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Schwere Sicherheitsmängel in San Francisco: Flugleitsysteme seit Wochen außer Betrieb

Am vergangen Samstag legte eine Boeing 777 der südkoreanischen Fluggesellschaft Asiana beim Anflug auf den Flughafen von San Francisco eine Bruchlandung hin, zwei Menschen kamen dabei ums Leben (ShortNews berichtete). Die Ursache dafür ist noch ungeklärt, aber es gibt schwere Vorwürfe.

So seien wichtige Flugleitsysteme für den Landeanflug wegen Umbauarbeiten bereits seit Wochen abgeschaltet, für viele Piloten ist dieser Flughafen daher ein Horror. "Ein stabilisierter Anflug in San Francisco ist eigentlich kaum mehr möglich gewesen", so ein Flugkapitän einer deutschen Airline.

Der Flughafen besitzt derzeit weder die Gleitweganzeige des Instrumentenlandesystems, noch den sogenannten Precision Approach Path Indicator (PAPI). Auch die Anflugbefeuerung, welche den Piloten den richtigen Anflugwinkel anzeigt, ist derzeit abgeschaltet.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Sicherheit, Betrieb, Mangel, San Francisco, Bruchlandung, Boeing 777
Quelle: www.spiegel.de

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08.07.2013 11:16 Uhr von Kamimaze
 
+10 | -1
 
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Das passte nicht mehr in die News, ist aber sehr interessant:

"Unter seinen Kollegen genießt der Flughafen von San Francisco einen äußerst schlechten Ruf. Neben den fehlenden Anflugsystemen würden die Lotsen immer wieder dadurch auffallen, den Piloten eine extrem starke Sinkrate durchzufunken. Vermutlich aus Lärmschutzgründen sollen die Maschinen aus großer Höhe schnell herunterkommen, um möglichst kurz in niedriger Höhe zu fliegen. "Häufig ist diese Sinkrate am Maximum dessen, was erlaubt ist, manchmal sogar höher", berichtet der Kapitän.

Der Stress für die Piloten würde noch gesteigert dadurch, dass die Maschinen sehr eng gestaffelt landen. Die chaotischen Umstände bleiben nicht ohne Folgen. Wie SPIEGEL ONLINE erfuhr, musste vor drei Wochen ein Lufthansa-Airbus in San Francisco durchstarten. In der Statistik zählt San Francisco derzeit bei Lufthansa als Landeplatz mit einer der höchsten Durchstarteraten. Bei der Lufthansa gab es für den Flughafen deswegen schon vor der Asiana-Bruchlandung besondere Sicherheitsanweisungen."
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08.07.2013 12:24 Uhr von tobsen2009
 
+3 | -4
 
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wenn es wirklich am Flugleitsystem lag, dann frage ich mich, was die Piloten denn in ihrer Ausbildung gelernt haben, oder wird das heute garnicht mehr beigebracht auf Sichtflug eine Landung durchzuführen? Auch wenn es sicher schwierig ist, aber dennoch sollte jeder Pilot m.E. diese Vorgehensweise beherschen.

Und wenn der Mensch im Tower einen zusteilen Landekurs vorgibt, wo die Piloten schon Schwierigkeiten mit haben, warum wird dann nichts unternommen?

Traurig das immer erst Menschen zuschaden kommen müssen, bis es so mancher Sturrkopf begriffen hat das gewisse Entscheidungen nicht richtig sind.
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08.07.2013 12:31 Uhr von Kamimaze
 
+0 | -2
 
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@tobsen2009

> "
wenn es wirklich am Flugleitsystem lag, dann frage ich mich, was die Piloten denn in ihrer Ausbildung gelernt haben, oder wird das heute garnicht mehr beigebracht auf Sichtflug eine Landung durchzuführen? Auch wenn es sicher schwierig ist, aber dennoch sollte jeder Pilot m.E. diese Vorgehensweise beherschen."

Theoretisch schon, doch der Bruchpilot "übte" wohl noch auf der Boeing 777:

--> http://www.gmx.net/...
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08.07.2013 12:42 Uhr von PeterLustig2009
 
+3 | -2
 
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@Kamimaze
Die Quelle relativiert deine Aussage aber sehr gewaltig

Der Pilot befand sich laut deiner Quelle in einer Übergangsphase, hat bereits 9 Landungen mit solcher Maschine hinter sich und hat insgesamt schon 10000 Flugstunden abgerissen.

Also bau hier bitte nicht das Gerücht eines Flugschülers auf

@tobsen
Die haben das wohl gelernt aber haben die Maschine nicht wieder hochbekommen da sie einfach zu langsam war und wohl schon das Problem des Strömungsabrisses anlag.

Hätte der Pilot nicht eingegriffen hätte wahrscheinlich niemand überlebt
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08.07.2013 15:40 Uhr von Perisecor
 
+1 | -6
 
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Was für ein Unsinn. Cat 3-Landungen werden sowieso kaum durchgeführt, weil die Anforderungen dafür viel zu hoch sind.

Die meisten Landungen (>99%) werden, egal welche Systeme der Flughafen vorhält, manuell durchgeführt.

Und obwohl div. Systeme seit Anfang Juni (bis Mitte August) wegen Umbaumaßnahmen deaktiviert sind, gab es davor keinen Unfall.


Nun also bei einem Unfall die Schuld auf den Flughafen zu schieben ist billige Stimmungsmache, schon alleine, weil weltweit bekannt ist, welche Flughafensysteme aktiv und welche inaktiv sind (und von wann bis wann). Man hat da also nicht kurz vor der Landung was abgeschaltet, um den Piloten zu verarschen o.ä.

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