 geschlossen werden muß, die Bürger dadurch keine Kneipen, die Stadt verliert keine Steuern und die Anwohner beschweren sich nicht über Lärm auf der Straße.

Es ist eine Win-Win-Win-Situation (für Wirte, (Stamm-)Gäste und Stadt). Außer natürlich für die intoleranten Nichtraucher, die sich ihre Freizeitumgebung nach ihrem Gusto gestalten möchten.
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09.07.2013 18:12 Uhr von saschay3k
 
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Interesse der Wirte > Geld
Keine Gäste Verlieren > Geld
Steuern für die Stadt > Geld

Ka-Tsching! $$$

Der Wirt darf alles selbst entscheiden - allerdings im Rahmen der gesetzliche Vorgaben.

Wenn dir das nicht passt - deine Sache! ... was meinst du wieviele Leute sich über Tempo 100 auf deutschen Landstrassen ärgern - was für eine Diskriminierung aller Leute mit schnellen Autos durch die Schleicherfaschisten ...

... und wenn wir drinnen nicht Rauchen dürfen, machen wir draussen Krach! > Kinderkacke!

Intolerante Nichtraucher - genau! (Diese Wortkombi!)

So und anders schon 1.000 Mal gelesen. Das überzeugt mich nicht. Lass stecken, wir kommen sowieso auf keinen grünen Zweig und das Gesetz steht und wird auch nicht mehr zurückgenommen und was euren Bürgermeister angeht:

"Wenn er sich weigert, ein geltendes Gesetz durchzusetzen, muss die Bezirksregierung als zuständige Kommunalaufsicht reagieren. Das kann bis zu einer Amtsenthebung gehen. Zuständig wäre dann die Düsseldorfer Regierungspräsidentin Anne Lütkes. Der Mann ist ja eh nicht mehr zurechnungsfähig. Vermutlich zu viel Teer im Hirn!" >> Byebye!

Zitat von Stefan F. aus einer anderen Community
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09.07.2013 18:17 Uhr von El_Caron
 
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@rainerj
asozial hat ncihts mit legal oder nichtlegal zu tun, sondern mit Interessenverletzung. Andere zum Privatvergnügen gesundheitlich und im sonstigen Wohlbefinden zu schädigen, ist asozial.
Es ist auch noch nicht verboten, mit Kindern im Auto zu rauchen, trotzdem ist das ein unfassbares Unding.

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