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NATO: Libyen droht das endgültige Chaos

Einem internen Bericht einer NATO-Delegation entsprechend, droht dem nordafrikanische Land Libyen Chaos und Anarchie. Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi hat es die neue Führung unter Ali Seidan bisher nicht geschafft, für geordnete Strukturen zu sorgen.

Libyen hatte deswegen bereits die NATO um militärische Unterstützung gebeten, wobei es um den Aufbau einer 35.000 Mann starken Nationalgarde geht. Nach der Entsendung von Experten kommt das Verteidigungsbündnis indes zu einem vernichtenden Urteil.

Demnach würde es der Führung an der "Fähigkeit, Rat aufzunehmen und umzusetzen" mangeln. Aktuell werden die Grenzen des Landes durch Milizen geschützt, welche schon im Kampf gegen al-Gaddafi im Einsatz waren. In Libyen findet sich das aktuell "weltweit größte ungesicherte Waffenarsenal."


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Libyen, Chaos, NATO, Anarchie
Quelle: www.zeit.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.07.2013 09:07 Uhr von Bildungsminister
 
+19 | -0
 
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Im Augenblick scheint sich das zu bestätigen, was viele beim einstigen Umsturz des Arabischen Frühlings erwartet hatten. So schlimm die Regime in den Ländern auch waren, sie haben dennoch für Stabilität gesorgt, welche nach dem Umsturz aufgelöst wurde. Ein funktionierendes demokratisches System aus dem Nichts aus dem Boden zu stampfen scheint mindestens genauso schwierig wie nahezu unmöglich. Wer weiß, wie lange es in Libyen noch gut geht, bzw. in der gesamten Region generell.
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08.07.2013 09:26 Uhr von Mankind3
 
+18 | -0
 
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Es tritt genau das ein was viele sagten. Ein ganzes Land wurde ins Chaos gestürzt, aber man hat den ach so bösen Diktator immerhin beseitigt.

Im Irak ist es doch das selbe seit Hussein weg ist, und in Syrien würde unter garantie das selbe passieren wenn die "Rebellen" dort gewinnen würden.

Aber das scheinen viele der westl. Politiker nicht zu verstehen.
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08.07.2013 09:49 Uhr von Pils28
 
+0 | -1
 
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Nachher würden die Länder in Nordafrika und naher Osten ein Südamerika pullen. Das will man nicht!
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08.07.2013 10:13 Uhr von memo81
 
+8 | -1
 
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@Mankind
"Aber das scheinen viele der westl. Politiker nicht zu verstehen. "

Im Gegenteil, ich denke, dass sie es nicht nur sehr gut verstehen, sondern das Ganze genauso geplant haben.

"Wir bringen Ihnen Demokratie", "Sie wollen Ihre Freiheit und werden unterdrückt" und "Wir verteidigen dort unsere Heimat" sind nur Phrasen, damit sie vom Volk, also von uns, ein "GO" für ihre perversen Pläne bekommen.
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08.07.2013 10:47 Uhr von Shoiin
 
+7 | -1
 
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Das Schlimmste für die USA wären Frieden im nahen Osten und Afrika.
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08.07.2013 12:51 Uhr von jens3001
 
+3 | -0
 
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Bildungsminister hat es sehr gut geschrieben.


So grausam die Diktatoren teilweise waren, sie sorgten immerhing für Stabilität.


Eine Demokratie scheint in der Theorie durchaus eine sehr gute Alternative zu sein. Allerdings lebt Demokratie nicht alleine von dem Wunsch danach, sondern auch davon mitzumachen.

Und das ist schon in den "gewachsenen" Demokratien schwer genug.
Schaut euch mal die Wahlbeteiligung in den Industriestaaten westlicher Nationen an.
Um die 40 - 50% in der Schweiz, vielleicht 50 - 60 % in Deutschland.


Anstatt dem Krieg, den Toten und dem Chaos wäre es sinnvoller gewesen mit wirtschatlichem und politischen Druck, gemeinsam mit Hilfsorganisationen langsam, dafür nachhaltig, einen gedanklichen Wandel in diesen Staaten herbeizuführen.

Klar, das hätte Jahrzehnte oder sogar 1 - 2 Generationen gedauert.

Aber am Ende wüssten die Menschen dort was Demokratie wirklich ist, wie sie funktioniert, sie wüssten wie Marktwirtschaft funktioniert, usw.

Momentan leben diese Menschen in ihrer Unwissenheit und erwarten, dass jede Veränderung - egal welche, sofort zu einer Verbesserung führt.
Sie haben doch gar keine Ahnung wie Demokratie funktioniert oder wie man sie umsetzt.

Sie erwarten, dass sich JETZT etwas bessert - und zwar SOFORT.

Da das nicht der Fall sein kann, finden idealistische Wahnsinnig immer wieder arme Trottel, die sich für sie opfern wollen - weil sie ihnen das Gelbe vom Himmel versprechen.
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08.07.2013 14:29 Uhr von Granatstern
 
+0 | -2
 
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Genau das wurde doch geplant. Erst rüstet man Leute wie Saddam oder Gaddafi auf, nur um sie am Ende für genau das zu stürzen, was sie aus ihnen gemacht haben. Das ist eine moderen Art Völker zu zerstören. Und zwar von innen.
Sie richten den Schaden an, den sie dann hinterher scheinheilig beheben wollen. Am Ende kommt aber immer raus, das Amerika das Land besetzt und in die Hände nimmt.

Auch wir wurden demokratisiert und besetzt. Auch wir hatten nen schlimmen Diktator, den man unbedingt absetzen musste um das Volk zu befreien. Auch wir wurden im Anschluss von der Amerikanisierung kulturell überrannt.

Think about it.
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08.07.2013 20:45 Uhr von Reape®
 
+1 | -1
 
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wie heißt es nochmal bei der north american terror organization? mission accomplished!